Ich habe einen einpoligen Leiter, welcher einen Wechselstrom mit 50HZ führt. Dieser Leiter ist geschirmt und der Schirm beidseitig aufgelegt. Wenn ich nun mit einer Rogowskispule über dem Schirm den Strom messe ergibt sich ein merkwürdig verzerrter Plot (ich kann leider die Daten hier nicht posten). Der Strom ist hier kein schöner Sinusverlauf und in etwa 90° phasenverschoben. Wenn ich allerdings am Kabelende ohne Schirm messe passt der Verlauf.
Schließe ich nun den Schirm ab und schließe beide Enden des Schirms kurz so ergibt sich über dem Schirm gemessen der selbe Verlauf.
Es kann sich also nur um eine Induktion handeln.
Jedoch verstehe ich einfach nicht warum sich ich wenn es sich um eine Induktion handelt nicht einfach 0 messe, denn hier müsste die Durchflutung ja 0 sein und somit auch kein Messergebnis erzielt werden?
Was ist es für eine Last?
Und wo ist der Rückleiter? Und was meinst du mit Aufgelegt, Auf
Erdpotential? Und der Rückleiter hat auch Erdpotential?
Last Euch doch nicht am Nasenring rumführen.
Der TO soll doch erst mal ausführen, wie seine Messschaltung aussieht. Ohne Infos zur Eingangs- und Ausgang-Beschaltung ist doch alles Kaffeesatzleserei ...
Wenn ich nun mit einer Rogowskispule über dem Schirm den Strom messe
Die Spule detektiert nur Gleichtaktströme, man sagt dazu
auch Mantelstrom oder Mantelwelle. Der Strom der hin
und über den Schirm wieder zurück fließt kann nicht detektiert
werden, weil sich da die Magnetfelder aufheben.
Wenn ich nun mit einer Rogowskispule über dem Schirm den Strom messe
Die Spule detektiert nur Gleichtaktströme, man sagt dazu
auch Mantelstrom oder Mantelwelle. Der Strom der hin
und über den Schirm wieder zurück fließt kann nicht detektiert
werden, weil sich da die Magnetfelder aufheben.
Danke, soweit war mir das auch klar. Aber: Der Schirmstrom kann hier ja nur induktiv eingekoppelt werden.
Meine Frage: Wenn sie der Strom induktiv in den Schirm einkoppelt müsste das ja zumindest einen reinen Sinus ergeben? Woher kommt die Vrzerrung?
Außerdem wäre ich überrascht, dass sich in den Schirm ein solch großer Strom einkoppelt. Ein Messtechniker, welcher den Aufbau öfter hat meinte er kennt dieses Phänomen nicht und misst über dem Schirm immer das reine Signal wie "neben" dem Schirm.
Die Messgeräte sind Masse und potenzialfrei und arbeiten mit Batterie?
Wenn sie am Netz hängen und nicht potenzialfrei sind dann hast du jede Menge anderer Probleme und den Schutzleiter aufzutrennen verbietet sich auch, ich kenne derlei Manipulationen zur Genüge.
Die Messgeräte sind Masse und potenzialfrei und arbeiten mit Batterie?
Wenn sie am Netz hängen und nicht potenzialfrei sind dann hast du jede
Menge anderer Probleme und den Schutzleiter aufzutrennen verbietet sich
auch, ich kenne derlei Manipulationen zur Genüge.
ja, Fehler im Messaufbau sind ausgeschlossen. Leider ;)
ja, Fehler im Messaufbau sind ausgeschlossen. Leider ;)
muß ich dir glauben?
Du beantwortest nicht die Fragen.
im Feld gemessen daher Batterie und kein Netz. Außerdem habe ich das ganze abgeglichen mit einem Messbericht von einem akkreditierten Labor, welche auf genau der gleichen Strecke den blauen Pfad messen (die machen nichts anderes). Absolut gleiches Ergebnis.
Es ist noch ein elektrisches Feld wirksam.
Siehe Brümmer Schaltungstechnik Seite 229 ff. ISBN: 9783662687079
ciao
gustav
Ja ist mir klar. Hat aber nichts mit dem Effekt zu tun. Bei offenem oder nur einseitig angeschlossenem Schirm messe ich keine Verzerrungen. Also muss es sich um induktive Kopplung handeln.
Wenn der Strom gleich-groß hin und zurück fliesst,
ist die Durchflutung = Null.
