"Seit Generationen" nutze ich gern diesen Engel Löter mit nominal 60 Watt. Leider wurden das im Laufe der Jahre gefühlt immer weniger so daß ich nun eine neue Spitze gekauft hatte. Aber selbst damit nimmt er nur ganz zu Anfang ca. 66 Watt auf um dann schnell auf 45 Watt abzusinken. Damit kann man kaum vernünftig (Reparatur)Lötungen machen.
Für Elektroniklötungen habe ich natürlich eine Station aber "unterwegs" war der Engel immer hilfreich. Was kann da passiert sein? Ist doch nur ein dicker Trafo?
Was kann da passiert sein? Ist doch nur ein dicker Trafo?
"Durch Messen zum Wissen"
Was denn bitte messen außer der Aufnahmeleistung? Hast du praktische
Hinweise?
Wie wäre es mit Messungen der Spannung an diversen Stellen der Lötschleife über die Zeit?
Steigt im Bereich der Spitze die Spannung entsprechend, hat der Hersteller ggf. nicht das bestgeeignete Material verwendet, wobei ein gewisses PTC-Verhalten normal ist.
Ich habe tatsächlich (seit 50 Jahren) das gleiche Teil und habe es eben mal getestet. Meiner fängt bei 62W an und fällt dann nach einigen Sekunden auf 48W ab. Das liegt an der Lötspitze, deren Widerstand durch die Hitze zunimmt. Kannst du testen, indem du die Spitze in Wasser eintauchst. Dann bleibt er bei 60W.
Die Dinger wurden damals in Wiesbaden-Schierstein gefertigt.
Was nimmt denn der Trafo ohne Lötspitze auf?
Vielleicht ist ja nur an einer der beiden Kontaktstellen ein schlechter Kontakt. Durch die Spitze fließt ja ein nicht unerheblicher Strom bei nur kleiner Spannung.
Für Elektroniklötungen habe ich natürlich eine Station aber "unterwegs"
war der Engel immer hilfreich.
Da hat sich was anderes geändert. Schuld daran ist SMD!
(Fluch eines Kollegen: Dieses scheiß SMD Zeugs!!!)
Was kann da passiert sein?
Bei vielen Platinen soll heutzutage auch die Abwärme besser abgeführt werden möglichst viel mit SMD ohne separate Kühlkörper aufzubauen. Daher wurde bei dem Platinenmaterial und Layout weiterentwickelt um dies zu verbessern. Die Bleilote hatte auch eine niedrigere Schmelztemperatur als die günstigen bleifreien Lote.
Beim Löten gibt es dann die Überraschungen und wundert sich, wie viel schlechter das heutzutage funzt.
Ich habe tatsächlich (seit 50 Jahren) das gleiche Teil und habe es eben
mal getestet. Meiner fängt bei 62W an und fällt dann nach einigen
Sekunden auf 48W ab. Das liegt an der Lötspitze, deren Widerstand durch
die Hitze zunimmt. Kannst du testen, indem du die Spitze in Wasser
eintauchst. Dann bleibt er bei 60W.
Die Dinger wurden damals in Wiesbaden-Schierstein gefertigt.
Dann ist das wohl mehr die "Erinnerung an alte Zeiten" als echte Veränderung? Schade.
Die 100 Watt Version bringt immer noch die Spitze zum Glühen wenn man nicht aufpaßt.
Türlich!
Macht der der den Videokanal Diodegonewild betreibt regelmäßig.
Allerdings hat der eine etwas kleinere, offensichtlich selbst angefertigte "Lötspitze" an seiner Pistole.
Ja, klar. Das kann man aber auch mit einem selbstgefeilten Kupferklotz, den man mit 'ner Lötlampe erhitzt.
Da aber das verfügbare Lötwerkzeug sich in den letzten 80 Jahren ein bisschen weiterentwickelt hat, gibt es praktisch überhaupt keinen Grund mehr, mit solchen, dazu auch noch ungeregelten, Gerätschaften herumzuhantieren, sofern man was anderes macht als (kleine) Regenrinnen zu löten.
