Neues Oszilloskop gesucht

OP #7960027
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Hallo zusammen,

ich war jahrelang mit Tektronix 7633 und habe dieses System geliebt, kam super damit klar und hatte keinen Bedarf an was Anderem.

Leider ist mir durch einen unsäglich dummen Unfall beim Transport quasi jeder Drehregler auf der Frontseite des 7633 verbogen, abgebrochen oder sonst was und damit ist das ganze Teil einfach komplett wertloser Müll. Das Gerät funktioniert zwar noch absolut problemlos, eine Reparatur lohnt trotzdem nicht. Wer also ein 7633 inkl. 2x 7A18A und 1x 7B53A zum Schlachten haben will, darf sich gerne melden. Auf Ebay werden Mainframes der 7000er Serie zu unverschämten Preisen gehandelt, deshalb fällt eine Ersatzanschaffung eines neuen 7000er Mainframes aus. Übergangsweise nutze ich nun erstmal mein Tektronix 564 Mainframe, aber das ist wirklich schon als prähistorisch zu bezeichnen, also keine Dauerlösung.

Mein nächster Gedanke für einen Ersatzkauf war ein Tektronix TDS754 oder Konsorten, aber die Geräte haben ja nun auch schon 30 Jahre auf dem Buckel. Hier in der Wissenssammlung habe ich dann gelesen, dass der Neukauf eines China-Gerätes sinnvoller sein soll: Siglent, Rigol, PeakTech, Voltcraft und wie sie alle heißen.

Leider habe ich wirklich gar keinen Plan, welche Eigenschaften für welchen Hersteller sprechen, wo welcher Hersteller Stärken und Schwächen hat und was für mich letztendlich am besten passen könnte. Folgende Eckdaten zu meinem Gebrauch kann ich euch geben:

  • Einsatzzweck hauptsächlich NF, kleines bisschen HF-Gebastel (Röhrenradios usw.) ist auch dabei. Ich denke, 100MHz Analogbandbreite sollten reichen
  • bedientechnisch bin ich Tek gewöhnt, nichts Anderes.
  • eingebauter Funktionsgenerator & Bode-Plot wäre absolut wünschenswert (das wäre mir sogar am Wichtigsten!)
  • theoretisch reichen 2 Kanäle, aber 4 Kanäle wären schon schön
  • min. 2 Zeitbasen (ist das bei modernen Geräten ein Thema?)
  • Preis: MAXIMAL 1000€, gerne weniger

Vielleicht habt ihr eine Empfehlung für einen Hersteller oder könnt mir die Vor-/Nachteile der einzelnen Hersteller im Vergleich nennen, damit ich mir selbst ein Bild dazu machen kann.

Danke Euch!

#7960044
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Tek 2465, analog pur, aber ohne Speicherröhre Hameg 1507 analog mit Digitalspeicher, +/- gleiche Funktion wie Tek 7633 Oder wieder Tek 7000, Feature wie 7A22, 7A13 gibts bei keinem normalen Oszi

Wenn nur analog-Kram machst, bringt neues China-Oszi eigentlich nix, ist eher Ärgernis, weil kein Analog-Oszi feeling mehr.

: Bearbeitet durch User
OP #7960050
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Hallo zusammen,

Andrew T. schrieb:

Tektronix 932

Leider nur 1 Zeitbasis. Das kommt somit nicht in Frage - trotzdem danke Dir für das Angebot!

Dieter D. schrieb:

DS215h (geht bis 50MHz)

Ich hätte sehr gerne ein Laborgerät, kein Handheld-Gerät. Obwohl ich den Preis schon echt unschlagbar finde..

🍅🍅 🍅. schrieb:

Wenn nur analog-Kram machst, bringt neues China-Oszi eigentlich nix, ist eher Ärgernis, weil kein Analog-Oszi feeling mehr.

Mein Problem ist nur.. der Kram ist alt. Ich weiß - wenn ich bei Ebay ein Tek, LeCroy oder Hameg kaufe - nicht, ob da schon mal jemand rumgebastelt hat oder wie lange das Zeug noch funktioniert. Das Tek 7633 habe ich damals für 50€ aus einer Firmenpleite heraus erworben, das war unverbastelt und wurde paar Jahre vor Pleite nochmal geprüft. Das bekommt man heutzutage für den Preis nicht mehr, das ist mir klar. Ich würde aber ungern 500-700€ für ein Tek 2465 ausgeben, nur um dann einen alten Klumpen zu bekommen, der Gott weiß wie lange (oder kurz) hält.

Ich muss auch sagen, dass ich es ziemlich komfortabel finde, dass die modernen Oszis Bode und FFT können, das ist gerade zum Durchmessen von Röhrenverstärkern ziemlich sinnvoll und das würde ich gerne nutzen. Bisher musste ich dafür ins ELT-Labor meiner ehemaligen Uni gehen und dort durchmessen. Wenn ich nun ein Gerät, welches das kann, für unter 1000€ bekomme, wäre das schon echt Weltklasse.

Danke für eure bisherige Beteiligung!

#7960114
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  • eingebauter Funktionsgenerator & Bode-Plot wäre absolut wünschenswert (das wäre mir sogar am Wichtigsten!)

Das erste Geraet von dem ich das gesehen habe war das RTB von R&S :) Mittlerweile gibt es aber auch ein paar Konkurrenzgeraete. Und ja, ich stimme da zu. Ich wuerde nichts ohne kaufen. Und auch nichts ohne brauchbare FFT. Und weil ich verwoehnt bin, auch nichts mit weniger wie 10Bit weil es schon schoen ist wenn eine Linie auf dem Bildschirm nur 1pixel hoch ist.

  • min. 2 Zeitbasen (ist das bei modernen Geräten ein Thema?)

Ich glaube nicht das es sowas bei digitalen Oszis noch gibt. Mir leuchtet auch nicht der Sinn ein obwohl ist selbst noch ein 465 und ein 7623 (mit allen Einschueben von denen man frueher nur getraeumt hat, besitze)

Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, lass dich hier weder zulabern noch bilde dir selbst was ein. Fahr naechstes Jahr auf die Embedded und spiele mit allen Teilen rum. Die Geraete sind heute relativ komplex und das Userinterface muss einem liegen. Das ist der wichtigste Punkt. Wegen der grossen Funktionalitaet haben z.B viele Hersteller auf nur einmal Bedienelemente fuer alle Kanaele umgestellt, das kann einem liegen oder auch nicht, verschiedene Hersteller haben das auch unterschiedlich gut implementiert. Es gibt Geraete die sich fast nur noch mit Touch, andere mit Touch,Knoepfen und Maus bedienen lassen. Auch damit muss man rumspielen um sich selber eine Meinung bilden zu koennen.

BTW: Falls du die 7A18 wegwirfst, ich haette interesse an einem 155-0022 weil einer davon in meinem 7623 gestorben ist und ich den aus einem meiner 7A18 raeubern musste. Ich hab meistens den 7L13 im Mainframe.

Vanye

: Bearbeitet durch User
#7960152
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Hallo, Vanye R. schrieb im Beitrag #7960114:

Das erste Geraet von dem ich das gesehen habe war das RTB von R&S :) Mittlerweile gibt es aber auch ein paar Konkurrenzgeraete. Und ja, ich stimme da zu. Ich wuerde nichts ohne kaufen. Und auch nichts ohne brauchbare FFT. Und weil ich verwoehnt bin, auch nichts mit weniger wie 10Bit...

Da könnte doch das ganz neue https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-MHO934.html passen, selbst der Preis stimmt.

rhf

#7960204
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Schon die Billigheimer von Rigol DHO800/900 und HDO900, sowie äquivalente Modelle von Siglent bieten 12 Bit.

Da stellen sich gleich zwei Fragen:

  1. Bieten sie es oder schreiben sie es nur drauf? Als ich mir vor 4-5Jahren mein RTB gekauft habe, da habe ich mir durchaus Rigol angeschaut. Die hatten aber alle voll breite verauschte Traces, egal was die so sagen. Die koennen einfach keine ADCs im vergleich zu R&S.

  2. Was braucht man selbst? Der Unterschied von 8Bit zu 10Bit ist jeden Tag immer auf dem Screen zu sehen. Es sieht einfach besser aus, macht mehr Spass, ist cooler, vor allem in Zeiten wo Oszis immer einen groesseren Screen haben. Alles darueber hinaus ist dann fuer den einen oder anderen in bestimmten Situationen sinnvoll, aber es ist nicht immer so merkbar. Man sollte dann schon wissen ob man es braucht und man es bezahlen will.

BTW: Vor dem RTB hab ich ja ein Hameg HMO2022 genutzt. Auch da waren die Hameg 8Bit schon viel besser wie Rigol 8Bit die damals eher wie 6Bit aussahen. .-)

Deshalb meinen Rat sich das alles mal live anzuschauen. Vielleicht sind die eigenen Ansprueche ja geringer und dann kann man viel Geld sparen.

Vanye

(Firma: Hobbytheoretiker) #7960448
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Vanye R. schrieb:

  1. Bieten sie es oder schreiben sie es nur drauf?

Das ist durchaus eine berechtigte Frage. Es gibt verschiedene A-D-Wandlerverfahren, die unterschiedliche Schwächen aufweisen. So gibt es bei einem Verfahren die höhere Auflösung nur, wenn sich zum vorherigen Meßwert die Eingangsspannung nur wenig geändert habe oder nur bei den kleinen Werten. Die Tests in den Fachzeitschriften gehen aber nicht so tief ins Detail.

#7960456
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Hallo, Dieter D. schrieb im Beitrag #7960448:

So gibt es bei einem Verfahren die höhere Auflösung nur, wenn sich zum vorherigen Meßwert die Eingangsspannung nur wenig geändert habe oder nur bei den kleinen Werten.

Wie heißt das Verfahren und wo wird das beschrieben?

rhf

#7960547
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Ths S. schrieb:

  • eingebauter Funktionsgenerator & Bode-Plot wäre absolut wünschenswert (das wäre mir sogar am Wichtigsten!)

Ich kann zumindest von meinem Siglent Oszi SDS1104X-E behaupten, dass es das kann, wenn ein Funktionsgenerator vom gleichem Hersteller (bei mir SDG1032X) über ein USB-Kabel mit dem Oszi verbunden wird. Das Oszi steuert dann den Funktionsgenerator. Batronix wurde als mögliche Bezugsquelle schon erwähnt; ggf. dort nachfragen wie es mit den neueren Modellen aussieht.

#7960648
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Vom Konzept her waren das hybride Analog-Digital-Converter (ADC).

blabla....

Zum einen bin ich nicht der Meinung das du dich an Diskussionen, ausser als Leser, beteiligen solltest die deutlich ueber die Berechnung eines LED Vorwiderstands hinausgehen. Zum anderen koennen ΔΣ Wandler sehr gut sein, weshalb sie auch gerne in der Audiotechnik angewendet werden, aber wohl kaum bei einem Oszi mit 1Gs oder hoeher.

Vanye

#7960649
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Das Oszi steuert dann den Funktionsgenerator.

Genau, sowas hatte ich auch noch im Kopf.

Man sollte sich allerdings noch eines klar machen. Es waere extrem super wenn der Signalgenerator potentialfrei vom Oszi waere. Einfach damit man das Signal ueberall in einer Schaltung einmodulieren kann. Und sowas waere natuerlich schoen einfach zu realisieren wenn der Signalgenerator im Oszi ist. Leider hat sich R&S die 10Euro die dafuer notwendig gewesen waeren auch gespart.

