[S] PAL Delay Line / Verzögerungsleitung

#7958636
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Als Quarze noch teuer waren gab es mal eine Bauanleitung zur Verwendung so einer Verzögerungsleitung als Referenzfrequenz für ein Funkgerät. Aber das ist schon lange her. Ich meine da hieß die CQ-DL noch DL-QTC.

habs gefunden, war aber in den UKW-Berichten: https://www.robkalmeijer.nl/techniek/electronica/radiotechniek/hambladen/ukw-berichte/1984/page195/index.html

Übersicht https://www.robkalmeijer.nl/techniek/electronica/radiotechniek/hambladen/ukw-berichte/

Der Originalartikel in englischer Sprache ist frei verfügbar: https://www.worldradiohistory.com/Archive-DX/VHF-Communications/VHF-COMM.1984.4.pdf#page=21

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#7958923
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Interessant, 1960 ein Bildschirm mit Vektorgrafik-Ziffern und umgekehrt polnischer Notation https://www.oldcalculatormuseum.com/friden130.html https://www.oldcalculatormuseum.com/nbodley.html und lauter Krawattenträger, dazu ein Krawattenclip mit einer Darstellung des Tischrechners.

"A magnetostrictive delay line has no moving parts", keine Angabe zur Speichergröße? Der Vorgänger hatte eine rotierende Magnettrommel mit ca. 50 kByte

Wurde in Rumänien lizensiert nachgebaut. Mit Ost-Bauteilen, außer der Delayline, die kam aus USA.

#7958930
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Karsten F. schrieb:

So im Stil einer Friden EC-130.

Hier mit Erklärung vom "Schöpfer".

https://www.youtube.com/watch?v=2BIx2x-Q2fE

Karsten F. schrieb:

US PAL Delay Lines(64us)

Gibt es auch ohne Schall und kann sogar als 562 Bit Schieberegister genutzt werden.

https://www.mos-electronic-shop.de/89925-delay-line-p-4860.html
https://ksp-electronics.com/media/43210/15130_lc89925.pdf

Und wenn es mit Schall sein muss, hier ein Experiment von "Mike's electric stuff" mit Erklärung der Arbeitsweise und Fallgruben.

https://www.youtube.com/watch?v=-qerYLM-eEg

(Firma: www.wolfgangrobel.de) #7958945
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Eine russische Iskra 111 mit Einsicht in die Laufzeidaten: https://www.wolfgangrobel.de/calculators/iskra111.htm

Der Iskra Laufzeitspeicher im Detail: https://www.wolfgangrobel.de/museum/iskra.htm

Ein industrieller Siemens Laufzeitspeicher auf Europakartenformat: https://www.wolfgangrobel.de/museum/siemens_lzs.htm

Diehl Combitronic 10ms/10kBit Laufzeitspeicher: https://www.wolfgangrobel.de/calculators/combitronic3.htm

Der gleiche Speicher in der alten diskreten Diehl Combitron: https://www.wolfgangrobel.de/calculators/combitron.htm

Canon Canola 161s mit Laufzeitspeicher (mit Zwischenabtastung): https://www.wolfgangrobel.de/calculators/canola.htm

Diehl Algotronic - der Laufzeitspeicher wurde durch ein bitidentisches Schieberegistergrab ersetzt: https://www.wolfgangrobel.de/calculators/algotronic.htm

#7958949
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Moin,

Kilo S. schrieb:

Ich hab nur den Zettel mit im Beutel "Y Verzöger. Ltg.".

Die macht aber nur < 1µsec Verzoegerung. Dafuer bis runter auf DC.

Wenn man mit so ner 64µ Verzoegerungsleitung arbeiten will, braucht's jede Menge Analogtechnik aussenrum. Wie man in den Datenblaettern ja sehen kann, ist da die Verzoegerung/Frequenzgang nur in einem Band um den Farbhilfstraeger spezifiziert, also muss man sich erstmal was nettes ueberlegen, um die zu speichernden Bits in ein Bandpass-Analogsignal zu verwandeln, dann durch die Verzoegerungsleitung zu schicken, wieder etwas verstaerken und dann wieder in Bits zu verwandeln. Erst wenn das aussenrum steht, kann man mal gucken, von welchem Schrotthaufen man dann noch so eine VzLeitung kriegt. Und da melde ich mal leise Zweifel an, dass man so ein "Modem" um eine Verzoegerungsleitung herum so "gschwind" mal aus dem Aermel schuettelt.

