Hallo,
falls die Rubrik 'Markt' falsch gewählt ist bitte ich um Verzeihung und eventuelle Verschiebung.
Ich habe einen Nullspannungsschalter mit herausgeführtem Spulenkontakt A1. Dort kann ich einen (oder mehrere) Notaus-Öffnerkontakte einschleifen. Wenn dieser Stromkreis unterbrochen wird, schaltet der Nullspannungsschalter ab.
Soweit klar.
Nun möchte ich einen externen Notaus-Kontakt steckbar machen. Wenn er bewusst ausgesteckt wird weil er nicht benötigt wird, soll in der Einbaubuchse ein Kontakt schließen, damit der Stromkreis wieder geschlossen wird.
Für Hinweise für eine käuflich zu erwerbende Buchse für 230V~/ca. 100mA wäre ich sehr dankbar.
Das ist ein sehr gefährliches Unterfangen, was du vorhast. Was meinst du, passiert, wenn der externe Notaus gesteckt wird, der Schalter aber aus irgendeinem Grund nicht umschaltet? Man würde sich auf den externen Notaus verlassen, aber er kann ja nicht wirken, da er überbrückt wird! Aus diesem Grund rate ich von einer solchen Konstruktion ab!
Nun möchte ich einen externen Notaus-Kontakt steckbar machen. Wenn er
bewusst ausgesteckt wird weil er nicht benötigt wird, soll in der
Einbaubuchse ein Kontakt schließen, damit der Stromkreis wieder
geschlossen wird.
Wie wär's, den Notaus beiseite zu legen, wenn er nicht benötigt wird?
Wenn der Notaus nicht gesteckt ist, funktioniert das Gerät halt einfach nicht.
Stecker, die für Spezialzwecke 230V führen, gibt's z.B. von Harting.
Nun mach ich mal den Bedenkenträger. Ich bin seit über 20 Jahren in der Betriebssicherheit unterwegs.
Der Notaus ist vom Hersteller so vorgesehen, wie die Maschine/ Gerät ausgeliefert wurde. Nur der darf Veränderungen vornehmen.
Jegliche Änderung ist nicht zulässig und kann schwere/teure Konsequenzen nach sich ziehen. Die BG ist dein bester Freund.
Normal schreibe ich ja wenn jemand irgendeinen Umbau macht nichts dazu, aber wenn Kollegen betroffen sind, stellen sich mir die Nackenhaare auf.
Ich denke der TE würde missverstanden. So sehe ich dies:
Er will die interne notausfunktion bei behalten.
Er will bei Bedarf extern weitere Notaustaster anschließen, und so von mehreren Stellen ein notaus auslösen können.
Das ist durchaus in der Praxis Usus,
Z.b. notaus am Arbeitsplatz einzeln, und zentral für den Saal z. B in Ausbildungsstellen, größeren Laboren, etc.
Harting wurde schon genannt,
hier in unserem Labor sind es Hirschmann 3.pol mit Verriegelung. Letztere ist aber so alt, ich würde heute Harting oder Binder nehmen.
Ich denke der TE würde missverstanden. So sehe ich dies:
Er will die interne notausfunktion bei behalten.
Er will bei Bedarf extern weitere Notaustaster anschließen, und so von
mehreren Stellen ein notaus auslösen können.
Ja, ganz genau dieses.
Kennt jemand eine genauere Bezeichnung eines der vorgeschlagenen Harting, Hirschmann oder Binder?
Hat diese Serie Buchsen mit Schaltkontakt? Ich konnte nichts finden...
nein, aber Dir wurde schon gesagt, daß ein Kontakt nicht zur Sicherheit geeignet ist, sondern nur ein 2. Stecker der eine Brücke enthält. Dieser wird dann erst abgezogen, dann Deine zusätzlichen Schalter angeschlossen. So ist die Funktion der zusätzlichen Schalter auch gewährleistet ...
Er will die interne notausfunktion bei behalten.
Er will bei Bedarf extern weitere Notaustaster anschließen, und so von
mehreren Stellen ein notaus auslösen können.
Das ist durchaus in der Praxis Usus,
Z.b. notaus am Arbeitsplatz einzeln, und zentral für den Saal z. B in
Ausbildungsstellen, größeren Laboren, etc.
Das ist nur die halbe Wahrheit. Er will außerdem, dass man irgendeinen der externen Notaus-Taster herausziehen kann, ohne die Funktion der anderen zu beeinflussen. Ist DAS in der Praxis Usus?
Da bekommt also die Person X eingebläut, dass sie im Notfall den Taster drücken soll, der sich an der ihr eintrichterten Stelle Y befindet. Als sie das im Ernstfall tun will, stellt sie erschreckt fest, dass dort gar kein Notaus_Schalter mehr ist. Weil den irgendwer rausgezogen und mitgenommen hat ...
Hat diese Serie Buchsen mit Schaltkontakt? Ich konnte nichts finden...
nein, aber Dir wurde schon gesagt, daß ein Kontakt nicht zur Sicherheit
geeignet ist, sondern nur ein 2. Stecker der eine Brücke enthält. Dieser
wird dann erst abgezogen, dann Deine zusätzlichen Schalter
angeschlossen. So ist die Funktion der zusätzlichen Schalter auch
gewährleistet ...
Gut, dann mache ich das so.
Danke für die Denkanstöße!
Ich denke der TE würde missverstanden. So sehe ich dies:
Er will die interne notausfunktion bei behalten.
Er will bei Bedarf extern weitere Notaustaster anschließen, und so von
mehreren Stellen ein notaus auslösen können.
Bei Bedarf steckbar könnte ein Knackpunkt sein:
Wir hatten in der Automationstechnik zusätzliche mobile Bedienpanels, bedarfsweise steckbar. Die hatten natürlich einen Nothalt drauf und mussten deshalb im abgesteckten Zustand immer weggeräumt werden.
Außerdem musste das notzuhaltende Gerät zusätzlich noch einen festverdrahteten Nothalt haben.
Vielleicht gibt es aber mittlerweile einen Unterschied zwische Nothalt und Notaus. Meine Erfahrungen sind ein paar Jahre alt, in den letzten Jahren hatte sich viel geändert.