FedEx Fantasiegebüren

OP (Firma: HS) #7990784
Lesenswert?

Guten Abend zusammen,

Ich habe den Artikel im Wiki leider etwas zu spät gelesen: Zoll und Abgaben: Kosten und bei einer 110€ LCSC Bestellung den 40€ Versand mit FedEx gewählt.

Nun haben die mir 5 Wochen später eine Rechnung geschickt und wollen insgesamt 217€

Die Steuern von 27€ und die Aufwendungs Pauschale(!) von 8€ sehe ich ja noch ein und dann ist da noch die ominöse Position "5 Warentarifpositionen 152,00"

Ich habe die Rechnung direkt beanstandet und ein paar Tage später kam zurück:

1
FedEx kann Sendungen mit mehreren Warenarten verzollen; hierfür wird jedoch eine Gebühr für zusätzliche Positionen erhoben, um die verschiedenen Zolltarifnummern zuzuordnen. Diese Gebühr kann anfallen, wenn:
2
1) die Sendung mehr Zolltarifnummern umfasst als die im Gebührenabschnitt angegebenen „Freipositionen“; oder
3
2) eine identische Ware in mehr als einem Land hergestellt wurde; oder
4
3) mehrere Handelsrechnungen beim Zoll eingereicht werden, die jeweils eine eigene Zolltarifnummer erfordern; oder
5
4) Sie eine separate Position für jeden Artikel in der Sendung wünschen.
6
8,00 € pro Position ab der 6. Position

Und das Ticket wurde damit sofort geschlossen. Ich habe mir erstmal verkniffen darauf hinzuweisen das 5 weniger als 6 sind. Ich vermute die haben einfach alle 23 Rechnungspositionen nicht Warentarifgruppen mal 8 genommen (dann stimmt die Rechnung aber auch nicht) und komme mir richtig verarscht vor.

Nun meine Frage: Hat das schonmal jemand durchgemacht? Das Wiki liest sich so... Und wie ist das ausgegangen?

: Bearbeitet durch User
#7990796
Lesenswert?

Kommt auch besonders heftig/häufig beim Kauf von Distributoren von elektronischen Komponenten vor, weil hier eben mehrere Artikel aus verschiedenen Warentarifgruppen gekauft werden.

Bei LCSC nur noch "International Registered Mail" (geht) oder "Global Direct Standard Line" (geht glaub auch) wählen. Wenn zu groß, zwei Bestellungen. Dauert meist weniger lang als die angegebenen "maximal 7-15 Tage".

Dein Fall ist natürlich heftig. Glaube FedEx greift da noch mehr zu als DHL Express.

OP (Firma: HS) #7990809
Lesenswert?

Timo N. schrieb:

"International Registered Mail" (geht) oder "Global Direct Standard Line"

Die beiden sind mir bekannt und wähle ich bei JLCPCB auch regelmäßig, die standen dieses mal leider nicht zur Auswahl, vermutlich weil da DIP-IC Stangen dabei waren.

Michael B. schrieb:

FedEx, UPS, TNT, DHL Express, alles Betrüger.

Dann bleibt leider nicht mehr viel übrig.

Sebastian R. schrieb:

Tröste dich, den Fehler macht man meist nur einmal

Wenn ich ihn nochmal mache kann ich mir auch gleich ein Flugticket nach Hong Kong kaufen und den Kram selbst abholen. Mit 590€ ist man da schon dabei.

Timo N. schrieb:

Dein Fall ist natürlich heftig. Glaube FedEx greift da noch mehr zu als DHL Express.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee wie ich diese Wucher-Rechnung wieder los werde, Verbraucherzentrale eventuell? Meine Zustimmung haben die leider, ich habe vor Zustellung eine E-Mail bekommen das ich einen Haken setzen soll sonst bekomme ich meine Sendung nicht. Eine Rechnung habe ich im Austausch dafür aber nicht gleich bekommen sondern erst lange danach.

#7990910
Lesenswert?

Einfach mal dort melden, sagen dass man den Betrag nicht nachvollziehen kann und nachfragen, wie sich das zusammensetzt.

Nur eine Summe und als einzige Erklärung "kann anfallen" kommt mir schon ziemlich dünn vor. Wenn ich zahlen soll, muss ich mindestens wissen für was ich zahle.

  1. Sie eine separate Position für jeden Artikel in der Sendung wünschen. 8,00 € pro Position ab der 6. Position Das "wünschen" klingt nicht so, als ob es Standardeinstellung wäre - hast du das denn ausdrücklich gewünscht?
OP (Firma: HS) #7990917
Lesenswert?

Simon L. schrieb:

nachfragen, wie sich das zusammensetzt

Das war Teil meiner Beanstandung, die Antwort darauf steht oben.

Simon L. schrieb:

hast du das denn ausdrücklich gewünscht?

Natürlich nicht.

Ich habe jetzt nochmal nachgebohrt und darauf hingewiesen dass ich die extra Positionen nicht gewünscht habe. Vielleicht liest ja dieses mal irgendwer das Ticket.

#7991735
Lesenswert?

Mir fehlen da noch ein paar Infos zu, hast du die Ware schon, und der Transporteur also FedEx will nur noch zu viel Geld von dir, oder ist die Lieferung noch nicht angekommen, also bei dir? Und direkt an den Lieferanten kannst du auch nicht den MaterialPreis bezahlen, zzgl. der ausrechenbaren Kosten die dir rechtens sind? Und wo ist jetzt das Problem, der Spediteur/Transporteur will dich abzocken, und die wollen oder können sich nicht klar ausdrücken, dann stell du dich doch genauso doof und reklamiere das dort bei denen, und verlange einen neuen Vorgang, wenn da Fehler drin sein sollten die du nicht zu verantworten hast. Teilzahlung oder den unstrittigen Betrag bezahlen und abwarten? Die Ware hast du also schon, dann rechne dir doch selber die zulässigen Kosten aus und überweise die? Oder wie ist der Bezahlungsvorgang geregelt?

