da ich nicht genau weiß, wonach ich suchen soll bzw. meine bisherige Suche nicht wirklich zum gewünschten Ergbnis geführt hat, frage ich mal hier:
Woher bekomme ich Informationen zur elektromagnetischen Transparenz eines Stoffes?
Dabei geht es nicht um das optische (für Menschen sichtbare) Frequenzspektrum, sondern um Frequenzen im MHz- oder GHz-Bereich.
Anwendung wäre z.B. ein selbstkonstruiertes Gehäuse in dem sich u.a. ein Satellitenmodem befindet.
Wer ausser Dir sollte solche Messungen machen und die Ergebnisse als zugesicherte Eigenschaften seines Produktes vermarkten? Wenn ja kostet das Material ein vielfaches seines Marktwertes und wird Zielgruppenorientiert verkauft.
Die Frequenz / Wellenlänge ich bekannt. Daher würde ich das Material
gerne danach aussuchen, und nicht "wild" in der Gegend rumfragen.
Der einzige der die Frage beantworten kann ist aber nun mal der Hersteller. Denn nur er weiss was er alles in seinem Masterbatch reingemischt hat. Aber selbst da muesste es ja mal einer Messen und das ist aufwendig/teuer.
https://www.youtube.com/watch?v=Zc9AltZTyUc
Bist du ein armer Bastler, vergiss die Idee. Oder arbeite mit Standardwerten die du im Internet findest und hoffe das beste.
Bis du eine Firma die grosse Stueckzahlen macht, lass es messen oder spezifiziere beim Hersteller.
So ab 80Ghz wird es dann interessant. Da fangen die an alle rumzueiern...
Wer ausser Dir sollte solche Messungen machen und die Ergebnisse
als
zugesicherte Eigenschaften seines Produktes vermarkten? Wenn ja kostet
das Material ein vielfaches seines Marktwertes und wird
Zielgruppenorientiert verkauft.
Radomhersteller vielleicht?
Ergo: Niemand / kein Wrtkstoffhersteller betreibt diesen Aufwand oder veröffentlich die Werte.
Meine Frage ist somit beantwortet.
Und genau die würden mich ja je nach Material interessieren.
Ich finde aber keine.
Grobe Ausgangswerte sind einfach zu finden, dafür gibt es mittlerweile KI Suchen. Copilot gibt z.B. bei der Abfrage "zeige relative Permittivität (εr) und die relative Permeabilität (μr) für gängige Kunststoffe" eine Tabelle aus und weist auch auf Quellen (z.B. Wikipedia) hin. Ob diese Werte plausibel sind, musst Du dann aber schon selbst überprüfen.
Als Kunststoffe mit niedrigen Verlusten waren früher Polystyrol (Styroflex) oder Teflon (PTFE) bekannt. Auch reines PE fällt darunter. Warum weiß man das heute nicht mehr? Seite E2 des guten, alten Meinke-Gundlach bietet eine Tabelle mit Verlustfaktoren von Kunststoffen.
Als Kunststoffe mit niedrigen Verlusten waren früher Polystyrol
(Styroflex) oder Teflon (PTFE) bekannt. Auch reines PE fällt darunter.
Warum weiß man das heute nicht mehr? Seite E2 des guten, alten
Meinke-Gundlach bietet eine Tabelle mit Verlustfaktoren von
Kunststoffen.
meist muss man das per Experiment bestimmen, denn was der Händler/Baumarkt im Angebot hat, ist HF-technisch Glückssache. Ich wollte meinen GPS-Empfänger wetterfest machen; in einem alten Kleingehäuse wunderbar - bei Nachkauf des gleichen Modells sehr viel schlechter und Rückbau-alt wieder bestens. "Vasuch macht halt kluch..."
in einem alten
Kleingehäuse wunderbar - bei Nachkauf des gleichen Modells sehr viel
schlechter und Rückbau-alt wieder bestens.
Ganz klar, früher war Geiz nicht so geil. Da hat man noch reine Kunststoffe für Gehäuse verbaut. Heute wird halt irgend ein unbekanntes Recyclat genommen, dessen Eigenschaften keiner kennt.
meist muss man das per Experiment bestimmen, denn was der
Händler/Baumarkt im Angebot hat, ist HF-technisch Glückssache. Ich
wollte meinen GPS-Empfänger wetterfest machen; in einem alten
Kleingehäuse wunderbar - bei Nachkauf des gleichen Modells sehr viel
schlechter und Rückbau-alt wieder bestens. "Vasuch macht halt kluch..."
Selbst wenn was als PE, PP, oder was auch immer angegeben ist, Es gibt schier unendlich viele Zuschlagstoffe und Kombinationen solcher.
Oft werden derartige Gemische kundenspezifisch im Auftrag designt. Ich habe mal in einer kleinen, netten Bude gearbeitet, wo an biologisch abbaubarem Kunstsoff geforscht wurde.
Beispeil: Kunde A will Einkaufsbeutel dauraus machen. Die sollen eine bestimmte Mindestreißfestigleit haben und die Dehnung soll auch noch im Rahmen halten.
Kunde B will Müllbeutel draus machen, die sollen sich auch bei Feuchtigkeit nicht auf auflösen, bzw. instabil (wie eine Papiertüte) werden
Kunde C will Teebeutel daraus machen. Das Material muß lebensmittelecht sein und geschmacksneutral und idealerweise transparent, bis leicht opak.
Jeder der 3 bekam seine eigene Rezeptur.
Kämst du jetzt mit deinem Anliegen, hätten wir mit den Materialproben, die gerade so rumfliegen, Labortests gefahren.
Es gibt dann 3 Möglichkeiten:
das Basismaterial ist generell untauglich
es ist wumpe, weil es immer passt
es ist ein gutes Stück materialabhängig - idealerweise erkennt man an an getsteten Rezepturen ein Muster, wie man den Materialmix für dich optimieren kann.
Du wirst also um eigene Versuche kaum drumrum kommen.
Selbst ein an und für sich reiner Stoff, wie PE kann noch "Überraschungen" bereithalten. Je nach Herstellungsverfahren sind unterschiedlche Beigemgungen des Katalysators im Material vorhanden. Diese bewegen sich zwar im Promillebereich, aber sie sind da. Stichwort dafür ist Zieger-Natta Katalysator.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ziegler-Natta-Verfahren
ich kann zu Radiofrequenzen nix sagen, aber die infrarotabsortion beruht auf der Umsetzung in Vibration von Funktionellen Gruppen (also Molekül-ärmchen), die ist wegen der Gleichheit der Funktionellen Gruppen immer gleich. Nur mal so.