Meinst Du? Ich fürchte, daß das dafür ein paar Größenordnungen zu schlapp ist; so ein Wal ist recht (ge)mächtig. Und wie oft hat man schon unterwegs die Notwendigkeit, mal eben einen Wal zu kauterisieren? Die Blauwale im Rhein sind seit Sandoz sehr rar.
Ja, klar. Das kann man aber auch mit einem selbstgefeilten Kupferklotz,
den man mit 'ner Lötlampe erhitzt.
Da aber das verfügbare Lötwerkzeug sich in den letzten 80 Jahren ein
bisschen weiterentwickelt hat, gibt es praktisch überhaupt keinen Grund
mehr, mit solchen, dazu auch noch ungeregelten, Gerätschaften
herumzuhantieren, sofern man was anderes macht als (kleine) Regenrinnen
zu löten.
Ziemlicher Schwachsinn: das Gerät war in meiner beruflichen Tätigkeit im Feld bestens geeignet um Litzen zu verlöten. Und genau dafür werd eich es auch weiter verwenden. Von SMD hat damals noch niemand geträumt.
Du wolltest doch Meßdaten?
UNetz = 232 Volt
Uleer = 0,66 Volt
Ulast = 0,34 Volt und steigend
R Lötspitze alt = 2,8 mOhm
R Lötspitze neu = 3,1 mOhm
R Wicklung = 35 mOhm
deutet darauf hin, dass das Teil eine rudimentäre Temperaturregelung in Form einer Lötspitze mit PTC Verhalten hat.
Das würde auch die Leistungsabnahme bei Erreichen der Nenntemperatur erklären.
Für Litzen verlöten reichen 50W dreimal, meine alte Weller temptronic hat auch nicht mehr.
Lötspitze alt = 2,8 mOhm
R Lötspitze neu = 3,1 mOhm
R Wicklung = 35 mOhm
Und was schließt du jetzt daraus?
Dass du Mist gemessen hast oder aber, dass über 90% der Leistung in der
Wicklung verbraten werden. Das zumindest sagt uns das ohmsche Gesetz.
Das Ohmsche Gesetz sagt dazu:
0,34 Volt an alter Lötspitze mit 2,8 mOhm sind knapp 43 Watt, also völlig im Rahmen. Es wäre da allerdings zu fragen wo denn die Differenz zwischen den 66 Watt (aufgenommen, siehe oben) und 43 Watt abgegeben geblieben sind? Soo schlecht wird der Trafo ja wohl nicht sein?
Und die neue Lötspitze hat sogar etwas mehr Widerstand was aber bei diesen Größenordnungen auch im Toleranzfeld liegen dürfte. Gemessen mit 4-Leiter Milliohmmeter.
Ziemlicher Schwachsinn: das Gerät war in meiner beruflichen Tätigkeit im
Feld bestens geeignet um Litzen zu verlöten.
Jaja, und deswegen ist jeder Fortschritt natürlich "Schwachsinn".
Ganz bestimmt NICHT. Aber wieso sollte man ein funktionierendes Gerät nicht weiterhin gemäß seinem Bestimmungszweck einsetzen? Und dann auch noch durch ein Gerät mit zweifelhafter Provenienz ersetzen?
Da aber das verfügbare Lötwerkzeug sich in den letzten 80 Jahren ein
bisschen weiterentwickelt hat, gibt es praktisch überhaupt keinen Grund
mehr, mit solchen, dazu auch noch ungeregelten, Gerätschaften
herumzuhantieren, sofern man was anderes macht als (kleine) Regenrinnen
zu löten.
So ein Teil hatte ich mitte der 60er-Jahre. Nach kurzer Zeit kam die Spitze in dunkle Rotglut - das Teil wurde bald durch Ersa - dann durch Weller und inzwischen auch JBC-Clones ersetzt. Es erschließt sic mir wirklich nicht wieso man mit so etwas heutzutage Löten mag.