#7991775
Lesenswert?

Besser als das, was mir letztens passierte: Weil Ware angeblich kein Gefahrgutlabel hatte, hätte es nicht per Luftfracht transportiert werden dürfen. Wurde vom Zoll vernichtet. FedEx liefert. Dann hast Du die Ware schon. Und dann kommt erst die Rechnung. Bei mir war es anders. Habe die Ware, die bezahlt war, nie gesehen. Dass nicht noch ein Bußgeldverfahren eröffnet wurde, war reiner Zufall. Insofern bist Du noch fein raus. Bezahl einfach nicht. Mache einen formalen Widerspruch. Damit hast Du zumindest etwas Zeit gewonnen. Bei Ali gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Carriern zur Auswahl. Bei FedEx hat es mir den Atem verschlagen. Transport fast 1,5 mal teurer als die Ware selbst. Sie bieten zwar an, sich um die Verzollung zu kümmern, das bedeutet aber nicht, dass zum Beispiel fehlende CE-Konformität durchgeht. Die Ware wird von Zoll beschlagnahmt, trotz der hohen Transportkosten. Zum Beispiel für Batterie/Akku-Lieferungen oder Geräte, die Akkus fest eingebaut haben, bietet sich der Transport über YFH Special Standard,
Cainiao Super Economy for Special Goods, Cainiao Standard for Special Goods, Sunyou Standard SG Special Goods mit Extra Versicherung an.

ciao gustav

#7991820
Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:

Du erwartest nicht ernsthaft, dass du durch Versandkosten Zollbestimmungen umgehen kannst?!

Zumindest hat das der Chat mit dem chinesischen Seller so suggeriert. Da steht dann (übersetzt): "Wir kümmern ums um alle Zollangelegenheiten." Otto Normalverbraucher könnte dann auf die Idee kommen, dass die höheren Transportkosten "alles" erledigen.

Dass dem nicht so ist, weiß ich selbst. Ich habe auch nicht über FedEx als Carrier bestellt.

Karl B. schrieb:

Transport fast 1,5 mal teurer als die Ware selbst. Sie bieten zwar an, sich um die Verzollung zu kümmern, das bedeutet aber nicht, dass zum Beispiel fehlende CE-Konformität durchgeht. Die Ware wird von Zoll beschlagnahmt, trotz der hohen Transportkosten.

Wie kommst Du auf die Idee, dass ich die Rechtmäßigkeit der Vorgehensweisen von Behörden in Zweifel ziehe? Das ist wieder typische Rumkritisiererei von gelangweilten Forenmitgliedern, die nichts anderes zu tun haben, als andere zu kritisieren, ohne überhaupt etwas aus ihren Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Thema beizusteuern.

ciao gustav

#7991824
Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:

Die Einfuhr ist verboten, egal, wer die Verzollung oder den Import vornimmt.

Wenn man es nicht auf dem EU-Markt als Hersteller/Importeuer dem Endkunden anbietet?

Wenn ich selbst Hersteller/Importeuer bin und Produkte aus China importiere (B2B), die ich aber hier nicht dem Endkunden anbiete, sondern selbst hier für die Weiterverarbeitung (Vorprodukte) nutze, um sie CE-konform zu machen, habe ich doch keine Probleme. Ich meine das bezieht sich aber nicht auf "fertige" Werkzeuge. Bei den meisten von mir bei Aliexpress und co. erworbenen Produkten handelt es sich NICHT um fertige Produkte, sondern eher um Komponenten.

OP (Firma: HS) #7991856
Lesenswert?

Nevs schrieb:

hast du die Ware schon, und der Transporteur also FedEx will nur noch zu viel Geld von dir

Ja und Ja

Karl B. schrieb:

Mache einen formalen Widerspruch.

Ich habe rumgegoogelt und denke den habe ich erfüllt, seit ich die "Wir haben Ihre Mail erhalten" Antwort zurück bekommen habe. Allerdings glaube ich nicht das FedEx das verstanden hat.

Rainer Z. schrieb:

Geiz-ist-geil-Mentalität, beim Chinesen oder im Ami-Land bestellen und dann groß heulen, wenn's teuer wird.

Technisch gesehen kam das Paket aus Hong Kong und Ich habe dort bestellt weil die einige Bauteile hatten die ich bei den europäischen Distributoren nicht finden konnte (STC MCU, AGMSemi). Grundsätzlich bin ich bei dir, aber bei FedEx muss mein Geld dann echt nicht landen.

#7992187
Lesenswert?

Rainer Z. schrieb:

Es ist doch immer das Gleiche: Geiz-ist-geil-Mentalität, beim Chinesen oder im Ami-Land bestellen und dann groß heulen, wenn's teuer wird

Es handelt sich um in Europa ganz bewusst von der Radigeräteindustrie boykottierten Digital Radio Mondiale Empfängern, die der Hersteller leider nicht hat zertifizieren lassen. Komisch, der "Tecsun" - made in China - hatte schon ein CE-Kennzeichen. Und das schon vor Jahren. Nur das Kompartiment für den Netztrafo hatte man leer gelassen. Sonst wäre es nicht mit der ErP Norm konform gewesen. Es wird wohl soweit kommen, dass ich die Prüfung selbst in Auftrag gebe. Angst habe ich vor der EMV-Prüfung, wenn mit 2,5 kV im Zuge des ESD-Tests an die Teleskopantenne gegangen wird. