Spectra Challenge – Drohnenabwehr unter realen Bedingungen

(Firma: Tamoggemon Holding k.s.) #7975730
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Wer eine 500 Dollar kostende Drohne mit einem 50000 Euro teuren Abfangprojektil aufzuhalten sucht, erlebt – Bill Clintons it’s the economy, stupid ist unvergessen – Schiffbruch. Auf der Spectra Challenge präsentierten Elektronikerteams ihre Konzepte: klar ist unter Anderem ein Trend hin zu Consumer-Komponenten und weg von klassischer Mil Spec-Elektronik.

Weltpolitische Ereignisse haben in den letzten Jahren die Wichtigkeit der UAVs hervorgehoben und ihre Wirksamkeit als Waffe außer Frage gestellt. Mit der Spectra Challenge versuchte die Bundeswehr, mit minimalem Aufwand und in kurzer Zeit (seit Projektbeginn vergingen erst sechs Monate) Lösungen und Innovationen zu heben.

Die Rückkehr des New Space

Allen Lösungen gemeinsam war, dass sie – anders als klassische Beschaffungsprojekte im militärischen Bereich – nicht als Greenfield-Designs starteten. Alle Teams setzten für die Karkasse beispielsweise auf (gut ausgestattete) Drohnen mit ausreichend Payload und idealerweise einem Nvidia Jetson als Zentralrechner. Die Entwicklung der jeweiligen Drohnenstörlösung konnte so beginnen, ohne dass man sich viel mit Avionik und Co auseinandersetzen musste.

Bildquelle, alle: Autor

Bei Chip und Co gab es einige Design Wins für STM32 und den ESP32-C61 zu sehen. Intelligenz für „Groß-Rechenaufgaben“ kommt im Allgemeinen aus dem Raspberry Pi, während vorgefertigte SDR-Systeme für den elektrischen Teil der Funkschnittstelle sorgen. Die Abbildung zeigt ein vom Forschungsprojekt Espargos entwickeltes System, das für die Antennen-Ansteuerung entweder auf den besagten ESP32 oder auf einen STM32WL3 setzt – in vielen Fällen kommen die Chips massiv paralellisiert zum Einsatz.

Auffällig war dem Autor auch die Verwendung von „laborüblichen“ Steckern: neben einigen RJ45-Steckern sah man SMA in aller Herren Sorten. Die von Radiall und Co gefertigten Spezialstecker für verschiedenste Anwendungsszenarien sah man eher selten. Vorteil dieser Vorgehensweise ist – mehrere Teams sagten dies wortwörtlich – die einfachere Verfügbarkeit. Während militärische Bauteile oft nur in eingeschränkten Stückzahlen verfügbar sind (Stichwort Keramikgehäuse, was nach Informationen des Autors oft den Flaschenhals darstellt), ist Consumerhardware im Allgemeinen just in time bei Distributoren zu beziehen. Im Bereich der Software fand man immer wieder Systeme, die als Plug-Ins für ArduPilot konstruiert waren.

Billig mit billig begegnen

Siegerteam Espargos – eine Ausgründung der Uni Stuttgart – rief das als Überschrift verwendete Motto aus. Entwickelt wurde ein Tablet, das im Hintergrund mit einem selbst entwickelten Achtkanal-Echtzeitspektralanalysator arbeitet und dank direktiver Antennen (Bild ist oben) zur kinect-artigen Verortung der Herkunft von Funksignalen befähigt ist. Stark schickt mit dem Raven ein auf Drohnen montierbares System ins Rennen, das im Bereich von 2 bis 18 GHz arbeitet und ebenfalls das Anzielen von Emittern ermöglicht. Die ukrainische Dremian offerierte derweil ein System zur Erkennung des Piloten. Im Prinzip fliegt dabei eine mit SDR-Hardware ausgestattete Drohne herum, um Informationen über den Aufenthalt von Sendern zu gewinnen. Diese Daten dienen danach zur Erzeugung einer „Heatmap“, die die wahrscheinlichen Aufenthaltsorte der Drohnenkommandanten anzeigt.

Richtfunk und Funkspiele

Auf der Spectra Challenge zeigte man nicht nur aktive Systeme. Raydiant Rf versuchen dem Problem der Signalstörung durch ein unter der Drohne zu montierendes Antennensystem zu begegnen. Zur Kommunikation zwischen Basisstation und Fluggerät kommt dann ein Richtfunklink zum Einsatz, was die Störfestigkeit erhöht. Dass die von seiner Aufrechterhaltung erzeugten Informationen zur Lokalisation des Störers dienen können, ist angenehmer Nebeneffekt.

Zu guter Letzt verdient Fiberdome eine Erwähnung: das Unternehmen plant, einen per „Werfer“ – dies kann ein dedizierter Launcher, oder eine Artilleriekartusche sein – auslieferbaren „Zaun“ aus zu Boden fliegenden Drähten zu erzeugen. Sinn davon ist die temporäre Isolation eines 20x30m breiten Raumes.

Hervorzuheben ist hier ebenfalls die Art der Materialbeschaffung: als Träger dient preiswerte Folie, die von einem Zivilhersteller in Massen bezogen wird.

Fortgeschrittene Experimente

Während das Ziel des Praxistracks der Erhalt von binnen einem Jahr einsatzfähigen Systemen war, zielte der Moonshot Track auf fünf bis zehn Jahre dauernde Entwicklung. FATAL setzt beispielsweise auf Time of Arrival-basierte Ortung. Innovativ ist am vorliegenden System, dass die Errichtung der Struktur (Stichwort extrem genaue Zeitsynchronisation) unter Nutzung von glasfasertragenden Drohnen erfolgt. Außerdem dienen verkabelte Drohnen als „Ausgucke“.

Die ACTRANS Gmbh setzt zwecks Verschleierung der zwischen Drohne und Basisstation ausgetauschten Daten auf Codespreizung. Für eine Person, die den eigentlichen Code nicht besitzt, ist das Signal „im Rauschen verschwunden“ und nur schwer zu orten.

SIRENS von der TU Clausthal beschäftigt sich mit „direktiven Reflektoren“. Sinn davon ist, durch selektives „Verändern“ der Signallaufzeit ein direktives Verhalten zu erreichen, und so Signale entweder zu löschen oder zu verstärken.

VisionSpace ist ein softwarebasiertes System zur Erkennung von GPS-Spoofing, das hierzu auf ML-Verfahren setzt.

Wie man Innovationen erhebt

Hervorzuheben ist außerdem die Methodik der Projektleitung bzw Arbeitsvorbereitung. Die Spectra Challenge erfolgte unter permanenter Zusammenarbeit mit der aktiven Truppe. Mehrere Projektteams betonten, dass auf diese Art und Weise Tests „en vivant“ möglich wurden – in Laboren lassen sich reale Gefechtsbedingungen oft nur schwer nachstellen.

