Ich würde gerne eure Meinung zu diesem Projekt einholen.
Ich muss sagen, dass ich zwar schon seit langer Zeit in der Industrie mit Elektrotechnik zu tun habe, aber ein Neuling bin, wenn es darum geht selbst eine Schaltung zu entwerfen.
Wenn ich in einem anderen Thread besser aufgehoben bin, lasst es mich bitte wissen. Bitte gebt mir eine Chance. :)
Ein Bilderrahmen für 6x9cm Diafilm soll die Bilder angemessen präsentieren. Die Hintergrundbeleuchtung darf nur aktiviert werden, wenn ein Betrachter davor steht.
Aus ästhetischen Gründen dürfen keine Kabel für die Stromversorgung aus dem Objekt heraushängen. Das Objekt wird mit mehreren NiMH-Akkus betrieben (NiMH wegen des Sicherheitsrisikos mit LiPo usw.).
Es muss daher energieeffizient sein, damit die Batterien nicht alle paar Tage ausgetauscht werden müssen.
Grundidee:
1
Mittels Komperator (LM393 ?) wird mit zwei Photodioden die Beleuchtungssituation im Raum und direkt vor dem Bilderrahmen verglichen um die Bewegung/Präsenz eines Betrachters zu erfassen. Die Näherung eines Betrachters wird sicher zu einer deutlichen Helligkeitsreduktion führen.
Mit der Erkennung des Betrachters habe ich lange rumüberlegt und rumgesponnen. Mir scheint alternativ entweder ein grober IR Distanzsensor (Sharp GP2Y0A60SZLF) interessant, oder ein ToF Lasersensor (VL53L4CD, aber leider I2C, also komplizierter zu programmieren) oder eben einfach die Vergelichsmessung via Photodiode (schnell), oder Fotowiderstand (langsam, bis ~150ms ist okayish).
In jedem Fall wäre es wichtig, den Schwellwert/Distanz/DeltaLicht einstellen zu können (Hysterese?).
2
Wenn eine Person erkannt wird, sollte ein IC für die Ansteuerung der LEDs genutzt werden. Am besten ein sehr energiesparender (ATtiny5 oder ATtiny13??) und per triggert Wake-up.
Die LEDs für die Hintergrundbeleuchtung werden sehr sanft eingeblendet (besser mit hinterlegter log. Korrekturtabelle, damit das Dimmen für das menschliche Auge als "schön" soft wahrgenommen wird). Einblendzeit, z.B. 4 Sekunden. Das ganze muss dem Zweck entsprechend ästhetisch sein.
3
Sobald der Komparator im Zustand zurückspringt, zählt ein Zähler X Sekunden herunter und die LEDs werden sanft ausgeblendet. Ausblenden ca. 10 Sekunden.
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Wenn keine Person erkannt wird, versetzt sich die Elektronik bzw. der µC in den Tiefschlaf.
Die Hardware kann in den Bilderrahmen integriert werden (tiefer Objektrahmen). Die Hintergrundbeleuchtung könnte nach Art von Full-Array realisiert werden. Ich habe die Folien für die Lichtverteilung (Diffusorfolien, mikrostrukturierte Folie usw.) und die LEDs aus einem alten Fernseher zur Seite gelegt.
Mir scheint, ein ATtiny13 oder 5 könnte sehr energieeffizient sein. Meines Wissens nach ist der Komparator (z. B. LM393) ebenso effizient. Der Rest der Elektronik wird natürlich Energie verbrauchen.
Was haltet ihr von der Grundidee? Gibt es einfachere Lösungen? Begehe ich einen Denkfehler zB. bei der Sache mit der Betrachtererkennung? Wird überhaupt ein Komperator gebraucht? Gibt es ganz andere Lösungen?
1000Dank!
6x9-Dias sind zwar aus Sicht desjenigen, der Kleinbild gewohnt ist, groß, aber für die meisten Leute, die sich ein gerahmtes Bild ansehen wollen, ist das immer noch sehr, sehr klein.
Die wenigsten werden das ohne optische Hilfsmittel betrachten können.
