Hat jemand einen halbwegs verlässlichen Wert für den Strom eines Magnetschalters (!) zur Hand?
Es geht um einen Kleinstwagen Smart 450 (Benzin) mit 0,8kW Anlasser.
Muss aber nicht unbedingt der Strom von diesem Wagen sein, wird beim Golf oder so auch nicht um Grössenordungen anders sein.
Innenwiderstand zwischen Kl.50 und Anlasseranschluss wäre auch ok :-)
Messe da 0,6 Ohm: zu wenig?
Viel zu wenig. Die Einrückspule braucht einige wenige Ampere.
Das hab ich nicht so in Erinnerung.
Für einen kurzen Monment ist die Stromaufnahme sehr hoch (Das Einrücken des Ritzels braucht Kraft) - sobald der Magnetschalter geschlossen hat reduziert sich die Stromaufnahme deutlich. (Der Haltestrom ist geringer)
Viel zu wenig. Die Einrückspule braucht einige wenige Ampere.
Das hab ich nicht so in Erinnerung.
Für einen kurzen Monment ist die Stromaufnahme sehr hoch (Das Einrücken
des Ritzels braucht Kraft) - sobald der Magnetschalter geschlossen hat
reduziert sich die Stromaufnahme deutlich. (Der Haltestrom ist geringer)
Da wird die Erinnerung bei mir wohl wirklich daneben liegen. Ich hab gerade mal nachgesehen was die Hersteller da so für Leitungsquerschnitte verlegen, und bin auf 4qmm gestoßen.
siehe:
https://www.kfz-tech.de/Biblio/Batterie_Generator/Magnetschalter.htm
Es gibt normalerweise zwei Wicklungen.
Eine Einrückwicklung und eine Haltewicklung. (Anfangs liegen beide parallel)
Sobald der Magnetschalter durchschaltet wird die Einrückwicklung nicht mehr bestromt und der Haltestrom (vom Zünschloss) wird deutlich geringer.
Hat jemand einen halbwegs verlässlichen Wert für den Strom eines
Magnetschalters (!) zur Hand?
Es geht um einen Kleinstwagen Smart 450 (Benzin) mit 0,8kW Anlasser.
Nach meiner Schätzung kann der Strom durchaus 15 A / 5 A betragen.
Vor vielen Jahren hat mir das ein sehr guter Autoelektriker erklärt.
(An die Stromwerte kann ich mich aber nicht genau erinnern.)
Auch die Groteske, dass das Kabel oft sehr dünn und die Absicherung entsprechend klein ist.
Es dauert eben nur sehr kurz.
Ob dein Starter auch so funktioniert kann ich nicht sagen - aber ein klassischer Starter funktioniert so.
Bei VW Industrie Motoren im Gabelstapler und bei alten Golf/Jutta ist das nicht mehr als 1,5 Quadrat.
Vor über 30 Jahren habe ich ein paar Male die 4-6A gemessen.
Da war das noch "Jugend forscht". Die letzten 15 Jahre habe ich nicht einmal mehr Diagnosen gemacht, sondern entweder schon gewusst wo der Fehler lag oder nach Fehlerliste und Plausibilität repariert. Da misst man, wenn überhaupt, noch ein bis zwei Werte.
Habe mir gerade noch dein verlinktes Schaltbild angesehen. Da gibt es unter U145 dann auch 1,5 Quadrat.
Es gab beim Smart mal einen Anlasser, der hatte eine kleine Platine im Magnetschalter, so richtig mit MC und so. Die hatten dann ein 0,75 qmm Kabel dran. Gab immer Ärger mit Austauschanlassern, die hatten die Platine nicht.
Normalerweise ist da ein 1,5 qmm Kabel dran (Kl. 50). Und ja, da fließt eine Menge Strom, daher ist der Normspannungsabfall für dieses Kabel ja auch 1,4V.
Der Ersatz-Anlasser traf ein und gleich nachgemessen: über einen 1mOhm-Widerstand das Oszilloskop angeschlossen, nur Klemme 50 (Magnetschalter), ohne Kl.30 (Batt+ an Anlasser).
Der Strom ist viel höher als erwartet, selbst bei dem kleinen Anlasser für einen 700cm³ Turbo, also eher niedrige Verdichtung. Für etwa 25ms 30A, danach 40A. Dabei dreht der Anlasser langsam sogar ohne Kl30 auf dem Werktisch.
Der Magnetschalter hat 0,3 Ohm.
Der Alte hat das auch, wegen Messfehler (Spannungsabfall Zuleitungen) zuerst falsch interpretiert. Fehler liegt im Motor, der ist "hochohmig" geworden. Warum weiß ich nicht.
Der Kleine läuft mit dem neuen Anlasser wieder. Anbei die Kl30 Strommessung. Anderer Zeitbereich und 50A/div. Der Anlasser incl Magnetschalter zieht kurzzeitig über 300A.
Magnetschalter allein konnte ich nicht messen, verbietet die Einbausituation beim Smart. Dessen Einrückstrom von 40A sieht man auch hier. Sobald der Anlassermotor auf Touren kommt, geht der wahrscheinlich schnell zurück.
Interessehalber den defekten Anlasser gestern Abend geöffnet: eine Bürste ist abgebrannt. Der Kommutator sieht auch nicht mehr so toll aus.
Hätte man Zugang zu hochwertigen Kohlebürsten und wäre der Anlasser im Smart nicht so hoffnungslos verbaut, hätte man eine Aufarbeitung versuchen können.
Mit ein wenig Glück könnte man den Kollektor noch einmal abdrehen.
Wenn der Anlasser bei Anschluss nur von Klemme 50 zu drehen beginnt, kommt mir das komisch vor, aber kann irgendwie so geschaltet sein, daß der Strom des Magnetschalters mit über den Motor fließt. Dann überbrückt der Magnetschalter allerdings den eigenen Schalt-Stromkreis, keine Ahnung ob das so viel Sinn ergibt.
Ach so ein exotischer Schrott. Naja egal, repariert heute sowieso keiner mehr selbst. Anlasser wird im Klumpen ausgetauscht und weggeschmissen bzw. bei der Überholung dürfen sich andere 'nen Kopf drum machen.
Unterscheiden zwischen PKW (Nebenschluss) und LKW (Hauptschluss) Anlasser. Daraus wird klar, warum gemächliches Drehen nur mit Kl.50 geht.
Hätte auch ein Überholversuch riskiert, wäre es ein Golf oder so gewesen. Aber beim Smart 450 ist ein defekter Anlasser nahezu ein wirtschaftlicher Totalschaden. Es braucht einen ganzen Arbeitstag fürs aus- und einbauen. Jedenfalls ohne Hebebühne. Zweimal will man das nicht.