Gruss WK

#7958952
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Dergute W. schrieb:

Die macht aber nur < 1µsec Verzoegerung. Dafuer bis runter auf DC.

Hast du ein Datenblatt dazu? Würde ich dann ausdrucken und beilegen damit das Teil vielleicht irgendwann einen sinnvollen nutzen bekommt.

Dergute W. schrieb:

Erst wenn das aussenrum steht, kann man mal gucken, von welchem Schrotthaufen man dann noch so eine VzLeitung kriegt. Und da melde ich mal leise Zweifel an, dass man so ein "Modem" um eine Verzoegerungsleitung herum so "gschwind" mal aus dem Aermel schuettelt.

Ach komm, das Zeug ist so alt, braucht heute nur in seltenen Fällen noch jemand zur Restauration. Bevor ich die Sachen ewig liegen habe Schenk ich sie lieber weiter zum basteln und lernen, selbst wenn das Projekt nix wird.

Wenn ich die aus Glas gefunden habe, die noch intakt sind, gibt's die gegen Portoerstattung wenn sie genutzt werden können!

Muss sie nur finden! Eine hab ich sicher, könnten sogar zwei sein.

#7958955
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Dergute W. schrieb:

ist da die Verzoegerung/Frequenzgang nur in einem Band um den Farbhilfstraeger spezifiziert

Das erklärt auch Mike in seinem Video. Er schickt einfach Pulspakete mit 4,43 MHz. Um die volle Speicherkapazität zu nutzen, müsste man, wie bei PAL, die Daten phasenmoduliert einspeisen.

Mario M. schrieb:

Und wenn es mit Schall sein muss, hier ein Experiment von "Mike's electric stuff" mit Erklärung der Arbeitsweise und Fallgruben.

https://www.youtube.com/watch?v=-qerYLM-eEg

#7958996
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Speicher waren schon immer ein Problem Vor etwas über einem Jahr wurden große Teile von Paul Allens (Mitbegründer von Microsoft) Computersammlung bei Christies versteigert. Darunter war auch ein Quecksilber-Laufzeitspeicher von der Univac. Der ging für 107 große Scheine weg: https://onlineonly.christies.com/s/firsts-history-computing-paul-g-allen-collection/univac-mercury-delay-line-memory-104/230041

#7959001
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Hab mal in meinen Schätzen gegraben, aber nur drei Laufzeitleitungen gefunden. Philips DL63, Sylvania SDL und eine Y-Leitung (74mm*7mm).

Da will einer noch fast 10€ für die Sylvania https://www.technische-fundgrube.de/VERZOeGERUNGSLEITUNG,oxid/Verzoegerungsleitung,SDL,141,SYLVANIA,gebraucht,1412754.html Stimmt, ganz blass ist hinter SDL noch 141 zu erkennen.

Angehängte Dateien:
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#7959624
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Karsten F. schrieb:

Gute Idee mit dem PAL Schieberegister, ich glaube das werde ich mal versuchen,

Könntest es auch mit einer CCD-Zeile aus einem Flachbett-Scanner probieren. Nur müsstest du dazu das Eingangssignal mit einer LED auf das erste Pixel abbilden.

Die Bandbreite der 64µs US-Verzögerungsleitungen war nicht sehr hoch. Etwas über 2MHz bei einer Nominalfrequenz von 4,43 MHz. Das reichte, weil das Farbsignal nur mit iirc 1,5MHz moduliert wurde. Hier https://de.wikipedia.org/wiki/Verz%C3%B6gerungsleitung ist auch das Innenleben einer 64µs Leitung mit gefaltetem Schallweg, wie bei der obigen DL63, abgebildet. Die Laufzeit ist etwas geringer als 64µs, denn diese Leitungen wurden mit einer elektronischen Verzögerungsleitung ergänzt, mit der man den Temperaturgang der Glasleitung kompensierte.

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