Nachdem ich die Zündsignale vom S51 auf den Arduino bekommen habe hatte ich heute mir mal die scheinbar stehende Welle angeschaut. Leider ist das Ergebnis mit meinen 6 weißen LED‘s bei 33 Hz / 4 ms blitzen nicht grad berauschen und gut erkennbar. Mit blauen LED noch schlechter.
Hat jemand eine Idee, was ich optimieren könnte oder andere günstige „Blitzer“ als Empfehlung?
Wie kommst du ausgerechnet auf blaue. Das Auge ist am empfindlichsten im grünen. Vielleicht solltest du auch nicht irgendwelche LEDs nehmen, sondern welche mit hohem Lichtstrom.
Momentan zum Testen von allem wird eine 5V Powerbank verwendet und die parallelen LED‘s über einen NPN hart auf die 5 V geschaltet. Bei kürzeren ON Zeiten waren die LED der Erinnerung nach viel dunkler.
Momentan zum Testen von allem wird eine 5V Powerbank verwendet und die
parallelen LED‘s über einen NPN hart auf die 5 V geschaltet.
Hast Du ein Oszilloskop? Kannst Du den Strom messen? Brechen die 5V zusammen?
Was für LEDs sind das? Viellicht eher eine 10W LED aus einer 1000+ Lumen Taschenlampe.
NPN
Was für ein Strom fließt denn, wenn Du den NPN mal dauerhaft ansteuerst mit einer 6V Glühbirne oder so. Nicht das die Stromverstärkung gar nicht ausreicht (Wie hoch ist Dein Basisstrom).
Zudem reduziert die Umladung der Basis-Kapazität manchmal den Stromfluss weiter.
Hast Du ein Oszilloskop? Kannst Du den Strom messen? Brechen die 5V
zusammen?
Hab ich, kann ich machen
Was für LEDs sind das? Viellicht eher eine 10W LED aus einer 1000+ Lumen
Taschenlampe.
Keine aus einer Lampe oder so, glaub die waren mal von Conrad, Pollin oder so
NPN
Was für ein Strom fließt denn, wenn Du den NPN mal dauerhaft ansteuerst
mit einer 6V Glühbirne oder so. Nicht das die Stromverstärkung gar nicht
ausreicht (Wie hoch ist Dein Basisstrom
Ist derzeit ein TO-92 Typ (337) mit 1K Basiswiderstand
Musst du dir ausrechnen. Du hast dein Umgebungslicht und deinen Beleuchtungsabstand, über die gewünschte Schärfe berechnest du das Tastverhältnis und brauchst einen ausreichenden Kontrast zwischen den Beleuchtungsstärke durch Umgebungslicht und Blitze.
Schau im Datenblatt der LED nochmal nach dem erlaubten Pulsstrom. Als Beispiel - eine Xenon Blitzröhre blitzt etwa für 100µs, also die o.a. 0,1ms.
Ja ich weiss, für Pollin LEDs gibts oft kein Datenblatt, aber du kannst mal bei Cree oder Kingbright nach ähnlichen Modellen suchen.
kann ich aus Erfahrung bestätigen. Ich habe mal eine 10W-"Power"LED mit hohen kurzen Impulsströmen betrieben und das gegen eine kleine Xenon-Röhre verglichen: Letztere gewinnt um Größenordnungen.
Das sind 4ms von 30ms. Wenn sich da eine Welle z.B. mit 33 Umdrehungen pro Sekunde rotiert, dann beleuchtest du das Ding immerhin für 47° der Umdrehung. Das ist fernab von "Stroboskop", sondern bestenfalls ein "sehr, sehr verwaschenes Blinken".
Hast Du einen Vorwiderstand verbaut?
Wenn ja: Wie groß?
Bei meiner POV-Uhr habe ich weiße LEDs an 12 V mit 1 Ohm Vorwiderstand, damit die bei den kurzen Einschaltzeiten auch ordentlich hell werden. Ich habe ein da einen dutycycle von unter 0.5%, daher kann der Strom auch ordentlich hoch sein.
Bei 5 V und gar kein Vorwiderstand wären die LEDs der Uhr viel zu dunkel gewesen.
Noch ein Tipp: Der NPN muss ja schnell und vollständig durchschalten.
Du bekommst den nicht schnell genug wieder aus!
Mach einen Schottky-Transistor draus (Diode von B nach C). Dann schaltet der auch schneller wieder ab.
Problem daran ist: Die U_CE sat wird größer. Daher brauchst Du auch eine größere Versorgungsspannung. Bei 5 V und U_ce (Schottky) von 0.4 V bleiben ja abzüglich der 3 V für Weiße LED nicht mehr viel Reserve, die ordentlich Strom treiben kann.
Na dann träume ich wohl schon über 10 Jahre. In einer industriellen Anwendung haben wir 1200 W HQI durh 100 W blitzende LED ersetzt. Die HQI musste nach max. 6 Monaten (nominell 3 Monaten) ersetzt werden, die LED halten heute noch.