Analog zum Dogfooding klassischer Softwareprojekte lässt sich auch hier abschließend feststellen, dass die frühe Einbindung von Nutzern für das Endergebnis Vorteile bringt.

In eigener Sache: ucnet FTW

Wer Mikrocontroller.net liest, gewinnt. Sowohl der Erst- als auch der Zweitplatzierte im Practice Track sowie zumindest einer der Preisträger im Moonshot track sind in der Leserschaft vertreten. Hier einige Fotos von Teilnehmern mit dem Newsautor.

In eigener Sache: Bilder sind mies, wir wissen das

Aus rechtlichen und/oder organisatorischen Gründen war es dem Newsautor nicht möglich, bessere Bilder zu liefern. Es wird gebeten, von Rückfragen in dieser Sache abzusehen.

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Kommentare

#7975890
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Johnny B. schrieb:

Die Entwicklung und Herstellung von Kriegsmaterial scheint wieder völlig salonfähig geworden zu sein.

Ja. Leider. Uns wäre es allen lieber, es wäre nicht so, aber wir haben nunmal den durchgeknallten Russen mehr oder minder vor der Haustür. Und das Problem bei verrückten ist: Man weiß nie, wann sie etwas ernst meinen.

Insgesamt finde ich das ganze Drohnen-Abwehr Thema sowieso schwierig. Es wird viel zu viel Geschiss darum gemacht.

Wespen zeigen, wie man Feinde effektiv abwehrt: Ziel suchen, drauf krachen, stechen. Im Fall Drohnen ist alles ein Ziel, das sich in einer gewissen Höhenlage in einem gewissen Umkreis befindet, und sich bewegt.

Ja, das erzeugt Kolateralschäden, aber ist dafür die billigste und schnellste Methode. Man braucht keine hochtrabende Technik; es reicht eine Infrarot-Kamera zur Zielverfolgung. Der Rest ist dann nurnoch, dass man schneller fliegen muss, als der Gegner.

Aber man kann auch Antennenarrays, KI, extrem teure USA-Halbleiter uvm verbauen. macht die Abwehr nicht effektiver, nur teurer.

#7975908
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Mir ist auch aufgefallen, dass Firmen wie Würth, dessen PCBs und Komponenten man bis vor ein paar Jahren nicht für Kriegsmaterial einsetzen durfte, nun eingesetzt werden dürfen. Am Schluss steht dann doch Geld und der Profit über allem. Japanische Hersteller von Elektronischen Komponenten sind da (noch?) zurückhaltender. Das Gute ist, dass von der Technologie auch immer was für den zivilen Bereich abfällt; so können heute auch Privatleute problemlos eine automone Drohne aus kostengünstigem Material und kostenloser Software zusammenbasteln, was bis vor ein paar Jahren noch undenkbar war.

#7975920
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Johnny B. schrieb:

so können heute auch Privatleute problemlos eine automone Drohne aus kostengünstigem Material und kostenloser Software zusammenbasteln, was bis vor ein paar Jahren noch undenkbar war.

ArduPilot gibts schon ein paar Jahre länger als den Krieg, damit ging das doch auch davor schon mit geringem Kostenaufwand, oder was meinst du speziell?

#7975928
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P. S. schrieb:

Johnny B. schrieb:

so können heute auch Privatleute problemlos eine automone Drohne aus kostengünstigem Material und kostenloser Software zusammenbasteln, was bis vor ein paar Jahren noch undenkbar war.

ArduPilot gibts schon ein paar Jahre länger als den Krieg, damit ging das doch auch davor schon mit geringem Kostenaufwand, oder was meinst du speziell?

Ja ich meinte z.B. ArduPilot, aber auch z.B. die rel. günstigen NVidia Jetson Module um mittels KI Videostreams zu verarbeiten.

#7975960
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Tam H. schrieb:

Wer eine 500 Dollar kostende Drohne mit einem 50000 Euro teuren Abfangprojektil aufzuhalten sucht, erlebt – Bill Clintons it’s the economy, stupid ist unvergessen – Schiffbruch.

Bitte nicht auf solche Stammtischparolen setzen. Es ist nicht der Wert der Drohne die zur Abwehr steht, sondern der Wert des Ziels der Drohne.

Wenn eine 500€ Drohne einen 20.000.000€ Panzer zerstört sind 50.000€ für das Abwehrprojektil eine gut investierte Summe.

Wenn man bedenkt das vier Cuttermesser zu je 50 Cent zwei Hochhäuser in Amerika zum Einsturz brachten. Wären da 200$ Dollar für zwei Kabinentür-Schlösser nicht auch exorbitant zu hoch gewesen? 😉

#7976009
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Rene K. schrieb:

Wenn man bedenkt das vier Cuttermesser zu je 50 Cent zwei Hochhäuser in Amerika zum Einsturz brachten. Wären da 200$ Dollar für zwei Kabinentür-Schlösser nicht auch exorbitant zu hoch gewesen? 😉

Google findet nichts dazu. Hast Du da nen Link?

Rene K. schrieb:

Wenn eine 500€ Drohne einen 20.000.000€ Panzer zerstört sind 50.000€ für das Abwehrprojektil eine gut investierte Summe.

Wenn der Feind deine 50.000 Euro Drohnen übersättigt, weil er wegen des günstigen Preises Potenzen mehr davon hat, bringt Dir diese Milchmädchenrechnung auch nichts.

#7976022
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Martin S. schrieb:

Kabinentür-Schlösser nicht auch exorbitant zu hoch gewesen? 😉

Google findet nichts dazu. Hast Du da nen Link?

Er meinte diese Twin-Tower-Piloten. Ist Dir jetzt ein Licht aufgegangen?

Fakt ist, dass Abschuss einer Drohne wenig bewirkt, wenn viele kommen. Betrachten wir die Erfindungen oben als Pilotprojekt. Vom 13. bis 15. Februar 1945 kam auch nicht nur ein Flugzeug nach Dresden.

#7976048
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Lu schrieb:

Fakt ist, dass Abschuss einer Drohne wenig bewirkt, wenn viele kommen. Betrachten wir die Erfindungen oben als Pilotprojekt. Vom 13. bis 15. Februar 1945 kam auch nicht nur ein Flugzeug nach Dresden.

Wie gesagt, geht es darum, Übersättigung zu verhindern. Du hast eine effektive Luftabwehr (Boden-Luft-Raketen), aber jede Rakete kostet Dich 5 Mio. Euro. Du weißt, dass der Feind nur eine endliche Zahl effektiven Bombern/Drohnen hat. Du weißt, dass der Gegner tausende billigster Kleindrohnen hat, die aber allesamt Sprengstoff tragen. Der Gegner macht also genau das, was der Russe in der Ukraine macht: Er schickt hunderte kleiner Drohnen los, und versteckt die Bomberdrohnen hinter diesen Kleindrohnen ("klein" heißt durchaus Shahed).

