Hallo,
ich bin derzeit hauptsächlich bei Flipperautomaten aktiv,
habe aber auch noch ein paar alte Arcade-Boards rumliegen.
Jetzt möchte ich ein Arkanoid Board reaktivieren und da fehlt ein MC68705P5S.
Den Chip im Keramikgehäuse habe ich hier und auch das Programmierfile.
Mir fehlt leider eine Programmiermöglichkeit.
Ich weiß, dass im Datenblatt ein einfaches Programmiergerät beschreiben ist, aber das für nur einen Chip zu bauen, lohnt nicht wirklich.
Kann mir hier jemand den Chip gegen Aufwandentschädigung programmieren?
"Programmieren" ist hier eher ein abschreckender begriff!
Denn Programmiert ist er ja schon, das hex File...
Du willst dein Baustein "gebrannt" haben!
Wenn sich hier kaum o. gar keiner meldet evtl. den Betreff ändern auf zB: "Wer brennt mir...".
Ich habe die device list meines Data I/O Sprint Expert konsultiert. Im Prinzip ja, aber mit Adapter S470, und den habe ich nicht :-( Da ist wahrscheinlich ein Quarz drauf und ein paar Brücken, damit die SW ihn erkennt.
Wenn Du jemanden findest, der Dir ein EPROM programmiert, dann kannst Du auch die im Datenblatt https://bitsavers.trailing-edge.com/components/motorola/6805/68705P5_Nov83.pdf auf Seite 18 beschriebene Programmierschaltung aufbauen. Der Controller fährt in einem Testmode hoch und kopiert sich die Daten aus dem EPROM.
Ich weiß, dass im Datenblatt ein einfaches Programmiergerät beschreiben
ist, aber das für nur einen Chip zu bauen, lohnt nicht wirklich.
Eine mir hier vorliegende Schaltung für einen PC-Parallelport
Programmierer, für den 68HC705K1, besteht im wesentlichen aus
einer DB-25 Buchse, einem IC-Sockel, und einem TL497 um die
"Programmierspannung" zu erzeugen. Die schafft ein MAX-232 mit
seinen Ladungspumpen aber auch, wie ich aus eigener Erfahrung weiss.
Ein Schwingquarz für den Takt fehlt erstaunlicherweise.
Das liegt wohl am "parallelen" Programmieralgorithmus.
Für die Programmierung selbst, gibt es dann ein kleines Progrämmchen,
dass an den passenden Bits wackelt.
Das sieht aufwandsmässig alles recht überschaubar aus.
Eine mir hier vorliegende Schaltung für einen PC-Parallelport
Programmierer, für den 68HC705K1, besteht im wesentlichen aus
einer DB-25 Buchse, einem IC-Sockel, und einem TL497 um die
"Programmierspannung" zu erzeugen.
Hast Du mal auf den Kalender geguckt?
Und trotzdem hast Du "PC-Parallelport" geschrieben.
Und trotzdem hast Du "PC-Parallelport" geschrieben.
Ich bin gerade im Begriff, einen alten Thinkpad + Dockingstation in den E-Schrott zu geben. Ist irgendein Linux drauf, bootet noch, und das Teil hat einen Parallelport. ;-)
Nur, falls jemand sowas vielleicht doch noch braucht …
(...) Die schafft ein MAX-232 mit
seinen Ladungspumpen aber auch, wie ich aus eigener Erfahrung weiss.
26 V aus einem MAX-232? Hängst Du da eine Kaskade als Verdreifacher
dran?
Wie kommst du auf 26 V?
Die "Programmierspannung" schaltet nur den Testmodus ein.
Dafür reichen regelmässig ca. 10 V.
Der Schaltungsausschnitt ist von einem MC68HC705B32 Board.
Mit dem dazugehörigem Debugger, kann ich dessen internes
EPROM/EEPROM auch über den seriellen Port programmieren.
Die Dockingstation von einem alten FuSi-Notebook (i5), hat neben
einem Parallelport auch noch einen echten seriellen Port.
Eigentlich sind es 21 +/-1 V. Die im Datenblatt angegebene Schaltung wird aber mit 26 V versorgt und erzeugt daraus die Vpp
Die "Programmierspannung" schaltet nur den Testmodus ein.
Dafür reichen regelmässig ca. 10 V.
Die hot-electron injection braucht Leistung. Lt Datenblatt bis zu 30 mA für eine Dauer von 50 ms. 10 V reicht nicht aus, um die Ladungsträger sicher ins floting gate zu befördern. Spätere Generationen der EPROM-Technologie mit feinerer Strukturbreite kamen tatsächlich mit Vpp = 12 V aus, aber davon sind wir noch weit weg.
Der MC68705P5S hat keinen seriellen Bootloader. Der hat nichtmal eine UART, nur einen Timer.
Also mein alter BeeProg+ kann den Chip programmieren, nur nicht zurücklesen. Allerdings steht in der Liste nur der 68705P5 ohne S drinnen. Hat das was zu sagen? Ansonsten: für "Brenn"-Aufträge gerne Kontakt per PN!
Also mein alter BeeProg+ kann den Chip programmieren, nur nicht
zurücklesen. Allerdings steht in der Liste nur der 68705P5 ohne S
drinnen. Hat das was zu sagen?
S bedeutet Keramik mit Glasfenster, L bedeutet schwarzes Kunststoffgehäuse. Zum brennen macht das keinen Unterschied, zum Löschen schon.
