habe einen einfachen RC-OSC mit einem Schmitt-NAND 4093 aufgebaut. 10kHz.
Funktioniert soweit.
Der 4093 hat 4 NANDS, und ich brauche nur eines.
Somit die gleiche Schaltung mit einem Schmitt-NAND sn74lvc1g132 aufgebaut.
Schaltung läuft fast!
10kHz sind da, aber die Stromaufnahme liegt bei fast 8mA!!!
Ich hab jetzt in dem konkreten Fall nicht nachgeschaut, aber hatte schon mal aus Gruenden festgestellt, dass die Hystereseschwellen sehr stark je nach Logikfamilie schwanken. Also mal ins genaue Datenblatt gucken.
Was wenig bekannt ist: Schmitt Trigger Gatter neigen dazu ganz ordendlich Querstrom zu haben im Bereich des Umschaltens. In vielen Datenblättern ist das gar nicht erwähnt. Hier gibt es Diagramme zu dem Thema auf S.12
https://assets.nexperia.com/documents/data-sheet/74LV132.pdf
Ist "LV" kein "LVC", aber in den meisten Datenblättern wird über das Thema geschiegen. Du könntest ja selber nachmessen. Ein Poti an einen Eingang und dann schauen wie hoch der Querstrom ist.
Der Querstrom steigt stark mit der Betriebsspannung. Aber selbst bei 3V ist er noch weit von den 8mA entfernt. Dein Oszillator hält die Eingänge zwangsläufig ständig im Bereich mit signifikant Querstrom.
Ich könnte mir vorstellen dass der Querstrom bei den alten CMOS Gattern viel niedriger ist weil du die weit unterhalb der max. Betriebsspanung betreibst.
Die 74LV sind wesentlich sparsamer als die 74LVC. Die 74AUP sind allgemein sparsam, aber in dieser Disziplin nur zweiter; außerdem taugen die nicht für 5V.
Nicht für diese Art von Oszillator. Da muß es ein Schmitt-Trigger sein.
Es stimmt aber daß die Schaltschwellen der Schmitt-Trigger für verschiedene Logik-Familien unterschiedlich sind. Und zudem auch starken Exemplar- und weniger starken Temperaturschwankungen unterliegen. Bei NAND Gattern wie hier verwendet, kann die Schaltschwelle auch davon abhängen ob man beide Eingänge parallel schaltet oder einen fest auf H legt. Das stört den TE aber wohl nicht.
Die höhere Stromaufnahme des 74LVC1G132 gegenüber dem 4093 ist wie schon gesagt in der neueren und deutlich fixeren Technologie begründet. Beim Relaxationsoszillator werden die Eingänge des Schmitt-Triggers ja praktisch permanent im eigentlich "verbotenen" Bereich zwischen den Schaltschwellen gehalten. Einfach mal ins Datenblatt schauen.
Beim Relaxationsoszillator werden die Eingänge des Schmitt-Triggers ja
praktisch permanent im eigentlich "verbotenen" Bereich zwischen den
Schaltschwellen gehalten.
Das tut dem Schmitt-Trigger aber nicht weh, denn der ist es ja gewohnt, dass die Eingangsspannung langsam stufenlos zwischen 0 bis max. schwankt. Sonst hätte der Schmitt-Trigger ja keine Daseinsberechtigung, wenn er diese einfache Aufgabe, für die er eigentlich gemacht ist, nicht bewältigen könnte!
Du brauchst auch dringend ein Oszi mit (wesentlich) mehr Bandbreite.
Dann haettest du dich selbst von der "Schaltfreudigkeit" von LVC
ueberzeugen koennen.
Nicht für diese Art von Oszillator. Da muß es ein Schmitt-Trigger
sein.
Ja. Aber:
Mit unbuffered Invertern (aka 4069UB) kann man sich uebrigens
auch selbst Schmitt-Trigger bauen. :)
Die sind dann sogar "einstellbar".
Es stimmt aber daß die Schaltschwellen der Schmitt-Trigger für
verschiedene Logik-Familien unterschiedlich sind. Und zudem auch starken
Exemplar- und weniger starken Temperaturschwankungen unterliegen.
