GNU Taler hat vor wenigen Wochen den Versionsstand 1.0 erreicht und ist damit in der Schweiz auch rechtlich gesehen nutzbar - Zeit mal einen kurzen Blick darauf zu werfen.
GNU Taler ensteht schon seit ca. 9 Jahren, es soll ein (anonymes) Bezahlsystem ohne Blockchain und ohne Kursschwankungen werden. Die Akzeptanz ist in Deutschland derzeit äußerst gering und viele Aktivitäten dazu finden sich in der Schweiz. Dort hattes es wohl seine Anfänge als "akademisches Projekt" mit einem Snackautomat.
In Deutschland findet sich im Zusammenhang mit GNU Taler Verweise auf die Firma "Code Blau GmbH", einer deren zwei Inhaber ist der Betreibes des gerade nicht für Seriösität und Ausgewogenheit bekannten Web-Pamphlet 'Fefe's Blog', Felix von Leitner.
Die weitere Verbreitung von "GNU Taler" wird man wohl abwarten müßen. Ob das GNU-Typische Etikett: "Open Source" dieses System "boostet", wird die Zukunft zeigen müßen. Vielleicht legen die Kunden auf andere Aspekte mehr Wert.
Was mich an dieser Idee verwundert,ist die Sache mit der Besteuerbarkeit. Normalerweise ist doch ein Grundgedanke, dass man gerade die Unabhängigkeit vom Staat will. Hier, in diesem Beispiel, ist das gerade nicht gegeben. Beißt sich das nicht auch mit der Anonymität?
Und auf der Kehrseite, ich habe gelesen, so ziemlich alle Zahlungsprovider, inklusive Paypal, Mastercard, etc. stellen ihren Service mit gewissen Kunden oft aufgrund Ideologischer statt Legaler gründe ein - also wenn man z.B. was P0rnografisches Zeichnet & verkauft, sieht man danach von denen kein Geld mehr, und teils verschwindet solches Geld wohl auch einfach bei denen.
Ist es Anonym genug, dass sowas nachher nicht mehr passiert?
Das Thema Geld ist reine Politik. Ich staune, dass die sichtbaren Alternativen wie Bitcoin noch nicht verboten sind. Ich vermute, das ist ein Projekt der Gemeindienste, weil es bis heute nicht klar ist, wo er herkommt und eben nicht verboten ist. Normalerweise bekämpft der Staat alles, was nicht von ihm kommt und in Konkurrenz steht. Naja, es bleibt spannend.
Also soll er per ordre mufti an eine bestehende Währung gekoppelt sein?
Dann stellt sich sofort die Frage was das dann soll. Es ist dann schlicht keine eigene Währung sondern viel eher ein weiteres Zahlung- oder Verrechnungssystem basierend auf bestehenden Währungen.
Das Thema Geld ist reine Politik. Ich staune, dass die sichtbaren
Alternativen wie Bitcoin noch nicht verboten sind. Ich vermute, das ist
ein Projekt der Gemeindienste, weil es bis heute nicht klar ist, wo er
herkommt und eben nicht verboten ist. Normalerweise bekämpft der Staat
alles, was nicht von ihm kommt und in Konkurrenz steht. Naja, es bleibt
spannend.
Genau.
Die ganzen Bitcoins und Taler taugen sowiso nicht als
Zahlungsmittel, sondern sind reines Spekulationsobjekt
und Währung der Clans.
Was nützt mir ein Taler, für dem ich heut ein Brötchen bekomme
und morgen die Stadt New York? :-O
Dann stellt sich sofort die Frage was das dann soll.
Es gibt mehrere Ansätze, so eine Währung an eine bestehende Währung zu koppeln. Damit entfallen Kurs- und Spekulationsrisiko. Der Bedarf besteht.
Es gibt auch einen legalen Markt für anonymisierte Zahlung ohne persönlichem Kontakt. Ist allerdings von illegaler Nutzung schwer zu trennen.
Und es gibt sogar eine Anwendung, an die ein Staat interessiert sein kann: Ein Verfahren zur Altersüberprüfung, bei dem die Identität nicht aufgedeckt wird. Da kollidiert bisher ein ggf verbrieftes Recht auf anonyme Nutzung mit einer Identitätskontrolle zum Schutz von Minderjährigen.
Und es gibt sogar eine Anwendung, an die ein Staat interessiert sein
kann: Ein Verfahren zur Altersüberprüfung, bei dem die Identität nicht
aufgedeckt wird. Da kollidiert bisher ein ggf verbrieftes Recht auf
anonyme Nutzung mit Schutz von Minderjährigen.
