mitunter messe ich mit dem Oszilloskop die Spannung an 4 mm Laborbuchsen. Aktuell mache ich das, wie im angehängten Foto gezeigt, mit Wago Bananensteckern und kurzen Litzenstücken. Meiner Meinung nach ist das nicht besonders elegant. Daher die Frage an Euch, gibt es einen 10:1-Tastkopf oder dergleichen, den man direkt an 4 mm Laborbuchsen einstecken kann? Ich weiß es gibt BNC-Messleitungen mit 4 mm Laborsteckern. Leider erzeugen diese Messleitungen noch mehr Überschwinger als ohnehin schon vorhanden sind.
Meist reicht mir das. Statt Litze mit bedrahtetem R > 10k. Ggf. abgelängt, dass er 10mm aus der Klemme hervorsteht. Die andere Seite egal, ob ab oder dran.
Leider erzeugen diese Messleitungen noch mehr
Überschwinger als ohnehin schon vorhanden sind.
Wenn es dir auf solche Details ankommt, sind Bananenstecker/-buchsen wohl sowieso fehl am Platz ;-)
Was sind das für schnelle Signale, die du über Bananenstecker (mit entsprechend undefinierter Verkabelung) schickst?
Was sind das für schnelle Signale, die du über Bananenstecker (mit
entsprechend undefinierter Verkabelung) schickst?
Praktisch /alle/ Signale die heute aus Controllern/digitalen ICs/...
kommen, sind schnell. Die Ausnahme macht da nur der Retrobastler mit
seinem Z80A oder '555.
Alte /Bananentechnik/ ist nur für unabgeschirmte NF zu gebrauchen.
Wenn da wirklich nur 4 mm Buchsen sind, macht Mann sich besser
ein richtiges (Koax-)Adapterkabel, mit einer Serienterminierung
vor dem Kabel.
Praktisch alle Signale die heute aus Controllern/digitalen ICs/...
kommen, sind schnell.
Falls es da auf die Signalform ankommt, gehe ich zum Messen aber nicht mit Bananenkabel und Adapterorgie dran, sondern mit Massefeder direkt an der 1:10 oder 1:100 Tastkopfspitze - unmittelbar am relevanten Schaltungspunkt.
Falls es da auf die Signalform ankommt, gehe ich zum Messen aber nicht
mit Bananenkabel und Adapterorgie dran, sondern mit Massefeder direkt an
der 1:10 oder 1:100 Tastkopfspitze - unmittelbar am relevanten
Schaltungspunkt.
Das /Bananenkabel/ hätte ich, und habe ich auch nicht unterstellt.
Vom Herrn Rosenkränzer gibt es auch mal wieder eine neue aktive Probe.
Was ja oft noch viel besser ist, als normale 1:10 oder 1:100 Köpfe.
Die verwendet einen AD8130. Gegenüber den von ihm bereits bekannten
aktiven Tastköpfen, hat diese jetzt einen (DC-)Eingangswiderstand
von 500 kOhm oder besser und 2 pF Eingangskapazität.
Allerdings nur 200 MHz Bandbreite statt wie bisher 1,9 GHz. ☺
vielen Dank für Eure Antworten. Ich schicke über die Buchsen z. B. RS232 Sinale mit 9600 Bit/s oder CAN-Bus Signale mit 125 kBit/s. Das funktioniert so weit. Manchmal schaue ich mir ein Datenpaket auf dem Oszilloskop an. Aufgrund der fehlenden Impedanzkontrolle durch die Laborbuchsen haben die Flanken dabei meist unschöne Überschwinger. Wenn ich zum Messen eine Koaxialleitung mit BNC und Laborsteckverbinder verwende habe, ich den Eindruck, dass die Überschwinger noch größer sind als mit dem von mir im Foto gezeigten Aufbau. Daher meine Frage.
... Wenn
ich zum Messen eine Koaxialleitung mit BNC und Laborsteckverbinder
verwende habe, ich den Eindruck, dass die Überschwinger noch größer sind
als mit dem von mir im Foto gezeigten Aufbau. Daher meine Frage.
Wenn du an die Buchsen mit einem Lötwerkzeug herankommst, einfach
einen 51 Ohm als Serienterminierung einschleifen.
Ob du die auf der Osziseite dann auch terminieren musst, musst du
ausprobieren.
Sonst einen der hier auch vorgeschlagenen passiven 1:10/1:20 Teiler
einbauen.
Aufgrund der fehlenden Impedanzkontrolle durch die
Laborbuchsen haben die Flanken dabei meist unschöne Überschwinger. Wenn
ich zum Messen eine Koaxialleitung mit BNC und Laborsteckverbinder
verwende habe, ich den Eindruck, dass die Überschwinger noch größer sind
als mit dem von mir im Foto gezeigten Aufbau.
Ein Koaxkabel belastet Dein Signal kapazitiv und versaut es damit. Du siehst schon besser aus, wenn Du mit losen Laborkabeln zum Scope gehst und erst dort auf BNC adaptierst - hast dann aber noch immer dessen Eingangskapazität als Last, typ. um 30pF.
In Prüfaufnahmen wurde ich die kapazitive Last los, indem ich direkt am Prüfstift einen Widerstand in Reihe gesetzt habe. Muß ja nicht unbedingt 10Meg wie im Tastkopf sein, je nach Quellimpedanz können schon ein paar kOhm ausreichen.
Was hält Dich davon ab, ein Adapterkästchen zu löten? 2xBanane rein, 1MegOhm in Reihe und BNC zum Scope raus. Den Pegelversatz musst Du abschätzen, falls Dir dieser überhaupt nennenswert wichtig ist.
mitunter messe ich mit dem Oszilloskop die Spannung
an 4 mm Laborbuchsen. Aktuell mache ich das, wie im
angehängten Foto gezeigt, mit Wago Bananensteckern
und kurzen Litzenstücken.
Mache ich ähnlich.
Meiner Meinung nach ist das nicht besonders elegant.
Mag wohl sein... :)
Daher die Frage an Euch, gibt es einen 10:1-Tastkopf
oder dergleichen, den man direkt an 4 mm Laborbuchsen
einstecken kann?
Ist mir nicht bekannt.
Ich weiß es gibt BNC-Messleitungen mit 4 mm
Laborsteckern. Leider erzeugen diese Messleitungen
noch mehr Überschwinger als ohnehin schon vorhanden
sind.
Naja, um das zu vermeiden, musst Du IRGENDWIE auf den
richtigen Wellenwiderstand kommen -- und am Oszi natür-
lich korrekt terminieren(!).
Aktiver Tastkopf mit Impedanzwandler (und ggf. Eingangs-
spannungsteiler) wäre eine Möglichkeit; setzt aber
entweder Batterie oder Fernspeisung voraus.
Für niedrige, halbwegs belastbare Signale kann man den
berühmten 20:1-Teiler mit 1k Eingangswiderstand nehmen;
für höhere Spannungen sollte eine analoge Idee mit 10k
Vorwiderstand funktionieren...
HF-Übertrager geht nur für reine Wechselsignale aus
hinreichend niederohmiger Quelle...