Jetzt haetten wir also alle gerne einen Trafo der von 0 bis 10Mhz geht. Vielleicht hat der eine oder andere hier noch einen Bode 100 und kennt den B-WIT 100. Der geht aber auch erst bei (erstaunlichen) 1Hz los und kostet 500Kroets. Weshalb dann wohl fachkundiges selbst wickeln angesagt ist. (gibt da diverse Threads zu) Aber schoener waere es doch gewesen wenn der Hersteller das gleich so gemacht haette. Seufzt. Meine eigenen Versuche mit dem ambitionierten Wickeln lagen (aus dem Kopf) so bei 15Hz bis 4Mhz. Wuesste mal gerne wie viele Teile die bei Omicron gewickelt haben bis sie den hin bekommen haben. :)

Vanye

#7960651
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Vanye R. schrieb:

Man sollte sich allerdings noch eines klar machen. Es waere extrem super wenn der Signalgenerator potentialfrei vom Oszi waere. Einfach damit man das Signal ueberall in einer Schaltung einmodulieren kann. Und sowas waere natuerlich schoen einfach zu realisieren wenn der Signalgenerator im Oszi ist. Leider hat sich R&S die 10Euro die dafuer notwendig gewesen waeren auch gespart.

Das ist jetzt mein Stichwort: Ich habe einen Rigol DG812 und damit dasselbe Thema. Was tut ein Experte, um den potentialfrei zu kriegen? Bisher habe ich mir da eine Steckdosenleiste ohne PE installiert, kann ihn bei Bedarf da reinstecken. Aber kein gutes Gefühl dabei. Wie kann ich ihn besser in Schutzklasse II bekommen?

OP #7960660
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Guten Morgen,

Andreas B. schrieb:

Geht es dabei um das reinzoomen? Das geht mit heutigen Digitaloszis besser.

es ist einfach eine komfortable Sache: ich kann auf eine zweite Zeit triggern und direkt auf einen Dreh "zoomen", ohne wirklich zu zoomen. Ich habe das regelmäßig benutzt, gerade bei der Vergleichsanzeige HF <-> ZF oder ZF <-> Oszillatorfrequenz. Kann man bei den Digitaloszilloskopen denn jeden Kanal unabhängig zoomen?

Vanye R. schrieb:

BTW: Falls du die 7A18 wegwirfst, ich haette interesse an einem 155-0022

Ich kann Dir das ganze Gerät schenken bzw. für einen Unkostenbeitrag zuschicken. Für mich lohnt leider keine Reparatur, weil ich nicht zufällig genau ein solches Mainframe noch rumstehen habe. Das kannst Du dann gerne schlachten. :) Ich habe aber derzeit noch einen Tektronix-Reparaturshop angefragt, ob Interesse am Oszi zum Schlachten besteht. Wer sich zuerst meldet, bekommt es.

Vanye R. schrieb:

Es waere extrem super wenn der Signalgenerator potentialfrei vom Oszi waere.

Wenn ich es richtig bei Batronix sehe, haben nur die Rigol- und Keysight-Geräte direkt eingebaute Funktionsgeneratoren, oder?

: Bearbeitet durch User
#7960665
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Ths S. schrieb:

Wenn ich es richtig bei Batronix sehe, haben nur die Rigol- und Keysight-Geräte direkt eingebaute Funktionsgeneratoren, oder?

Ich habe das MSO5074 von Rigol, das kann Bode-Plot bis 25MHz. Jetzt habe ich leider keinen Vergleich zu R&S und Co. Der BP funktioniert, ist nutzbar bei Signalen > 100mV, aber wirkt (rein subjektiv) auf mich als nicht sorgfältig zuende entwickelt. Die Phase springt manchmal von +180° auf -180°. Zeit und Stepping lassen sich einstellen, ebenso der Pegel, auch frequenzabhängig. Ein langsamer Plot mit vielen Schritten dauert 3min. Das Ergebnis kann als CSV und Screenshot gespeichert werden. Das alte Rigol DS1052 konnte echten alternate Trigger, also zwei Kanäle unabhängig getriggert und verschiedene Zeitbasen. Die neueren können das nicht mehr. Ob jetzt mehrere Kanäle unabhängig gezoomt werden können, müßte ich mal probieren.

#7960675
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Ths S. schrieb:

Kann man bei den Digitaloszilloskopen denn jeden Kanal unabhängig zoomen?

Keine Ahnung, ob das immer so geht. Bei meinem Picoscope (ist ein USB Oszi) kann ich ein 2. Fenster aufmachen, wo ich nur einen bestimmten (oder mehrere) Kanal anzeigen lasse, den ich dann getrennt zoomen (x & y) kann. Bei dieser ganzen Zoomerei muß man allerdings aufpassen, daß das Digitaloszi dazu auch genug Samplespeicher hat. Das ist (gerade bei den billigen) nicht immer gegeben. Im Bild mal schnell was produziert (1&2 nichts angeschlossen, 4 mit Sinus): Oben Kanal 1&2, unten 1&4. Ich persönlich brauche für uC Anwendungen so etwas nicht.

Angehängte Dateien:
#7960730
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Aber kein gutes Gefühl dabei. Wie kann ich ihn besser in Schutzklasse II bekommen?

Oszi muss immer an Netz. Da stellt sich die Frage nicht, aber Signalgenerator koennte ich mir schon vorstellen den ueber Trenntrafo zu betreiben weil ich weiss was in meinen Schaltungen so vorgeht. Wenn dann Oszi mit Signalgenerator ueber Ethernet verbunden sind dann sind die ja auch noch getrennt. Die grosse Frage ist nur, wie gut ist dann eigentlich die Potentialtrennung von 0 bis 10Mhz (oder mehr)? Es geht hier ja nicht um Sicherheit sondern um Messen. Koennte sein das man da auf die Schnauze faellt. Deshalb die Sache mit dem Trenntrafo alla Bode 100, also im Signal.

Irgendwann, wenn mal Zeit und so, wollte ich mir auch noch mal einen Signaltrenner mit analogen Kopplern machen. Die gehen dann so von 0 bis 1Mhz. Ist aber erstmal nur eine grobe Idee.

Ich kann Dir das ganze Gerät schenken bzw. für einen Unkostenbeitrag zuschicken.

Ach, das lohnt doch schon alleine vom Porto nicht. Und so wichtig ist mir das jetzt auch nicht. Es ist eher nur das nagende Gefuehl der Unvollstaendigkeit. .-)

Die Phase springt manchmal von +180° auf -180°.

Ich glaube damit muss man leben. Das war doch schon im Studium so das man die Phase immer irgendwie erahnen musste und wenn es nicht passte einfach 180 addiert hat. :-D Das mach mein R&S auch nicht besser.

Vanye

#7960771
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Vanye R. schrieb:

Oszi muss immer an Netz. Da stellt sich die Frage nicht, aber Signalgenerator koennte ich mir schon vorstellen den ueber Trenntrafo zu betreiben weil ich weiss was in meinen Schaltungen so vorgeht. Wenn dann Oszi mit Signalgenerator ueber Ethernet verbunden sind dann sind die ja auch noch getrennt. Die grosse Frage ist nur, wie gut ist dann eigentlich die Potentialtrennung von 0 bis 10Mhz (oder mehr)? Es geht hier ja nicht um Sicherheit sondern um Messen. Koennte sein das man da auf die Schnauze faellt. Deshalb die Sache mit dem Trenntrafo alla Bode 100, also im Signal.

Klar. Das Oszi bleibt immer geerdet. Wenn ich den PE vom Generator trenne, messe ich immer noch in einer geerdeten Schaltung. Was ist dann der Unterschied zwischen Trenntafo und nur PE abziehen? Der interne Wandlertrafo hat ja auch Potentialtrennung. Nur fließen dann seine ganzen Gleichtaktstörungen in meinen Prüfling. Wird das durch den Trenntrafo weniger? Wegen der Wicklungskapazitäten?

Gast #7960779
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Vanye R. schrieb:

Die grosse Frage ist nur, wie gut ist dann eigentlich die Potentialtrennung von 0 bis 10Mhz (oder mehr)? Es geht hier ja nicht um Sicherheit sondern um Messen. Koennte sein das man da auf die Schnauze faellt.

Vergiss es. 1 nF hat eine Impedanz von 16 Ohm bei 10 MHz. Wesentlich unter 1nF wirst du kaum kommen.

Bode Diagramme sind was für Theoretiker.
Der Praktiker nimmt einen Rechteck und schaut sich die Impulsantwort an. Ist schneller und aussagekräftiger.

#7961031
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https://www.youtube.com/watch?v=6lBU4NwmY7s

Habt ihr gesehen? Dave hat gerade ein Video zu dem neuen Rigol rausgehauen. Das hat wohl auch Bodeplot funktionalitaet. Allerdings, es ist jetzt vielleicht unfair das zu sagen weil man dazu eigentlich beide Geraete mit demselben Eingangssignal vor sich auf dem Tisch stehen haben muesste, aber fuer 12Bit sieht das doch ganz schoen rauschig aus. So breite Kurven hab ich auf meinem RTB mit 10Bit noch nicht gesehen.

Das Design und Menue ist natuerlich Geschmacksache, aber ich finds schlimm.

Man sieht aber auch sehr schoen das der Funktionsgenerator eine extra Platine ist. Wenn die Hersteller die potentialfrei machen wuerden. Das sollte doch relativ einfach umsetzbar sein.

Vanye

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7961074
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Ths S. schrieb:

Wenn ich es richtig bei Batronix sehe, haben nur die Rigol- und Keysight-Geräte direkt eingebaute Funktionsgeneratoren, oder?

Für das Batronix-eigene Magnova gibt es jetzt auch den Funktionsgenerator zum Nachrüsten. OsziWissen hat hierzu zwei äußerst informative Videos veröffentlicht:

https://www.youtube.com/@OsziWissen/videos

Ich bin bisher mit meinem Magnova sehr zufrieden und habe auch schon den AWG nachgerüstet (bzw. schon im letzten Jahr vorbestellt).

OP #7961199
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Guten Morgen,

Udo K. schrieb:

Bode Diagramme sind was für Theoretiker. Der Praktiker nimmt einen Rechteck und schaut sich die Impulsantwort an. Ist schneller und aussagekräftiger.

Wichtig für mich ist die Aufnahme des Frequenzganges. Das ist mit dem Bode-Plot schnell, übersichtlich und einfach möglich. Wenn mich das zum Theoretiker macht, bin ich das gerne.

Andrew T. schrieb:

Wenn es sonst niemand versuchen möchte: Ich würde es wieder aufbauen. Ersatzteile sollten genug hier sein.

Gerne! Ich habe schon gesehen, dass Du mir eine Mail geschrieben hast - ich werde Dir dort antworten.

Uwe E. schrieb:

Mann, das tut mir wirklich leid, so ein schönes Gerät. (Wollte ich auch immer mal haben).

Ich muss sagen, dass ich mich darüber mehr ärgere, als wenn ich einen Blechschaden am Auto gehabt hätte oder mir das Handy zerbrochen wäre. Das Gerät war echt im Traumzustand - unverbastelt, keine eingebrannte Röhre und mit voller Funktionalität. Ich hoffe, dass es noch ein neues Leben bekommt.