Hat sich nicht ein südamerikanischer Staat vor Kurzem
am Bitcoin verhoben?
Ist da System quantencomputersicher?
Wird uns dann ein 14-jähriges CCC-Mitglied
auf nem Congress enteignen?
Fragen über Fragen... :-P
Nichts geht über Hardware, in diesem Fall Bargeld!
Eben. Viele Fragen sind dazu da, nach Antworten zu suchen.
Wenn die Menschheit sich ausschliesslich mit Themen befassen soll, in denen bereits alle Fragen geklärt sind, wäre sie nie über die Altsteinzeit hinaus gekommen. :)
Nichts geht über Hardware, in diesem Fall Bargeld!
Ich liebe den Fortschritt.
Deshalb schreibe ich ja auf diesem Board.
Angst hab ich vor dem Technopol.
Wo die Demokratie, die auch nicht das Ideale ist,
von den Launen Weniger Superreicher oder gar von
der von ihnen gesteuerter KI ersetzt wird.
Ki ist bereits in der Lage eigene Abschaltung
verhindern zu wollen.
Hitler mußte "von Draußen" abgeschaltet werden.
Es gibt aber keinen oberhalb Putins... ;-O
Bei den steigenden Kakaopreisen, und der nächste Spätfrost in der Türkei kommt bestimmt... Wie wäre es denn mit GNU Tella? Könnte doch ein nigerianischer Fußballspieler Botschafter für sein.
Das ist ne oft gestellte Frage, bei der Selbstbeschreibung wird gelegentlich von "teil-anonym" gesprochen, dann wieder "das der Zahler beim Bezahlen anonym bleibt".
Vielleicht sollte man fragen, welche "Technik" verwendet wird, um hierbei "Anonymität" zu erreichen. Zur Beantwortung wird dann gern darauf verwiesen:
das es "Open Source" ist
das ein "gesichertes Netzwerkprotokoll" o.ä. verwendet würde. ("technical layer providing privacy by default")
Durch diesen Anfängerfehler in OpenSSL war (und ist) weite Teile der Netz-Infrastruktur kompromitierbar.
Da stellt sich die Frage, ob es sowas wie "technical ... privacy by default" überhaupt geben kann. Auch wenn das Bezahlsystem selbst keine "Datenspuren" hinterlässt, eine autorisierten Transfer hat es gegeben (sonst "würde ja der Scheck platzen").
Was mich an dieser Idee verwundert,ist die Sache mit der
Besteuerbarkeit. Normalerweise ist doch ein Grundgedanke, dass man
gerade die Unabhängigkeit vom Staat will.
Halb ontopic:
Wie soll eigentlich Schwarzarbeit und Korruption in Zukunft funktionieren, wenn das Bargeld irgendwann ausstirbt? Gerade beim Letzteren sind ja die Politiker auch betroffen..
<Start Zitat>
"Im Vorhaben „Ausbau von GNU Taler zu einer Plattform für konkrete Geschäftsprozesse“ (Concrete Contracts) wird das Bezahlsystem GNU Taler zu einer Plattform weiterentwickelt, über die sich konkrete Vertragsformen anonym abwickeln lassen.
Elektronische Münzen − Taler genannt – ermöglichen es Privatpersonen, beim Bezahlvorgang anonym zu bleiben.
Die Identität einzelner Menschen, nicht aber deren Bezahlvorgänge, ist höchstens treuhändisch Beauftragten bekannt.
Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen anbieten, müssen hingegen ihre Umsätze und damit ihre Identität offenlegen. Somit bleibt die staatliche Währungshoheit erhalten und eine Besteuerung möglich. Steuerhinterziehung oder Geldwäsche werden systematisch verhindert. "
<Zitat Ende>
Es wird also innerhalb des Systems zwischen Privatpersonen oder Unternehmen unterschieden, erster könnte ihre Person (aber nicht den Kauf) "anomysieren, indem nur Treuhänder die Identität kennen. Unternehmen dagegen müssen vor dem Staat sozusagen "die Hosen runterlassen".
Ob das allerdings im deutschen Steuersystem so zweigeteilt umsetzbar ist ?
Vielleicht wird das System deshalb erst in der Schweiz mit ihren "dezentralen" ("Staat ausklammernden) auf die Kantone ausgerichten Steuerapparat umgesetzt.
In den Compliance-richtlinien der Firma finden sich "weiter "Vorschläge",
schon beim Geschäftsessen kann man "in die Falle tappen", egal ob die Rechnung bar oder per Scheck bezahlt wird.