Das kann ich fuer die von mir sonst gerne verwendeten 4093 bzgl. der
Exemplarstreuung so nicht bestaetigen. Solange die ICs aus einer
Charge kommen, sind die Toleranzen der Schaltschwellen eher gering.
Bei
NAND Gattern wie hier verwendet, kann die Schaltschwelle auch davon
abhängen ob man beide Eingänge parallel schaltet oder einen fest auf H
legt.
Ja, vom 4093 gibt es "Varianten", die sich beim beschalten des
2. Eingangs unterschiedlich verhalten. Der Unterschied egalisiert
sich aber, wenn man den 2. Eingang auf festes Potential legt.
Die höhere Stromaufnahme des 74LVC1G132 gegenüber dem 4093 ist wie schon
gesagt in der neueren und deutlich fixeren Technologie begründet. Beim
Relaxationsoszillator werden die Eingänge des Schmitt-Triggers ja
praktisch permanent im eigentlich "verbotenen" Bereich zwischen den
Schaltschwellen gehalten. Einfach mal ins Datenblatt schauen.
Wie es scheint, ist da also mindestens ein (CMOS-)Inverterpaerchen
im verbotenen Bereich. Datenblaetter blenden solche Dinge gerne aus.
Viele LVC Bausteine haben naemlich auch Schmitt-Trigger an ihren
Eingaengen, neben ihrer eigentlichen Logikfunktion.
Weil man sie sonst kaum benuetzen koennte, wenn sie mit den langsamen
Flanken anderer Logikfamilien angesteuert werden.
Nicht für diese Art von Oszillator. Da muß es ein Schmitt-Trigger
sein.
Ja. Aber:
Mit unbuffered Invertern (aka 4069UB) kann man sich uebrigens
auch selbst Schmitt-Trigger bauen. :)
Aber sicher nicht mit einem Inverter wie vergeschlagen. Mit zwei Invertern kann man übrigens einen "herkömmlichen" Oszillator bauen.
Es stimmt aber daß die Schaltschwellen der Schmitt-Trigger für
verschiedene Logik-Familien unterschiedlich sind. Und zudem auch starken
Exemplar- und weniger starken Temperaturschwankungen unterliegen.
Das kann ich fuer die von mir sonst gerne verwendeten 4093 bzgl. der
Exemplarstreuung so nicht bestaetigen. Solange die ICs aus einer
Charge kommen, sind die Toleranzen der Schaltschwellen eher gering.
Ja, eben. Die Schaltschwellen sind ja nicht wie bei einem 555 durch ein Widerstandsverhältnis festgelegt, das man auch integriert gut trifft. Sondern durch Threshold-Spannung und Kanalleitfähigkeit. Mithin durch Dotierung und Schichtdicken, die bei IC durchaus varrieren können. Aber eben nicht in IC auf dem selben Wafer oder im selben Batch. Die haben Ende der 70er (so alt ist der 4093) noch mehr gestreut als heute.
Ja, vom 4093 gibt es "Varianten", die sich beim beschalten des
2. Eingangs unterschiedlich verhalten. Der Unterschied egalisiert
sich aber, wenn man den 2. Eingang auf festes Potential legt.
Es hängt von der konkreten Innenschaltung ab. Also ob man die Eingänge einzeln "schmitt-triggert" und dann verknüpft. Oder beides in einem Rutsch macht. Meine Erfahrung mit dieser Art Oszillator ist jedenfalls, daß man die Frequenz nur mit großem Fehler vorausberechnen kann. Wenn man eine bestimmte Frequenz will, kommt man um einen Abgleich nicht herum.
Wie es scheint, ist da also mindestens ein (CMOS-)Inverterpaerchen
im verbotenen Bereich. Datenblaetter blenden solche Dinge gerne aus.
Ja. Gerade mal ein paar DB gecheckt. Bei der 4000er CMOS Reihe waren Diagramme Icc vs. Vin noch üblich. Für 74xx in CMOS finde ich auf Anhieb nicht eines. Insofern ziehe ich meine Aussage "mal ins DB schauen" zurück.