#7961208
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Vanye R. schrieb:

2Bit :)

Also 4. Naja, wer's sich leisten kann ... und wer's sich nicht leisten kann, wird halt seine Ansprüche mit seinem Portemonnaie abgleichen müssen. Auch wenn manch' einer laut rumkreischt, tatsächlich schlecht sind die diversen 12-Bit-Rigol-Geräte nicht. Sowas hätte man sich vor 20, 30 Jahren noch nicht mal erträumt.

/Unterhalb/ von Rigol allerdings wirds finster, bei sowas wie Uni-T, Fnirsi oder ähnlichem.

#7961221
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Was ist jetzt so schlümm am z.B. Rigol DHO914S? https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DHO914S.html

Es übertrifft sogar dein Lastenheft:

  • 125 MHz Analog-Bandbreite, erweiterbar per Hack
  • Funktionsgenerator und Bode-Plot
  • zweite Zeitbasis erschlägt man mit Speicher und Zoom
  • Locker in deinem Budget
  • Potenzialfrei durch Speisung aus Power-Bank

Mehr Abtastrate und Speicher hätte das MHO934: https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-MHO934.html Funkionsgenerator und Bode müsste man halt noch "freischalten".

#7961288
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Auch wenn manch' einer laut rumkreischt, tatsächlich schlecht

Was hat begruendete Kritik mit rumgekreische zutun? Vielleicht mal vom Fanboygedanken frei machen? Ich rede keinem Hersteller nach dem Mund. Ich kritisiere ja aktuell sogar stark das RTB wegen ihrem Hardwarebug mit dem PGA obwohl ich eins besitze.

Vanye

#7961317
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Man evaluiert als Student eine Funktion, von der man so begeistert ist, dass man sich später im Beruf die Vollversion kauft ;-)

Bei meinem Siglent-Scope kann ich diverse Protokoll-Decoder, Bode-Plot, Logic-Analyzer, Power-Analyzer etc. 30 Mal testen, bevor ich den Lizenzkey eingeben muss. Weiß nicht, ob das bei Rigol ähnlich geregelt ist.

#7961358
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Marek N. schrieb:

  • zweite Zeitbasis erschlägt man mit Speicher und Zoom

Wohl kaum. Im einfachen Fall benutzt man das /Delay/ und die /Zeitbasis/. Das braucht weder besonders viel Speicher noch einen Zoom.

Wenn man die zweite Zeitbass aber /wirklich/ braucht, kommt man mit Speicher und Zoom nicht weit. Da fehlt dann schlicht die /zweite Triggerquelle/, will man nicht nach dem interessantem Ereignis jedesmal neu auf /Schnitzeljagd/ im Speicher gehen.

Wenn der TO nun so versessen auf Bodeplot und/oder FFT ist, für Audioanwendungen wohlgemerkt, hätte wirklich gutes Equipment bereits für den sprichwörtlichen Apfel und das Ei erwerben köbbeb. Die liessen sich aber nicht als Option in einer Plastebox verstecken. Ein gewisse Grösse sollte der TO mit seinem /Mainframe/ ja aber schon gewohnt sein.

OP #7961369
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Hallo zusammen,

Cartman E. schrieb:

Wenn man die zweite Zeitbass aber wirklich braucht, kommt man mit Speicher und Zoom nicht weit. Da fehlt dann schlicht die zweite Triggerquelle, will man nicht nach dem interessantem Ereignis jedesmal neu auf Schnitzeljagd im Speicher gehen.

Apropos Triggerung - sehe ich es richtig, dass ich bei Rigol/Siglent keinen externen Triggereingang habe? Kann ich einen der Vertikalkanäle als ext. Trigger nutzen?

Cartman E. schrieb:

Wenn der TO nun so versessen auf Bodeplot und/oder FFT ist, für Audioanwendungen wohlgemerkt, hätte wirklich gutes Equipment bereits für den sprichwörtlichen Apfel und das Ei erwerben köbbeb.

Wie geschrieben - bisher habe ich es (umständlich) folgendermaßen gemacht: Ich habe den Laboringenieur angebettelt, das Equipment im Labor nutzen zu können. Bode-Plot (bzw. nur Frequenzgang, Phasengang ist händisch viel zu kompliziert für den Nutzen im NF-Bereich) habe ich händisch aufgezeichnet, FFT habe ich mit einem alten Agilent 54622D Combiscope gemacht und den Klirrfaktor daraus händisch ausgerechnet. Das war okay, wenn auch nicht perfekt. Wenn ich aber ohnehin ein neues Oszilloskop brauche, würde es sich ja direkt anbieten, Bode & FFT gleich in einem Gerät zu haben. Klar, wenn ich jetzt gar kein Oszilloskop mit Bode/FFT sinnvoll bekomme, dann werde ich mir irgendwann mal einen Funktionsgenerator besorgen und das Ganze händisch bei mir daheim machen. Ich könnte auch einen R&S UPA Analysator kaufen, aber da kann man wirklich nicht vom sprichwörtlichen Apfel und Ei reden.

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7961377
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Cartman E. schrieb:

Wohl kaum. Im einfachen Fall benutzt man das /Delay/ und die /Zeitbasis/. Das braucht weder besonders viel Speicher noch einen Zoom.

Damals(tm) gab es den verzögerten Trigger ja nur, weil es eben keine Möglichkeit gab, das Signal über einen längeren Verlauf zu speichern und dann hineinzuzoomen. Bei heutigen Digitaloszilloskopen mit viel Speicher löst man es eben über den Zoom und hat zusätzlich den Vorteil, auch noch während der früheren Triggerwartezeit nicht "blind" zu sein. Nichtsdestotrotz gibt es aber bei aktuellen Oszilloskopen immer noch die Möglichkeit, einen verzögerten Triger zu definieren, und zwar für die wenigen Fälle, in denen der Speicher sonst nicht reichen würde. Das ist aber keine separaten Hardware mit Knöpfen usw. dran, sondern eben ein reines Softwarefeature, das auch nicht gesonderte beworden wird, sondern selbstverständlich ist.

Wenn man die zweite Zeitbass aber /wirklich/ braucht, kommt man mit Speicher und Zoom nicht weit. Da fehlt dann schlicht die /zweite Triggerquelle/, will man nicht nach dem interessantem Ereignis jedesmal neu auf /Schnitzeljagd/ im Speicher gehen.

Das ist heutzutage aber auch ein ganz normales Softwarefeature, das meist auch vorhanden ist und nicht gesonderte beworben wird.

Wenn der TO nun so versessen auf Bodeplot und/oder FFT ist, für Audioanwendungen wohlgemerkt, hätte wirklich gutes Equipment bereits für den sprichwörtlichen Apfel und das Ei erwerben köbbeb.

Ein normales Oszilloskop kommt natürlich nicht an den niedrigen Klirrfaktor usw. eines dedizierten Audioanalysers heran, mit dem man qualifizierte THD+D-Messungen usw. durchführen kann. Das ist aber in vielen Fällen auch nicht der Anspruch. Normale Frequenzgangmessungen inklusive Bodeplot sind (bei vorhandenem, integrierten AWG) aber auch nur noch ein ganz normales Softwarefeature. Normale FFTs gibt es auch schon seit rund zwanzig Jahren in ganz normalen Mittelklasseoszilloskopen und heutzutage auch schon in der Billigklasse.

Die liessen sich aber nicht als Option in einer Plastebox verstecken.

Doch. All diese Feature stecken heutzutage im FPGA/SoC/ASIC jedes Oszilloskops. Und noch viel mehr.

Ein gewisse Grösse sollte der TO mit seinem /Mainframe/ ja aber schon gewohnt sein.

Na und? Ich vermisse die großen Kisten nur sehr begrenzt. Natürlich hatte es damals einen gewissen Charme, den großen Laborwagen mit dem Oszilloskop oder Logic Analyzer(*) heranzukarren, aber spätestens bei dem Lärm und/oder der Wärmeentwicklung verging einem doch recht schnell der Spaß. Auch wenn man sich dabei unglaublich wissenschaftlich und wichtig fühlte.

Zu (*): Es gibt nur ein einziges Feature, dass ich bei heutigen Oszilloskopen vermisse. Bei "meinem" HP16700, der mit je einer Analog- und einer State/Timingkarte ausgestattet war, konnte man tatsächlich einen Timingkanal als echtes Abtastsignal für alle anderen Kanäle definieren; dies galt auch für die Abstastung der Analogeingänge. Bei einer Motorregelung, in der ich damals u.a. arbeitete, gab dann der Motorencoder den Takt vor, und ich konnte sowohl Motorspannung als auch -strom in Abhängigkeit vom Winkel darstellen. Damit war die X-Achse zwar zeitlich nicht mehr äquidistant, lieferte aber sehr aussagekräftige Bilder während des Motoranlaufs. Damals(tm) ging es aber auch nur um Abtastraten von maximal 200 MS/s oder so. Mit den heutigen Pipeline-ADCs usw., die im GS/s-Bereich arbeiten, funktioniert so etwas leider nicht mehr.

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7961379
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Ths S. schrieb:

Apropos Triggerung - sehe ich es richtig, dass ich bei Rigol/Siglent keinen externen Triggereingang habe? Kann ich einen der Vertikalkanäle als ext. Trigger nutzen?

Dann kehre die Sichtweise einfach um: statt wie früher ein Zweikanaloszilloskop mit externem Triggereingang zu haben, hast Du heutzutage ein echtes Zweistrahloszilloskop mit zwei externen Triggereingängen. Zusätzlich hast Du die Möglichkeit, das Signal dieser zwei "Externen Triggereingänge" genauso darzustellen wie die Signalkanäle.

Einige Oszilloskope haben noch einen zusätzlichen Eingang, der üblicherweise für einen externen Referenztakt genutzt wird. Manchmal kann man die Funktion auch als externen Trigger umschalten. Allerdings ist der Pegel dann nicht konfigurierbar, und der Eingang ist auch nicht sonderlich gegen Überspannungen geschützt.

#7961385
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Vanye R. schrieb:

So breite Kurven hab ich auf meinem RTB mit 10Bit noch nicht gesehen.

OT für RTB Besitzer: Wegen der 'nachgereichten' Änderung (7/24) in der Spezifikation des TI PGA LMH6518 https://www.ti.com/lit/ds/symlink/lmh6518.pdf (Seite 4, Maximum Ratings) muß man evtl mit längeren DC-Messungen etwas aufpassen beim RTB: https://www.eevblog.com/forum/testgear/new-killer-scope-a-true-game-changer-from-rs-rtb2002-rtb2004/msg5985261/#msg5985261 Sonst kann sich evtl. ein permanenter Offset einstellen.

: Bearbeitet durch User
#7961386
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Cartman E. schrieb:

Im einfachen Fall benutzt man das Delay und die Zeitbasis.

Einspruch! Die meisten Digital-Scopes haben aber eben keine zweite Zeitbasis, weil man es praktisch nicht braucht.

Anbei mal ein Beispiel mit einem Tek MSO4034, mit etwa ähnlichen Einstellungen wie das DHO900.

Aufgenommen wurde ein "Single" Burst (Wiederholrate 10 Sekunden!) einer 2 kHz-Impulsfolge mit 25% Duty-Cycle und 5 Impulsen im Burst.

Getriggert wurde als Single Shot auf den dritten Impuls (Event) mit 800 µs/div mit einer resultierenden Abtastrate von 1,25 GSa/s und Speichertiefe von 10 MPts.