Der Verteidiger muss nun sehr genau entscheiden, auf welche der 100ten Radar-Targets er seine 5 Mio. Rakete loslässt.

Und die einzige Lösung ist, einen Schwarm von Drohnen mit einem noch größeren Schwarm von Drohnen zu bekämpfen.

Ja, das ist ein Wettgepimmel aber was willst Du machen? Der Feind diktiert die Regeln.

#7976317
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Für mich klingt einiges heir nur nach StartupBullshitBingo"

"Die ACTRANS Gmbh setzt zwecks Verschleierung der zwischen Drohne und Basisstation ausgetauschten Daten auf Codespreizung. Für eine Person, die den eigentlichen Code nicht besitzt, ist das Signal „im Rauschen verschwunden“ und nur schwer zu orten."

  1. Warum nicht einfach Verschlüsseln?
  2. Codespreizung hat, afaik, nichts mit "im Rauschen verschwinden" zu tun, sondern dient zur Fehlerkorrektur.
  3. Actrans ist das nicht eine Beraterfirme?

"Entwickelt wurde ein Tablet, das im Hintergrund mit einem selbst entwickelten Achtkanal-Echtzeitspektralanalysator arbeitet"

Da würden mich mal paar Bilder und die Technischen Daten interessieren.

#7976324
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Tam H. schrieb:

Wer eine 500 Dollar kostende Drohne mit einem 50000 Euro teuren Abfangprojektil aufzuhalten sucht

Wäre es nicht sinnvoll die Ukraine mit deutscher Taktik zu unterstützen?

Einfach Schilder liefern wo drauf steht: "Russische Flugkörper Einschlag verboten!"

So wie bei den Weihnachtsmärkten oder "Messerverbotszonen" (von 20:00 - 06:00 Uhr).

#7976367
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Jens B. schrieb:

Da würden mich mal paar Bilder und die Technischen Daten interessieren.

Die konspirative Entwicklerwerkstatt in Schilda hängt nichts an die große Glocke. Schon ein Ritz am Boot könnte dem Gegner einen wertvollen Hinweis liefern. Bei Friedrich von Schönberg (Entwickler im 1. Stadium der KI) konnte ich bisher keine Hinweise finden, inwiefern hochauflösende Cloud-Lösungen damals erfolgreich waren.

#7976491
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Dergute W. schrieb:

Moin,

Jens B. schrieb:

  1. Warum nicht einfach Verschlüsseln?
  2. Codespreizung hat, afaik, nichts mit "im Rauschen verschwinden" zu tun, sondern dient zur Fehlerkorrektur.

1.) Weil ich dann immernoch sicher weiss, dass da "was ist", auch wenn ich nicht genau weiss, was. 2.) Erweitere dein k in afaik.

Gruss WK

  1. Es dient aber nicht zum verstecken der Daten sondern zum Verschleiern: "Die ACTRANS Gmbh setzt zwecks Verschleierung der zwischen Drohne und Basisstation ausgetauschten Daten auf Codespreizung. "

  2. Hilf mir doch einfach, und gib Infos.

#7976516
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Martin S. schrieb:

Der Verteidiger muss nun sehr genau entscheiden, auf welche der 100ten Radar-Targets er seine 5 Mio. Rakete loslässt.

Und die einzige Lösung ist, einen Schwarm von Drohnen mit einem noch größeren Schwarm von Drohnen zu bekämpfen.

Einfach dem Gegner auch mit Billig-Drohnen bedrohen. Quasi wie wie MAD, man bedroht sich gegenseitig mit der möglichst totalen Zerstörung der Infrastruktur, sich gegenseitig die Städte zu nuken bleibt ja immer noch eine Option. Abwehr von Drohnen wird immer um ein vielfaches monetär und logistisch aufwendiger sein.

Man schaue sich einfach die Front in der Ukraine an, das ist nichts scharf abgegrenztes, sondern ein Killing-Field mit 10-30Km Breite.

(Firma: Q3) #7976806
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Weil es hier die große Kohle zu holen gibt, ist da mit Sicherheit eine Menge Snakeoil im Angebot.

Wäre ich Dohnen-Konstrukteur würde ich eine aus dem SciFi bekannte Methode nutzen: "Raffer-Funk", d.h. keine Dauerverbindung, sondern ultrakurze und gerichtete Bursts in variierendem Zeitraster und Frequenzen bzw. Spread-Spectrum. Die Bodenstation über kilometerweit verteilte Relais die ständig wechseln.

Das soll mir erstmal jemand zeigen, wie man das präzise ortet (und bekämpft). Sicher, unmöglich ist auch das nicht, aber der Aufwand ...

Übrigens: In keinem der in letzter Zeit so spektakulär dargestellten Drohnen-Vorfälle in Westeuropa wurde die Russen zuverlässig indentifiziert. Alles nur großes Medien-Geschrei und Politaffen-Geplapper, weil es gerde so gut in die politische Sau passt, die durchs Dorf getrieben wird.

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#7976819
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Rene K. schrieb:

Wenn man bedenkt das vier Cuttermesser zu je 50 Cent zwei Hochhäuser in Amerika zum Einsturz brachten. Wären da 200$ Dollar für zwei Kabinentür-Schlösser nicht auch exorbitant zu hoch gewesen? 😉

Immerhin kann man die kompletten 1001-Nacht-Geschichten für unter 100 Euro bekommen. Da sind sogar noch ein paar Geschichten über Kreuzritter drin. Die hatten früher auch ihren Spaß. Später dann aber nicht mehr, so kam dann auch der Untergang der Tempelritter.

Die Wagner-Söldner hätten dem ganzen Sterben ein Ende setzen können. Ging aber schlecht, weil die Militärkaste von Großrussland von früher träumt, und nicht aufwachen möchte. Happy Ablebing, oder wie sollte man das nennen? Und was sagt die Elektronik in Richtung künstliche Gliedmaßen?

#7977086
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Frank E. schrieb:

Übrigens: In keinem der in letzter Zeit so spektakulär dargestellten Drohnen-Vorfälle in Westeuropa wurde die Russen zuverlässig indentifiziert. Alles nur großes Medien-Geschrei und Politaffen-Geplapper, weil es gerde so gut in die politische Sau passt, die durchs Dorf getrieben wird.

Die russische Herkunft der Drohnen, die am 9. September 2025 ab ungefähr 23:30 Uhr in Polen eingedrungen sind, ist eindeutig bewiesen. Der "Politaffe" hier bist Du also selbst, die Frage ist nur: bist Du Treiber oder Sau?

#7977095
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Frank E. schrieb:

Wäre ich Dohnen-Konstrukteur würde ich eine aus dem SciFi bekannte Methode nutzen: "Raffer-Funk", d.h. keine Dauerverbindung, sondern ultrakurze und gerichtete Bursts in variierendem Zeitraster und Frequenzen bzw. Spread-Spectrum. Die Bodenstation über kilometerweit verteilte Relais die ständig wechseln.