Aber wieso sollte man ein funktionierendes Gerät
nicht weiterhin gemäß seinem Bestimmungszweck einsetzen?
Es ist ungeregelt. Damit kann man zu Dekozwecken schwarze Flecken in
Holzteller brennen.
Mit >55 Jahren Löterfahrung sind geregelte Lötstationen überflüssig wie ein Kropf. SMD kann ich auch einem angespitzten Dachdeckerkolben löten. Das ist etwas für Weicheier.
Mit >55 Jahren Löterfahrung sind geregelte Lötstationen überflüssig wie
ein Kropf. SMD kann ich auch einem angespitzten Dachdeckerkolben löten.
Das ist etwas für Weicheier.
Mit >55 Jahren Löterfahrung sind geregelte Lötstationen überflüssig wie
ein Kropf. SMD kann ich auch einem angespitzten Dachdeckerkolben löten.
Das ist etwas für Weicheier.
Boah Ey, Du bist ja ein ganz toller Hecht!
Nö, ganz bestimmt nicht aber solche Kommentare sind echt überflüssig!!
Mit >55 Jahren Löterfahrung sind geregelte Lötstationen überflüssig wie
ein Kropf. SMD kann ich auch einem angespitzten Dachdeckerkolben löten.
Das ist etwas für Weicheier.
Boah Ey, Du bist ja ein ganz toller Hecht!
Nö, ganz bestimmt nicht aber solche Kommentare sind echt überflüssig!!
Logisch, aber in diesem Falle unvermeidbar.
Ich habe übrigens auch mit nem Kupferkloben über dem Gasherd, Salmiakstein und Lötfett mal angefangen.
Lötspitze alt = 2,8 mOhm
R Lötspitze neu = 3,1 mOhm
R Wicklung = 35 mOhm
Und was schließt du jetzt daraus?
Dass du Mist gemessen hast oder aber, dass über 90% der Leistung in der
Wicklung verbraten werden. Das zumindest sagt uns das ohmsche Gesetz.
Das Ohmsche Gesetz sagt dazu:
0,34 Volt an alter Lötspitze mit 2,8 mOhm sind knapp 43 Watt, also
völlig im Rahmen. Es wäre da allerdings zu fragen wo denn die Differenz
zwischen den 66 Watt (aufgenommen, siehe oben) und 43 Watt abgegeben
geblieben sind? Soo schlecht wird der Trafo ja wohl nicht sein?
Ich glaube nicht, dass Dein Equipment ausreicht, die Daten IM Betrieb passend aufzunehmen, ansonsten führe bitte auf, wie Deine Messanordnung genau aussieht.
Was bezeichnest Du überhaupt als "Lötspitze"?
Plattgedrückte Spitze der "Strombrücke" oder deren Anschlüsse im Handgerät?
Was ist ist mit den Übergangswiderständen davor, also Verschraubungen, Schalter?
Und die neue Lötspitze hat sogar etwas mehr Widerstand was aber bei
diesen Größenordnungen auch im Toleranzfeld liegen dürfte. Gemessen mit
4-Leiter Milliohmmeter.
Die austauschbare Lötspitze wie auf dem Bild zu sehen.
Plattgedrückte Spitze der "Strombrücke" oder deren Anschlüsse im
Handgerät?
Direkt an den Anschlüssen im Handgerät gemessen.
Was ist ist mit den Übergangswiderständen davor, also Verschraubungen,
Schalter?
Schalter gibts in diesem Kreis keine, direkte Verschraubung mit M3 in massiven Kupferanschlüssen. Da könnte tatsächlich noch ein zwei mOhm drin stecken.
Und die neue Lötspitze hat sogar etwas mehr Widerstand was aber bei
diesen Größenordnungen auch im Toleranzfeld liegen dürfte. Gemessen mit
4-Leiter Milliohmmeter.