Du könntest also als "Trigger" für das Ein- und Ausblenden der Beleuchtung das In-die-Hand-Nehmen einer am Bilderrahmen befestigten Lupe bzw. das Wieder-zurück-Legen verwenden.
Ohne die Lupe wirst Du nur ziemlich junge Menschen (GenZ) als Betrachter gewinnen können, die ständig im Nahbereich auf ihre Smartphonebildschirme glotzen, aber auch Smartphones sind durch die Bank deutlich größer als 6x9 ...
Und GenZ schläft im Stehen ein, wenn das Einblenden vier Sekunden dauern soll. Das ist denen viel zu langsam.
Der Ansatz wird ohne Hilfsmittel frühestens bei 5x7 funktionieren - das sind Zoll, Großformat, also 13x18 cm.
Und selbst das ist etwas älteren (ab etwa Mitte 40) nur schwer zugänglich.
Auch ein guter Punkt.
Da ist natürlich was dran. Allerdings geht es hierbei ausdrücklich um analoge Fotografie. Bilder zu scannen und zu vergrößern macht in meinen Augen keinen Sinn. Dann kann gleich digital fotografiert, oder mit KI generiert werden.
Die Alternative Großformat ist leider unbezahlbar. Die Filme gibt es nur noch seltenst neu. Kodak produziert nur noch sehr selten und wenig. Andere Lösungen als color reversal film gibt es nicht mehr.
Das Nass-Kolodium Verfahren ist super interessant, leider jedoch nicht wirklich handlich und mobil.
Es geht vielmehr um einen vollumfänglich analogen Ablauf der Entstehung.
Bilder dieser Größe sind tatsächlich nicht mal so groß wie kleinere Smartphones.
Dafür erreichen die Bilder hinterleuchtet eine bestimmte Ästhetik. Die Farben und dessen Dynamik sind etwas speziell und kommen durch eine Hinterleuchtung sehr gut zur Geltung, was die Aufmerksamkeit auf die Bildfläche zieht.
Auf Grund der Größe kann stilistisch mit ruhiger Bildgestaltung gearbeitet werden. Dazu gibt es noch mehr Ideen, die hier die Story sprengen würden. Natürlich wird keiner mit der Lupe soweit 'in das Bild gehen' wollen/sollen.
Eine gewisse Neugierde soll jedoch schon hervorgerufen werden.
Am Ende ist der Ort und die Art der Präsentation entscheidend.
Was das Timing angeht, da kann, ob analog oder digital realisiert, recht einfach angepasst werden.
Ich würde gerne eure Meinung zu diesem Projekt einholen.
Forum: Projekte & Code
Hier könnt ihr Projekte, Schaltungen oder Codeschnipsel vorstellen. Projekte bitte nur mit Code oder Schaltplan posten (falls ihr nur Fotos vorstellen möchtet, bitte in "Zeigt her eure Kunstwerke"). Bitte hier keine Fragen posten.
da du zum dimmen sowieso einen uC verwenden willst gibt es dann keine Stromfresser mehr, ein LM393 ist ein Stromfresser.
Wenn du uC und LED (mit Vorwiderstand) direkt aus dem (4.8V) Akku versorgst, kannst du die abfallende Akkuspannung in Software ausgleichen für trotzdem gleiche LED Helligkeit ohne Stromregler. 100% PWM darf dann erst bei 3.6 oder 4V erreicht werden.
NiMH sind aufwändiger zu laden, ich hoffe du hast ein Ladegerät, sonst müsste der uC ein -DeltaU Verfahren aus z.B. einer 9V Quelle (jedenfalls mehr als 5V) integrieren.
Ich finde bemerkenswert, daß kein handelsübliches Produkt nach deinem Funktionsprinzip arbeitet. Das hat sicher einen guten Grund. Den kannst du ja durch einen Versuchsaufbau erforschen.
HC-SR501 --> "im ausgelösten Zustand 210µA, in den 2,5s Pause etwa 60µA und dann in Bereitschaft etwa 42µA.". gefunden unter [https://www.roboter-bausatz.de/p/bewegegungssensor-hc-sr501-infrarot-pir] Das Teil kann ich auch nur empfehlen. Meine Variante mit "sanft" Ein- und Ausschalten läuft allerdings mit Netzteil.
