ich habe mir folgende kleine Schaltung ausgedacht. Es ist ein Counter, der nach Betätigen der Start-Taste, eine definierte Zeit runter zählt und danach abschaltet. Das geschieht, indem Port6 von LOW auf HIGH wechselt. Die Bauteile wurden mehr oder weniger willkürlich gewählt, da ich diese gerade zur Hand hatte.
Die Schaltung funktioniert soweit einwandfrei, aber die Ruhestromaufnahme beträgt immerhin noch 300µA.
Hat jemand eine Idee, wie man diese weiter senken kann? (Ich möchte kein Relais einsetzen.)
Ich hab mir schon gedacht, solche Antworten zu erhalten. (30 Sek. nach
dem Posten.)
@Michael Die Schaltung funktioniert soweit schon, Ich werde Deinen Ansatz dann gleich mal testen. Ich habe noch ein paar A19T zur Hand. Die sollten das gleiche tun.
Die Taste ist nur zum Einschalten gedcht. Mehr muss sie nicht tun.
Nach Ablauf der Zeit sperrt der Mosfet und die Schaltung schltet ab. Was
soll ich da mit einem Shlafmodus?
@Csyblord Warum sollte ich falsche Informationen posten? Das Teil
befindet sich auf einem ARDUINO MINI. Der lag noch rum.
@Csyblord Warum sollte ich falsche Informationen posten? Das Teil
befindet sich auf einem ARDUINO MINI. Der lag noch rum.
Weil du explizit schreibst du hättest nur irgendwelche Bauteile genommen und viele Leute Zeichnen Schaltpläne mit dem was sie grade in der lib haben und nicht was die wirklich verwenden.
Aber bei deinem Vorgehen frage ich mich, wie du jetzt das letzte µA rausquetschen willst, wo du doch einfach irgendeinen Arduino nimmst. Das passt nicht.
Wenn es dir um eine möglichst geringe Stromaufnahme geht, dann wäre der 1. Schritt eine Custom Hardware mit stromsparenden Bauteilen und allgemein wenig Bauteilen.
Du betreibst den ATmega außerhalb der Spezifikationen.
Im ausgeschalteten Zustand ist die Spannung an D6 deutlich kleiner als am Gnd-Pin, falls dein Schaltbild so zu verstehen ist, dass durch FET/Taster Gnd geschaltet wird.
Und btw. der Schaltplan ist ja auch wieder gelogen, weil eben kein nackter Atmega sondern ein fertiges Board zum Einsatz kommt. Gerade in punkto Stromaufnahme ist das von erheblicher Wichtigkeit. Deshalb taugen mal schnell so ca. hingeschmierte Schaltpläne einfach wenig.
Zu viel korrekte und wahre Aussagen für dich? Lerne Kritik anzunehmen und wirst eines Tages korrekte Schaltungen entwickeln können. Mit evt. sogar korrekten Schaltplänen.
Weil du dem AVR die Stromversorgung am GND Pin weg nimmst, liegt dieser nun auf ca. 4 Volt, nicht 0 Volt!
Der Eingang D6 ist über die Widerstände mit dem Minuspol der Batterie verbunden, also nun erheblich niedriger als GND (des Mikrocontrollers). Das ist unzulässig. Genau dort fließt der unerwartete Strom.
Abgesehen vom Schaltungsfehler ist sie auch vollkommen unnötig, denn ein AVR nimmt im Ruhezustand weniger als 1 Mikroampere auf. Man muss ihn nur richtig programmieren, und ein Modul verwenden, dass für diesen Anwendungsfall geeignet ist.
Etwa 0.7V bleiben an der BE-Strecke vom BJT hängen, bleiben also maximal 3.5V für den 42kΩ Widerstand. Ich nehme mal an, dass für den das ohmsche Gesetz gilt, was dann zu einem Strom von 83µA führen würde und nicht zu 300µA.
Einen MOSFET mit der Typenbezeichnung A09T gibt es nicht. Das Datenblatt würde wahrscheinlich enthüllen, dass der gar nicht richtig dicht ist.
Das lasse ich lieber. Ich vermute, dass der Transistor zu schwach angesteuert wird und daher der MOSFET nicht ganz aus schaltet. Aber das weiter aus zu diskutieren halte ich ohne ordentliche Messungen für Zeitverschwendung.
Eine einfache Messung der Spannung zwischen Gnd-Pin des µC und dem negativen Pol des Akkus würde schon einiges verraten. Die U_GS wäre bei der Gelegenheit auch gleich zu messen. Das Spannungsmessgeräte sollte für beide Messungen halbwegs hochohmig sein.
