In einer Abzugshaube starten die Motoren nicht mehr (zwei vorhanden). Schuld ist m.E. ein Bauteil, das gebrochen ist, ich aber nicht näher identifizieren kann. Es handelt sich um einen Keramikzylinder, um den ein Draht spulenartig gewickelt ist. Das ganze ist in einen grünen Mantel gehüllt. Es sind drei Anschlüsse vorhanden.
Leider fällt es mir aufgrund der mangelnden Bezeichnung schwer, ein Ersatzteil zu finden. Hat jemand einen Tipp, wie ich die Parameter bestimmen kann oder ob das Bauteil überhaupt noch erhältlich ist?
Das ist ein Hochlastwiderstand mit Anzapfungen. Die sind wahrscheinlich für die unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Ist kundenspezifisch. Kannste nur durch mehrere Einzelwiderstände ersetzen. was steht denn drauf? Irgendwo muß ein Aufdruck sein.
"Widerstand Dunstabzugshaube", such halt einen mit gleichen Abmessungen, auch 3 Anschlüssen (3 Geschwindigkeiten) für einen Motor gleicher Nennleistung.
"Widerstand Dunstabzugshaube", such halt einen mit gleichen Abmessungen,
auch 3 Anschlüssen (3 Geschwindigkeiten) für einen Motor gleicher
Nennleistung.
Oder anhand des Typenschilds der Haube einen passenden finden.
Vielen herzlichen Dank für die zahlreichen, schnellen und hilfreichen Antworten!
Ich habe den Widerstand einmal gemessen. Er hat in etwa einen Durchmesser von 21mm, eine Länge von 75mm. Zwischen den beiden Kontakten auf der intakten Seite liegen 100 Ohm, zwischen Mitte und Bruchstelle etwa 52, nach der Bruchstelle 47 Ohm. Der Verdacht liegt nahe, dass da auch 100 Ohm liegen sollten. Tatsächlich ist der Widerstand gar nicht beschriftet, es ist auch nichts an verblasster Beschriftung erkennbar.
Bei der Dunstabzugshaube selbst handelt es sich um eine Siemens LB75560/02, es sind zwei Motoren à 95 W verbaut.
Kann es sich um diesen Widerstand hier halten? https://www.bosch-home.com/de/de/product/10007403 (Oder ist er ein äquivalenter Ersatz?) Leider kann ich der Aufschrift keine Belastung entnehmen. Kommt der wohl mit 190W klar?
Addendum: Für https://www.bosch-home.com/de/de/product/00055573 schmeißt mir die Ersatzteilsuche unten drunter tatsächlich ein "kompatibel" aus. Allerdings scheint der 150 / 100 Ohm zu haben. Ist das plausibel?
Zu Mouser: Leider hat keiner der dortigen Widerstände auch nicht näherungsweise die erforderliche Länge. Damit ist recht frühzeitig eigentlich das "Drop-In-Replacement" wohl gescheitert.
Wenn die Drahtenden noch erreichbar sind,
jeweils eine Halbwicklung abziehen,
die Enden dann mit ner Messing-Hülse zusammen crimpen.
Aber so, dass die Drahtenden parallel in der Hülse liegen.
Nicht "auf Stoss"
Die Keramikteile mit nem Gewindebolzen
und jeweils einer Mutter aussen wieder zusammen setzen.
Das dürfte die Widerstandswerte der Teilbereiche nicht wirklich ändern.
das ist ein Widerstand.
ganz ähnliche Dinger sind auch in Autos in der Lüftung verwendet worden.
Damit werden verschiedene Schaltstufen für den Lüfter erreicht.
Frage am Rande. Wie würde man sowas bei diesen Lüftern flüssig regulieren? Triac (mit Phasenanschnitt)?
Man müßte mal das Schaltbild von den Innereien, nebst Motor, zu Papier bringen. Der dicke Alu-Becher sieht mir nach einem Phasenschieberkondensator aus. Könnte dann ein Kondensatormotor sein. Wenn man statt der dicken Widerstände mehrere Kondensatoren umschaltbar vorsieht, hat man keine Wärmeentwicklung und es brummt nix. Ich hatte so mal einen Radiallüfter ohrenfreundlich eingebremst, indem ich ihn, statt bei voller Drehzahl direkt, dann über den Blindstrom eines kleineren Cs auf Diät gesetzt habe.
Mich würde ja interessieren wie man so einen massiven Keramikwiderstand zerstören kann? Der ist auf zwei Stahlzungen frei schwebend gelagert und offensichtlich nie zu heiß geworden. Da muß schon jemand mit dem Hammer zu Gange gewesen sein?
Da scheinen zwei Kondensatormotoren drin zu sein, da ist die Methode mit Vorwiderstand schon ganz vernünftig. Alles andere wird nur aufwändig und teuer.
Der genaue Widerstandswert ist völlig wumpe. 100+100 wird genauso funktionieren wie 100+150.
Könnte dann ein Kondensatormotor sein.
Wenn man statt der dicken Widerstände mehrere Kondensatoren umschaltbar
vorsieht, hat man keine Wärmeentwicklung und es brummt nix.
