habe hier einen Original VW-Wechselrichter mit Steckdose, der sich totstellt.
Sprich, wenn ich 12 Volt einspeise gemäß Schaltplan anbei und ein 230V-Gerät in die Steckdose einstecke, passiert immer noch nichts. Der Wechselrichter nimmt keinerlei Strom an.
Die Sache ist die, das ist schon der dritte, den ich gekauft habe, die anderen zwei habe ich als defekt zurückgeschickt. Und nun verhält sich der dritte wieder genauso tot.
Es scheint also, dass ich etwas falsch mache mit dem Anschluss, aber ich komme ums Verrücktwerden nicht drauf. Die schwarze Leitung kommt an Minus und die beiden roten und gelben Leitungen kommen an Plus gemäß Schaltplan.
Die schwarze Leitung kommt an Minus und die beiden roten und gelben
Leitungen kommen an Plus gemäß Schaltplan.
Wenn ich 12 Volt einspeise... warum läuft er nicht an?
Woran hast du sie angeschlossen? An einem Volkswagen, oder an ein Netzteil?
Angeschlossen hab ich ihn an ein Labornetzteil. Schließe ich ihn stattdessen an die Autobatterie an, läuft er auch nicht an. Von den LEDs an der Steckdose leuchtet auch keine.
Zeige mal ein Foto vom Aufbau mit Batterie. Ich nehme an, sie ist gut geladen, also auf mindestens 12,6 Volt. Sonst ware das wahrscheinlich schon der Grund.
Wer hat die Farben da reingemalt? Warum ist 448 gelb markiert? Haben gelb und rot Durchgang? Hast Du den Stecker im Transporter mal durchgemessen (sofern vorhanden)?
Ok, an 14V hat jetzt die LED 1x kurz geflackert, dann war er wieder tot. Werde mal mit den Ampere höher gehen, hatte ihm vorsichtshalber nur 1A gegönnt...
Das ist der offizielle Kabelsatz dazu, mit diesen Hinweisen:
###########
Produktinformationen "Kabelsatz Wechselrichter 12V > 230V für VW T6 SG"
Spezifisches Kabelsatz zur Nachrüstung einer 230V Steckdose im VW T6 SG
Ideal zum Anschluss von Multimediageräten
Funktion 230 Volt bei laufendem Motor
Lieferumfang: Kabelsatz
Hinweis: Der Wechselrichter 3F0907155 sowie die 230V Zuleitung wird zusätzlich benötigt
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Um auszuschließen, dass der Wechselrichter irgendwie "magisch" erkennt, ob der Motor läuft oder nicht, habe ich ihn gerade bei laufendem Motor im Auto angeschlossen. Auch dort stellt er sich unverändert komplett tot.
wann schaltet der Schalter in der Steckdose, wenn diese eingebaut ist oder wenn ein Stecker drin steckt? Nicht dass das irgend eine Schutzfunktion ist, dass wenn die Steckdose nicht in ihrem Rahmen eingerastet ist der Wechselrichter nicht aktiviert wird, damit der hochqualifizierte Mechatroniker nicht mit den Ohren flackert. Wahnsinn die Werkstätten haben inzwischen Stundenlöhne >200€
An der Stekdose darf man 150W abgreifen, deine 12V Quelle sollte dafür schon 12,5A liefern können und vielleicht nochmal 10-20% extra für die Wandlerverluste die bei den 12,5A noch nicht eingerechnet sind.
Die schwarze Leitung kommt an Minus und die beiden roten und gelben
Leitungen kommen an Plus gemäß Schaltplan.
Nach dem Schaltplan sind rot und gelb parallel geschaltet, wobei der gelbe Draht erheblich dünner ist. Das hat auf den ersten Blick keinen Sinn. Da gibt es wohl irgendeine Funktion, die der Plan gar nicht zeigt.
Oder ist gelb nicht wirklich parallel zu rot? Klemme 16 und 30 sind normalerweise ja nicht verbunden, wie es der Plan suggeriert ("Plusverbindung 16 (30) im Hauptleitungsstrang").
Idee: Wenn 16 der Anlasser ist, dann darf man diese Ader natürlich nicht auf Plus legen, die dient dann dazu, beim Anlassen den Wechselrichter abzuschalten.
Ich dachte auch erst, nur Klemme 30 kann nicht stimmen, irgendeine Möglichkeit zum einschalten muss es geben. Aber das scheint in der Steckdose realisiert zu sein:
E136 Schalter für Wechselrichter, in der Steckdose
Elektrisches Gerät anschließen: Abdeckung aufklappen und Stecker bis
zum Anschlag in die Steckdose stecken, um die integrierte
Kindersicherung zu entriegeln. Erst wenn die Kindersicherung entriegelt
ist, fließt an der Steckdose Strom.