In der Oberflächeninspektion haben die LED ebenfalls Stroboskope ersetzt, LED sind besser als 20 k€ Stroboskope. Die LED Leuchten sind da auch nicht günstig, aber dafür praktisch wartungsfrei und haben sich damit sehr schnell amortisiert.
Ich habe mich auch mal für das Thema interessiert, dabei einen interessanten Link gespeichert unter anderem zu sehr kurzen Pulsdauer und Nachleuchtzeit.
Wollte/habe damit einen Luftgewehrschuss im Flug fotografiert mittels Lichtschranke und gepulster LED ;)
richtig, das ist die 'lahme' Anwendung. Bei Oberflächeninspektion geht es um zig kHz Zeilenfrequenz und eher LED Dauerlicht, mit bis zu brutalen >1 kW LED Leistung.
richtig, das ist die 'lahme' Anwendung. Bei Oberflächeninspektion
geht
es um zig kHz Zeilenfrequenz und eher LED Dauerlicht, mit bis zu
brutalen >1 kW LED Leistung.
HQI als Stroboskop? hast du dafür mal ein Beispiel?
HQI war natürlich Dauerlicht. Aber für bewegte Objekte ist eine kurze Belichtungszeit in der Kamera wichtig und kein Dauerlicht nötig. Und es wird nicht das ganze Spektrum der HQI gebraucht, eine Bande reicht.
Weiße LEDs müssen mindestens 10 Millisekunden nachleuchten, um die Lücken hinterm 50Hz Gleichrichter auszufüllen, sonst würden die weißen LEDs flackern und als Wohnraumbeleuchtung nicht taugen.
Weiße LEDs müssen mindestens 10 Millisekunden nachleuchten, um die
Lücken hinterm 50Hz Gleichrichter auszufüllen, sonst würden die weißen
LEDs flackern und als Wohnraumbeleuchtung nicht taugen.
Kondensatoren sind schon erfunden worden.
LEDs flackern und als Wohnraumbeleuchtung nicht taugen.
Die Leute hängen sich massenhaft PWM-gesteuerte LED-Stroboskope ins Wohnzimmer.
Hat jemand parallel eine Empfehlung für ein mögliches Power LED Modul,
was geeignet wäre ? Oder eine Angabe zum erforderlichen Lichtstrom ?
Irgendwas ab 1W aufwärts und ein paar Ampere. Die Datenblätter erlauben das natürlich nicht und vielleicht schießt Du Dir auch mal eine ab, aber was solls.
Am Ende brauchst Du grob die 100fache Lichtleistung gegenüber Dauerbetrieb. Reicht eine LED mit 20mA Dauerlicht AN/AUS als Kontrast, dann reichen auch 2A 1% Duty-Cycle. Hängt stark von Deiner Umgebung ab. Zwischen Keller mit Licht und Hof liegen ein paar Größenordnungen.
Reicht eine LED mit 20mA Dauerlicht AN/AUS als Kontrast,
dann reichen auch 2A 1% Duty-Cycle.
Das ist natürlich Quatsch. Erstens hält eine normale LED nicht den 100-fachen Strom aus, und zweitens kommt da niemals der 100-fache Lichtstrom raus, bestenfalls das 5-fache bei einer Lebensdauer im Sekundenbereich. Habe ich selbst an einigen Typen getestet. Siehe auch den Anhang dazu.
Das ist natürlich Quatsch. Erstens hält eine normale LED nicht den
100-fachen Strom aus, und zweitens kommt da niemals der 100-fache
Lichtstrom raus, bestenfalls das 5-fache bei einer Lebensdauer im
Sekundenbereich.
Genau deshalb LEDs >=1W. Die 20mA waren irreführend, weil das als Maximalstrom suggerieren. Gemeint war:
Nimm Deine LED,
stelle 0.1 ... 50mA Dauerstrom ein
schaue, ob die Helligkeit ausreicht (ggf. Takten mit der Hand, AN/AUS).
Wenn 20mA reichen --> 2A Pulsstrom für 1% der Zeit (z.B. 300µs@33Hz). Eine 1W wird dabei nicht kaputt gehen. Wenn sie dabei deutlich dunkler ist, dann halt 2 LEDs oder eine stärkere oder oder.
Genau deshalb LEDs >=1W. Die 20mA waren irreführend, weil das als
Maximalstrom suggerieren. Gemeint war:
...
Ja, nur leider bringt die Überstromung nichts. Es ist besser die LED bei der Blitzerei mit so wenig Strom wie irgend möglich zu betreiben. Das sieht man im Anhang sehr schön. Man bekommt wesentlich mehr Licht wenn man anstelle Überstrom eine entsprechend größere LED nimmt.
Da werd ich wohl nicht ohne zusätzliches Netzteil (12V max. von
Batterie) hinkommen oder ?
Und Kondensator. Zur Größenordnung: 1F = 1A*s/V. Beispiel: Bei 1000µF, 100µs und 10A bricht die Spannung um 1 V ein. Andererseits braucht das Netzteil dann nur 100mA liefern, wenn Du unter 100Hz bleibst.