Hi zusammen, habe das Problem das an ein Frequenzumrichter mir der Ladewiderstand für den Zwischenkreis durchbrennt.
Getauscht wurde der Ladewiderstand und V213 (Transistor neben Trafo, erzeugt Primärspannung für den Trafo, hatte Kurzschluss). Die Teile habe ich getauscht, sowie 2 Metallpapierkondensatoren und alle Elkos außer ZK Elkos.
Eingangsgleichrichter habe ich geprüft mit 1000V DC. IGBT Modul ist i.o. Das Relais zum kurzschließen des Ladewiderstandes habe ich auch geprüft.
Frequenzumrichter wurde danach einphasig an Stelltrafo langsam hochgefahren. Relais hatt beim erreichen der min. ZK Spannung korrekt durchgeschaltet. Funktionstest mit Motor verlief problemlos.
Als ich ihn heut an 3 phasen angeklemmt hatte, ist sofort wiedee der Ladewiderstand durchgebrannt. :(
Auf der Platine befindet sich auch noch ein Hilfsnetzteil welches um den Ferrittrafo herum aufgebaut ist. Vielleicht hat auch da was aufgegeben.
Weiters ist oben rechts ein einzelner Transistor. Das Dürfte der für die Ansteuerung des Bremswiderstandes sein. Wenn der durch ist würde gleich während dem Einschalten der Bremswiderstand aktiv.
Auf der Platine befindet sich auch noch ein Hilfsnetzteil welches um den
Ferrittrafo herum aufgebaut ist. Vielleicht hat auch da was aufgegeben.
Weiters ist oben rechts ein einzelner Transistor. Das Dürfte der für die
Ansteuerung des Bremswiderstandes sein. Wenn der durch ist würde gleich
während dem Einschalten der Bremswiderstand aktiv.
Der hat auch wieder ein kurzschluss wie oben schon erwähnt. Den hatte ich beim vorherigen mal auch schon getauscht. Das komische ist ja, das er beim testen am stelltrafo einwandfrei funktioniert hat.
Ich vermute, daß irgendwas nicht korrekt angelaufen ist, ähnlich wie ein Latch-Up-Effekt und dadurch der Zwischenkreis hinter dem PreCharge-Widerstand kurzgeschlossen oder hoch belastet war. Dann wird der Zwischenkreis nie (ausreichend bzw. ausreichend schnell) geladen, der PreCharge-Widerstand wird nie überbrückt und dadurch thermisch überhitzt.
Der Gleichrichter müsste in Ordnung sein wenn man an diesen 400V 3AC anlegen kann. Wenn da auch nur eine Diode defekt ist, rummst es im Sicherungskasten.
Dumme Frage: Wie viele Fehlversuche ist Dir dieses Scheißteil noch wert? Zahlt Dir jemand Millionen dafür? Hängt Dein Leben daran? Gibts keinen Ersatz mehr dafür? So langsam würde ich mich zu einer schlagkräftigen Problemlösung mit dem 10kg Bello entscheiden...
Ich vermute, daß irgendwas nicht korrekt angelaufen ist, ähnlich wie ein
Latch-Up-Effekt und dadurch der Zwischenkreis hinter dem
PreCharge-Widerstand kurzgeschlossen oder hoch belastet war. Dann wird
der Zwischenkreis nie (ausreichend bzw. ausreichend schnell) geladen,
der PreCharge-Widerstand wird nie überbrückt und dadurch thermisch
überhitzt.
Der Gleichrichter müsste in Ordnung sein wenn man an diesen 400V 3AC
anlegen kann. Wenn da auch nur eine Diode defekt ist, rummst es im
Sicherungskasten.
Dumme Frage: Wie viele Fehlversuche ist Dir dieses Scheißteil noch wert?
Zahlt Dir jemand Millionen dafür? Hängt Dein Leben daran? Gibts keinen
Ersatz mehr dafür? So langsam würde ich mich zu einer schlagkräftigen
Problemlösung mit dem 10kg Bello entscheiden...
Das ist bereits wieder ein Frequenzumrichter. Der andere mit den 4 defekten Dioden läuft wieder einwandfrei. Danke nochmal für die Hilfe.
Ich hänge heute mal den ausgebauten Gleichrichter an 3 Phasen zum testen.
Der Transistor oben rechts hat auch wieder ein Kurzschluss. Ich denke mal dieser ist zuerst defekt gegangen und hat dann den Ladewiderstand zerstört.
Dann wäre die Frage, warum beim einschalten der Transistor defekt geht. Eventuell haben auch wieder diese 4 Dioden eine Macke? Wo ich ihn langsam hochgefahren habe, hat ja alles noch funktioniert.
Achso, schon der nächste Frequenzumrichter.
Da muss irgendwo ein Nest sein.
Wenn der Transistor des Netzteils kaputt ist, kann das für die Zerstörung des PreCharge-Widerstandes verantwortlich sein. Bleibt die Frage, warum ist der gestorben wenn er zuvor mit Stelltrafo noch funktioniert hat? Der ist für so ein Netzteil sehr großzügig dimensioniert. Sperrt 1500V, kann 8A Kollektorstrom, 4A Basisstrom... es ist echt schwer, das Ding kaputtzukriegen, solange der PreCharge-Widerstand noch aktiv (nicht überbrückt) ist. Wie ich schon im letzten Thread geschrieben habe, dieser Transistor ist für die Horizontalablenkung (inkl. Erzeugung der Hochspannung von ~35kV für die Bildröhre) entwickelt und entsprechend leistungsstark.
