Hallo,
wenn du mit Teslaspulen experimentieren möchtest, würde ich dir empfehlen, erst mal die Sekundärspule (Also die Spule, welche die Hochspannung generiert) zu wicklen.
Ich habe mir vor Jahren auch so eine Teslaspule gebaut, und habe dafür die 0,28mm CU Lackdraht Rolle bei Reichelt gekauft. Dazu ein 7cm? Plastik Abflussrohr aus dem Baumarkt. Auf ca. 30cm Länge lässt sich die CU Lackdraht Rolle schön von Rohr Anfang bis Rohr Ende wickeln, wobei ich es so gemacht habe, dass am ich an beiden Seiten des Rohrs je 2 Löcher bohrte, wo ich den Draht durchfädeln kann. So ist er von sich aus fest, und du kannst schön wickeln.
Wichtig ist es, den Draht auf (mechanischer) Spannung zu halten, da er mit der Zeit etwas "weicher" wird, und sich sonst selber abwickelt. Ich habe es so gelöst, dass ich den Draht (Die Spule) zwischen die Beine gespannt habe, und mit den Händen das Rohr gedreht habe, Windung um Windung (ja, das war ein paar Stunden Arbeit). Dabei habe ich den Draht stehts auf Spannung gehalten, also mit dem Rohr den Draht gerade gezogen (Dabei musst du natürlich darauf achten, nicht zu fest zu ziehen).
Die Spule ist bis Heute existent, und bis auf Überschläge, die es leider ganz unten mal gab, die mir einen Teil der Windungen angeschmort haben, funktioniert sie, und der Draht hat sich auch bis jetzt noch net selber wieder runter gewickelt.
Normalerweise würde man so eine Spule, wenn gewickelt, noch mit Klarlack lackieren. Der Lack hat dabei die Funktion einer zusätzlichen Isolation, wichtiger jedoch: Er fixiert die Windungen, was das "Handling" der Spule vereinfacht.
Es gibt verschiedene Typen von Teslaspulen, SSTC (Das ist das, was du gekauft hast), SGTC (das sind die, welche in dem G. Wahl Buch sind) und DRSSTC bzw. ISSTC, welche oft den HF Puls "Takten" um so bessere Effekte zu erzeugen.
Bei der Teslaspule ist die Resonanz sehr wichtig. Wenn dein System nicht resonant ist, gibt´s auch keine Funken.
Wenn es dir nur um Funkenlänge geht, kannst du als Batterie-Hochspannungsgenerator eines dieser vielfältig angebotenen China Module nutzen. Diese Module, oftmals unter 5 Euro pro Modul, erzeugen eine Hochspannung von ca. 15...20kV DC (Bei 4,2V Eingang), und besitzen am Ausgang einen Kondensator, wodurch "laute, knatternde" Funken mit der generierten Spannung produziert werden können.
Ich habe so ein Modul, und habe es so gemacht, dass ich als Primärspule einfach "beliebig" RG174 Kabel auf ein 10cm Abflussrohr gewickelt habe. Es sind relativ viele Windungen 10...15 Windungen.
Den Hochspannungsgenerator habe ich dann so angebracht, dass es immer Funkenüberschläge in die RG174 Spule gibt (ca. 2...5mm Distanz dadurch viele Blitze pro Sekunde).
Ich habe dann die Isolierte Primärspule genommen, und sie Händisch an der Sekundärspule entlang geführt (Höhe). Als ich die richtige Höhe erwischt hatte, schlugen von der Elektrode der Sekundärspule (an der Spitze) ca. 2cm lange Blitze in die Luft.
Die Primärspule wurde dann auf die korrekte Höhe montiert, und mit der Schaltung ein wenig "gespielt". Generell ist es nämlich das, meines Erachtens nach, eine "Spielerei", und so hat die Teslaspule bezogen auf die vielen Jahre (Eher 10+ Jahre) eine Nutzungsdauer, die irgendwo bei 0, irgendwas % liegen dürfte.
Mit einem elektronischen Treiber, den ich mir zusammengetüftelt hatte (TS 555 für die Frequenz, ein 2. NE555 als DC Booster von 12V auf 30V natürlich alles mit entspr. Halbleitern für Power dazu) konnte man aus der Spule ca. 2cm Büschelentladungen raus holen, die beim Modulieren von Pin5 des TS555 auch in guter Qualität mit Zimmerlautstärke Musik moduliert werden konnte.
2cm Entladungen sind für die Größe meiner Spule lächerlich gering, aber es zeigt halt, dass mit wenig Mitteln bereits Sachen machbar sind, die gesamte Schaltung nahm an 12V (Bleiakku) ca. 60W auf.
Du kannst dich also da informieren, aber mittlerweile ist der Markt, der früher anders (Exclusiv, Dinge waren sehr teuer...) gewesen ist, geändert ... und du bekommst für wenig Geld eine perfekt abgeglichene, sehr ordentlich aufgebaute Teslaspule.
Wenn man bedenkt, dass Heute für 1 Euro so eine Mikro Teslaspule erwerbbar ist, welche sogar noch sichtbare Funken macht, HF Experimente erlaubt ... ist das irgendwie lächerlich. Für 1 Euro hätte man "damals" nicht mal den Kupferlackdraht bekommen, um eine Teslaspule zu wickeln. Ich meine, es ist ja eine positive Sache, dass es das gibt die Teslaspule für 1 Euro, aber "Basteln" fühlte sich damals irgendwie "verdienter" an.