Und die funktioniert im laufenden Betrieb? :-)
Was funktioniert im laufenden Betrieb? Natürlich habe ich den Widerstand der Lötspitze kalt gemessen aber ein externes Erhitzen mit Brenner wäre kein Problem. Nur was soll das zeigen? Wir wissen doch bereits aus den Spannungsmessungen daß die Spitze offensichtlich einen leichten PTC Charakter hat.
Die Vergleichsmessungen an einem 100 Watt Engel sind aber ernüchternd: der nimmt gerade 92 Watt auf und das sinkt mit der Spitzentemperatur auf 70 Watt ab.
Entweder waren die Leistungsangaben dieser Dinger noch nie genau/echt oder irgend etwas ist damit in den letzten 40 Jahren geschehen. Die Netzspannung ist ja gestiegen also eher mehr Leistung. Was aber kann zu einer verminderten Leistungsaufnahme führen? Rost im Blechpaket?
Was soll eigentlich das Bashing gegen die Lötpistole? für das Grobe ist die gar nicht schlecht. Ein paar Sekunden Aufheizzeit, deutlich mobiler, als eine Lötstation. Die hat auf jeden Fall eher eine Daseinsberechtigung, als eine Impfpistole, mit welcher Grundschüler früher ohne Wechsel der Nadel gegen ihren Willen durchgeimpft wurden :-) Ich weiss gar nicht mehr, gegen was ich da auf diese Weise geimpft wurde?
Den NASA-Lötkurs besteht man mit der Lötpistole aber eher nicht mehr, aber um ein Relais 109 bei VW-TDIs nachzulöten oder neue Kohlen in den Anlasser reinzulöten ist sie ideal. Da es nur ein Trafo und ein Heizwiderstand ist, stirbt auch keine Regelungselektronik in der Lötpistole.
Was funktioniert im laufenden Betrieb? Natürlich habe ich den Widerstand
der Lötspitze kalt gemessen aber ein externes Erhitzen mit Brenner wäre
kein Problem. Nur was soll das zeigen? Wir wissen doch bereits aus den
Spannungsmessungen daß die Spitze offensichtlich einen leichten PTC
Charakter hat.
Dass hier ein PTC-Verhalten das Selbstverständlichste der Welt ist, hatte ich doch schon weit oben angeführt.
Dich erstaunt ein Verhalten Deiner Lötpistole, welches für den Rest der technisch bewanderten Welt selbstverständlich ist.
Weiter oben faselst Du etwas von einem ggf. zu niedrigen Wirkunggrad des Trafos, der nicht sein dürfte.
Warum nicht?
Aufgrund völlig desolater Messungen, Annahmen und Rechenwegen?
Entweder waren die Leistungsangaben dieser Dinger noch nie genau/echt
oder irgend etwas ist damit in den letzten 40 Jahren geschehen. Die
Netzspannung ist ja gestiegen also eher mehr Leistung. Was aber kann zu
einer verminderten Leistungsaufnahme führen? Rost im Blechpaket?
Fachleute vermuten wilde Netzkobolde, die als Leistungsdiebe unterwegs sind.
Entweder waren die Leistungsangaben dieser Dinger noch nie genau/echt
oder irgend etwas ist damit in den letzten 40 Jahren geschehen. Die
Netzspannung ist ja gestiegen also eher mehr Leistung. Was aber kann zu
einer verminderten Leistungsaufnahme führen? Rost im Blechpaket?
Fachleute vermuten wilde Netzkobolde, die als Leistungsdiebe unterwegs
sind.
Witzig willst du auch noch sein? Ich suche eine vernünftige Erklärung/Abhilfe. Schließlich gibt es das Phänomen von Rost in den Blechpaketen ja tatsächlich.
Aber wenn weiter so dämliche Kommentare kommen kann ich mir das hier auch sparen.
Dich erstaunt ein Verhalten Deiner Lötpistole, welches für den Rest
der technisch bewanderten Welt selbstverständlich ist.
Nö, mich erstaunt nur die Diskrepanz zwischen der aufgedruckten Leistung
und der tatsächlichen.