Die LED muss grün leuchten. Welchen Stecker steckst Du da rein?
Nach dem Schaltplan sind rot und gelb parallel geschaltet, wobei der
gelbe Draht erheblich dünner ist. Das hat auf den ersten Blick keinen
Sinn. Da gibt es wohl irgendeine Funktion, die der Plan gar nicht zeigt.
Bei manchen Fahrzeugen ist es so, dass über den dünnen gelben Draht ein Zusatzsignal kommt, dass der Motor läuft. Erst dann schaltet sich der Wechselrichter ein. Aber hier beim VW-Bus sind rot und gelb einfach parallel auf Plus geschaltet, sodass man auch bei Motor aus, z.B. beim Camping, die Steckdose benutzen kann.
Die LED muss grün leuchten. Welchen Stecker steckst Du da rein?
Ich hatte verschiedene Geräte probiert: einen Dremel, eine Bohrmaschine und ein USB-Steckernetzteil. Alle mit Schuko-Stecker. Bei keinem hat der Wechselrichter reagiert. Wie gesagt, bei 14 Volt am Netzteil hatte einmal kurz die LED in der Steckdose geflackert, und dann wieder kein Lebenszeichen mehr.
Ich nehme an Du hast diese Reihenfolge probiert: zuerst Wechselrichter mit Spannung versorgen und erst dann den Verbraucher an der Steckdose anstecken.
Und auch schon geprüft ob der Schalter in der Steckdose tatsächlich schaltet?
Laut Beschreibung wird der Wechselrichter von der Zusatzbatterie versorgt, Starten des Fahrzeugs oder laufender Motor sollte also keinen Einfluss haben.
Ich nehme an Du hast diese Reihenfolge probiert: zuerst Wechselrichter
mit Spannung versorgen und erst dann den Verbraucher an der Steckdose
anstecken.
Und auch schon geprüft ob der Schalter in der Steckdose tatsächlich
schaltet?
Bisher nicht, da ich wie gesagt schon den dritten Wechselrichter habe, der sich exakt so verhält und deswegen davon ausgehe, dass ich was falsch mache, und nicht alle drei kaputt waren.
Was passiert wenn man z.B. nur ein Verlängerungskabel ohne Verbraucher einsteckt, also nur den Wechselrichter einschaltet?
Ich habe hier einen älteren 12 Volt/150 Watt Wechselrichter für den Zigarettenanzünder, der verbraucht ca. 0.3 Ampere im Ruhezustand. Das geht auch problemlos an einem Labornetzteil, selbst mit schlechten/dünnen Leitungen.
Aber hier beim VW-Bus sind rot und gelb einfach
parallel auf Plus geschaltet, sodass man auch bei Motor aus, z.B. beim
Camping, die Steckdose benutzen kann.
Was der WR wirklich mit der Spannung an der gelben Ader macht, kann man ja von draußen nicht sehen.
Das Signal "Motor läuft" heißt üblicherweise D+ oder 61, im Schaltplan steht aber 16. Gut, könnte ein Druckfehler sein. Aber Klemme 16 ist der Zündspulen-Vorwiderstand, der gern am Anlasser sitzt.
Probier doch einfach mal aus, was passiert, wenn du die gelbe Ader offen lässt.
Was passiert wenn man z.B. nur ein Verlängerungskabel ohne Verbraucher
einsteckt, also nur den Wechselrichter einschaltet?
Da passiert auch nichts. Ich habe jetzt die Steckdose zerlegt, deren Mikroschalter freigelegt und auf diesen von Hand gedrückt. Auch in diesem Fall keinerlei Reaktion. Wie gesagt, der Wechselrichter zieht auch permanent nur ungefähr 0,04 mA, das reicht ja nicht mal für die Startschaltung des Mikroschalters.
Beim Kabelsatz steht "Funktion 230 Volt bei laufendem Motor"
Und der blau eingerahmte Stecker hat eine (gelbe) Signalleitung.
Das deutet für mich darauf hin, dass -wie bei vielen Geräten in Campern- erst durch ein "D+" Signal -also wenn die LIMA läuft- eingeschaltet wird.
Möglicherweise muss zuerst die Versorgung kommen und danach "D+"
Möglich bzw. wahrscheinlich ist auch, dass es zu einem sehr hohen Einschaltstrom kommt und der Wechselrichter wegen zu schlechter Zuleitung (od. wegen dem Netzteil) gleich wieder auf Störung geht. -Auch gute Krokoklemmen reichen vielleicht nicht.
Wenn das Fahrzeug kein "D+"-Signal liefert könnte ein "D+ Simulator" helfen.