Hallo,
danke für die vielen Antworten und sorry für den Buchstabendreher im Titel.
Thermit fand ich auch schon immer cool. Mein Chemielehrer hat das damals im Unterricht vorgeführt aber leider eine Kleinigkeit (Sand) vergessen. Das Ergebnis ließ sich noch jahrelang im Labortisch bewundern.
Ob der Chip nun programmiert oder gebrannt wird ist mir eigentlich egal, das Ergebnis zählt!
Das Problem ist tatsächlich eher der passende Adapter. Viele Programmiergeräte - darunter auch mein Hilo All07 - brauchen dafür einen speziellen Adapter, den natürlich kaum jemand hat.
Mit dem Beeprog könnte es aber tatsächlich gehen.
Also PN an Helmut.
S bedeutet Keramik mit Glasfenster, L bedeutet schwarzes
Kunststoffgehäuse. Zum brennen macht das keinen Unterschied, zum Löschen
schon.
Nicht ganz - ein Fenster zum Löschen haben beide Gehäuse.
S ist das weit verbreitete aus dunkelgrauer Keramik und L ist das aus weißer oder violetter Keramik mit Fenster in einer aufgesetzten Metallplatte.
Einen gebrauchten 68705P3S hätte ich da. Worin genau der Unterschied zwischen P5 und P3 besteht habe ich nicht herausgefunden.
Die Brücke auf Pin 3 beim beeprog ist VCC. Der Treiber an diesem Anschluss kann den benötigten Strom nicht liefern und deshalb muss der von einem geeigneten Pin "importiert" werden.
Nicht ganz - ein Fenster zum Löschen haben beide Gehäuse.
S ist das weit verbreitete aus dunkelgrauer Keramik und L ist das aus
weißer oder violetter Keramik mit Fenster in einer aufgesetzten
Metallplatte.
Leider ist keine Beschriftung vorhanden, das wird ein 68HC705B16 Entwicklungsmuster sein. In der Serie hatten wir die dann ohne Fenster. Ein weißer mit aufgesetzt goldener Platte müsste auch noch da sein, aber versteckt sich vor mir.
Ich habe auch einiges mit der EEPROM-Variante 68HC805B6 gemacht und sogar noch ICs und fertige Platinen im Regal. Ein 386er samt Eigenbau-Programmierhardware verstaubt hier seit Jahren. Irgendwie schade, aber andererseits fehlt mir die Motivation, damit quasi neu anzufangen, ich habe so ziemlich alles davon vergessen.
Leider ist keine Beschriftung vorhanden, das wird ein 68HC705B16
Entwicklungsmuster sein.
Sehr schick. ☺
Eigenbau-Programmierhardware verstaubt hier seit Jahren. Irgendwie
schade, aber andererseits fehlt mir die Motivation, damit quasi neu
anzufangen, ich habe so ziemlich alles davon vergessen.
Die Instruktionsliste, ist wie die Peripherie /sehr/ übersichtlich.
Erwähnenswert ist die 8 bit x 8 bit Multiplikation.
Dafür kann der Stack nur den PC (program counter) bedienen.
Fast alles geht mit einem 68HC08, oder noch moderner, viel einfacher.
Für den B16/B32 habe ich hier zwei passende Monitorprogramme
für DOS/Win16. Falls du also "refreshen" willst... ☺
Der braucht an "spezieller" Hardware, eigentlich nur einen 5 Volt
MAX232 (bzw. kompatible) für die Kommunikation mit dem Hostmonitor
und die Erzeugung der Schaltspannung für den Testmodus.
Einen gebrauchten 68705P3S hätte ich da. Worin genau der Unter-
schied zwischen P5 und P3 besteht habe ich nicht herausgefunden.
Der P5 hat bei den Hardware Features einen Punkt mehr:
EPROM Security Features (Hardware and Software)
siehe Seite 7, 10 und 17:
bit b3 im MOR (Mask Option Register $784): SNM (Secure / Nonsecure Mode)
Wenn dieses Bit auf 0 programmiert ist, kann man den Bootstrap-Program-Modus nicht mehr nutzen.
Das oben genannte Bitsaver-PDF ist durchsuchbar.
Hier finde ich noch folgendes:
To enter the secure mode, bit 3 of the mask option register
must be programmed to a logic one and memory locations $782
and $783 must be programmed with $20 and $FE respective.
Ist das eine Security-Lücke?
20 FE bedeutet BRA Branch Always to ifself.
Damit soll verhindert werden, dass man vom User-Eprom in den 115 Bytes langen Bootloader (der in $785 beginnt) springt.
Der Unterschied zum P4: dieser hat ein Standby-RAM, das mit Pin 6 versorgt wird:
The Vpp line (pin 6) in the MC68705P5 must be tied to
VCC for normal operation. In the MC6805P2, pin 6 is
the NUM pin and is grounded in normal operation.
The MC6805P4 uses pin 6 for VSB which is normally tied
to Vcc, as with the MC68705P5.
The MC6805P4 provides a standby RAM feature which
is not available on the MC68705P5.
Beim 68705P2 ist das Pin6 NUM.
Mein genereller Wunsch an die Dokumentation: nicht nur die Features auflisten, sondern klar die Unterschiede zwischen ähnlichen Produkten herausstellen.