Hochstrom Batterieklemmen ?

OP #7915612
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Habe bemerkt dass mein LFP akku ziemlich schlapp wird, heisst niedrige spannung entladen, hohe spannung laden. Bin mit der wärmebildkamera in keller und ... eine seite der 60A sicherung ist heiss, und das dort angeschlossene kabel zum BMS auch. Die klemmschraube war lose, nicht mal handfest (bild).

Wie ist das möglich dass sich die mutter des sichrerungshalters von selbst löst?

Dort gehen bis zu 2200W bei 50V durch, 44A für > 20min.

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#7915637
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Hadmut F. schrieb:

Ich habs jetzt so richtig angeknallt.

Toll. Was hast du an "korrektem Drehmoment" nicht verstanden?

Oliver S. schrieb:

Du meist, dass es für das Plastikspielzeug ein vorgeschriebenes Drehmoment gibt?

Das weiß ich nicht. Ich habe die Klemme ja nicht ausgesucht oder verbaut.

Aber was ich weiß: Ich würde in meinem Haus keine Billigklemme ohne ordentliches Datenblatt verbauen, durch die 2,2kW oder 44A gehen.

#7915646
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Cyblord -. schrieb:

Wie ist das möglich dass sich die mutter des sichrerungshalters von selbst löst? War sie überhaupt schon mal korrekt angezogen?

Als ich in meine neue Mietwohnung gezogen bin, hat das Licht im Wohnzimmer geflackert. Ich habe daraufhin alle Schrauben im Sicherungsverteiler nachgezogen. Von den ca. 50 Schrauben waren genau zwei locker. Ich möchte wetten, das die von Anfang an locker waren. Die Meinung, das Kupfer unter Schraubendruck fliesst, ist eine Urban legend.

D.h. auch mit dem vorgeschriebenen Drehmoment?

Sowas sollte man im Gefühl haben. Drehmomentschlüssel für alle möglichen Schaubverbindungen halte ich für übertrieben.

War sie denn in irgendeiner Weise gegen lösen gesichert? Schraubensicherungslack wurde ja schon erfunden.

Auch das halte ich für Elektroverbindungen für übertrieben.

#7915648
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Harald W. schrieb:

Auch das halte ich für Elektroverbindungen für übertrieben.

Deine Haltung in allen Ehren, aber dann sollte sie ja nie lose sein. Sie war aber lose. Ups.

Sowas sollte man im Gefühl haben

Spreche ich dir ab. Viele Hutschienengeräte haben eine Angabe von 2,8Nm für die Klemmen. Habe das letztens mit einem Drehmomentschlüssel so angezogen. SO fest hätte ich das in drei Leben nicht angezogen. Ich war überrascht.

OP #7915652
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Harald W. schrieb:

Ich möchte wetten, das die von Anfang an locker waren.

Schon möglich, aber elektrisch war davon 1.5 jahre nichts zu merken. Obwohl ... letzten herbst ist mir sowas auch aufgefallen. Ein fehler der sich nur bei 19 grad zeigt? (19 grad ist die neue hochsommer temperatur) Ja, denke du hast recht.

Hab gleich ALLES nachgezogen. 70 schrauben.

Cyblord -. schrieb:

Ja das ist mal echt am falschen Ende gespart.

Auslösen tut die sicherung sauber. Ja, schon gebraucht :)

Gast #7915656
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Ist bei meinen auch passiert, ich halte von diesem Sicherungshalter generell nichts...Obwohl selbstsicherne Muttern dabei sind. Ich vermute, weil meine Sicherung mit 50A einfach zu heiß wurde, hat die sich gelockert

Hadmut F. schrieb:

Habe bemerkt dass mein LFP akku ziemlich schlapp wird, heisst niedrige spannung entladen, hohe spannung laden. Bin mit der wärmebildkamera in keller und ... eine seite der 60A sicherung ist heiss, und das dort angeschlossene kabel zum BMS auch. Die klemmschraube war lose, nicht mal handfest (bild).

Wie ist das möglich dass sich die mutter des sichrerungshalters von selbst löst?

Dort gehen bis zu 2200W bei 50V durch, 44A für > 20min.

#7915671
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Hadmut F. schrieb:

Cyblord -. schrieb:

Ja das ist mal echt am falschen Ende gespart.

Auslösen tut die sicherung sauber. Ja, schon gebraucht :)

Darum geht es gar nicht. Es geht eher um das Verhalten im normalen Betrieb. Und auch mehr um den Halter als um die Sicherung. Hast du ja schon gemerkt dass da was nicht stimmt.

Und ne billige KFZ Sicherung für sowas einzusetzen ist suboptimal und schlicht unnötig. Warum nicht richtig machen?