Den Eingangsgleichrichter habe ich gerade nochmal geprüft. Er funktioniert ohne probleme. Warum ist also der Transistor defekt gegangen? Könnte ein schlechter folienkondensator die ursache sein?
Es muss irgendwo die Spannung durchschlagen. Beim stelltrafo war ich bei 380v und da hat es noch funktioniert Die Entstörkondensatoren haben damit nichts zu tun. Ich vermute wieder die snubber dioden. Es wäre halt nicht schlecht, wenn ich die irgendwie testen könnte. Ich will nicht noch ein widerstand killen.
Wenn man es nicht testen kann oder sich nicht sicher ist, dann werden solche Teile auf Verdacht getauscht solange sie nicht übermäßig viel Geld kosten.
Wenn man es nicht testen kann oder sich nicht sicher ist, dann werden
solche Teile auf Verdacht getauscht solange sie nicht übermäßig viel
Geld kosten.
Ich werde das mal probieren. Muss aber 3 wochen auf das teil warten. 💩
Damit diese aufgehübschten Bauteile auch brauchbar aussehen. Soll aber kein Nachteil sein. Aber nicht dass diese wo ausgebaut wurden. Unmittelbar am Gehäuse sind die Pins dunkler.
Ich tippe mitlerweile auf die Ansteuerung des Transistors (HYB20). Ich werde dort morgen mal jedes einzelne Bauteil prüfen. Der Kondensator C214 war minimal ausgelaufen bevor ich ihn ersetzt hatte. Dadurch muss auf HYB20 irgendwas defekt gegangen sein.
Wie Ben ja schon sagte, ist es schwer den Transistor zu killen. Kurzschluss abgangseitig kann ich mittlerweile fast ausschließen außer der trafo hat ein windungsschluss. Die Keramikkondensatoren C219 und C223, sowie die 4 Dioden sind defintiv in Ordnung.
Wie prüft man ein Trafo auf Windungsschluss? Könnte man dazu ein Growler verwenden?
Was ich probieren würde, Schwingkreis damit bauen. Kondensator mit ein paar V aufladen, dann parallel zu einer Wicklung schalten und das Ausschwingverhalten mit dem Oszi beobachten. Wenn das extrem schnell geht, wäre das ein Indiz für einen defekten Trafo, könnte man eine Vergleichsmessung mit einem intakten Trafo machen.
Alternativ paar V mit ~50..100kHz an den unbelasteten Trafo anlegen, dabei dürfte der kaum Leistung aufnehmen.
Kommt auch immer drauf an, was für ein Trafo bzw. welche Wandlertopologie. Das hier ist sehr wahrscheinlich ein Sperrwandler, heißt der Kern kann recht viel Energie im Luftspalt speichern (Trafokerne von Durchflusswandlern haben idR. keinen nennenswerten Luftspalt), würde ich mit der ersten Methode versuchen.
Vorsicht dabei, wenn man das mit einer sekundären Wicklung macht, könnten an der primären durchaus kitzlige Spannungen entstehen - also nicht dort dranpacken.
Ich hatte schonmal sowas ähnliches. Bei ein anderen war nur der Transistor, Trafo (primär durchgebrannt) und die 4 Snubberdioden durchgebrannt. Nach tausch dieser Teile lief er wieder einwandfrei.
Habe übrigens noch einen. 😅
Da sind die 4 dioden, der eingangsgleichrichter, der ladewiderstand und der transistor defekt. Irgendwie muss das eine krankheit bei den dingern sein aber ich kapier nicht warum das passiert.
Ganz langsam über Stelltrafo aufladen, immer wieder etwas Zeit geben und
dann die Spannung weiter erhöhen, bis auf Nennspannung.
Ich würde diese Möglichkeit ausschließen,
davon geht das Netzteil nicht kaputt.
Wenn aber die Kondensatoren im Zwischenkreis z.b zu ein großen Leckstrom haben, ziehen die beim einschalten den vielfach üblichen Strom und der Transistor schaltet dadurch fast ein kurzschluss und geht daran defekt. Könnte das nicht möglich sein?
Da musst Du Lenze fragen - aber ich wette, die wissen's auch nicht.
Ich hätte jedenfalls keine Lust mehr auf die Dinger, da gibts
wahrscheinlich zuverlässigere Frequenzumrichter.
Naja, 25 Jahre haben sie ja durchgehalten. Dann kann schonmal was defekt gehen. Die alten gehen ja noch zu reparieren. Die neueren sind so komisch verbaut das man sie kaum auseinander nehmen kann. Da muss man mit der rohrzange das gehäuse aufbiegen. Kein Witz!
Wenn aber die Kondensatoren im Zwischenkreis z.b zu ein großen
Leckstrom haben, ziehen die beim einschalten den vielfach üblichen
Strom und der Transistor schaltet dadurch fast ein kurzschluss und
geht daran defekt. Könnte das nicht möglich sein?
Nö. Das wäre dann kein Fehler, der mal auftritt und was nicht, sondern dann platzt das Netzteil bereits beim ersten Einschaltversuch und danach ist Ruhe.
Wenn die großen Zwischenkreiskondensatoren einen zu hohen Leckstrom ziehen, dann fliegen sie Dir beim Einschaltung um die Ohren und töten vielleicht den Netzgleichrichter - aber das Netzteil um den BU2508 bleibt intakt.
Könnten als Ursache schlecht gewordene Entstörkondensatoren in Frage kommen? Die ansteuerung des Transistors ist ja komplett analog ohne chip aufgebaut.