Für den Anwendungsfall als Bilderrahmen wäre aber ein elektrostatischer Präsenzmelder zielführender als ein PIR-Detektor, er könnte unsichtbar hinter dem Rahmen versteckt werden und ist sehr hochohmig, ideal für Batteriebetrieb. Hier ein Schaltungsbeispiel:
[https://www.elektronik-labor.de/Notizen/555LED.html]
Eine Annhäherung sollte man besser mit einem Abstands-Sensor (das impliziert ja "Nähe") feststellen. Da wären:
Ultraschall (leicht verfügbar aus dem Arduino-Universum, aber evtl. designtechnisch unpassend, zu groß)
Radar-Sensor (kann auch durch den Kunststoff und die LED hindurch "gucken"). Achtung! Für die Entfernung (nicht Bewegung!) braucht man Sensoren aus Präsenzmeldern, etwas teurer aber machbar
TOF (time of fligt). Winzig kleine (kleiner als Ultraschall) optische Sensoren (IR), als preiswertes Breakout zu haben, benötigt aber trotzdem ein freies Sichtfeld
Da ist natürlich was dran. Allerdings geht es hierbei ausdrücklich um
analoge Fotografie. Bilder zu scannen und zu vergrößern macht in meinen
Augen keinen Sinn. Dann kann gleich digital fotografiert, oder mit KI
generiert werden.
Äpfel und Birnen.
Man hat analoge Fotografien über Jahrzehnte vergrößert, um sie dem Publikum zeigen zu können. OK, die Technik dafür ist selten geworden und teuer. Aber nur weil die Alternative (scannen und auf Bildschirm darstellen) immer besser geworden ist. Mit einem KI-generierten Farbklecks ist das nicht zu vergleichen.
Aber da du soviel Wert auf den optischen Eindruck legst: such erstmal die LED-Beleuchtung aus, die deinen Anforderungen genügt. Und dann miß mal wieviel Leistung die unter realistischen Umgebungsbedingungen und für den gewünschten Eindruck braucht. Dann kannst du auch abschätzen, wie groß deine Akkus sein müssen.
Die Probleme des Präsenzdetektors und des Auf- und Abdimmens der Beleuchtung kannst du als gelöst ansehen. Auch stromsparend.
gefunden unter
[https://www.roboter-bausatz.de/p/bewegegungssensor-hc-sr501-infrarot-pir]
Erfassungsentfernung: ca. 3-7m, einstellbar
Die Frage ist dann, ob 3m ok sind, oder ob es erst bei geringerem Abstand auslösen sollte. Außerdem kann man solche Sensoren von vorne deutlich sehen, fallen also ästhetisch vermutlich in die gleiche Kategorie wie herumhängende Kabel.
Man hat analoge Fotografien über Jahrzehnte vergrößert, um sie dem
Publikum zeigen zu können. OK, die Technik dafür ist selten geworden und
teuer. Aber nur weil die Alternative (scannen und auf Bildschirm
darstellen) immer besser geworden ist.
Ein durchleuchtetes Dia hat aber eine völlig andere Dynamik als ein Papierfoto. Mir wäre jetzt nicht bekannt, wo man Dias analog vergrößern lassen kann.
Aber da du soviel Wert auf den optischen Eindruck legst: such erstmal
die LED-Beleuchtung aus, die deinen Anforderungen genügt. Und dann miß
mal wieviel Leistung die unter realistischen Umgebungsbedingungen und
für den gewünschten Eindruck braucht. Dann kannst du auch abschätzen,
wie groß deine Akkus sein müssen.
Nicht nur die LEDs selbst sind wichtig, sondern auch, wie man sie dazu bringt, die Fläche wirklich gleichmäßig auszuleuchten. Bei Bildschirmen treibt man dafür ja meist auch einen nicht unerheblichen Aufwand, und trotzdem kann das Bild manchmal fleckig wirken.