Im Zoom lässt sich dann die Anstiegszeit jeder Flanke problemlos mit Nanosekunden-Auflösung messen. Zugegeben man muss hier tatsächlich etwas kurbeln, bis man die die jeweilige Flanken gefunden hat, kann sich aber dann Marker setzen. Bei einem Touchscreen ist das auch kein Thema mehr, man schiebt sich einfach den Display dahin, wo man das Signal sehen will.

Triggererignisse lassen sich (zumindest beim Tek MSO4034) auch verketten: Triggere auf Ch1, warte soundsoviele Events oder Zeiteinheiten, triggere erst dann auf Ch2. Habe ich aber ehrlich gesagt heute das erste Mal angespielt. Kann man bestimmt noch viel mehr rausholen.

Angehängte Dateien:
#7961400
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Ths S. schrieb:

Apropos Triggerung - sehe ich es richtig, dass ich bei Rigol/Siglent keinen externen Triggereingang habe? Kann ich einen der Vertikalkanäle als ext. Trigger nutzen?

Ja, du kannst auf jeden der vier analogen Kanäle beliebig Triggern. Fener auf jeden der 16 Digital-Kanäle sowie bestimmte Bitmuster drauf. Bei den Protokoll-Decodern auch auf bestimmte Datenpakte oder Datenwörter. Was fehlt beim DHO900 ist der Line-Trigger, also das netzsynchrone Triggern. Manchmal ganz praktisch, wenn man versucht, niederfrequenzte Störungen einzukreisen: Schwingt mein Regler/Verstärker oder ist es doch nur eine Brummschleife?

Bei Batronix hast du 30-tägiges Rückgaberecht bei Nichtgefallen. Spiel es über Weihnachten an und entscheide dann.

#7961418
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Ths S. schrieb:

Apropos Triggerung - sehe ich es richtig, dass ich bei Rigol/Siglent keinen externen Triggereingang habe? Kann ich einen der Vertikalkanäle als ext. Trigger nutzen?

Das hängt massgeblich von der angepeilten Kanalanzahl ab. Zweikanaler haben ihn noch, bei vier Kanälen hängt oft der externe Trigger mit an einem Eingangskanal.

Wie geschrieben - bisher habe ich es (umständlich) folgendermaßen gemacht: Ich habe den Laboringenieur angebettelt, das Equipment im Labor nutzen zu können. Bode-Plot (bzw. nur Frequenzgang, Phasengang ist händisch viel zu kompliziert für den Nutzen im NF-Bereich) habe ich händisch aufgezeichnet, FFT habe ich mit einem alten Agilent 54622D Combiscope gemacht und den Klirrfaktor daraus händisch ausgerechnet. Das war okay, wenn auch nicht perfekt.

Das hätte mir sicher auch offen gestanden, wäre mir aber schon im letzten Jahrtausend viel zu unbequem gewesen. Da gab es schon den 8038, und ein Exponentialkonverter der das ganze antilogarithmisch ansteuert ist nun auch keine Raketentechnik. Wenn man das ohne XY-Plotter aufs Papier bringen wollte, waren auch 12 bit AD/DA-Karten für den PC recht leicht beschaffbar.

FFT im Audiobereich kann heute praktisch jeder PC, und wenn gute Hardware zum Einsatz kommt, auch eine völlig hinreichend genaue Klirrfaktormessung. Für Abgleicharbeiten verwende ich trotzdem viel lieber einen /Klirrfaktormesszusatz/ von Wandel & Goltermann. ☺ Einen richtigen Spektrumanalyzer, kann so eine FFT mit ihrem begrenzten Dynamikumfang und den möglichen Filterbandbreiten ohnehin /nicht/ ersetzen. Insbesondere wenn es noch um /Zusatzfunktionen/ zum Spektrumanalyzer geht. Das fehlt einer Oszi-FFT dann komplett.

Wenn ich aber ohnehin ein neues Oszilloskop brauche, würde es sich ja direkt anbieten, Bode & FFT gleich in einem Gerät zu haben. Klar, wenn ich jetzt gar kein Oszilloskop mit Bode/FFT sinnvoll bekomme, dann werde ich mir irgendwann mal einen Funktionsgenerator besorgen und das Ganze händisch bei mir daheim machen. Ich könnte auch einen R&S UPA Analysator kaufen, aber da kann man wirklich nicht vom sprichwörtlichen Apfel und Ei reden.

Vieles von dem was der UPA kann, braucht man heute glücklicherweise gar nicht mehr. ☺ Und wer es noch braucht, hat mein volles Mitgefühl.

Ein separater Funktionsgenerator hat, zumindest bei mir, den Vorteil einer schnellen Bedienung. Die übrigen Parameter sind auch gegenüber einer /Oszizusatzfunktion/ deutlich besser.

Du wirst ja sehen wie weit du mit /Zusatzfunktionen/ kommst.

#7961438
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Marek N. schrieb:

Cartman E. schrieb:

Im einfachen Fall benutzt man das Delay und die Zeitbasis.

Einspruch! Die meisten Digital-Scopes haben aber eben keine zweite Zeitbasis, weil man es praktisch nicht braucht.

Anbei mal ein Beispiel mit einem Tek MSO4034, mit etwa ähnlichen Einstellungen wie das DHO900.

Aufgenommen wurde ein "Single" Burst (Wiederholrate 10 Sekunden!) einer 2 kHz-Impulsfolge mit 25% Duty-Cycle und 5 Impulsen im Burst.

Getriggert wurde als Single Shot auf den dritten Impuls (Event) mit 800 µs/div mit einer resultierenden Abtastrate von 1,25 GSa/s und Speichertiefe von 10 MPts.

Das Delay ist Bestandteil des Triggers eines DSOs und ist /nicht/ an eine zweite Zeitbasis gekoppelt.

Erstmal zu deinem Beispiel: Wenn das DSO einen genügend grossen, und feinen Einstellbereich für das Delay hat, braucht es weder "10 Mpts" Speicher, noch einen Zoom. Das können einfache Analogoszilloskope, und auch manche einfache DSOs nicht. Da gibt es gerade mal eine "Verschiebung" der Achse oder der Einstellbereich für das Delay ist zu klein oder zu grob. Es ist aber eben grundsätzlich nicht richtig, dass man nur mit einem Zoom zu seiner Messung kommt.

Eine zweite Triggerquelle braucht man dann, wenn das darzustellende zweite Signal in keiner festen zeitlichen Relation zum ersten Trigger steht.

Im Zoom lässt sich dann die Anstiegszeit jeder Flanke problemlos mit Nanosekunden-Auflösung messen. Zugegeben man muss hier tatsächlich etwas kurbeln, bis man die die jeweilige Flanken gefunden hat, kann sich aber dann Marker setzen. Bei einem Touchscreen ist das auch kein Thema mehr, man schiebt sich einfach den Display dahin, wo man das Signal sehen will.

"Kurbeln" kann nie das Ziel sein.

Triggererignisse lassen sich (zumindest beim Tek MSO4034) auch verketten: Triggere auf Ch1, warte soundsoviele Events oder Zeiteinheiten, triggere erst dann auf Ch2. Habe ich aber ehrlich gesagt heute das erste Mal angespielt. Kann man bestimmt noch viel mehr rausholen.

Na also. Ich benutze den "Trigger Out" meines LA dafür.

: Bearbeitet durch User
#7961447
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Ich verstehe das konstruierte Problem nicht. Für nicht benutzten Speicher gibt es kein Geld zurück.

Ich hatte mal das "Glück" 7 Jahre mit einem TDS3034C (immerhin schon mit USB-Buchse) arbeiten zu dürfen mit sagenhaften 10kPoint Speicher pro Kanal. Bei allem, was ein bisschen links oder rechts vom dargestellten Display lag, war man aufgeschmissen, weil die Daten einfach an einem vorbeigeflogen sind. Im Nachhinein sich mal ein Detail angucken? - Vergiss es! Entweder das grobe Ganze oder nur einen kleinen Ausschnit im Detail. Da musste man sich mit Holdoff und Delayed Trigger rantasten. Bei Einzelereignissen mühselig bis unmöglich.

Meines Wissens hat nur das TPS2000 eine zweite Zeitbasis. - Und warum? - Weil es lächerliche 2kPts Speicher hat! Und auch da war es ein Krampf die geeigneten Einstellungen zu finden: Mechanischer Schocktest einer Baugruppe. Zum einen sollte der erste Halbsinus des Aufpralls dokumentiert sein, zum anderen das komplette Nachklingeln.

Heute mit dem massenhaften Speicher, der ja eh da ist und keinen Aufpreis kostet stellt man initial auf 1 ms/div, 1+ GSa/s, Single Shot und erfasst eine Transiente, die man sich später in Ruhe mit ns-Auflösung angucken kann.

Bei asynchronen oder seltenen Ereignissen hilft einem der segmentierte Speicher weiter.

Cartman E. schrieb:

Eine zweite Triggerquelle braucht man dann, wenn das darzustellende zweite Signal in keiner festen zeitlichen Relation zum ersten Trigger steht

Dafür gibt es den bedingten Trigger: Erst wenn auf Ch1 dieses passiert ist und auf Ch2 jenes, erst dann aquiriere...

OP #7961465
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Hallo zusammen,

Marek N. schrieb:

Was fehlt beim DHO900 ist der Line-Trigger, also das netzsynchrone Triggern.

Nagut - woher soll das auch kommen, ist ja ein USB-C-Gerät. Liege ich richtig in der Annahme, dass die Siglent-Geräte (die ja einen direkten Kaltgeräteanschluss haben) einen Line-Trigger können?

Cartman E. schrieb:

Zweikanaler haben ihn noch, bei vier Kanälen hängt oft der externe Trigger mit an einem Eingangskanal.

Also zumindest die Rigol und Siglent 2-Kanaler, die ich gesehen habe, haben vorne keine BNC-Buchse für ext. Trigger. Haben die das dann hinten oder einfach gar nicht? Die Keysight-Geräte haben das wiederum

Cartman E. schrieb:

Da gab es schon den 8038

Nagut.. also einen einfachen Pegelgenerator habe ich mit dem Präcitronic MV73 auch, aber ob das taugt.. ich weiß nicht. Habe ich noch nie probiert

Cartman E. schrieb:

FFT im Audiobereich kann heute praktisch jeder PC, und wenn gute Hardware zum Einsatz kommt, auch eine völlig hinreichend genaue Klirrfaktormessung.

Ist hier im Thread zwar OT, aber ein paar Fragen dazu:

  1. taugt dafür auch die Onboard-Soundverarbeitung (in meinem Falle ein ALC1220)
  2. Was mache ich mit dem Ausgangssignal, was ja an einem 8,2R Lastwiderstand deutlich höhere Pegel als Line nutzt? Einfach bedämpfen oder gibt es da direkte Adapter für, die man an den Mic-Eingang (oder?) steckt?
  3. welche Software ist da zu empfehlen?

Wenn das Ganze im NF-Bereich tatsächlich so taugt, dass es einem DSO mit eingebautem Funktionsgenerator und Bode/FFT in nichts nachsteht (natürlich nur bezogen auf den NF-Bereich), dann sehe ich tatsächlich auch keinen Grund für ein Modell mit eingebautem Funktionsgenerator mehr. Dazu muss ich mich aber auf jeden Fall erstmal ein wenig einlesen, davon lese ich gerade zum ersten Mal.

Cartman E. schrieb:

Ein separater Funktionsgenerator hat, zumindest bei mir, den Vorteil einer schnellen Bedienung. Die übrigen Parameter sind auch gegenüber einer Oszizusatzfunktion deutlich besser.