Geil! Eine aus dem SciFi bekannte Methode. Ultrakurz bedeutet gleichzeitig ultrawenig Informationsgehalt. Gerichtet geht auch nur zum Teil und der Sender muss wissen wohin er das ausrichten soll. Zum Orten ist das egal wie lange man etwas sieht oder hört. Man kann es von verschiedenen Orten aus gleichzeitig hören. Leider wurde die billige OpenSource Lösung von den USA einkassiert. KrakenSDR konnte passives Radar und das schien zu gefährlich.

Jedenfalls ist es eine gute Methode die Information über ein sehr breites Frequenzband zu verteilen und dann unter oder in der Nähe des Rauschens zu bleiben. Das ist schwierig zu detektieren und noch schwieriger zu orten.

#7977105
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Martin S. schrieb:

Der Verteidiger muss nun sehr genau entscheiden, auf welche der 100ten Radar-Targets er seine 5 Mio. Rakete loslässt.

Und die einzige Lösung ist, einen Schwarm von Drohnen mit einem noch größeren Schwarm von Drohnen zu bekämpfen.

Muß eine Drohne denn mit teuren Lenkraketen bekämpft werden? Ich meine, bis vor wenigen Jahren gab es zur Flugabwehr noch Kanonenpanzer wie den Gepard. Reaktivierte Geparden sollen in der Ukraine eine gute Figur machen und eine Drohne wird weniger beschussfest sein als die Kampfflugzeuge, gegen die der Gepard und seine Systeme entwickelt worden sind. Außerdem könnten modernere Flugabwehrpanzer mit kombinierten Kanonen- und Raketensystemen ausgestattet werden, wie es die Sowjetunion bereits in den Siebzigern mit ihren Systemen Tunguska und Panzir gezeigt hat.

Insofern sehe ich Deine Analyse aktuell -- ohne spezifische Drohnenabwehr -- als korrekt an, bezweifle aber, daß sie auch zukünftig gültig bleibt.

(Firma: Q3) #7977142
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Ein T. schrieb:

Die russische Herkunft der Drohnen, die am 9. September 2025 ab ungefähr 23:30 Uhr in Polen eingedrungen sind, ist eindeutig bewiesen. Der "Politaffe" hier bist Du also selbst, die Frage ist nur: bist Du Treiber oder Sau?

Es waren Drohnen nach russischer Bauart. Hinsichtlich der genauen Herkunft gibt es durchaus Zweifel. Da wäre zum Einen die Reichweite, die nicht zur überwundenen Entfernung passt. Ebenso gab es Zweifel hinsichtlich der taktischen Beschriftung. Das "И" ist ein Buchstabe, den Unkrainisch nicht mit Russisch gemeinsam hat. Und ausgerechnet davon stehen gleich zwei auf dem Leitwerk der weitgehend unzerstört "Gelandeten" Drohne ... was wiederum im Russischen nicht vorkommt.

Und zu guter letzt ist der zerstörte Dachstuhl Ergebnis einer polnischen fehlgeleiteten Luft-Luft-Rakete, die sich blöderweise nicht selbst zerstört hat - was absolut üblich ist bei Fehlschüssen. Pech aber auch, dass es ein Blindgänger war, nur mit mechanischer Wirkung, sonst hätte man das völlig zerstörte Haus noch trefflich propagandistisch ausschlachten können.

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#7977164
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Gustl B. schrieb:

Der Gepard hilft dir bei klassischen Flugzeugen, aber nicht bei Drohnen die wendig sind, kleinen Hindernissen ausweichen können und nur wenige Meter über dem Boden fliegen. Da sind dann auch die Grenzen von Radar wegen Bodennähe.

Bereits die begrenzte Reichweite der Kanonen macht klar, daß solche Systeme nur wichtige Ziele, also punktuell verteidigen können. Das relativiert dann auch die eingeschränkten Fähigkeiten des Radars.

Aber auf den Geparden verweise ich nur als (veraltetes) Beispiel. Ein neues Nahbereichsverteidigungssystem hätte andere Fähigkeiten als ein System, das wie der Gepard bereits in den frühen siebziger Jahren und damals primär zur Bekämpfung von Kampfflugzeugen entwickelt wurde, und wäre vielmehr auf eine kosteneffiziente Abwehr von Marschflugkörpern und Drohnen ausgelegt.

Dennoch haben die an die Ukraine gelieferten Geparden eine gute Bilanz, sowohl gegen Drohnen, und in mindestens einem Fall auch gegen einen Marschflugkörper vom Typ KH-101. Völlig wirkungslos, wie Du es darstellst, sind also sogar die alten Geparden also zumindest aktuell offensichtlich noch nicht.

#7977175
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Frank E. schrieb:

Ein T. schrieb:

Die russische Herkunft der Drohnen, die am 9. September 2025 ab ungefähr 23:30 Uhr in Polen eingedrungen sind, ist eindeutig bewiesen. Der "Politaffe" hier bist Du also selbst, die Frage ist nur: bist Du Treiber oder Sau?

Es waren Drohnen nach russischer Bauart. Hinsichtlich der genauen Herkunft gibt es durchaus Zweifel. Da wäre zum Einen die Reichweite, die nicht zur überwundenen Entfernung passt.

Es waren zweifellos russische Drohnen, die aus Belarus gestartet worden sind. Zur Eskalationskontrolle wurde Polen auch von Belarus gewarnt. Die Bauart ist übrigens eine iranische, die die Russen kopieren.

Ebenso gab es Zweifel hinsichtlich der taktischen Beschriftung. Das "И" ist ein Buchstabe, den Unkrainisch nicht mit Russisch gemeinsam hat. Und ausgerechnet davon stehen gleich zwei auf dem Leitwerk der weitgehend unzerstört "Gelandeten" Drohne ... was wiederum im Russischen nicht vorkommt.

Da ist es jetzt aber blöd, daß ich in der Schule zwei Jahre lang Russisch gelernt habe und deswegen mit absoluter Sicherheit weiß, daß das "и" ein Buchstabe im russischen (kyrillischen) Alphabet ist.

Auf der Webseite der "Prawda" [1] kommt der Buchstabe "и" gerade 239 Mal vor. Das erscheint mir recht viel für einen Buchstaben, der nach Deiner Behauptung gar nicht im Russischen vorkommen soll.

Warum verbreitest Du russische Propagandalügen?

[1] https://gazeta-pravda.ru/

#7977184
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Lothar J. schrieb:

Den vorherigen Post von Frank E. gelesen?

Leider.

Stand auch alles in den westlichen Medien.

Rossija Sewodnja ist kein westliches Medium.

