Auf den Trichter bin ich über die Weihnachtsfeiertage auch gekommen.
Die Ergebnisse sind für Heimgebrauch hervorragend und ich bekomme damit Strukturen bis ca. 0,2mm Leiterbahnbreite/Abstand zuverlässig hin. Theoretisch auch weniger, aber bei 0,1mm Leiterbahnbreite wird Unterätzung und die Ausrichtung (horizontal/vertikal) der Leiterbahnen im Gurkengl... ähhh Ätzbad ein Thema.
Die 0,2er haben am Ende wahrscheinlich auch nur 0,15mm. Aber keine Unterbrechungen. Für Leistung nimmt man die ja eh nicht her.
Mit ca. 4/100mm Auflösung wird das Layout jedenfalls im Fotolack knackscharf und das ist etwas was ich über Jahre mit verschiedensten Druckern/Folien/Vorlagen/Papieren nicht zuverlässig hinbekommen hatte.
Mein (umständlicher) Workflow ist derzeit:
Kicad -> DXF -> SolidWorks (weils halt da ist) -> Korrekturen -> STL -> Chitubox -> Anycubic Mono 2
Beim Export nehme ich zum Kupfer noch die Platinenumrisse dazu und lasse die Bohrungen im CU aussparen.
Die Platinenumrisse erzeugen zwei Konturen, wenn man im CAD eine davon entfernt, erhält man das Positiv der Kupferflächen und kann diese in ein 3D-Objekt extrudieren.
Dass manchmal Formen nicht geschlossen sind weil Punkte einer Kontur 0,002mm auseinander liegen... scheint dem DXF-Import vom Solidworks geschuldet zu sein.
Das Ergebnis exportiert man als STL und schiebt es in den Slicer der daraus eine einzige Schicht macht.
Belichtungszeit für 0815 Bungard Material auf meinem Drucker liegt bei 180s, danach entwickeln in NaOh (3.5g@250ml Wasser) und dann Ätzen und Nachbearbeitung. 120s war zu wenig, da blieb noch ein letzter Hauch vom Fotolack stehen.
Für die Standard Platinengrößen 160x100 und 100x75 habe ich mir Halter gedruckt mit denen die Platine in der Mitte des Druckers platziert wird. Das Display ist leider etwas kleiner als Euro-Format, d.h. es bleibt in dem Fall zwingend ein Rand stehen. Nur dafür kaufe ich aber dann doch keinen größeren Drucker. Das geht zu Aisler, genau wie Kleinserien.
UV-tools habe ich versucht aber es ist ziemlich undurchsichtig welche Parameter an welcher Stelle was tun. Grundsätzlich kommt da schon irgendwas bei raus, aber hakelig ist für die Bedienung schon sehr freundlich formuliert.
Nachdem das ein Hack und non-commercial ist, gibt es halt keinen Anspruch auf bessere Funktion. Um es selbst zu editieren, programmiere ich zu schlecht.
Was ich gelernt habe: Der Nullpunkt in den UV-tools bezieht sich auf die linke obere Ecke im Zeichenblatt. Wenn man das Layout mittig auf dem Display haben will, muss man es halt vorher schon an der richtigen Stelle platzieren oder beim Import mit geeigneten Offsets arbeiten.
Ob das Ergebnis dann überhaupt funktioniert, muss ich noch eruieren.
Bis dahin nehme ich den umständlichen Workflow via CAD.