Udo S. schrieb:

Sehr grenzwertig für KFZ Teile. Die sind oft nur bis 30V DC spezifiziert.

32V sagt auch AliExpress.

Sehr bedenklich wenn man sowas sogar noch außerhalb der China-Specs einsetzt.

Auch das Datenblatt sagt 32V.

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#7915803
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Udo S. schrieb:

bei 50V

Sehr grenzwertig für KFZ Teile. Die sind oft nur bis 30V DC spezifiziert.

Was damit zusammenhängt, das man bei über 30VDC mit stehenden Lichtbögen rechnen muss. Um die zu verhindern, muss man dann besondere Maßnahmen ergreifen, die das entsprechende Schalt- element für UDC>30V zu ertüchtigen (ja, auch Sicherungen sind letztendlich Schalter). Diese Maßnahmen verteuern dann das entsprechende Schaltelement.

#7915911
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Von namhaften Anbietern gibt es diese MEGAfuses aber auch für höhere Spannungen. Littlefuse z.B. bietet diese Reihe mit 32, 70 und 120 Volt an.

Oft ist die Erstbestückung korrekt (z.B. 120V) aber beim Ersatz wird das Voltage Rating übersehen. Das kann bei DC fatale Folgen haben!!

#7915940
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Jens H. schrieb:

Ein mögliches Problem sind diese Spielzeugfederringe. Dort gehört etwas hin, was dafür zugelassen ist.

Früher war bei mir quasi an jedem PKW und höher eine AHK Plichtausstattung. Also auch an Autos, wo kein deutscher Hersteller oder Importeur auf die Idee kam, dafür eine AHK bereitzustellen. Also war ich bei Brink-Staphorst quasi Stammkunde. Die wussten als Niederländer, das jedes Auto einen Haken braucht.😊

Eingebaut wurde immer hier vor Ort, dabei war lediglich für die TÜV-Abnahme/Eintragung, die ausschliesslich für DE vorgeschriebenen Federringe zu verwenden, als die anderen, die quasi weltweit verwendet oder auch vorgeschrieben sind. DIN-Verein sei Dank.

#7915949
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Cyblord -. schrieb:

War sie denn in irgendeiner Weise gegen lösen gesichert? Schraubensicherungslack wurde ja schon erfunden.

Der heißt zwar Sicherungslack. Sichert aber genau gar nix! Der wird äußerlich an der Schraube/Mutter aufgetragen und man sieht es einfach wenn sich diese verdreht hat.

Heinz R. schrieb:

Du bist auch so einer der nie Freunde zur Grillparty einlädt - es könnte ja jemand eine Salmollenvergiftung bekommen und die Versicherung zahlt nicht?

Der ist Gut. Muss ich mir merken.

Harald W. schrieb:

D.h. auch mit dem vorgeschriebenen Drehmoment?

Sowas sollte man im Gefühl haben. Drehmomentschlüssel für alle möglichen Schaubverbindungen halte ich für übertrieben.

Daumen dafür.

#7915950
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Armin X. schrieb:

Cyblord -. schrieb:

War sie denn in irgendeiner Weise gegen lösen gesichert? Schraubensicherungslack wurde ja schon erfunden.

Der heißt zwar Sicherungslack. Sichert aber genau gar nix! Der wird äußerlich an der Schraube/Mutter aufgetragen und man sieht es einfach wenn sich diese verdreht hat.

Grosser Irrtum! Selbstverständlich gibt es eine grosse Sprachverwirrung und Du hast davon absolut keine Ahnung. Weltweit ist "Loctite" das bekannteste Schraubensicherungsmittel/Lack in zig Variationen. Gibt es in diversen Festigkeitsgraden. Das hat mit der von Dir gemeinten Kennzeichnung einer Schrauben- oder Mutterstellung per Lackstrich nichts zu tun.

#7915982
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Heinz R. schrieb:

Du bist auch so einer der nie Freunde zur Grillparty einlädt - es könnte ja jemand eine Salmollenvergiftung bekommen und die Versicherung zahlt nicht?

Dafür haben wir Krankenkassen, aber okay.

Wenn ich für ein paar Euro mehr hochwertige(re)s Material einsetzen und die Wahrscheinlichkeit, dass mich dieses Material im Fehlerfall schützt, erhöhen kann, tu ich das.

Auch wenn sicher nicht jede Norm, jede Vorschrift und jede Spannungsangabe sinnvoll ist, fällt es mir schwer, bei Sicherheitseinrichtungen Kompromisse im Tausch für ein paar Euros einzugehen.

Dazu muss man kein Vorschriftenfetischist und paranoider Sicherheitsfanatiker sein - Etwas Selbsterhaltungstrieb sollte eigentlich ausreichen.