Den Punkt sehe ich. Eine Idee für eine zukünftige Investition ist das allemal.

Cartman E. schrieb:

Eine zweite Triggerquelle braucht man dann, wenn das darzustellende zweite Signal in keiner festen zeitlichen Relation zum ersten Trigger steht.

Das heißt also, dass ich bei einem aktuellen DSO alle Kanäle NUR auf einen Kanal triggern kann? Nee, oder? Das wäre ja ultra schlecht..

Marek N. schrieb:

Dafür gibt es den bedingten Trigger: Erst wenn auf Ch1 dieses passiert ist und auf Ch2 jenes, erst dann aquiriere...

Aha okay, sehr interessant. Wie läuft das dann? Gibt es da extra Menüs für?

#7961503
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Ja, das Siglent SDS800X HD hat laut Datenblatt einen AC Line Trigger.

Ths S. schrieb:

Das heißt also, dass ich bei einem aktuellen DSO alle Kanäle NUR auf einen Kanal triggern kann? Nee, oder? Das wäre ja ultra schlecht..

Wozu soll das gut sein? Auch das ist wieder ein konstruiertes Problem, das keine Praxisrelevanz hat, außer dass es im Physikunterricht schön aussieht, wenn man zwei stehende Signale unterschiedlicher Frequenz anlegt, was aber faktisch falsch ist, da sich die Phase in jedem Augenblick ändert. Die Frage nach einem alternierenden Trigger taucht hier regelmäßig auf und wird ebenso oft entkräftet.

Wenn ich ein stehendes Signal haben will, drücke ich die "Stop"-Taste. Wenn die Signale jittern, will ich das sehen!

Ja, es gibt für alles ein Menü ;-)

Einfach mal bei YT sich die Reviews der in Frage kommenden Geräte anschauen und für Details im Datenblatt nachgucken.

#7961515
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OWon XDS 3062/3202 etc. haben so Art 2. Zeitbasis, einfach geteilter Bildschirm, oben Übersicht und unten das gleiche Signal, wo man reinzoomen kann, mit Encoder, was sonst zeit/div macht.

Aber richtig Analog-Oszi ist so ein Teil nicht mehr, 30sek zum booten und dann alles irgendwie langsam und umständlich. Aber praktisch, wenn man z.B genaue Frequenz oder Pulsdauer wissen will.

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7961567
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Cartman E. schrieb:

Das können einfache Analogoszilloskope, und auch manche einfache DSOs nicht.

Das letzte Oszilloskop mit Bildröhre ist um 2012 vom Band gelaufen, da zu der Zeit die Herstellung von Bildröhren eingestellt wurde. Und auch das waren schon keine reinen Analogoszilloskope mehr, sondern Hybridgeräte oder Digitaloszilloskope mit Bildröhre. Du beschreibst hier also einen sehr lange veralteten Zustand.

#7961670
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Andreas S. schrieb:

Cartman E. schrieb:

Das können einfache Analogoszilloskope, und auch manche einfache DSOs nicht.

Das letzte Oszilloskop mit Bildröhre ist um 2012 vom Band gelaufen, da zu der Zeit die Herstellung von Bildröhren eingestellt wurde. Und auch das waren schon keine reinen Analogoszilloskope mehr, sondern Hybridgeräte oder Digitaloszilloskope mit Bildröhre. Du beschreibst hier also einen sehr lange veralteten Zustand.

Schön wäre es. Bei manchen Einfachst-DSOs reicht der Einstellbereich des Delays gerade mal, um den Triggerzeitpunkt wahlweise an den linken, den mittleren oder den rechten Bildschirmrand zu legen. Dagegen gibt es aber durchaus DSOs, die einen magnetisch abgelenkten Monitor zur Ausgabe benutzen, die diesen Mangel nicht aufweisen.

Wie man leicht sieht, ist das daraus resultierende Problem /nicht/ an die Anzeigetechnologie gekoppelt.

Schlecht getrollt. [x]

#7961673
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dann hineinzuzoomen. Bei heutigen Digitaloszilloskopen mit viel Speicher löst man es eben über den Zoom und hat zusätzlich den Vorteil, auch noch während der früheren Triggerwartezeit nicht "blind" zu sein.

Das ist im uebrigen auch ein Grund sowas vor dem kauf auszuprobieren oder wenigstens ein Video zu finden wo es einer fuer einem macht. Der Grund ist das man ploetzlich riesige Datenmengen im Oszi hat in denen man "suchen" muss. Bei einem HMO von Hameg kannst du dir da die Finger wund kurbeln. Gleichwohl will man nicht darauf verzichten. Da wird das Userinterface ploetzlich sehr wichtig.

Nichtsdestotrotz gibt es aber bei aktuellen Oszilloskopen immer noch die Möglichkeit, einen verzögerten Triger zu definieren, und zwar für die wenigen Fälle, in denen der Speicher sonst nicht reichen würde. Das ist

Ist nicht segmented Memory auch sowas wie mehrere Triggerzeitpunkte?

OT für RTB Besitzer: Wegen der 'nachgereichten' Änderung (7/24) in der Spezifikation des TI

Das brauchst du mir ja nicht zu erklaeren. .-) Wobei sich noch die Frage stellt ob sich das von mir 'gefundene' Problem wirklich nur auf das RTB bezieht. Der LMH6518 ist auch in vielen anderen Oszis drin. Mit Sicherheit z.B auch in einigen Rigols. Ob man betroffen ist oder nicht haengt dann sehr von der Auslegung/Konfiguration des Frontends ab.

Vanye

#7961688
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Ths S. schrieb:

Ich könnte auch einen R&S UPA Analysator kaufen, aber da kann man wirklich nicht vom sprichwörtlichen Apfel und Ei reden.

Da ich mich auch mit Audiotechnik befasse, habe ich mir vor einigen Wochen den amerikanischen Audioanalysator von QuantAsylum QA403 (Elektor, 799,00 Euro inkl. Software) nach längerem Befassen mit dieser Thematik zugelegt (es gibt hier im Forum dazu auch einen Beitrag). Die Software ist gut bedienbar und die gebräuchlichsten Messungen damit einfach durchfürbar. Ich kann diesen Analysator nur weiter empfehlen. Dieser amerikanische Nischenhersteller ist seit über 10 Jahren auf dem Markt und entwickelt seine Hard- und Software ständig weiter. Von einem R&S UPA und anderen R&S Audioanalysatoren habe ich vor allem auf Grund der veralteten (Soft- und Hardware 90iger Jahre und älter) und nicht mehr unterstützten Technik Abstand genommen.

Grüße von der hessischen Bergstraße

: Bearbeitet durch User
#7961741
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Andreas S. schrieb:

Ths S. schrieb:

Apropos Triggerung - sehe ich es richtig, dass ich bei Rigol/Siglent keinen externen Triggereingang habe? Kann ich einen der Vertikalkanäle als ext. Trigger nutzen?

Dann kehre die Sichtweise einfach um: statt wie früher ein Zweikanaloszilloskop mit externem Triggereingang zu haben, hast Du heutzutage ein echtes Zweistrahloszilloskop mit zwei externen Triggereingängen.

Wobei man beachten sollte, dass der "Triggereingang" damit bei vielen DSOs zu einem aktiven Kanal wird und dadurch bei manchen DSOs die Abtastrate der ADCs anders aufgeteilt wird.

OP #7961756
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Puh.. also das Thema ist scheinbar viel komplizierter, als ich anfangs vermutet habe (irgendwie hätte ich es aber wissen müssen).

Also wenn ich das richtig sehe, werde ich mich in der Bedienung mehr oder weniger deutlich umgewöhnen müssen, wenn ich auf ein modernes DSO umsteige. Das ist dann nun mal so und das soll kein Ausschlusskriterium sein. Ich habe mich derweile mal ein wenig zu PC-Soundkarten-Oszilloskopen belesen - scheinbar kann man damit ja relativ elegant THD, SNR & Frequenzgang rechnen. Das werde ich in nächster Zeit mal ausprobieren und danach entscheiden, wie wichtig mir FFT & Bode beim Oszilloskop selbst noch sein werden.

Trotzdem gibt es ein paar Sachen, die für mich wichtig sind (die mir mangels Wissen über aktuelle DSOs vorher nicht ganz klar waren), die ich jetzt gerne nochmal zusammengefasst nennen werde:

  • Line-Triggerung sollte möglich sein
  • jeder Kanal muss einzeln zoomen können (als Alternative zur 2. Zeitbasis)
  • Triggerung auf jeden Kanal einzeln muss möglich sein (bzw. Kanalfunktion als externer Trigger)

Ich denke, mit dem 1. und 2. Punkt ist Rigol schon mal gänzlich raus aus der Auswahl. Da bleibt also noch Siglent (ob man da kanalunabhängig zoomen kann, habe ich noch nicht so recht herausfinden können), sonst wahrscheinlich nur was Gebrauchtes (entgegen meiner usprünglichen Intention).

Andreas U. schrieb:

Audioanalysator von QuantAsylum QA403

Das klingt äußerst interessant, leider ist das Teil aktuell nicht bei Elektor lieferbar. Das wäre aber definitiv eine Option - andererseits bekommt man für das Geld dann halt schon DSO mit Bode/FFT, das wäre also eher eine angenehme Ergänzung, wenn ich kein Oszi mit Bode/FFT bekomme.

#7961773
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Ths S. schrieb:

  • jeder Kanal muss einzeln zoomen können (als Alternative zur 2. Zeitbasis)

erklär das doch bitte mal genauer, was Du damit willst. Ich habe auch noch ein altes Tektronix475 und das hat eine zweite Zeitbasis. Aber die macht nichts anderes als der Zoom im Rigol.

Und klar, Rigol triggert auf jeden beliebigen Kanal, auch Kombinationen davon.

OP #7961786
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Hallo Gunnar,

Gunnar F. schrieb:

erklär das doch bitte mal genauer, was Du damit willst.

das Thema habe ich weiter oben schon erklärt:

Ths S. schrieb:

es ist einfach eine komfortable Sache: ich kann auf eine zweite Zeit triggern und direkt auf einen Dreh "zoomen", ohne wirklich zu zoomen. Ich habe das regelmäßig benutzt, gerade bei der Vergleichsanzeige HF <-> ZF oder ZF <-> Oszillatorfrequenz.

Wenn ich beispielsweise bei einem 40m Superhet HF gegen ZF messen möchte, habe ich HF 7MHz und ZF 455kHz oder wenn ich meinen Präcitronic MV62 als ZF-Stufe nutze, dann 200kHz. Da ist eine zweite Zeitbasis einfach goldwert, weil ich ein Frequenzverhältnis von >10:1 habe.

Wenn ich bei einem DSO nur 1 Zeitbasis, aber unabhängigen Zoom habe, kann ich das ganz gut erschlagen: Ich stelle die Zeitbasis auf die ZF ein und für HF zoome ich einzeln einfach rein. Wenn ich aber nur alle Kanäle gemeinsam zoomen kann, sehe ich die ZF wieder nicht richtig..

: Bearbeitet durch User
#7961816
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Ths S. schrieb:

Wenn ich beispielsweise bei einem 40m Superhet HF gegen ZF messen möchte, habe ich HF 7MHz und ZF 455kHz oder wenn ich meinen Präcitronic MV62 als ZF-Stufe nutze, dann 200kHz. Da ist eine zweite Zeitbasis einfach goldwert, weil ich ein Frequenzverhältnis von >10:1 habe.