Ok, steck Deine Lötspitze in passend kaltes Medium, dann passt der zugesagte Leistungsbezug oder wird sogar übertroffen.
Und dass der bei einem elektrischen Gerät i.d.R. die Eingangsleistung betrifft, ist Dir verständlich?
Weiter oben faselst Du etwas von einem ggf. zu niedrigen Wirkunggrad des
Trafos, der nicht sein dürfte.
Warum nicht?
Weil dann der Handgriff bei 20 Watt Wärme ziemlich schnell SEHR warm
werden müßte.
Ok, dann scheint die doch einer der Kobalde zu klauen.
Aufgrund völlig desolater Messungen, Annahmen und Rechenwegen?
Faß dich bitte an die eigene Nase! Wo ist der Fehler?
Es lässt sich doch alles messen, wenn man möchte, kann und die Mittel hat.
Bisher hast Du vom Vorhandensein eines Vierleiter-Ohmmeters und Messungen an kalter alter und neuer Spitze berichtet.
Ohne Denkapparat ist das sinnlos.
Was soll eigentlich das Bashing gegen die Lötpistole? für das Grobe ist
die gar nicht schlecht. Ein paar Sekunden Aufheizzeit, deutlich mobiler,
als eine Lötstation.
Damit hat der Kollege vor 50 Jahren beim Kunden Zementwiderstände in Röhrenfernsehern ersetzt, aber kein Stück mehr. Vielleicht mag man heutzutage noch ein Kabel damit zusammenpfuschen, wie es die VOX Autodoktoren machen. Ich möchte es mir nicht antun müssen.
Die hat auf jeden Fall eher eine
Daseinsberechtigung, als eine Impfpistole, mit welcher Grundschüler
früher ohne Wechsel der Nadel gegen ihren Willen durchgeimpft wurden
Sinnloser Vergleich und außerdem sachlich falsch - und nicht Thema dieses Threads.
nimmt er nur
ganz zu Anfang ca. 66 Watt auf um dann schnell auf 45 Watt abzusinken.
Hab meine eben schnell an den Leistungsmesser angeschlossen, die startet mit 80W und sinkt ab auf 50W. Wird die Spitze gekühlt steigt die Leistung wieder.
nimmt er nur
ganz zu Anfang ca. 66 Watt auf um dann schnell auf 45 Watt abzusinken.
Hab meine eben schnell an den Leistungsmesser angeschlossen, die startet
mit 80W und sinkt ab auf 50W. Wird die Spitze gekühlt steigt die
Leistung wieder.
Na das wäre doch schon besser als meine 66/45. Fragt sich jetzt nur warum es da solche Unterschiede geben soll?
Ist deiner schon für 230 Volt also neueren Baujahrs?
vielleicht machen die Trafos nicht ganz mit, wenn da zur Mittagszeit fast 260V im Netz anstehen. Mit dem Ändern der Trafos könnten auch andere Spitzen zum Einsatz gekommen sein falls sich die Ausgangsspannung geändert hat und falsche Kombinationen können dann zu einer anderen Leistung führen.
Na das wäre doch schon besser als meine 66/45. Fragt sich jetzt nur
warum es da solche Unterschiede geben soll?
Ach ja, ich vermute Übergangswiderstände am Spitzenanschluss, oder es
liegt an den Spitzen selber.
Die Übergänge sind extrem niederohmig und natürlich penibel sauber/fettfrei. Erst vor wenigen Wochen hatte ich eine neue Spitze gekauft, eben weil ich vermutete daß die alte sich einfach abgenutzt hat (wenn dort Material abgetragen wird erhöht sich der Widerstand = Leistung sinkt).
Das (links) wurde auf dem Gasherd in der Flamme auf dunkle Rotglut
erhitzt, dann konnte man damit löten.
ich benütze jeder Tag Kolophonium für meine durchkontaktierte Lötarbeiten und bin bestens zufrieden.
Einfach Kolophonium von lokale Musik shop holen(Für violine) und stück mit Isoalkohol verdünnen, Beste ergebnise!
