N. M. schrieb:
Maximale Spannung?
AC oder DC?
Maximaler Strom?
Wie schnell musst du messen?
Was ist der Dynamik Umfang?
Leider kann ich noch keine Angaben dazu machen, da ich das Gerät selbst noch nicht kenne. Es ging mir erst mal nur darum, mir zu dem Thema grundsätzlich schon mal Gedanken zu machen. Das sind aber gute Punkte, die du nennst, die mir eine Vorstellung geben, auf was ich achten sollte. Vielen Dank!
N. M. schrieb:
Pauschal würde ich sagen nimm einen INA228 o.ä. und einen uC deiner
Wahl. Der kann einiges messen/berechnen( Voltage, Current, Power,
Energy, Charge, Temp). 20 Bit Delta Sigma bis 85V. Programmierbare
Sampling Frequenz und Filterung. Auch nicht schlecht. Und nicht Mal sehr
teuer...
Den werde ich mir merken. Vielleicht ist das eine Option.
Wolf17 schrieb:
Zur Ermittlung des Durchschnittsstromverbrauchs eines Geräts, dass µA
und gelegentlich gepulst mA braucht, habe ich es mit einer neuen 2Ah
Lithiumbatterie versorgt und die Batteriespannung am Anfang und danach
alle 24h gemessen. Die Spannung einer vollen Lithiumbatterie fällt in
den ersten paar Kapazitätsprozent schnell und stabilisiert sich erst
nach einiger Zeit. Die Messung muss in dem schnell abfallenden
Anfangsbereich erfolgen.
Dann habe ich eine baugleiche Batterie mit Konstantstrom bis zur
gleichen Meßendspannung entladen. Über die Zeit kann man den mittleren
Gerätestrom ausrechnen.
Aber setzt es nicht voraus, dass die Spannung proportional zur verbrauchten Ladung ist?
Letztendlich würde ich die Lebensdauer dann ja über Q = I * t bestimmen und nach t umstellen. Das funktioniert aber nur, wenn ΔU proportional ΔQ ist? Aber ist das der Fall?
Kay-Uwe R. schrieb:
dazu bedarf einer Worst-Case-Analyse!
Messtechnisch kannst du den maximalen Strom (plus Aufschlag) erfassen
und mit dem maximal möglichen Duty-Cycle verrechnen. Den Ruhe- bzw.
Standby-Strom kannst du getrennt davon messen und die Eigenentladung der
Batterie aus dem Datenblatt entnehmen.
Für typische Betriebsfälle wird die Batterie zwar länger durchhalten,
aber garantieren kann man das nicht. Deshalb sind hier eigentlich nur
die Grenzen anzugeben. Best Case könntest du zusätzlich rechnen, dann
hättest du beide Werte.
Also brauche ich den Maximalstrom I_max, den Duty-Cycle D und den Ruhestrom I_standby. Daraus ergibt sich: I_ges = I_max * D + I_standby. Dann kann ich über Q_batterie = I_ges * t nach der Zeit umstellen.
Vanye R. schrieb:
Du brauchst einen Stromtastkopf der auch DC kann. Dazu gibt es hier
diverse Threads zu wo auch auf die unterschiedlichen Loesungen
eingegangen wird.
Solche Stromtastköpfe schaue ich mir mal an. Danke!
Rainer W. schrieb:
Für die Batterielebensdauer reicht es nicht, die entnommene Leistung zu
kennen, weil es für die Entladung einen Unterschied bedeutet, wie hoch
der Strom ist, d.h. es reicht nicht einmal, das Integral der entnommene
Ladung zu kennen.
Du meinst, dass die Ladung Q der Batterie keine konstante Größe ist, sondern je nach Stromstärke schwankt? Es geht also um den Peukert-Effekt? Das heißt, je nach dem, was für eine Batterie ich habe, gilt Q = I * t nicht ideal, sondern ich muss die Peukert-Gleichung verwenden?
Aber du hast recht, die Leistung sollte eigentlich für mich uninteressant sein. Ich brauche den Strom in Abhängigkeit von der Zeit. Und dann wahrscheinlich den Maximalstrom, um den Worst Case auszurechnen.
Nemopuk schrieb:
Welche Spannung? AC oder DC?
Welcher Strom min/max wird erwartet?
Wie lange willst du messen?
Interessiert dich am Ende nur der Mittelwert oder brauchst du den
zeitlichen Verlauf (als graph)?
Wie genau muss (nicht hätte gerne) die Messung sein?
Falls es über eine grobe Schätzung hinaus geht: Wie hoch ist dein
Budget?
Auf welches vorhandene Equipment kannst du zugreifen?
Tut mir Leid, dass ich keine genauen Angaben machen kann, aber ich werde mich hier zu einem späteren Zeitpunkt noch mal melden. Vielleicht werde ich hier dann schon meine Lösung vorstellen.
Es waren ein paar gute Anregungen dabei, die mir bei der Lösungsfindung weiterhelfen werden.
Viele Grüße
Johannes