Mein alter Rigol DS1052 hat einen Alternate Trigger, da kannst Du wirklich für beide Kanäle einen separaten Trigger und auch eine unterschiedliche Zeitbasis einstellen. Andere User hier fanden das blöd weil es nicht die tatsächlichen Timingverhältnisse zeigt. In bestimmten Situationen finde ich es aber praktisch. Anbei ein (schlechtes - sorry) Bild, das war ein PWM-Steuersignal und ein Schalttakt. Einen externen Trigger, Line-Trigger und Zoom hat das nette alte Teil auch. Damals fand ich noch einige SW-Features in dem Ding besser gelöst als in neueren Geräten. Deswegen hebe ich den alten auch gut auf!

Angehängte Dateien:
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7961843
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Cartman E. schrieb:

Wie man leicht sieht, ist das daraus resultierende Problem /nicht/ an die Anzeigetechnologie gekoppelt.

Doch, teilweise schon. Es ist nicht möglich, ein Analogoszilloskop ohne Bildröhre zu konstruieren. Natürlich abgesehen von Spiegelgalvanometern, Linienschreibern o.ä..

Ich habe in meinem Beitrag keinerlei Zuordnung zu irgendwelchen Problemen o.ä. getroffen. So etwas zu behaupten, ist eine haltlose Unterstellung.

Schlecht getrollt. [x]

Geh lieber wieder in Deinen Keller zurück und phantasiere dort vor Dich hin, aber ohne die Welt mit Deinem Unsinn zu belästigen.

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7961859
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Ths S. schrieb:

Wenn ich aber nur alle Kanäle gemeinsam zoomen kann, sehe ich die ZF wieder nicht richtig..

Zum einen wird bei den meisten Digitaloszilloskopen der Bildschirm für den Zoom geteilt. Der Zoom ist meist auch nicht nur horizontal, sondern auch vertikal möglich, so dass sich im Zoomfenster nicht unbedingt alle Kanäle befinden müssen, sondern es kann gezielt auch ein einzelner herausgegriffen werden.

Ganz im Gegenteil bezog sich die Zoomfunktion reiner Analogoszilloskope immer auf alle Kanäle, da hierfür einfach die X-Verstärkung erhöht wurde, um dann mit dem Knopf für den X-Offset den Bildausschnitt zu verschieben. (Beispiele: Siemens Oscillarzet D1010, Grundig MO20, Gould xyz)

#7961906
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oder weniger deutlich umgewöhnen müssen, wenn ich auf ein modernes DSO umsteige. Das ist dann nun mal so und das soll kein Ausschlusskriterium sein.

Yep, das ist so! Jeder Hersteller hat das so eine eigenen Philosophien die einem liegen koennen oder auch nicht. Und mit der langsamen Verbreitung von Touch mittlerweile auch gerne mehrere Bedienphilosophien. Und manchmal sind es echt die Kleinigkeiten die einen begeistern oder abtoernen.

Deshalb, falls man da irgendwie hinkommt, einmal einen Tag alles vor Ort begrabbeln und dann entscheiden:

https://www.embedded-world.de/de-de

Maerz ist ja bald. :D

Vanye

#7961927
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Andreas S. schrieb:

Ich habe in meinem Beitrag keinerlei Zuordnung zu irgendwelchen Problemen o.ä. getroffen. So etwas zu behaupten, ist eine haltlose Unterstellung.

Dein Beitrag war eben wegen, wie du es ja selbst einräumst, fehlendem Problembezug, ganz einfach überflüssig.

Geh lieber wieder in Deinen Keller zurück und phantasiere dort vor Dich hin, aber ohne die Welt mit Deinem Unsinn zu belästigen.

Den fehlenden Bezug kannst du gerne mit den anderen Inhabitanten deines Sandkastens weiter diskutieren. Vermutlich weisst du gar nicht, worum es überhaupt ging.

OP #7962079
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Guten Abend,

Vanye R. schrieb:

Deshalb, falls man da irgendwie hinkommt, einmal einen Tag alles vor Ort begrabbeln und dann entscheiden

Das werde ich auf alle Fälle machen, da wollte ich eh schon immer mal hin, vielleicht bekomme ich das sogar als Bildungsreise über den AG hin. Sollte ich mit dem Kauf bis dahin warten, bliebe zu hoffen, dass das Tek 564 bis dahin noch mitmacht.

Andreas S. schrieb:

Zum einen wird bei den meisten Digitaloszilloskopen der Bildschirm für den Zoom geteilt.

Ist das auch bei den Siglent Oszis so? Das hat sich mir aus dem Manual nicht so recht erschlossen.

🍅🍅 🍅. schrieb:

Hameg 1507 analog mit Digitalspeicher

Tatsächlich habe ich mich mal ein wenig zum 1508(-2) bzw 1008 oder 2008 belesen und muss sagen, ich bin relativ beeindruckt von den Funktionalitäten. Ist ja quasi ein Analog-Oszilloskop mit 2 echten Zeitbasen und ich hätte trotzdem die digitalen Funktionen, beim -2 sogar mit FFT. Die letzten Geräte sind auch noch nicht mal 20 Jahre alt, das wäre irgendwie schon wieder eine Überlegung wert. Bode fehlt dann aber wieder, da müsste eine Analyse per Soundkarte oder Audioanalyzer her.

Nebenbei habe ich mich auch ein wenig durch die Manuals vom Rigol DHO9xx und Siglent SDS8xx gearbeitet. Rein vom Lesen her würde ich zu einem Siglent-Gerät tendieren, dazu dann einen externen Funktionsgenerator von Siglent, wie etwa dem SDG1022X Plus. Damit hätte ich einen echten externen Funktionsgenerator mit 2 Kanälen, der aber auch direkt mit dem Oszi koppelbar ist für einen Bodeplot. Andererseits ist das anscheinend recht neue Rigol MHO934 natürlich von den Funktionen her sehr umfangreich und würde gerade noch in mein Budget passen.

#7962264
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Vanye R. schrieb:

Du kannst ja die Zeit bis dahin nutzen um dir irgendwas kleines Batterie betriebenes zu basteln das ein interessantes Ausgangssignal liefert welches du dir dann vor Ort anschaust.

Vor 25? Jahren gab es auf der Electronica Messe bei Tektronix? am Stand eine kleine batteriebetriebene offene Platine, die ein schwierig darzustellendes schnelles Signal erzeugte. Damit sollten die Kunden ausprobieren, dass die Tek Oszis das besser auswerten wie die Konkurrenz.

Kann sich noch jemand daran erinnern? Oder hat einen Schaltplanlink?

#7962379
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Ths S. schrieb:

Tatsächlich habe ich mich mal ein wenig zum 1508(-2) bzw 1008 oder 2008 belesen und muss sagen, ich bin relativ beeindruckt von den Funktionalitäten.

Wenn dich schon ein olles HM1500 beeindruckt, wirst du dich mit den hier diskutierten Siglents oder Rigols wie im siebenten Himmel fühlen. ;-)

Ich selbst habe hier noch ein HM1507-3 stehen, was seit Jahren Staub ansetzt. Es hat nur 2kPts Speicher und das kann glaub ich gar keine FFT. Würde dort aber eh keinen Spaß machen. Denn gerade für FFT braucht man vieeel Speicher!

Als Beispiel mal einige FFTs von meinem Siglent SDS2104X Plus. Dieses verwendet "nur" 2MPts Speicher für die FFT. - Bei 2 GSa/s bedeutet das eine Freuenzauflösung in der Größenordnung 1 kHz! Trotz der werksseitigen Bandbreitenbeschränkung auf 100 MHz kann man damit noch DVB-T bei 700 MHz darstellen.

/edit: Samplerate vs. Frequenzauflösung korrigiert

: Bearbeitet durch User
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7962409
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Wolf17 schrieb:

Vor 25? Jahren gab es auf der Electronica Messe bei Tektronix? am Stand eine kleine batteriebetriebene offene Platine, die ein schwierig darzustellendes schnelles Signal erzeugte. Damit sollten die Kunden ausprobieren, dass die Tek Oszis das besser auswerten wie die Konkurrenz.

Kann sich noch jemand daran erinnern? Oder hat einen Schaltplanlink?

Tektronix hat etliche Boards unter der Bezeichnung "Tektronix xxx Demo Board" hergestellt, und zwar pasend zu der jeweiligen Gerätegeneration. Mit den Suchbegriffen "tektronix demo board runt trigger" findet man da doch etliche Ausführungen.

https://www.youtube.com/watch?v=kS6J_J3hS2E

So etwas gibt es aber heute auch noch als aktuelles Produkt von Batronix: https://www.batronix.com/shop/demoboards/Batronix-MSO-Demo-Board.html

#7962475
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Andreas S. schrieb:

Mit den Suchbegriffen "tektronix demo board runt trigger" findet man da doch etliche Ausführungen.

Da finde ich nur große, aufwendige Boards. Und bei Batronics kosten alle >200€.

Was ich meine war viel einfacher und wurde an solvente Osziinteressenten verschenkt. Das offene Board war kleiner als eine Zigarettenschachtel und wurde in meiner Erinnerung mit einer 9V Batterie betrieben.

OP #7962980
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Hallo zusammen,

Stefan K. schrieb:

Viele der Funktionen sind Optionen die erst freigeschaltet werden müssen, auch der Funktionsgenerator.

Das ist ja total dumm.. Also muss ich dann extra nochmal Geld ausgeben?

Marek N. schrieb:

Trotz der werksseitigen Bandbreitenbeschränkung

Heißt das, die Hardware könnte eigentlich mehr, wird aber per Firmware begrenzt? Gibt es da irgendwelche Tricks, wie man das umgehen kann?

Die Idee mit dem Signalgenerator ist sehr gut, da würde ja eigentlich schon ein Rechteck oder Sägezahn ausreichen.

Schönes Wochenende!

#7963098
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Ths S. schrieb:

Die Idee mit dem Signalgenerator ist sehr gut, da würde ja eigentlich schon ein Rechteck oder Sägezahn ausreichen.

Das ist nicht sonderlich komplex.

Versuche mal bei einem Videorekorder in der 222. Zeile auf den Farbburst zu triggern. Und der Burst mit einem stehenden Bild! Und dann müsstest du noch die Frequenz dieses Bursts bestimmen. Aber selbst dieses Beispiel ist eher trivial lösbar, solange man nicht versucht, die 222. Zeile mit dem Zoom zu finden. ☺ Die Benutzung des TV-Triggers mit einem Lineselektor würde als unspochtliches Foul gewertet.

Schönes Wochenende!

Auch so!

: Bearbeitet durch User
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7963163
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Ths S. schrieb:

Das ist ja total dumm.. Also muss ich dann extra nochmal Geld ausgeben?

Wenn es zeitlich nicht zu sehr drängt, kann es sich rechnen, auf Sonderaktionen der Hersteller zu warten. Dann gibt es manchmal ein bestimmtes Modell mit allen Softwareoptionen zum Spottpreis. Wenn Du z.B. im Onlineshop von Batronix nach dem Stichwort "Bundle" suchst, findet man viele dieser Bundles, auch historische. Solche Bundles werden dann auch nicht nur von einem Händler angeboten, sondern man findet sie dann plötzlich bei allen Händlern.

Eine gewisse Ausnahme ist das Magnova. Da sind immer alle Features enthalten. Es muss dann nur z.B. das AWG-Modul hardwaremäßig mitgekauft bzw. nachgerüstet werden.