Hab meine eben schnell an den Leistungsmesser angeschlossen, die startet
mit 80W und sinkt ab auf 50W. Wird die Spitze gekühlt steigt die
Leistung wieder.
deutet darauf hin, dass das Teil eine rudimentäre Temperaturregelung in
Form einer Lötspitze mit PTC Verhalten hat.
Das würde auch die Leistungsabnahme bei Erreichen der Nenntemperatur
erklären.
Lötspitze alt = 2,8 mOhm
R Lötspitze neu = 3,1 mOhm
R Wicklung = 35 mOhm
Und was schließt du jetzt daraus?
Dass du Mist gemessen hast oder aber, dass über 90% der Leistung in der
Wicklung verbraten werden. Das zumindest sagt uns das ohmsche Gesetz.
Das Ohmsche Gesetz sagt dazu:
0,34 Volt an alter Lötspitze mit 2,8 mOhm sind knapp 43 Watt, also
völlig im Rahmen. Es wäre da allerdings zu fragen wo denn die Differenz
zwischen den 66 Watt (aufgenommen, siehe oben) und 43 Watt abgegeben
geblieben sind? Soo schlecht wird der Trafo ja wohl nicht sein?
Wie wäre es wenn Du das mal zu Ende denkst.
Wenn deine Messung oben stimmen soll, dann wären das bei 2,8mOhm und 0,34V 121 A.
Wenn also deine Messung von R Wicklung stimmt, dann wird in der Wicklung nach I²R = 512W verbraten.
Mir ist eingefallen, dass ich auch so einen schweren Lötkolben mit
integriertem Trafo habe, nicht von Engel, sondern Weller. Type 8100C.
Ich hab so eine (sehr ähnliche, Typenbezeichnung weiß ich nicht auswendig) Weller in rot. Die Schmelzspuren im Styropor kommen übrigens vom Weichmacher im Kabel.
Kabel waren damals tatsächlich biegsam, liebe Kinder! Heutige starre Netzkabel kann man dagegen ablängen und als Tomatenstecken verwenden. Das Styropor war teilweise auch schon mit Weichmachern versetzt, dadurch gab es etwas nach und riß nicht so leicht.
Was soll eigentlich das Bashing gegen die Lötpistole?
Ja, das frage ich mich auch. Ich hatte früher auch so ein Teil und man konnte sich damit zwischen den Lötstellen prima eine Zigarette anzünden.
Heute bin ich Nichtraucher und ich arbeite nur noch mit geregelten und direktbeheizten Lötspitzen. ;-)
Vielleicht würde eine weitere Sekundärwindung reichen? Die kleine Wicklung ist nur für die Beleuchtung, die kann auch weg (schade). Dazu müßte man aber die Flachader dauerhaft verlängern können.....
Vielleicht würde eine weitere Sekundärwindung reichen? Dazu
müßte man aber die Flachader dauerhaft verlängern können.....
Man könnte ja auch einfach mehrere "Rundadern" parallel schalten.
Da die meisten "Löter" aber sowieso für 220V dimensiniert sind,
hat man auch so schon eine höhere Leistung.
Was soll eigentlich das Bashing gegen die Lötpistole?
Ja, das frage ich mich auch. Ich hatte früher auch so ein Teil und man
konnte sich damit zwischen den Lötstellen prima eine Zigarette anzünden.
Ich habe als Kind hunderte Transistoren damit ausgelötet (mit der Lötpistole, nicht mit der Zigarette). Da ich bis auf wenige Einzelfälle aber selbst Jahrzehnte später noch fast keinen davon verbaut habe, weiß ich nicht, ob das einen negativen Einfluß auf die Bauteile hatte. :)
Reiß den Engel mal auf und zeig die Eingeweide. Ich hatte noch nie
so einen Hufeisenbrenner und es würde mich interessieren was da drin ist.
Dazu braucht man den nicht aufzureissen. Es ist ein simpler Trafo mit
einem Tastschalter auf der Primärseite.