Ist es so schwer, Fehler zuzugeben?

Wenn ich Fehler mache, gebe ich sie natürlich zu. Aber hier habe ich keinen Fehler gemacht, und deswegen...

Und sich auch mal dafür bei dem von Dir Angegriffenen zu entschuldigen?

...gibt es keinen Grund für mich, um Entschuldigung zu bitten.

#7977257
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Johnny B. schrieb:

Lu schrieb:

Scheinbar warst Du noch nie dort? "I"=ukrainisch, "И"=russisch

Auch in Bulgarien gibt es den Buchstaben "И". Es könnte somit also auch eine Bulgarische resp. Europäische Drohne gewesen sein.

Oder serbisch.

Aber egal. Die Ukrainer sind böse, die EU ist böse, Trump verdient den Friedensnobelpreis, russisches Gas war billig und Putin verfolgt ein hehres Ziel.

Diese ganzen Narrative verbreiten Botfarmen seit Jahren. Also tun wir mal so, als hätten sie erfolg gehabt, und erweitern stillschweigend die Blockliste auf µC.net um ein paar weitere Namen.

#7977348
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Gustl B. schrieb:

Zum Orten ist das egal wie lange man etwas sieht oder hört. Man kann es von verschiedenen Orten aus gleichzeitig hören. Leider wurde die billige OpenSource Lösung von den USA einkassiert. KrakenSDR konnte passives Radar und das schien zu gefährlich.

Das kann es immer noch. Man muss es nur selbst implementieren, oder irgendwo den Code herbekommen.

(Firma: Q3) #7977448
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Ein T. schrieb:

Da ist es jetzt aber blöd, daß ich in der Schule zwei Jahre lang Russisch gelernt habe und deswegen mit absoluter Sicherheit weiß, daß das "и" ein Buchstabe im russischen (kyrillischen) Alphabet ist.

Auf der Webseite der "Prawda" [1] kommt der Buchstabe "и" gerade 239 Mal vor. Das erscheint mir recht viel für einen Buchstaben, der nach Deiner Behauptung gar nicht im Russischen vorkommen soll.

Warum verbreitest Du russische Propagandalügen?

  1. Ich muss mich korrigieren: Es geht um zwei "ы" , keine "и"

  2. Du hast mich um 180 Grad missverstanden.

Das Zeichen kommt im Russischen vor, im Ukrainischen jedoch nicht. Auf der gefundenen Drohne steht es jedoch gleich zweimal direkt hintereinander, was es so keinerlei Sinn ergibt.

Daraus entstand die Theorie, dass jemand damit unbedingt beweisen wollte, dass die Drohne ohne jeden Zweifel russisch sein muss ...

Angehängte Dateien:
#7977551
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Frank E. schrieb:

  1. Ich muss mich korrigieren: Es geht um zwei "ы" , keine "и"

  2. Du hast mich um 180 Grad missverstanden.

Ich habe Dich nicht mißverstanden, Du hast Unfug geschrieben. Deswegen mußt Du Dich jetzt korrigieren. Allerdings...

Das Zeichen kommt im Russischen vor, im Ukrainischen jedoch nicht. Auf der gefundenen Drohne steht es jedoch gleich zweimal direkt hintereinander, was es so keinerlei Sinn ergibt.

"Keinerlei Sinn" bei einer Abkürzung? Wow, wie ungewöhnlich.

Daraus entstand die Theorie, dass jemand damit unbedingt beweisen wollte, dass die Drohne ohne jeden Zweifel russisch sein muss ...

Das Lustige ist: eine kurze Recherche zeigt, daß es sich bei dieser Drohne um den Typ "Gerbera" ("Гербера") handelt, und Bildersuchen nach "Gerbera drone", "БПЛА Гербера" und "дрон Гербера" zeigen etliche dieser Drohnen. Bei allen Bildern, auf denen ein Schriftzug gelesen werden kann, beginnt er mit "ыы", gefolgt von einer (meist) fünfstelligen Folge von Ziffern, und zwar auch auf etlichen Webseiten aus Rußland, die sich offensichtlich nicht im Geringsten daran stören, daß das angeblich keinen Sinn ergeben soll.

Dann habe ich die von Dir genannte Verschwörungstheorie genauer betrachtet und sie zu einem gewissen "a_nalgin" bzw. Andreij Nalgin zurückverfolgt. Das ist ein Blogger, der die Wahrheit gerne seinem Bedürfnis nach Geltung, Followern und Klicks unterzuordnen scheint. Kurz gesagt: die Quelle der ganzen Story ist ungefähr so seriös und glaubwürdig wie Dieter D. hier im Forum.

Du schreibst, daraus sei eine Theorie entstanden. Das ist Unsinn, wie sich mit weniger als zehn Minuten Recherche im Netz belegen ließ. Insofern ist da keine Theorie entstanden, allenfalls eine Verschwörungstheorie.

Insgesamt stelle ich fest, daß also bereits ein ziemlich dummes und leicht zu widerlegendes Posting eines bekannt unseriösen, sensationsheischenden Bloggers auszureicht, um bei Dir Zweifel an unseren freien Medien, unseren Behörden und Regierungen nicht nur zu wecken -- sondern gar zu behaupten, es sei Fakt.

Wenn Du kein russischer Propagandabot bist, dann solltest Du dringendst(!) an Deiner Medienkompetenz und Deinen antiwestlichen Ressentiments arbeiten.

#7977566
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Gustl B. schrieb:

Der Gepard hilft dir bei klassischen Flugzeugen, aber nicht bei Drohnen ...

Das sehen die Ukrainer anders. Und auch die BW hat das inzwischen wieder gerafft und versucht wieder FLAK zu beschaffen, weil FLARAK und MANPAD zu teuer ist.

Mal als Denkhilfe: Man muss mit der FLAK nicht direkt treffen. Es reicht völlig aus zu wissen, in welcher Höhe das Ziel ist. Dann schießt man die Geschosse mit der Höhe im Zünder ab in die Nähe des Ziels und sie zerlegen sich dort in eine riesige Wolke schnell fliegender Schrapnelle. Oder man zündet sie oberhalb der Flughöhe und lässt das Ziel dann durch den Vorhang an scharfkantigen Metallsplittern fliegen. Klar, geht mit einem Flieger, der 400..900kmh drauf hat besser, als mit einer 120kmh Drohne, aber deren Holzstruktur ist auch nicht so stabil wie Flugzeugalu (oder im Falle der SUs Stahlblech). Zum Teil reicht auch die Druckwelle, um die Drohnen aus der Bahn zu werfen.

Das mussten schon die Alliierten im WK2 schmerzhaft lernen. Die spektakulären Direkttreffer waren da eher selten. Die Bomber wurden mehrheitlich durch Schrapnellwolken zersiebt. Besonders effektiv wurde es, wenn es die Pilotenkanzel erwischt hat. Von daher kann es auch schon ausreichen, einen Splitter in die Steuerelektronik der Drohne zu bekommen, so dass das Teil nicht mehr trifft und abschmiert.