: Bearbeitet durch User
#7963223
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Ths S. schrieb:

Da bleibt also noch Siglent (ob man da kanalunabhängig zoomen kann, habe ich noch nicht so recht herausfinden können)

Nö, auf alle Kanäle gleichzeitig, und der Bildschirm wird horizontal aufteilt. Sieht dann so aus wie als Screenshot beigefügt. Wenn die zweite Zeitbasis sehr viel kleiner ist als die Erste muss schon ziemlich gekurbelt werden, wenn man an eine bestimmte Stelle will - da hilft dann ggf. die zweite Zeitbasis erst nicht soooo viel kleiner machen, dann an den interessierten Bereich ran, dann wieder wieder kleiner machen (bzw. schneller) und dann fein einstellen.

Achso

  1. Nachtrag zu Bode-Plot. Der wird nur bei den Vierkanal-Oszis unterstützt.
  2. Das mit dem externen Trigger verstehe ich nicht so recht. Wenn man vier Kanäle hat kann auf jeden beliebigen der Trigger zugeordnet werden. Wozu dann noch einen externen? Reicht das nicht?
Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
OP #7963330
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Hallo,

Sebastian S. schrieb:

Nö, auf alle Kanäle gleichzeitig, und der Bildschirm wird horizontal aufteilt.

Der Sinn davon erschließt sich mir irgendwie überhaupt nicht. Ist es nicht viel verbreiteter, dass man nur einen Kanal zoomen will bzw. Einen Kanal anders als den anderen?

Also mal angenommen, ich habe dann oben das Bild ohne Zoom und unten mit Zoom. Kann ich dann oben einen Cursor rein legen, irgendwas ausmessen und unten noch einen zweiten Cursor, mit dem ich dann wiederum was messen kann oder kann ich dann nur im Zoom-Bild messen?

Sebastian S. schrieb:

Wenn man vier Kanäle hat kann auf jeden beliebigen der Trigger zugeordnet werden.

Als ich die Frage gestellt habe, war mir nicht klar, dass man auf jeden Kanal einzeln triggern kann. Jetzt, wo ich das weiß, ist das Thema externer Trigger für mich irrelevant bzw. Meine Bedenken dahingehend beseitigt.

#7963332
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Ths S. schrieb:

Der Sinn davon erschließt sich mir irgendwie überhaupt nicht. Ist es nicht viel verbreiteter, dass man nur einen Kanal zoomen will bzw. Einen Kanal anders als den anderen?

Nein. Wenn ich den Zoom nutze, will ich oft einen Überblick haben und im Detail die Flanke eines Signals im Zusammenhang mit einem anderen Signal. Z.B. will ich sehen, wieviel Zeit von der letzten Taktflanke bis zum Loslassen des Chipselects einer SPI vergeht.

Also mal angenommen, ich habe dann oben das Bild ohne Zoom und unten mit Zoom. Kann ich dann oben einen Cursor rein legen, irgendwas ausmessen und unten noch einen zweiten Cursor, mit dem ich dann wiederum was messen kann oder kann ich dann nur im Zoom-Bild messen?

I.d.R. gibt es ein Cursorpärchen, welches in beiden Zoomstufen aktiv ist. Die Cursor bewegen sich dann ggf. in beiden Fenstern. Bei manchen Oszis gibt es auch zwei unabhängige Cursorpaare.

#7963351
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Ths S. schrieb:

Heißt das, die Hardware könnte eigentlich mehr, wird aber per Firmware begrenzt?

Das ist bei heutigen DSOs sehr verbreitet. Es ist für die Hersteller günstiger, effektiv die selbe Hardware nur softwaremäßig zu kastrieren, statt unterschiedliche Bestückungsvarianten zu verkaufen.

Gibt es da irgendwelche Tricks, wie man das umgehen kann?

Rigol ist bekannt dafür, und Rigol unternimmt schon auffallend wenig, um gegen derartige Tricks vorzugehen.

Das wird vermutlich auch bewusst so gehandhabt, um eine gewisse Marktdurchdringung zu erzielen. Wer privat ein "gehacktes" Rigol einsetzt, und damit gute Erfahrungen gemacht hat, wird potentiell in seiner Firma dafür sorgen, daß dort auch Rigol-Geräte verwendet werden. Nicht unbedingt in der "gehackten" Variante (das traut man sich da dann vielleicht doch nicht), sondern dann eher ein Modell aus der nächstgrößeren/-teureren Reihe.

Als Privatbastler kann man davon jedenfalls profitieren - aus der gewünschten Serie immer das kleinste Gerät mit der erforderlichen Anzahl an Kanälen besorgen, und den Rest dann "patchen". Also ein DHO804 statt des 814, ein DHO914 (oder 914S) statt des 924.

Das war schon beim "Klassiker" DS1054Z so.

Informationen über das "Freischalten" der Optionen (und Bandbreite) finden sich in zahlreichen Threads auf eevblog.com

Und nein, da muss man kein schlechtes Gewissen haben. Das ist kein Diebstahl, sondern nur nicht direkt vorgesehene Nutzung. Wollte Rigol nicht, daß man so etwas macht, würden sie ihre Software besser absichern.

Denn /daß/ es quasi ein Volkssport ist, Rigol-Oszilloskope aufzuwerten, ist Rigol bestens bekannt. Hätten die was dagegen, ginge all' das nicht.

Die ganzen neueren Geräte sind übrigens auch interessant, weil man auf denen nicht nur vom Hersteller vorgesehene Optionen freischalten kann, sondern weil man auch die eigentliche Software verändern kann, so daß bestimmte Bildschirmdarstellungen übersichtlicher werden, mehr Platz für Signale zur Verfügung steht etc. Das geht, weil Android als Betriebssystem verwendet wird - mehr dazu findet sich ebenfalls auf eevblog.com

OP #7963356
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Hallo Rick,

Rick schrieb:

Z.B. will ich sehen, wieviel Zeit von der letzten Taktflanke bis zum Loslassen des Chipselects einer SPI vergeht.

Das bestätigt mich irgendwie in der Annahme, dass die DSOs in diesem Preissegment eher auf das Durchmessen von Digital-/MC-Schaltungen optimiert sind. Für Analoganwendungen ist das eher suboptimal.

Rick schrieb:

I.d.R. gibt es ein Cursorpärchen, welches in beiden Zoomstufen aktiv ist.

Das würde bedeuten, dass die Cursor auch in dem Bild, welches nicht gezoomt ist, nur im dem Bereich, der vom gezoomten Bild abgedeckt wird, benutzt werden können?

#7963361
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Sebastian S. schrieb:

  1. Das mit dem externen Trigger verstehe ich nicht so recht. Wenn man vier Kanäle hat kann auf jeden beliebigen der Trigger zugeordnet werden. Wozu dann noch einen externen? Reicht das nicht?

Wenn Du das Taktsignal deiner Schaltung auf den eternen Triggereingang legst, kannst du mit einem 4 Kanal Oszi 4 beliebige Signale deiner Schaltung gleichzeitig anschauen. Wenn du das Taktsignal an einen der 4 Kanäle legen musst, nur 3 Signale. Dir reicht dann wohl immer ein 3 Kanal Oszi (mit externem Triggereingang).

#7963394
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Ths S. schrieb:

Das würde bedeuten, dass die Cursor auch in dem Bild, welches nicht gezoomt ist, nur im dem Bereich, der vom gezoomten Bild abgedeckt wird, benutzt werden können?

Naja, wenn ich was im gezoomten Teil etwas messen will, schalte ich den Zoom ein, wenn nicht, dann nicht, oder? Bei meinem Siglent mal nachgeschaut:

  • Ein Cursor-Paar für alles.
  • Der Cursor in X-Richtung lässt sich auch außerhalb des gezoomten Bereichs verschieben.
Angehängte Dateien:
#7963395
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Ths S. schrieb:

Sebastian S. schrieb:

Wenn man vier Kanäle hat kann auf jeden beliebigen der Trigger zugeordnet werden.

Als ich die Frage gestellt habe, war mir nicht klar, dass man auf jeden Kanal einzeln triggern kann. Jetzt, wo ich das weiß, ist das Thema externer Trigger für mich irrelevant bzw. Meine Bedenken dahingehend beseitigt.

Man kann auf jeden Kanal triggern aber nicht einzelne Kanäle sondern immer alle aktiven gemeinsam.

Ths S. schrieb:

Rick schrieb:

I.d.R. gibt es ein Cursorpärchen, welches in beiden Zoomstufen aktiv ist.

Das würde bedeuten, dass die Cursor auch in dem Bild, welches nicht gezoomt ist, nur im dem Bereich, der vom gezoomten Bild abgedeckt wird, benutzt werden können?

Zumindest beim Rigol MHO98 ist das so dämlich.

Bei den USB-Oszilloskopen von Picotech ist man da sehr viel flexibler. Im Picoscope Programm kann man zoomen, den ersten Cursor setzen, an eine andere Stelle zoomen und dann den anderen Cursor setzen. Der erste Cursor bleibt dabei an der zuvor gesetzten Stelle auch wenn die außerhalb des dann sichtbaren gezoomten Bereiches liegt Wenn das nicht reicht kann man weitere Fenster (Views) öffnen und darin wieder zoomen und separate Cursorpärchen setzen. Dabei kann man für jedes Fenster auswählen welche Kanäle dort angezeigt werden.

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7963549
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Ths S. schrieb:

Das bestätigt mich irgendwie in der Annahme,

Selektive Wahrnehmung. Bleib doch einfach bei Deinem alten Oszilloskop und stelle nicht irgendwelche wilden Behauptungen auf.

dass die DSOs in diesem Preissegment eher auf das Durchmessen von Digital-/MC-Schaltungen optimiert sind. Für Analoganwendungen ist das eher suboptimal.

Was genau ist daran suboptimal? Warum wäre ein Oszilloskop besser, dass die Triggerfunktionen für Digitalsignale ausdrücklich nicht bietet? Muss das für Analoganwendungen geeignete Oszilloskop automatisch erkennen können, dass jemand verbotenerweise ein Digitalsignal angelegt hat, und dann die Arbeit verweigern?

Die bei modernen Oszilloskopen vorhandenen Funktionen wie FFT und Bodeplot sind übrigens nicht für "Digital-/MC-Schaltungen" bestimmt.

OP #7963556
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Guten Abend Andreas,

Andreas S. schrieb:

Bleib doch einfach bei Deinem alten Oszilloskop und stelle nicht irgendwelche wilden Behauptungen auf.

Du hast es selbst zitiert - ich schrieb "Annahme", ich habe keine Behauptung aufgestellt. Ist der Umgangston hier immer so rau? Ich wollte keinem auf den Schlips treten.

Andreas S. schrieb:

Was genau ist daran suboptimal?

Das, was ich bis jetzt hier in dem Thread von euch erfahren habe, stimmt mich ein wenig zwiegespalten. Der Komfort einer echten zweiten Zeitbasis sowie eines externen, unabhängigen Triggers ist scheinbar bei neuen DSOs nicht mehr so gegeben, wie ich das kenne.

Andreas S. schrieb:

Die bei modernen Oszilloskopen vorhandenen Funktionen wie FFT und Bodeplot sind übrigens nicht für "Digital-/MC-Schaltungen" bestimmt.

Das sehe ich absolut so, da hast Du recht.

#7963589
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Ths S. schrieb:

Der Komfort einer echten zweiten Zeitbasis sowie eines externen, unabhängigen Triggers ist scheinbar bei neuen DSOs nicht mehr so gegeben, wie ich das kenne.

