Kondensator mit vier Polen an Elektromotor

OP #7885015
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Ich habe einen Garagentoroeffner, der immer wieder gestockt hat aber jetzt bewegt er sich gar nicht mehr. Wenn man den Motor etwas von Hand dreht und anschließend den Schalter drueckt, dann ruckt der Motor kurz und brummt nur. Die Elektronik schaltet nach kurzer Zeit ab. Einmal ist der Motor nach dem händischen Drehen nochmal gelaufen.

Könnte es der Kondensator sein? Es ist ein vierpoliger Kondensator verbaut.

Kann mir jemand kurz erklären (oder einen Link schicken), wie ein Elektromotor mit vierpoligem Kondensator funktioniert?

Vielen Dank.

#7885025
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Matthias schrieb:

Es ist ein vierpoliger Kondensator verbaut.

Kondensatoren haben nur zwei Pole.

Matthias schrieb:

Kann mir jemand kurz erklären (oder einen Link schicken), wie ein Elektromotor mit vierpoligem Kondensator funktioniert?

Nur, wenn du uns ein Foto von diesem vierpoligen Kondensator schickst.

Oder handelt es sich um einen Entstörfilter wie auf dem Bild? Dann kommt auf eine Seite das Netz, auf die andere der Motor.

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#7885125
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Matthias schrieb:

Es war nur eine Vermutung, dass es der Kondensator ist. Äußerlich konnte ich nichts erkennen.

Dann sieht es schlecht aus, dessen Funktionsfähigkeit zu prüfen. Denn ja, es ist eindeutig ein Kondensator! Die Werte sind allesamt aufgedruckt - als Ersatz ein beliebiger Motokondensator mit 12,5µF.

Sebastian R. schrieb:

Kondensatoren haben nur zwei Pole.

Das wissen viele Hersteller von Motorkondensatoren wohl nicht und machen tatsächlich vier Steckschuhe dran! Elektrisch sind es nur zwei Pole, die Steckschuhesind paarweise verbunden, um besser verdrahten zu können. (Bild von Pollin kopiert, die haben eine gzte Auswahl zu moderstem Preis)

Matthias schrieb:

Und falls ja: ist der zweite Kondensator dann für den Anlauf?

Es ist ein Kondensator, wobei dessen Defekt Dein Fehlerbild erzeugen kann.

#7885155
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Matthias schrieb:

Woher weiss ich, dass es eine Steinmetzschaltung und kein Kondensatormotor ist?

Der Motor läuft wohl vorwärts und rückwärts. Es ist ein Kondensatormotor mit Drehrichtungsumkehr, also 2 identischen Wicklungen, wie ein Rollladenmotor.

Kauf einen neuen Kondensator und mach die Kabel wieder so dran wie sie waren.

https://www.ebay.de/itm/292011490548

Gibts bestimmt auch billiger wenn man länger sucht.

(Firma: matzetronics) #7885483
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Die Steinmetzschaltung ist und war immer nur ein Behelf, um echte 3-Phasen Motoren mehr oder weniger gut am Wechselstromnetz zu betreiben. Da wird im Allgemeinen ein Kondensator von etwa 70 µF pro kW Motorleistung empfohlen.

Aber kein Hersteller wird freiwillig einen teuren 3-Phasenmotor verbauen und ihn dann mit einer Behelfsschaltung antreiben, wenns ein billiger Kondensatormotor auch tut. Der braucht nicht nur eine Wicklung weniger, sondern kommt auch noch mit einem kleineren Kondensator aus. Ein 12,5µF wäre in der Steinmetzschaltung also in etwa richtig für einen 180W Motor. Einen Hinweis geben auch die Bezeichnungen der Wicklungen. Wenn es U1, U2, Z1 und Z2 gibt, ist es sicher ein Kondensatormotor. Gibt es U, V und W Anschlüsse, ist es ein Drehstrommotor.

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