Flakmun ist gemessen am Erfolg unschlagbar billig.

: Bearbeitet durch User
(Firma: Vescomp) #7977604
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Martin S. schrieb:

Ja. Leider. Uns wäre es allen lieber, es wäre nicht so, aber wir haben nunmal den durchgeknallten Russen mehr oder minder vor der Haustür. Und das Problem bei verrückten ist: Man weiß nie, wann sie etwas ernst meinen.

Und das Problem bei den Dummen ist: sie glauben alles was man ihnen serviert. Russen führen keinen Krieg, es ist eine militärische Operation begrenzten Umfangs. Fall die Russen sich jemals entschliessen, (wieder) vor deiner Haustür zu erscheinen, wird das Ganze anders aussehen. Und Amerika wird NIEMALS einen Krieg gegen Russland führen (und umgekehrt), aber Europa ist etwas ganz anderes - in ein paar Monaten wäre das alles vorbei.

#7977610
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Marc V. schrieb:

Und das Problem bei den Dummen ist: sie glauben alles was man ihnen serviert. Russen führen keinen Krieg, es ist eine militärische Operation begrenzten Umfangs. Fall die Russen sich jemals entschliessen, (wieder) vor deiner Haustür zu erscheinen, wird das Ganze anders aussehen.

Und Du glaubst, dass ihr das von Deiner Haustür ausgehend so einfach erfolgreich vollbringt?

Und Amerika wird NIEMALS einen Krieg gegen Russland führen (und umgekehrt), aber Europa ist etwas ganz anderes - in ein paar Monaten

🤢

#7977646
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Ein T. schrieb:

Das Lustige ist: eine kurze Recherche zeigt

Du hast dafür tatsächlich Zeit investiert?

Nichts für ungut. Es ist lobenswert. Aber halt leider ziemlich sinnlos. Menschen glauben, woran sie glauben wollen. Und wenn jemand glaubt, dass die Ukraine hier False Flag Aktionen startet, obwohl sie durch soetwas den internationalen Rückhalt verlieren könnten, und damit im schlimmsten Falle ohne weitere westliche Unterstützung Russland gegenüberstünden, dann ist diejenige Person, die daran glaubt, schon derart tief eingesogen geworden, dass sie auch dem Gegenbeweis nicht mehr glauben wird.

Und gerade in den heutigen KI-Zeiten verschwimmt die Grenze zwischen Fiktion und Realität derart gravierend, dass man faktisch überhaupt nichts mehr glauben darf, was man irgendwo im Internet sieht. Seriöse Berichterstattung ist wichtiger, denn je.

Es hat schon seinen Grund, warum die Tagesschau viele Themen entweder gar nicht, oder nur verspätet aufgreift, wenn der Geifer der Sensationisten schon längst getrocknet ist: Weil fundierte Recherche Zeit kostet.

Gast #7977670
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Martin S. schrieb:

Und gerade in den heutigen KI-Zeiten verschwimmt die Grenze zwischen Fiktion und Realität derart gravierend, dass man faktisch überhaupt nichts mehr glauben darf, was man irgendwo im Internet sieht. Seriöse Berichterstattung ist wichtiger, denn je.

Senator Hiram Warren Johnson, 1918: "The first casualty when war comes is truth". Das war vor einhundert Jahren wahr, und heute mit den Moeglichkeiten der KI kannst Du Wahrheit und Luege nicht mehr unterscheiden.

#7977694
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Georg M. schrieb:

1879: "Es wird nie mehr gelogen als vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd."

Fälschlich zugeschrieben: https://de.wikiquote.org/wiki/Otto_von_Bismarck

Darum werden ja auch oft ehemalige Schauspieler als Präsidenten oder sonstige Führungskräfte installiert. Es gibt natürlich auch umgekehrt, viele Politiker mit schauspielerischen Fähigkeiten. Von da her ist es nicht verwunderlich, wenn solche dann als Politikdarsteller bezeichnet werden. Die wahren Entscheidungen werden im Hintergrund getroffen von NGOs, Lobbyisten und sogenannten Expertenteams.

#7977725
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Martin S. schrieb:

Ein T. schrieb:

Das Lustige ist: eine kurze Recherche zeigt

Du hast dafür tatsächlich Zeit investiert?

Ja, das habe ich. Denn ich glaube, man darf die russische Propaganda nicht unwidersprochen stehen lassen, sonst fühlen sich ihre Verbreiter bestärkt.

Außerdem könnten womöglich gar Dritte diesen böswilligen Aussagen glauben, oder zumindest verunsichert werden -- was ja letztlich genau das ist, was russische Propaganda bezweckt. Dieser Verunsicherung kann ich aber nur mit überprüfbaren und seriösen Informationen begegnen.

Nichts für ungut. Es ist lobenswert. Aber halt leider ziemlich sinnlos.

Bei den Verbreitern russischer Propaganda ist das leider wahrscheinlich. Aber hier lesen ja noch andere Menschen mit, und vielleicht -- hoffentlich -- kann ich dem einen oder andern ein wenig Orientierung und Sicherheit zurückgeben.

Dazu muß das, was ich sage, überprüfbar seriös sein -- auch um einen Gegensatz zur russischen Propaganda zu bieten, die uns mit Gerüchten verwirren und unser Vertrauen in unsere Gesellschaft und Akteure unterminieren will.

#7977739
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Thomas W. schrieb:

Senator Hiram Warren Johnson, 1918: "The first casualty when war comes is truth". Das war vor einhundert Jahren wahr, und heute mit den Moeglichkeiten der KI kannst Du Wahrheit und Luege nicht mehr unterscheiden.

Das war sicherlich im Jahre 1918 wahr, als es auch in den USA eine starke Zensur und staatliche Kontrolle nach dem Espionage Act von 1917 und dem Sedition Act von 1918 gab, und sogar die Post streng kontrolliert wurde. Heutzutage, wo nahezu jeder ein Mobiltelefon mit Kamera hat und es freie Medien gibt, lassen sich Informationsflüsse kaum mehr kontrollieren.

Ein beeindruckendes Beispiel dafür stellen die Recherchen des Netzwerks "Bellingcat" zum Abschuß von MH17 [u.a. 1] dar. Dort wird der Weg des Raketenwerfersystems BUK, mit dem die prorussischen Separatisten das Verkehrsflugzeug abgeschossen haben, genau dokumentiert und belegt, um lediglich ein prominentes Beispiel zu nennen.

[1] https://www.bellingcat.com/app/uploads/2015/10/MH17-The-Open-Source-Evidence-DEU.pdf

#7977746
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Ein T. schrieb:

Ein beeindruckendes Beispiel dafür stellen die Recherchen des Netzwerks "Bellingcat" zum Abschuß von MH17 [u.a. 1] dar. Dort wird der Weg des Raketenwerfersystems BUK, mit dem die prorussischen Separatisten das Verkehrsflugzeug abgeschossen haben, genau dokumentiert und belegt, um lediglich ein prominentes Beispiel zu nennen.

[1] https://www.bellingcat.com/app/uploads/2015/10/MH17-The-Open-Source-Evidence-DEU.pdf

Und ab und zu unterlaufen der russischen Propaganda auch Fehler, hier einer zu MH17:

https://www.youtube.com/watch?v=tSiy5pl3Se4

Und noch ein "lustiger" Fehler der russischen Propaganda:

https://www.derstandard.de/story/2000135215974/russischer-geheimdienst-verwechselt-offenbar-sim-karten-mit-dem-spiel-die

#7977751
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Wofür genau wurden noch mal Panzer gebaut? Achja, um den Projektilen der Infanterie zu widerstehen. Also man baut Geräte im Millionenbereich um damit Projektile im einstelligen Bereich aufzuhalten. Klingt noch ein wenig absurder als 500 Euro mit 50.000 Euro abzufangen ;)

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7977784
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M. K. schrieb:

Wofür genau wurden noch mal Panzer gebaut? Achja, um den Projektilen der Infanterie zu widerstehen. Also man baut Geräte im Millionenbereich um damit Projektile im einstelligen Bereich aufzuhalten. Klingt noch ein wenig absurder als 500 Euro mit 50.000 Euro abzufangen ;)

mittlerweile sollen die allerdings auch erheblich teureren Projektilen stand halten.

Und natürlich auch einer aufgebrachten Bevölkerung, die man unterdrücken will.

(Firma: Vescomp) #7977800
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Martin S. schrieb:

Es ist bemerkenswert, wie Du hier 1:1 russische Propagandasprache des Kreml benutzt.

Nein, ich bin nur realistisch. Damals, als 19 Mitglieder der NATO Yugoslawien angegriffen und zerbombt haben, ohne Genehmigung der UN - das war OK? Als Kosovo weggenommen wurde, entschuldigung, geraubt wurde, trotz Resolution 1244 der UN - das war OK? Die ersten Opfer der Bundeswehr nach dem WWII waren serbische Zivilisten in serbischen Provinz Kosovo i Metohija - das war OK? Und jetzt werden von Euch scheinheiligen Moralisten Sprüche von territorialer Integrität geklopft - das ist OK? Territoriale Integrität gilt nur für Ukraine, aber nicht für Serbien - das ist OK? Wenn ich solch eine doppelmoralische Person wäre wie Ihr, wurde ich mich glatt erschiessen.

: Bearbeitet durch User
#7977834
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Marc V. schrieb:

Territoriale Integrität gilt nur für Ukraine, aber nicht für Serbien - das ist OK? Wenn ich solch eine doppelmoralische Person wäre wie Ihr, wurde ich mich glatt erschiessen.

Wurde dort annektiert? Wer hindert Serbien und Kosovo an einer Wiedervereinigung? Wäre es dir lieber gewesen wenn Dschihadisten auf Seiten der Muslime in Jugoslawien gekämpft hätten?

(Firma: Vescomp) #7977843
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G. K. schrieb:

Wer hindert Serbien und Kosovo an einer Wiedervereinigung?

Warum soll sich Serbien mit seiner eigener Provinz wiedervereinigen? Es gibt Resolution 1244 der UN, dort steht was Kosovo und Metohien ist - Autonome serbische Provinz. Aber für Deutschland ist es ein unabhängiges Staat, also wird eine Resolution der UN direkt ignoriert und dagegen verstoßen. Und nicht nur Deutschland - alle Staaten die heute lauthals von der territorialer Integrität Ukraine schreien und über russische Agression Krokodiltränen vergießen, haben das auch getan. Wenn das keine doppelte Moral ist - was ist es dann?

(Firma: Vescomp) #7977852
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G. K. schrieb:

Wäre es dir lieber gewesen wenn Dschihadisten auf Seiten der Muslime in Jugoslawien gekämpft hätten?

Die haben das aber getan, informiere dich ein bisschen über Krieg in Bosnien. Und dann haben die Muslims in Bosnien aus Konfession eine Nation gemacht, so dass es jetzt eine ganz neue Nation in Europa gibt - Bosniaken. Entstanden 1991 in Hotel Holyday Inn in Sarajevo, von Euch herzlichst begrüßt. Gratuliere.

#7977871
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Marc V. schrieb:

Martin S. schrieb:

Es ist bemerkenswert, wie Du hier 1:1 russische Propagandasprache des Kreml benutzt.

Nein, ich bin nur realistisch. Damals, als 19 Mitglieder der NATO Yugoslawien angegriffen und zerbombt haben, ohne Genehmigung der UN - das war OK? Als Kosovo weggenommen wurde, entschuldigung, geraubt wurde, trotz Resolution 1244 der UN - das war OK? Die ersten Opfer der Bundeswehr nach dem WWII waren serbische Zivilisten in serbischen Provinz Kosovo i Metohija - das war OK? Und jetzt werden von Euch scheinheiligen Moralisten Sprüche von territorialer Integrität geklopft - das ist OK?

Du betreibst Whataboutism. Du gehst nicht auf meine Aussage der Propagandasprache ein, sondern schreibst Nebelkerzen aus über 25 Jahre alten Vorgängen.

Es ist richtig, dass der Angriff auf Jugoslavien 1999 kein Mandat des UN-Sicherheitsrates hatte. Völkerrechtler sprechen hier von einem illegalen, aber nicht von einem illegetimen eingreifen. Zudem war es nicht ein Konflikt, sondern viele, parallel ablaufende Vorgänge, die zu dem Eingriff geführt haben. Es gab nicht den einen Auslöser.

Der Vergleich mit dem Kosovo ist hier ebenso wenig zutreffend. Resulotion 1244 bestätigt die Souveränität Jugoslawiens/Serbiens über Kosovo, aber auch eine internationale Verwaltung des Gebiets. Die Unabhängigkeitserklärung vom Kosovo in 2008 war völkerrechtlich hoch umstritten. Der Internationale Gerichtshof hat 2008 entschieden, dass die Unabhängigkeitserklärung als solche nicht gegen internationales Recht verstieß. Vorangegangen war ein jahrelanger Bürgerkrieg, ethnische Vertreibungen.

Das Argument mit dem 2. WK ist nichts als eine Emotionalisierung, um Empörung zu erzeugen, und Kritik an Russlands Verhalten heuchlerisch darzustellen. Das wird den Opfern im Kosovo überhaupt nicht gerecht. Es ist richtig, dass sich die Bundeswehr 1999 im Rahmen des Nato-Einsatzes an Luftschlägen beteiligt hat, und dabei traurigerweise Zivilisten ums Leben gekommen sind. Daraus folgt aber nicht, dass Deutschland das Verhalten Russlands nicht kritisieren darf. Es geht hier nicht um Schuld und Gegenschuld.