Gerade so "einfache" alte Sachen sind oft gar nicht so einfach.
Wie man an dem Weller-Video sieht, s. angehängtes Foto, steckt da durchaus Tüftelei dahinter. Wenn ich das richtig sehe, ist der Kern eine "Kloapierrolle" aus Eisen, die Primärwicklung ist längs und schmal drumherum gelegt und die Sekundär"wicklung" einfach ein durchgesteckter dicker Balken.
Beim Engellöter hat man dagegen "nur" einen sehr länglichen normalen Trafo genommen. Wobei diese glänzende Lage womöglich eine Kupferfolie ist, die aber mangels Erdanschluß nicht wirklich beim Isolieren hilft. (Der Engel den ich mal hatte, hatte hinten eine Netzbuchse wie ein Rasierer.)
Womöglich steckt in beiden Trafos noch verborgene Spielerei mit dem magnetischen Fluß, ähnlich wie das "Kurzschlußjoch" bei Neon- und Schweißtrafos.
Edit:
In diesem Video https://youtu.be/ax7DzC6COsA?t=207 sieht man richtig schön, daß Weller in den letzten >55 Jahren nichts geändert hat, außer Zweifarb-Spritzguß und Torxschrauben am Gehäuse. :) (Ach ja, und ne Funzel-Led statt der Linsenlampe.)
Ich finde den gerollten Trafokern richtig schick. War bestimmt die ersten 20 Jahre patentiert. Aber eher so seit 1920 wahrscheinlich.
Was soll eigentlich das Bashing gegen die Lötpistole? für das Grobe ist
die gar nicht schlecht. Ein paar Sekunden Aufheizzeit,
Nun, früher hatten normale Lötkolben eine deutlich längere Aufheiz-
zeit. Moderne Lötkolben sind aber inzwischen genausoschnell. Und sie
sind wegen des geringeren Gewichts wesentlich handlicher. Ich denke,
diese Trafolöter sind inzwiscxhen technisch überholt, weil normale
Lötkolben wesentlich besser sind.
Was soll eigentlich das Bashing gegen die Lötpistole? für das Grobe ist
die gar nicht schlecht. Ein paar Sekunden Aufheizzeit,
Nun, früher hatten normale Lötkolben eine deutlich längere Aufheiz-
zeit. Moderne Lötkolben sind aber inzwischen genausoschnell. Und sie
sind wegen des geringeren Gewichts wesentlich handlicher. Ich denke,
diese Trafolöter sind inzwiscxhen technisch überholt, weil normale
Lötkolben wesentlich besser sind.
Dem stimme ich zwar voll zu aber wenn man mit so einem Gerät viele Jahre gearbeitet hat sind mögliche Nachteile quasi nicht-existent. Es ist einfach Gewohnheit geworden. Daher würde ich das Ding gerne wieder beleben/weiter benutzen.
Da ist allerdings die Temperatursteuerung ein Problem. Man muß PWM per Zeigefinger machen, und am Ende hat man doch eine Mischung aus teils "kalten" Schweißstellen und verschmorten Plastikresten auf der Spitze. Aber mit etwas Übung und Geschick bekommt man bei geeigneten Kunststoffen wahrscheinlich bessere Ergebnisse hin als mit der Heißklebepistole.
Außerdem kann man mit der Lötpistole direkt Büroklammern als Kunststoffarmierung verschweißen. Den Draht als Wellenlinie ausarbeiten und zwei Anschlußenden nach oben weg. Rein in die Lötpistole und fertig ist das Stoßstangenreparaturset. Gibt's auch in "professionell" als "Plastic Welding Gun."
AFIAK wurden diese Lötkolben früher auch bei Hausinstallationen zum verzinnen von Litzen benutzt um sie in Lüsterklemmen stecken zu können. Heute nimmt man Adernendhülsen.
klar. wollte es nur mal erwähnt haben. Dazu hat mein Vater das Ding benutzt. Und ich hab meine ersten Elektronik-Lötversuche damit gemacht. Man hatte ja nichts anderes...