Alternativ zum CM4 - handlötbar

OP #7936848
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Moin,

Ich suche für ein Projekt (Erweiterung bzw Ersatz Steuerplatine (TMP80C40) Ballenwickler) eine hand lötbare Alternative zu CM4. Hintergrund ist dass ich nur die Steuerplatine und das alte Display ersetzen, aber die Inputplatine belassen will. Somit habe ich oben 8mm Bauhöhe und unten 3mm. Bedingt durch in die Frontplatte geschweißte Stehbolzen darf es nicht größer wie das CM4 sein. Da ich keinen Reflow Ofen besitze, befürchte ich, dass ich die beiden Steckverbinder mit dem Handheißluftfön nicht genau genug positioniert bzw gelötet bekomme. Kennt jemand eine Alternative mit besser lötbaren Steckern bzw Stiftleisten oder zum einlöten? Bedingt durch den Bauraum ohne USB oder Ethernetstecker. Ich brauche I2C, 8 IO und den DSI fürs Display ( und es soll Linux laufen).

Gruß Marco

#7936869
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CM4 Stecker habe ich schon ausnahmsweise von Hand gelötet, geht einigermaßen. Unter der Lupe schauen ob der allseitig mittig auf den Pads sitzt, dann passt es. Besser ist es allerdings, wenigstens diesen Schritt beim Bestücker zu machen (Aisler/JLCPCB). Kostet nicht viel und ist professionell. Alternativen zum Stecker gibt es keine.

#7936991
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Marco J. schrieb:

Da ich keinen Reflow Ofen besitze, befürchte ich, dass ich die beiden Steckverbinder mit dem Handheißluftfön nicht genau genug positioniert bzw gelötet bekomme.

Das geht, aber meiner Erfahrung nach am besten mit Unterhitze, entweder in Kombination mit Heißluft oder dragsolder. Plane allerdings ein paar Fehlversuche ein. Ich brauchte ein paar Versuche, um für alle Temperaturen und Arbeitsschritte das passende Gefühl zu bekommen. Zuviel Plastik an den Mistdingern ;)

Wenn du das Board sowieso herstellen lässt, bestelle es gleich mit den Steckern.

Oder, falls der Platz es zulässt, mach ein solches Board blank...

https://thepihut.com/products/nano-base-board-a-for-raspberry-pi-cm4

...und frickel den Rest außenrum.

: Bearbeitet durch User
#7937009
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Frank K. schrieb:

Der hat CSI, aber kein DSI.

Oh, das hab' ich dann übersehen.

Dann gäbs vielleicht noch das CM4S, das aber verkaufen sie nur an gewerbliche Kunden. Der ist in SO-DIMM-Bauform, vielleicht ist das ja klein genug. Der Stecker ist auch eklig zu löten, aber es ist nur einer, und nicht zwei, die sehr präzise zueinander ausgerichtet sein müssen.

Andererseits: Muss es denn /unbedingt/ ein Display mit DSI-Interface sein? Über die GPIOs eines normalen PI lassen sich etliche Displays ausreichend gut direkt ansteuern, womit der Zero 2 W sich wieder deutlich nach vorne drängeln würde.

(Firma: 1984now) #7937056
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Harald K. schrieb:

Andererseits: Muss es denn /unbedingt/ ein Display mit DSI-Interface sein? Über die GPIOs eines normalen PI lassen sich etliche Displays ausreichend gut direkt ansteuern

Das Problem ist üblicherweise, dass per DPI angebundene Displays den größten Teil der interessanten Peripherie-Schnittstellen des CM4 unbenutzbar machen. I2C, UART, SPI, PWM.

Das Design-Konzept von Raspberry bzw. dessen SOC-Zulieferer ist halt nicht auf Bastler ausgerichtet. Die erwarten Abnehmer, die bereit sind, die erpresserischen Gebühren für eine MIPI-Mitgliedschaft zu zahlen.

Wollten wir nicht. Deswegen haben wir die einzige Schnittstelle, die auch bei DPI-Display auf jeden Fall frei bleibt, dazu benutzt, einen AVRxxxDByyy anzubinden, der sich um das ganze jeweils benötigte Peripherie-Zeugs kümmert.

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