Bei Deckenventilatoren mit C-Motor nimmt man da eher eine umschaltbare
Drossel. Bei Vorschaltkondensatoren besteht immer die Gefahr, das man
einen 50Hz-Schwingkreis baut.
Man kann auch einen echten Spartransformator nehmen, sowas wird gerne in Stufenschaltungen für Ventilatoren verwendet. Ein kleiner Frequenzumrichter wäre natürlich besser, aber diesen Motoren scheint die Drehzahl-Absenkung durch eine unzureichende Spannung bei eigentlich zu hoher Frequenz nichts zu machen. Bleibt die Frage, ob sowas in die Abzugshaube passt - das könnte schwierig werden.
Mich würde ja interessieren wie man so einen massiven Keramikwiderstand
zerstören kann?
Wenn ich das mal so genau wüsste... Irgendwann ist die Lüftung wohl (plötzlich) nicht mehr angesprungen - betraf aber auch beide Motoren gleichermaßen. Bei der Demontage bot sich dann das gezeigte Bild. Ob da bei der Demontage was schief gegangen ist oder sonstwas, weiß ich leider nicht.
Hallo zusammen! Gestern Abend war der Widerstand da, heute habe ich ihn eingebaut. Grundsätzlich funktioniert jetzt alles wieder - herzlichen Dank! Allerdings: Irgendwie laufen die Motoren nicht richtig an - sie wirken, als ob sie nur mit halber Geschwindigkeit oder noch weniger laufen würden (immerhin: im Vergleich zu früher flüsterleise…). Der „Luftzug“, den ich erwarten würde, der kommt irgendwie nicht. Kann noch etwas anderes im Argen liegen? Die anderen Bauteile sehen zumindest äußerlich intakt aus. Vielen Dank für alle Tipps bis hierhin!
Auf höchster Stufe hat der Widerstand ja keinen Einfluss. Wenn auch da die Lüfter nicht auf volle Drehzahl kommen, dann liegt das meist am Betriebskondensator.
Auf höchster Stufe hat der Widerstand ja keinen Einfluss. Wenn auch da
die Lüfter nicht auf volle Drehzahl kommen, dann liegt das meist am
Betriebskondensator.
Da warst du schneller, wollte ich auch vorschlagen
Leider bin ich erst heute zum Demontieren gekommen. Tatsächlich scheint der Kondensator ausgelaufen zu sein. Beim Messen der Kapazität steigt diese kontinuierlich an und verschwindet dann oberhalb des Messbereichs meines Geräts. Die klebrige Flüssigkeit, die ich zunächst für angesammeltes Fett gehalten habe, wird dann wohl Füllmittel gewesen sein.
Ich finde nun leider bei der Recherche keinen exakten Ersatz. Beschriftet ist der Kondensator mit MAB MP 4/400 4µF ± 10%, 460V ~ AB 20%, 500 V ~ AB 25%, 530 V ~ AB 10%, mit Kappe: IP 64, FZ 5, 1029, 50-60 Hz.
Tatsächlich scheint
der Kondensator ausgelaufen zu sein. Beim Messen der Kapazität steigt
diese kontinuierlich an und verschwindet dann oberhalb des Messbereichs
meines Geräts.
Kennst Du Dich mit der Messung von Kondensatoren mit DEINEM Gerät aus*
Offen gestanden: Ich habe es mir ein einfaches PeakTech 3705 für Elektronik-Bastelprojekte gekauft. Mehr als dranhalten habe ich jetzt nicht getan (und beide Polaritäten mal ausprobiert).
wobei ein Motorbetriebskondensator mit 4uF ausreicht, da steht dann 400 oder 450V drauf, Rest sagt zwar was zur Lebensdauer und Qualität aus, aber mit Glück ist er nicht schlechter. Alu gibt es kaum noch, meist Plastik..
Ich habe es mir ein einfaches PeakTech 3705 für
Elektronik-Bastelprojekte gekauft. Mehr als dranhalten habe ich jetzt
nicht getan.
Mehr kann man mit einem Kapazitätsmeßgerät auch nicht tun, natürlich bei abgeklemmtem Kondensator.
Alternativ kann man den ausbauen, an einen Trafo mit Kleinspannung wie 12 oder 24V klemmen, den Strom messen und zurückrechnen.
4µF an 12V ergeben 15mA oder an 24V 30mA.
Wie alt ist die Dunstabzugshaube eigentlich? Den unisolierten Kabelschuhen nach zu urteilen, vermutlich älter als 30 Jahre.
Fotografiere mal das Typenschild vom Kondesator, nicht das der ausgelaufene Sabber PCB ist.
Bis das ausgeschlossen werden kann, würde ich dir empfehlen, nur mit Einweghandschuhen da drin zu hantieren und die Haube bis zur Klärung nicht in Wohnräumen zu lagern.
PCBs sind ebenfalls Ewigkeitschemikalien, die erbgutverändernd sind.
Oh, das wäre der Worst-Case. Die Haube dürfte allerdings aus 1993/94 stammen. Waren die da nicht schon verboten? Kondensator ist anbei, nachträglich fotografiert. Zur Messung hatte ich ihn selbstverständlich ausgebaut.