Der gibt ein 12V Steuersignal aus sobald die Spannung am Starterakku ansteigt weil die LIMA schon läuft. (z.B. ab 13,8V)
In der Beschreibung zum Kabelsatz steht es gibt eine Ausführung die ein CAN Bus Gateway Midline* benötigt. Die Installation die auf dem tx-board.de zu sehen ist lässt auch zu wünschen übrig.
* es scheint sich um eine Ausstattungsvariante zu handeln, nicht um einen Hersteller
In der Beschreibung zum Kabelsatz steht es gibt eine Ausführung die ein
CAN Bus Gateway von Midline benötigt.
Diese Ausführung hat eine andere Teilennummer als mein Wechselrichter. Die Teilenummer vom hiesigen Wechselrichter passt auf die Kabelsatzausführung ohne CAN-BUS.
Diese Ausführung hat eine andere Teilennummer als mein Wechselrichter.
Die Teilenummer vom hiesigen Wechselrichter passt auf die
Kabelsatzausführung ohne CAN-BUS.
Ich hab auf Rosstech ein log gefunden da ist genau Deine Teilenummer unter dem Gateway gelistet. Gut wird wohl sein der Inverter selbst ist kein CAN Teilnehmer, daher irrelevant.
Ich hätte noch die verzweifelte Idee den gelben Draht auf Klemme 31 zu schalten, danach kannst Du das Teil definitiv als defekt reklamieren.
Wenn ich hier Klemme 31 lese, wird wohl über den "Klingeldraht" ein wesentlicher Spannungsabfall stattfinden. Mein 2000W WR funktioniert nur mit kurzem, dickem 16mm² fast direkt am Akku flächig festgeschraubt. Auf jeden Fall nochmals die Spannung direkt am WR-Eingang messen und 60W ohmsche Last zum Test anstecken.
Ich fürchte, ich habe drei mal den falschen Wechselrichter bestellt, nämlich:
Original VW Seat Skoda Wechselrichter 230V/50Hz
vorgesehen für folgende Fahrzeuge:
VW Golf 8 (5H), ab 2020
VW Touareg 3 (CR), ab 2018
Seat Formentor, ab 2021
Seat Leon 4 (KL), ab 2020
Skoda Enyaq, ab 2021
Skoda Octavia 4 (NX), ab 2020
Mir gerade die Stromlaufpläne für den Touareg CR heruntergeladen, dort geht hervor, dass der Wechselrichter LIN-Bus an dem dritten Anschluss erwartet.
Mir gerade die Stromlaufpläne für den Touareg CR heruntergeladen, dort
geht hervor, dass der Wechselrichter LIN-Bus an dem dritten Anschluss
erwartet.
Und geht wo immer Du das heruntergeladen hast auch hervor, was für Nachrichten der Wechselrichter am LIN-Bus erwartet? Im einfachsten Fall mal einen Golf Seat Skoda leihen und mitschneiden, vielleicht reicht ein Replay.
Wenn man bei diesem Wechselrichter mit LIN Bus (VW Teilenummer 3F0907155) ein wenig mit den LIN Bus Daten experimentiert kann man herausfinden wie die Kommunikation funktioniert.
Die wichtigsten Nachrichten um den Wechselrichter benutzen zu können (19200 Baud):
1
LIN ID 0x3A: 0x03 0x00 - Wechselrichter einschalten
2
3
LIN ID 0x3A: 0x00 0x00 - Wechselrichter ausschalten
Da der Mikrocontroller im Wechselrichter beim Einschalten vermutlich noch schläft (er wacht durch LIN Bus Aktivität auf) kann es sein dass man die Nachricht mehrmals schicken muss. Nach dem Einschalten ist der Mikrocontroller dauerhaft aktiv und wenn die Mikroschalter in der Steckdose betätigt werden wird die Ausgangsspannung eingeschaltet (die grüne LED leuchtet).
Der Stromverbrauch beträgt bei aktiven Mikrocontroller aber noch ausgeschalteter Ausgangsspannung ca. 30 mA, bei eingeschalteter Ausgangsspannung ohne Belastung ca. 0.4 A, bei einer ohmschen Last von 15 Watt ca. 1.5 A.
Die Ausgangsspannung des Wechselrichters ist sinusförmig.
@ds1: interessante Detailinfos über den Wechselrichter. Wo hast du die
gefunden?
Habe ich ja geschrieben, durch ausprobieren. Die per LIN Bus gesteuerte Funktionalität ist bei dem Wechselrichter ja einfach genug dass man das durch ein wenig experimentieren herausbekommen kann.
Es gibt als Besonderheit noch einen Nachlauf bei dem der Wechselrichter bis maximal 10 Minuten nach Abstellen des Motors betrieben werden kann wenn das Batteriemanagement das OK gibt. In diesem Fall blinkt die grüne LED. Auch dafür gibt es ein LIN Bus Kommando.