Misst man dann immer noch etwas,
stimmt entweder der Durchflutungssatz nicht,
oder der Strom hin-zurück ist ungleich Null
oder es wird "Mist" gemessen
;-)
das dritte würde ich ausschließen wie gesagt. das erste auch mal :)
aber der zweite punkt stimmt, denn der schirmstrom, gemessen an der Verbindung zur Erde ist eben nicht der invertierte Sinus des Signals sondern versetzt und verschoben, was ich mit einfach nicht erklären kann.
Der Scheitelwert des Schirmstroms ist etwas niedriger als die 70A
Deine Aussagen sind wirr und unverständlich, über welchen Schirm sollen 70 A fließen können?
Bei den üblichen Schirmgeflechten die ich kenne würde sofort die Ummantelung wegfliegen.
Deine Aussagen sind wirr und unverständlich, über welchen Schirm sollen
70 A fließen können?
Bei den üblichen Schirmgeflechten die ich kenne würde sofort die
Ummantelung wegfliegen.
Die Erde sieht man doch im Messaufbau. Die rote Rogowski Spule messt den Schirmstrom gegen Erde in der ersten Version. Natürlich gibt es eine Erde und zwar auf der Anlage. Und die Schirmverbindung dort trägt eben diese fast 70A. Der Schirm kann das mit Sicherheit tragen da es ein recht massiver Geflechtschirm ist. Wir sprechen hier auch von einer 50kV Leitung - das sind nicht irgendwelche Folienschirme von Cat7 Kabeln.
Eine Diskusion ist sinnlos mit dir.
Eine Erdverbindung hast du nicht gezeichnet!
Doch habe ich und zwar genau hier - dann poste ich das Bild eben nochmal. Ich verstehe die Übergriffigkeit in keinster Weise. Ich stelle eine Frage und du willst mir entweder helfen oder auch nicht.
ja, Fehler im Messaufbau sind ausgeschlossen. Leider ;)
Der Freitag ist vorbei. Am Freitag macht gar Niemand irgendeinen Fehler und des ist gewiss.
Hat denn schon jemand anderes den Messaufbau gesichtet und nach Fehlern gesucht?
Vielleicht sollte man da mal systematisch herangehen. Daher miss mal mit einem Digitalmultimeter alle Eingänge des Messgerätes gegenüber Erde (oder PE).
Betrachten wir der Einfachheit halber den Test 2 (also ohne Masse / Erde). Es wird ein sinusförmiger Strom im Innenleiter angelegt, und der Außenleiter ist kurzgeschlossen. Richtig?
Wenn im Außenleiter ein nicht sinusförmiger Strom fließt, kommen nur zwei Ursachen in Frage:
Es gibt eine nichtlineare Übertragungsfunktion vom Innenleiterstrom zum Außenleiterstrom. Beispielsweise Ummagnetisierungshysterese eines Eisenkerns, oder magnetische Sättigung, oder Halbleiter. Ein "normales" Kabel hat so was nicht. Vielleicht ist es kein "normales".
Der Außenleiterstrom kann durch benachbarte Einrichtungen induziert werden. Spulen, Trafos. Das wird um so stärker, je größer der Abstand der Kurzschlussleitung zum Koaxkabel ist. Bei Null Abstand verschwindet der Strom.
Über welche Leitungslängen sprechen wir hier? Zentimeter oder Kilometer?
Das reicht um sich genügend Verzerrungen einzufangen. Die Suchmaschine habe ich mal befragt nach EMV-Hallen zum Prüfen und Testen - siehe Screenshot.
Wenn das nicht möglich sein sollte, dann brauchst Du ein anderes Messverfahren.
Das Verfahren benötigt, dass Du den Strom durch die Leitung über eine AC-Quelle aus einem Funktionsgenerator erzeugst und in feinen Schritten gegenüber der Netzperiode mehrere Perioden verschiebst. Die Messwerte werden fein aufgelöst (zeitlich und Spannungsverlauf) aufgezeichnet. Die danach folgende Signalverarbeitung mit rechnerischer Störungselimnierung dürfte nicht trivial werden.
Das reicht um sich genügend Verzerrungen einzufangen. Die Suchmaschine
habe ich mal befragt nach EMV-Hallen zum Prüfen und Testen - siehe
Screenshot.
Wenn das nicht möglich sein sollte, dann brauchst Du ein anderes
Messverfahren.