Batteriesysteme sind (leider) in der Lage, ungefragt sehr viel elektrische Energie in sehr kurzer Zeit in thermische Energie umzuwandeln. 50V liegen deutlich über der (theoretischen) Lichtbogengrenze von 30V - Warum sollte man sich also proaktiv und bewusst für ein Schutzelement entscheiden, dass deutlich unterdimensioniert ist und mich im Ernstfall eventuell nicht schützen kann? Und das ist keine irrationale Angst, sondern Physik, gegen die ich nicht gewissen kann.

Und auch bei der Grillparty kann ich durch einfachste Mittel die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen reduzieren.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7915986
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Heinz R. schrieb:

Sebastian R. schrieb:

Könnte auf jeden Fall spannend werden, eine Ausrede für die Versicherung zu finden.

Du bist auch so einer der nie Freunde zur Grillparty einlädt - es könnte ja jemand eine Salmollenvergiftung bekommen und die Versicherung zahlt nicht?

Man hat doch nun diverse Euronen für die Solaranlage ausgegeben, warum sollte man nun bei solch kritischen Bauteilen sparen und solche wählen, die unter der nötigen Spezifikation laufen?

wieviele Thaler spart man da denn?

#7916266
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Hadmut F. schrieb:

Habe bemerkt dass mein LFP akku ziemlich schlapp wird, heisst niedrige spannung entladen, hohe spannung laden. Bin mit der wärmebildkamera in keller und ... eine seite der 60A sicherung ist heiss, und das dort angeschlossene kabel zum BMS auch. Die klemmschraube war lose, nicht mal handfest (bild).

Wie ist das möglich dass sich die mutter des sichrerungshalters von selbst löst?

Dort gehen bis zu 2200W bei 50V durch, 44A für > 20min.

Grundsätzlich dürfen bei höheren Strömen zwischen dem Kabelschuh und der Sicherung KEINE Scheiben, Muttern oder ähnliches verwendet werden.

Der Kabelschuh gehört DIREKT auf das Kupfer der Sicherung.

Das wird sehr oft falsch gemacht so daß sich über den höheren Widerstand der Teile dazwischen (aus Stahl oder VA) eine Verlustleistung ergibt die wiederum eine Erwärmung auslöst. Wenn das wieder und wieder geschieht löst sich diese Verbindung "ganz von selbst" und das Ende ist dann der Brand durch Lichtbogen.

Leider sind bei den billigen Versionen dieser Sicherungshalter die Sechskante der untenliegenden Schraubenköpfe nicht zugänglich (zum Gegenhalten) und/oder nur unzureichend vom umgebenden Kunststoff gestützt. Da kann man kaum das richtige Drehmoment aufbringen!

Als Eli kenne ich das Problem von der NSHV Ver"drahtung" (Stromschienen) mit kA bis zur Bootselektrik bei 12/24Volt und >500A (Strahlruder etc.)

#7916579
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Cyblord -. schrieb:

Sowas sollte man im Gefühl haben

Spreche ich dir ab. Viele Hutschienengeräte haben eine Angabe von 2,8Nm für die Klemmen. Habe das letztens mit einem Drehmomentschlüssel so angezogen. SO fest hätte ich das in drei Leben nicht angezogen. Ich war überrascht.

Auch das Gefühl muss irgendwie kalibriert werden. Eine angeknallte Schraube in einer Lüsterklemm, die die Kupferader durchtrennt, ist das andere Ende.

Heinz R. schrieb:

wenn sie bei 60A durchbrennen soll

Eine 60A Sicherung darf bei 60A noch nicht durchbrennen. Hast du schon einmal eine Kennlinie der Sicherungscharakteristik angesehen?

#7916801
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Heinz R. schrieb:

Dann halt bei 61A - oder auf was willst Du hinaus?

Du scheinst dich in der Tat noch nie mit den Eigenschaften von Schmelzsicherungen oder Sicherungen, die auf andere Weise thermische Aufheizung zur Auslösung nutzen, beschäftigt zu haben. Der Sicherungskennlinie kannst du entnehmen, wie lang sie in Abhängigkeit vom Strom benötigt um auszulösen. Das ist keine ja-nein-Entscheidung.

#7916819
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Rainer W. schrieb:

Heinz R. schrieb:

Dann halt bei 61A - oder auf was willst Du hinaus?

Du scheinst dich in der Tat noch nie mit den Eigenschaften von Schmelzsicherungen oder Sicherungen, die auf andere Weise thermische Aufheizung zur Auslösung nutzen, beschäftigt zu haben. Der Sicherungskennlinie kannst du entnehmen, wie lang sie in Abhängigkeit vom Strom benötigt um auszulösen. Das ist keine ja-nein-Entscheidung.

Erbsenzählerei - ich spreche von der idealen Sicherung

auf alle Fälle wird sie heiss

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