Aber da du soviel Wert auf den optischen Eindruck legst: such erstmal
die LED-Beleuchtung aus, die deinen Anforderungen genügt. Und dann miß
mal wieviel Leistung die unter realistischen Umgebungsbedingungen und
für den gewünschten Eindruck braucht. Dann kannst du auch abschätzen,
wie groß deine Akkus sein müssen.
Nicht nur die LEDs selbst sind wichtig, sondern auch, wie man sie dazu
bringt, die Fläche wirklich gleichmäßig auszuleuchten. Bei Bildschirmen
treibt man dafür ja meist auch einen nicht unerheblichen Aufwand, und
trotzdem kann das Bild manchmal fleckig wirken.
Aus verschiedenen Gruenden wollte ich eine Lichtwand bauen (ich wollte
Rollfilme digitalisieren). Mehrere Versuche (RGB-LEDs so dass man die Farbtemperatur einstellen), Opal-Glas, Teflon als Leuchtflaeche. War alles sinnlos (nicht gleichmaessig ausgeleuchtet, Farbtemperatur nicht gut). Die Lichtintensitaet war auch nicht so toll.
Bin dann zu Fotoimpex gefahren und habe dieses Ding gekauft:
Schoen farbneutral, das Ding wird auch nicht warm, fast schon unangenehm hell. Fuer Rollfilme reicht das.
Zum TO: Rollfilm (6x9cm) ist kein Displayfilm, sondern eine Briefmarke. Leider ist ja Ilfochrome Geschichte (auch Cibachrome genannt), das Material wirklich gut und stabil (und eine unglaubliche Sauerei in der Dunkelkammer, siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Ilfochrome).
Ein durchleuchtetes Dia hat aber eine völlig andere Dynamik als ein
Papierfoto.
Die /übliche/ Anwendung eines Dias ist deren Projektion, mithin also dessen Vergrößerung. Denn zum mit-bloßem-Auge-betrachten ist es für die allermeisten Menschen viel zu klein, und das ist auch bei einem Mittelformat-Dia (hier: 6x9, also etwa 56x86 mm) der Fall.
Mir wäre jetzt nicht bekannt, wo man Dias analog
vergrößern lassen kann.
Früher konnten Fotolabore so etwas; prinzipiell gibt es die auch noch.
Allerdings scheint es derzeit keinen Diapositiv-Planfilm mehr zu geben, jedenfalls bietet fotoimpex (ein diesbezüglich sehr gut ausgestatteter Händler) keine an.
Und ... sowas kostet richtig viel Geld.
Zum Ausbelichten reicht eine Dunkelkammer mit einem üblichen Vergrößerer. Unter den legt man den am besten in eine Planfilmkassette gesteckten Diapositivfilm. Vorher sollte man zum Focussieren Trockenübungen machen, denn der Film ist panchromatisch und daher auch für Rotlicht empfindlich.
Mit einem Stück Papier gleicher Stärke wie der Film in der Planfilmkassette sollte das ganz gut gehen. Dann klebt man sich noch irgendwas als Anschlag auf die Vergrößerergrundplatte, und kann später blind die richtige Kassette an die gewünschte Stelle legen, den Schieber rausziehen und ... Action!
Das dafür nötige Einlegen des Films in die Planfilmkassette geht im Wechselsack, ebenso das nach der Belichtung wieder rausholen, um ihn in einen Entwicklungstank zu bugsieren.
Die eigentliche Entwicklung kann man im Tank dann bei Tageslicht machen. Ich habe dafür einen Combiplan, der braucht halt ziemlich viel Flüssigkeit, es gibt aber auch Planfilmeinsätze für Runddosen, die man mit Rotation entwickeln kann, was sparsamer ist.
Das ganze ist aber reichlich hypothetisch, da es an der Verfügbarkeit von Diapositivplanfilm mangelt.
Was man rein prinzipiell machen könnte:
Digitalisieren und mit einem guten Drucker auf Folie drucken. Das wird nicht den Tonwertumfang eines Dias erreichen, dürfte aber den gewünschten Effekt leuchtender Farben etc. in nahezu beliebigen Größen bieten.
Das sollten auch professionelle Dienstleister hinbekommen.
Ist dann halt nicht mehr analog und damit nicht "retro".