Was den Komfort der zweiten Zeitbasis angeht, hat man stattdessen den Komfort eines mittlerweile sehr, sehr großen Samplespeichers, mit dem man sehr viel anstellen kann.

Und was den "fehlenden" externen Triggereingang angeht - nur sehr wenige analoge Oszilloskope hatten überhaupt mehr als zwei Kanäle (jedenfalls, wenn sie für Normalsterbliche bezahlbar sein sollten), da war das HM1005 mit seinen drei Kanälen schon eine seltene Ausnahme.

Vier Kanäle sind damit selbst dann mehr Komfort, wenn man einen davon "nur" als Triggereingang nutzt.

Insofern kann es helfen, die eigene Erwartungs- und Anspruchshaltung mal abzugleichen mit dem, was man für welche Geldbeträge bekommt.

Und wenn ich vergleiche, was ein HM1005 gekostet hat, und was man heute fürs (inflationsbereinigte) gleiche Geld bekommt, da würde ich das HM1005 doch tatsächlich stehenlassen, und die Einschränkungen hinnehmen, die heutige DSO bieten.

(Und dabei hat das HM1005 sogar 'ne zweite Zeitbasis!)

#7963637
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Harald K. schrieb:

Ths S. schrieb:

Der Komfort einer echten zweiten Zeitbasis sowie eines externen, unabhängigen Triggers ist scheinbar bei neuen DSOs nicht mehr so gegeben, wie ich das kenne.

Was den Komfort der zweiten Zeitbasis angeht, hat man stattdessen den Komfort eines mittlerweile sehr, sehr großen Samplespeichers, mit dem man sehr viel anstellen kann.

+1

Mir scheint, als ob du (Ths S.) irgendwie versuchst die Arbeitsweise eines analogen Oszis auf ein digitales Oszi zu übertragen. Ohne dabei den Schritt vollständig in die Arbeitsweise eines digitalen Oszis zu machen.

Schau dir nochmal eines der von mir hochgeladenen Bilder an (zb SDS00009.png): Da stehen zwei Zeitbasen, nämlich M 500us/ und Z 20us/, wobei das '/' als '/div' zu lesen ist. Achso: zur Festlegung von Z (im Bild) auf 20us/div muss man an diesem Knopf drehen, über dem "Horizontal" steht. 2te Zeitbasis, ick hör dir trapsen.

Und das ganze funktioniert eben, weil,

Harald K. schrieb:

hat man stattdessen den Komfort eines mittlerweile sehr, sehr großen Samplespeichers, mit dem man sehr viel anstellen kann.

U.a. um eben nur einen Teil des Speichers auf der vollen Bildschirmbreite darzustellen. Nun kann man das Zoom nennen oder zweite Zeitbasis - das Ergebnis ist das gleiche: Man sieht einen Teil des Signals mit, wenn man so will, mit einer höheren Ablenkgeschwindigkeit (upps, man könnte es auch zweite Zeitbasis nennen). Und das geht eben, weil der große Samplespeicher das hergibt und die AD-Wandler eben auch mit maximaler Abtastrate arbeiten. Zoom, zweite Zeitbasis ... aus meiner Sicht im Kontext von digital-Oszis reine Wortklauberei.

Das gleich gilt für den externen Trigger. Früher kostete so ein Kanal viel Geld, weswegen man, um einen dieser teuren Kanäle nicht zwingend für ein Triggersignal belegen/verschwenden zu müssen (welches man gar nicht dargestellt haben wollte, oder das Geld für mehr nicht reichte) eben selbiges an den externen Triggereingang angeschlossen hat. Nun ist es nicht so, dass ein digitales 4-Kanal-Oszi genauso viel kostet wie ein 2-Kanal, aber 4-Kanal-Ozsis sind heute viel gewöhnlicher, so dass eben auch den externen Trigger verzichtet werden kann bzw. wird. Abgesehen davon, warum die Darstellung des Triggersignals auf dem Bildschirm stets ein Nachteil sein soll, erschließt sich mir nicht. Ansonsten: Kauf dir ein 4-Kanal-Oszi. Mach ein kleines Klebeschild auf, z.B., Kanal vier, auf den 'Ext' steht und denke immer bei der Wahl der Triggerquelle Ch4 == Ext. Dann hast du ein 3-Kanal Oszi mit externem Trigger ... ich hoffe du merkst, dass das irgendwie idiotisch wäre.

: Bearbeitet durch User
OP #7963649
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Hallo zusammen,

Sebastian S. schrieb:

Mir scheint, als ob du (Ths S.) irgendwie versuchst die Arbeitsweise eines analogen Oszis auf ein digitales Oszi zu übertragen.

da hast Du wahrscheinlich absolut Recht. Ich kann mir das Ganze halt einfach nicht so richtig vorstellen. Ich werde auf jeden Fall im März die Embedded World in Nürnberg besuchen, um mir selbst ein Bild zu machen. Ich habe mir auch überlegt, das Widerrufsrecht bei Batronix voll auszunutzen und ein DSO einfach mal vollumfänglich auszuprobieren.

Im Moment ist die Bedienung und Funktionalität eines DSO einfach totales Neuland und ich muss zugeben, dass ich ein wenig skeptisch bin.

Ich wollte aber zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Aussagen von euch in Frage stellen oder eure Tipps nicht anerkennen - ich habe schlichtweg keine Vorstellung davon, was mich bei einem DSO erwartet.

Ich denke, an diesem Punkt ist in diesem Thread auch so ziemlich alles gesagt. Ich weiß, was ich zu tun und zu probieren habe, für Eure Hilfe bin ich sehr dankbar.

Schönen Sonntag!

#7963662
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Ths S. schrieb:

Ist der Umgangston hier immer so rau?

Ja. Die Bandbreite an Erfahrungen hier ist immens und die Vielfalt an Sozialisierungen ebenfalls. Um den Dialogpartner einzuordnen, kann man erst mal nur das geschriebene Wort heranziehen. Und auch da gibt es von Legasthenie über die Ignoranz von Majuskeln bis hin zum Sprachgenie das volle Spektrum.

Zudem fällt beim Kommunizieren die optisch Komponente weg (kein Blickkontakt, wie reagiert das Gegenüber auf eine Aussage etc.) und da wird häufiger mal was missverstanden und/oder die Reaktion ist überzogen.

Wenn ich mein Gegenüber schon mal persönlich getroffen habe, dann habe ich beim Schreiben immer ein Bild vor Augen, weiß welchen Scherz er mitmacht und wo ich bei Erklärungen evtl. länger ausholen muß. Das hab ich vorher alles nicht.

Ths S. schrieb:

Ich werde auf jeden Fall im März die Embedded World in Nürnberg besuchen, um mir selbst ein Bild zu machen.

Ich habe mir nach dem letzten Messebesuch ein neues Rigol mit Messerabatt gegönnt. Mich hat der handliche Formfaktor überzeugt...

OP #7967172
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Kleines Update:

Um die Zeit bis zur Embedded World zu überbrücken und den Umgang und die Nutzung des Funktionsumfangs eines DSO zu lernen, habe ich mir die Tage ein Hameg HM1508 Combiscope gekauft. 150MHz, 1GSa - ein sehr schönes Gerät, welches nach ein paar Tagen Benutzung schon wirklich Spaß macht.

Da auch die Funktionen des 7A22 quasi unabdingbar (z.B. MC-Tonabnehmer) und unersetzbar für mich ist bzw. es sowas heutzutage einfach nicht mehr gibt (korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liegen - ich bin für Vorschläge offen) , muss aber auch wieder ein Tek 7000er Mainframe her. Da bin ich auch schon dran, das wird dann ein schönes Drittgerät nach dem (noch zu erwerbenden) DSO und dem Hameg.

Damit sollte ich dann erstmal ausgesorgt haben.

Auf der Messe werde ich explizit nach AWG und DSO als jeweils eigenständige Geräte suchen und nicht mehr nach DSO mit eingebautem AWG.

Schönen Abend Euch!

#7967174
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und unersetzbar für mich ist bzw. es sowas heutzutage einfach nicht mehr gibt (korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liegen - ich bin für

Man kann dich nicht korrigieren wenn du nicht sagst was genau die unabdingbare Sonderfunktion ist die ein modernes DSO nicht kann. Mir faellt da jedenfalls nix ein.

Vanye

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7967468
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Vanye R. schrieb:

Man kann dich nicht korrigieren wenn du nicht sagst was genau die unabdingbare Sonderfunktion ist die ein modernes DSO nicht kann. Mir faellt da jedenfalls nix ein.

Die "unabdingbare Sonderfunktion" des 7A22 ist, dass es sich um einen Differentialeingangsmodul handelt, dessen empfindlichster Bereich bei durchaus beachtlichen 10 µV/Div und einem Gleichtaktbereich von +/-10 V liegt. Das schafft nicht mehr jedes heutige Oszilloskop.

Üblicherweise löst man so etwas aber mittlerweile durch einen externen Differentialtastkopf. Diese kann man ganz grob in die vier Gruppen Hochfrequenz und Hochspannung jeweils in galvanisch (nicht) getrennt einteilen. Die echten HF-Aktivtastköpfe (differentiell und unipolar) haben aber meist eine sehr niedrige Zerstörgrenze von +/-8 V oder so, sind also nichts für den Normalbetrieb. Und sie sind auch nicht auf minimales Rauschen im Audiobereich optimiert. Auf die Schnelle konnte ich jetzt auch keinen speziellen Audiotastkopf finden.

Wenn ohnehin die Auswahl eines neuen Oszilloskops ansteht, sollte man das unbedingt zusammen mit den Tastköpfen machen, da die Zusatzkontakte für die Tastkopfabfrage und -stromversorgung strikt herstellerspezifisch sind.

Ach, und dann gibt es natürlich die softwareseitige Differenzbildung, die heutzutage wirklich selbst jedes billige DSO beherrscht.

: Bearbeitet durch User
#7967498
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durchaus beachtlichen 10 µV/Div und einem Gleichtaktbereich von +/-10 V liegt. Das schafft nicht mehr jedes heutige Oszilloskop.

Ach so, das ist natuerlich richtig, solange es aber nur fuer den Audiobereich ist wuerde ich mir das heute einfach mit einem guten OPV selber fummeln. Ich meine sogar Linear hatte dazu irgendwo eine Applikation.

Wenn ohnehin die Auswahl eines neuen Oszilloskops ansteht, sollte man das unbedingt zusammen mit den Tastköpfen machen,

Das sicher auch richtig. Aber wer ernsthaft ueber Systemtastkopfe nachdenkt befindet sich da meist sowieso in einer anderen Liga. Und da gibt es dann ja auch oft andere Versionen mit externer Speisung die preiswerter sein koennen. Aber sicher, daran sollte man schon einen Gedanken verschwenden!

Vanye

#7967995
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Bauform B. schrieb:

Es gibt doch noch 3-Kanal-Geräte, z.B. R&S RTC1000. Ist das Feature evt. so total normal, dass es nirgends beworben wird? Mehr als einen Satz auf 371 Seiten Handbuch spendiert R&S nicht

1
The external trigger signal 
2
> is displayed as green line.

HP macht auch ein Geheimnis daraus, dass man den "Ext. Trigger" beim HP54200A (u. Derivaten) aufs Display legen kann. Eingschränkt ist die Nutzung nur dadurch, dass im Nulldurchgang logischerweise getriggert wird. ☺ Die Triggerung selbst, macht natürlich ein richtiger Komparator.

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