Das Verfahren benötigt, dass Du den Strom durch die Leitung über eine
AC-Quelle aus einem Funktionsgenerator erzeugst und in feinen Schritten
gegenüber der Netzperiode mehrere Perioden verschiebst. Die Messwerte
werden fein aufgelöst (zeitlich und Spannungsverlauf) aufgezeichnet. Die
danach folgende Signalverarbeitung mit rechnerischer Störungselimnierung
dürfte nicht trivial werden.
Danke, ich habe ja eigentlich ein anderes Problem. Man kann einfach richtig messen, indem man am ungeschirmten Stück misst. Also Wiederholungsmessung an der richtigen Stelle und gut ist.
Ich aber mit einer externen Stelle über das Thema, welche mir nicht glaubt und möchte gerne meine Diskussion schließen indem ich sauber die Physik dahinter erkläre.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/preview/675474.jpg
So ein Bild ist eigentlich eine glatte Unverschämtheit.
Weder Norm-Schaltzeichen, noch irgendetwas, was Deinen Aufbau hinreichend verdeutlicht. Dass bei sowas die entsprechenden Reaktionen der Forenteilnehmer nicht ausbleiben, kannst Du Dir wohl selber ausmalen.
Wenn Du an einer weiteren, sachlich geführten Diskussion interessiert bist, dann zeig doch bitte einmal ein Foto von Deinem aktuellen Messaufbau. Dann die Angabe der tatsächlich verwendeten Mesgeräte und deren Justage.
Vielleicht kann Dir dann noch jemand einen Tipp geben.
Wenn Du zu faul bist, der Vorlesung zu folgen oder Bücher zu lesen, dann bist Du hier an der falschen Adresse, wir sind hier nicht Deine Privatnachhilfelehrer.
Wahrscheinlich ist das nämlich auch Dein Problem.
Die Messgerätekalibrierung.
Und der gesamte Messaufbau ist fehlerbehaftet.
Influenz auf den Schirm durch den Skin-Effekt im Leiter. Der ist dI/dt abhängig und läufst in die Besselfunktionsfallen, wenn Du da versuchst was zu berechnen.
"Ein weiterer Nachteil ist die Lageabhängigkeit der Messungenauigkeit. Für eine ideale, d. h. homogene Spule ist die Lage des umschlossenen Leiters irrelevant. Bei realen Rogowskispulen existieren jedoch Inhomogenitäten (Öffnung zum Einfädeln, variierende Windungsabstände), wo das Magnetfeld zu viel oder zu wenig Spannung induziert. Ist der Leiter in Mittelposition, heben sich die Fehler bei idealer Ringform der Spule zwar auf, Mittenabweichungen führen jedoch zu Fehlern: Liegt der Leiter bei einer Messung in der Nähe der Öffnung, ist der Messwert kleiner, liegt er hingegen bei einer dichter gewickelten Stelle, ist der Messwert größer als der tatsächliche Strom."
Da hätte ich ein Experiment für Dich zur Durchführung diese Woche.
Suche Dir mal so einen Meter Blech. Biege das zu einem Rohr aber lasse einen durchgehenden Spalt frei. Lege das um das Kabel unter der grünen Spule.
Messe einmal mit dem durchgehenden Spalt freigelassen und dann mit dem durchgehenden Spalt elektrisch verbunden.
hier nicht posten). Der Strom ist hier kein schöner Sinusverlauf
Wenn es also nicht ein Sinus ist (in der Annahme, dass die Quelle einen Sinus abgibt, egal, welcher Höhe, welcher Phasenlage), dann haben wir nichtlineare Effekte.
Aber bis jetzt haben wir ja noch keine konkreten Infos über Aufbau und sonstigen Bedingungen erfahren, um das Gesamtsystem einschätzen zu können ...
Vergleiche mal die gemessenen Amlitudenwerte (Effektivwerte) an den Positionen rot, grün und blau nach Deiner Skizze. Da sollte Dir bereits schon etwas auffallen, wenn Du die Fälle vergleichst.
Vergleiche mal die gemessenen Amlitudenwerte (Effektivwerte) an den
Positionen rot, grün und blau nach Deiner Skizze. Da sollte Dir bereits
schon etwas auffallen, wenn Du die Fälle vergleichst.
ja habe ich heute auch nochmal gemessen. ich bin jetzt auch raus, denn im prinzip macht der schirm was er soll er treibt einen gegenstrom. die höhe und die verzerrung kann ich mir nicht erklären.
aber man kann somit den geführten strom nicht über dem schirm messen und somit ist es ein fehler des messtechnikers und man soll neu messen.