Die U_GS(th) des MOSFETs ist für einen Strom von 250µA angegeben.
Spannende Schaltung. Auch wenn sie "außerhalb der Spezifikation" ist, weil der Ground weggeschaltet wird und dann D6 das niedrigste Potential vom Controller hat. Macht nix, der hat (hoffe ich) Schutzdioden, und die (hoffe ich) können die <100µA locker verkraften.
Aber wo kommen die 300µA her? Mein Ansatz wäre: Multimeter nehmen und messen, welche Spannungen am Kollektor (soll: nahe 0V) und am Drain (Soll: >3V) stehen. Und mit dem Oszi schauen, ob die Spannungen still sind, oder etwas oszilliert. Allein aus der Schaltung seh ich kein offensichtliches Problem.
Das ist schon etwas anderes als der Mikrocontroller allein.
Erzähl mal genauer:
Wenn der TO ihn mit 4.2V betreibt, wird er ihn wohl kaum über den RAW-Eingang mit Spannung versorgen und SJ1 hoffentlich offen haben. Damit wäre die Power-LED ebenfalls abgeklemmt. Außer SCK, der hoffentlich nicht gerade als aktiver Push-Pull Ausgang oder Input-Pullup konfiguriert wurde, ist da nichts zu sehen, was den Arduino Pro Mini stromverbrauchsmäßig von einem nackten µC unterscheidet - einfach mal in den Schaltplan gucken.
https://www.arduino.cc/en/uploads/Main/Arduino-Pro-Mini-schematic.pdf
Er benutzt ja eben nicht den nackten AtMega sondern ein Entwicklungsboard. Dort liegt wohl noch ein USB2Serial Konverter rum, ein LDO mit Ruhestrom, oder andere Pullups/Pulldowns die er im Schaltplan ausgelassen hat "weil es nichts damit zu tun hat".
Edit: Rainer war schneller. Jedenfalls bringt es nichts darüber zu werweißen, wir haben ja noch nicht mal ein Bild vom Aufbau gesehen.
Spannende Schaltung. Auch wenn sie "außerhalb der Spezifikation" ist,
Du bist milde gegenüber Murks.
Klar fliessen 65uA aus D6 in die Basis des BC547, die über den 470k abfliessenden 1.5uA ändern daran nichts.
Der BC547 schickt verstärkt die 66uA durch 270k, produziert dort Spannungsabfall und der MOSFET steuert nicht mehr ganz zu, im Gegenteil, eher auf.
Typischer Murks von Leuten die so ahnungslos sind dass sie nicht wissen dass man IC nicht Masse wegschaltet während Pins noch mit einer Schaltung mit Bezug auf eben jene Masse verbunden sind, weil dann Strom aus diesem Pin Richtung Masse fliesst.
Aber Lothar ist ja überzeugt dass er alles richtig macht und er nix mehr lernen muss.
Der BC547 schickt verstärkt die 66uA durch 270k, produziert dort
Spannungsabfall und der MOSFET steuert nicht mehr ganz zu, im Gegenteil,
eher auf.
4V/270k ist 15µA. Hat der NPN so wenig Stromverstärkung unter diesen Bedingungen, dass er mit 60µA Basisstrom die 15µA Kollektorstrom nicht aufbringen kann? Ich würde mutmaßen: Er kann das, am Kollektor liegen unter 0.5V, und der FET sperrt perfekt.
Aber: irgendwo ist der Fehler, also messen.
Idee: Die 60µA laden den C, der den Controller stabilisiert, langsam auf. Die Spannung an der Basis sinkt. Der FET lässt die 300µA durch, das reicht aber nicht dass der Controller startet, und dieser "Schwebezustand" bleibt bestehen. Abhilfe: Parallel zum Controller 1k Lastwiderstand, dann ist der sauber aus, wenn er aus sein soll. Und der Basiswiderstand bekommt U_batt minus 0.7V, so dass der FET sauber aus ist.
Jetzt ist mir aufgegangen: der ausgeschaltete Mikrocontroller soll
diesen Zustand aktiv aufrechterhalten.
"Aktiv" in dem Sinn, dass er ca. 60uA von VCC zu D6 durchleitet, ohne einen Ground zu sehen. Läuft damit der Quarz schon an? Wenn der Controller in diesem Zustand einfach "passiv" wäre (wie ein Widerstand zB 10kOhm), dürfte die Schaltung funktionieren. Aber es ist komplexer...
Der TO hat sich längst schmollend verzogen. Niemand hier mag ihm anerkennend auf die Schulter klopfen für seinen genialen Entwurf. Ganz übles Karma in diesem Forum!