Hameg HM 8030-6.1 extern wobbeln

OP #7962271
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Hallo in die Runde, als autodidaktischer Gelegenheits-Bastler habe ich jetzt mit einem Funktionsgenerator Hameg HM 8030-6 zu tun. Laut Aufkleber handelt es sich um die Version 8030-6.1, im Wartungsmodus wird F 6.5 angezeigt. Gerät funktioniert so weit, aber: Durch Anlegen einer Spannung an den (rückseitigen) Wobbel-Eingang lässt sich die Frequenz verändern, positiv wie negativ, so weit so gut. Allerdings ändert sich ab einer bestimmten Schwelle die Richtung der Veränderung, d.h., hat sich die Frequenz bei Steigerung der externen Steuerspannung erhöht, so nimmt sie bei weiterer Steigerung ab diesem Wert wieder ab, außerdem verschiebt sich das Tastverhältnis. Bei positiver Steuerspannung liegt der Schwellwert bei 2,6 V, negativ bei -3,8 V. Laut Handbuch dürfen bis zu ± 30 V angelegt werden. Leider entspricht das Service-Manual, das im Netz verfügbar ist, nicht der Version meines Geräts. Im Layout der Hauptplatine sind erhebliche Unterschiede erkennbar. Dennoch habe ich einen Transistor gefunden, an dessen Collecor ich bei allmählicher Steigerung der externen Steuerspannung diese "Umkehr" des gemessenen Spannungswerts nachweisen kann, obwohl die Spannungen an Basis und Emitter kontinuierlich verlaufen. In einem der Fotos ist der Transistor markiert. Identifizieren kann ich ihn aus genanntem Grund nicht. Und selbst wenn, könnte ich ohne Blockschaltbild oder andere Erläuterungen der Funktionsweise aus dem reinen Schaltbild nicht ohne Weieteres schlau werden. Nun die Fragen: Wer von Euch hat ein gleiches Gerät und vielleicht Unterlagen dazu? Wer kann vielleicht sogar bei der Fehlersuche helfen? Wer von Euch kann die Stufen der Prozedur erklären, die bei Aufrufen des Wartungsmodus abläuft?

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OP #7962954
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Dazu ein paar Oszillogramme, die saubere Sägezahnkurve zeigt jeweils die am Wobbeleingang angelegte Steuerspannung.

IC108-B_6 und IC108-B_6- : Pin 6 an IC108-B (invertierender Eingang), das zweite Oszillogramm bei sehr niedriger Wobbelfrequenz (15mHz), also quasi Gleichspannungs-Verhältnisse

IC108-B_7 : Pin 7 an IC108-B (Ausgang)

D101_A: Anode an D101

Die Wobbel-Spannung gelangt über R226 an den invertierenden Eingang des Op-Amp LF412, ist aber offensichtlich dort so gering, dass sie im Oszillogramm nicht erkennbar ist, mit Ausnahme der Bereiche im Kurvenverlauf, wo die kritische Schwelle überschritten ist.

Die Versorgungsspannungen an dem Op-Amp +12V und -12V liegen an, die Amplitude der "übersteuerten" Kurve an der Anode von D101 ist 1V, die der angelegten Wobbelspannung 16V.

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#7962956
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Und wo ist der externe Eingang angeschlossen? "GAM" ist die Abkürzung von französisch "gamme" https://dict.leo.org/franz%C3%B6sisch-deutsch/gamme "Skala Serie Bandbreite Nennbereich Produktpalette Tonleiter Fabrikationsprogramm Palette Farbskala"

Ich sehe digitale Eingangssignale GAM 0 bis 4, die Analogschalter umschalten. Dazu einen 14bit DA-Wandler, der wohl die interne Wobbelspannung abgibt.

OP #7962962
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Christoph db1uq K. schrieb:

Und wo ist der externe Eingang angeschlossen? "GAM" ist die Abkürzung von französisch "gamme" https://dict.leo.org/franz%C3%B6sisch-deutsch/gamme "Skala Serie Bandbreite Nennbereich Produktpalette Tonleiter Fabrikationsprogramm Palette Farbskala"

Ich sehe digitale Eingangssignale GAM 0 bis 4, die Analogschalter umschalten. Dazu einen 14bit DA-Wandler, der wohl die interne Wobbelspannung abgibt.

Der externe Eingang ist an eine BNC-Buchse an der Rückseite des Grundgeräts angeschlossen, dort speise ich mit einem zweiten FG ein.

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OP #7962967
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Vanye R. schrieb:

Ueberpruefe mal ob die Betriebspannung des TL082 deine Wunsspannungen zulaesst. Was du da beschreibst klingt doch irgenwie nach phase reversal. Das war doch so eine Eigenschafft dieser ollen Teile.

Vanye

Jetzt habe ich erkannt, dass die Verzerrungen umso geringer werden, je näher ich mit dem Frequenzregler dem Maximum komme - bis hin zu einer völlig sauberen Kurve. Das deutet für mich darauf hin, dass Vanyes Vermutung zutrifft. Solange sich der Op-Amp in einem Bereich bewegt, der am Ausgang Werte zwischen grob -1V und -5V erzeugt, bleibt der Verlauf proportional, darüber hinaus kommt es zu invertierendem Verhalten.

OP #7963001
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Ergebnis: Ich muss - innerhalb des jeweiligen Frequenzbereichs - die kontinuierliche Regelung auf Maximum einstellen, dann funktioniert die Sache mit Wobbelspannungen zwischen -4V und +2,4 V, damit lässt sich dann ein Wobbelhub von 1:100 erzielen - was will man mehr.

Bei der Angabe des Handbuchs "± 30V" für den Wobbeleingang handelt es sich offenbar tatsächlich um Zerstörungs-Grenzwerte.

Ich würde mich ja nach wie vor freuen, wenn sich hier ein Beitzer des gleichen Geräts fände, der meine Beobachtungen bestätigen kann. Wenn die praktisch ermittelten Grenzwerte -4V/2,4V im Sinne des Erfinders sind, hätte dem Manual an dieser Stelle die Angabe solcher Werte gut zu Gesicht gestanden.

Danke für Euer Mitdenken!

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