Territoriale Integrität gilt nur für Ukraine, aber nicht für Serbien - das ist OK?

Es gibt hier kein Entweder-Oder, auch wenn Du das hier so darstellst. Es gilt nur zwei Dinge zu prüfen, die unabhängig voneinander sind: 1) Hat Russland die territoriale Intigrität der Ukraine verletzt? 2) Hat der Westen/NATO/UN damals die territoriale Intigrität des Kosovo/Serbien verletzt? Es besteht kein Kausalzusammenhang zwischen weiden Fragen und müssen unabhängig voneinander behandelt werden.

Wenn ich solch eine doppelmoralische Person wäre wie Ihr, wurde ich mich glatt erschiessen.

Auch das ist kein Argument. Es ist ad-hominem und eine gnadenlose Übertreibung und zielt nur darauf ab, die Gegenseite als moralisch verkommen darzustellen und zu diskreditieren. Das ist keine inhaltliche Auseinandersetzung.

Dein Beitrag zielt auf Misskredit, Übertreibung und Ablenkung ab, aber die Aussage, dass Du Propagandasprache des Kreml nutzt, entkräftest Du nicht.

#7977878
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Die Rüstungsindustrie Westeuropas ist immer noch insuffizient und rückständig. Deswegen gibt es keinen Frieden in Europa. Denn nur der Stärkere kann Frieden sichern und den potenziellen Aggressorstaat in Schach halten.

Ein Bär hat nur vor einem größeren Bären Respekt.

#7977883
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Marc V. schrieb:

G. K. schrieb:

Wer hindert Serbien und Kosovo an einer Wiedervereinigung?

Warum soll sich Serbien mit seiner eigener Provinz wiedervereinigen?

Nach serbischem Verfassungsrecht ist der Kosovo bis heute eine serbische Provinz. Der Internationale Gerichtshof hat allerdings die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo als solche akzeptiert, weshalb viele Staaten den Kosovo als unabhängig akzeptiert haben.

Es gibt Resolution 1244 der UN, dort steht was Kosovo und Metohien ist - Autonome serbische Provinz.

Resolution 1244 spricht durchgehend von „Kosovo“ im Rahmen der „Bundesrepublik Jugoslawien“ und bekräftigt deren Souveränität und territoriale Integrität; sie benutzt weder den Begriff „Kosovo i Metohija“ noch das Label „autonome serbische Provinz“.

Darüber hinaus war die Resolution 1244 ein Übergangsbeschluss und hat, entgegen serbischer Lesart, eben keinen dauerhaften Charakter.

Aber für Deutschland ist es ein unabhängiges Staat, also wird eine Resolution der UN direkt ignoriert und dagegen verstoßen. Und nicht nur Deutschland - alle Staaten die heute lauthals von der territorialer Integrität Ukraine schreien und über russische Agression Krokodiltränen vergießen, haben das auch getan.

Im Kosovo-Fall ging es völkerrechtlich um eine (umstrittene) Sezession: Vertreter des Gebietes erklären sich selbst für unabhängig; kein anderer Staat erhebt Anspruch auf das Gebiet als eigenes Staatsgebiet.

Die Ostukraine, und die Krim, wurden von Russland hingegen längst annektiert.

Es sind zwei grundverschiedene Vorgänge.

Wenn das keine doppelte Moral ist - was ist es dann?

Bildung.

#7977891
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Marc V. schrieb:

Martin S. schrieb:

Es ist bemerkenswert, wie Du hier 1:1 russische Propagandasprache des Kreml benutzt.

Nein, ich bin nur realistisch.

Kein bisschen.

Damals, als 19 Mitglieder der NATO Yugoslawien angegriffen und zerbombt haben, ohne Genehmigung der UN - das war OK?

Hier [1] findest Du eine (leider unvollständige) Liste der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates in Bezug auf den Zerfall des ehemaligen Jogoslawien. Dort fehlen aber noch mindestens die Resolutionen 781, 816, und weitere.

Richtig ist allerdings, daß einige Völkerrechtler den Einsatz der Nato 1999 im Kosovo für völkerrechtswidrig halten. Das kann man so sehen. Letztlich ging es dabei darum, weitere serbische Kriegsverbrechen -- auch unter dem Eindruck des Massakers von Srebrenica -- zu verhindern. Damit den brutalen Angriffskrieg Rußlands gegen die Ukraine rechtfertigen zu wollen, ist nur ein besonders widerwärtiger Whataboutism der russischen Kriegspropaganda. Insofern...

Wenn ich solch eine doppelmoralische Person wäre wie Ihr, wurde ich mich glatt erschiessen.

...bist Du sicherlich der Letzte, der von Doppelmoral sprechen darf.

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_United_Nations_Security_Council_Resolutions_related_to_the_conflicts_in_former_Yugoslavia

#7977901
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Marc V. schrieb:

Warum soll sich Serbien mit seiner eigener Provinz wiedervereinigen? Es gibt Resolution 1244 der UN, dort steht was Kosovo und Metohien ist - Autonome serbische Provinz.

Resolution 1244 hat das Ziel verfolgt, die Gewalt zu beenden, und regelt die Einrichtung der United Nations Interim Administration Mission in Kosovo. Die UNMIK schafft allerdings nur eine Übergangsregelung, wie ausdrücklich aus dem Wort "Interim", also "Übergang", in der Bezeichnung eindeutig hervorgeht.

Aber für Deutschland ist es ein unabhängiges Staat, also wird eine Resolution der UN direkt ignoriert und dagegen verstoßen. Und nicht nur Deutschland - alle Staaten die heute lauthals von der territorialer Integrität Ukraine schreien und über russische Agression Krokodiltränen vergießen, haben das auch getan.

Mittlerweile haben 118 von 193 Staaten der Welt die souveräne Staatlichkeit des unabhängigen Kosovo anerkannt, eine Liste findest Du hier: [1]. Auch aus völkerrechtlicher Sicht ist der Kosovo ein unabhängiger Staat, es gibt ein Staatsvolk (übrigens keine Serben, die stellen lediglich ungefähr 1,6% der dortigen Bevölkerung), ein Staatsgebiet und eine Staatsmacht, mithin alles, was ein Völkerrechtssubjekt qualifiziert.

Wenn das keine doppelte Moral ist - was ist es dann?

Es ist serbischer Nationalismus. Der nationalistische Unfug ist in den Staaten des ehemaligen Jugoslawien ja leider immer noch nicht überwunden.

Und jetzt hör bitte auf, diesen Thread für Deinen nationalistischen Quatsch zu kidnappen. Vielen Dank.

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/International_recognition_of_Kosovo

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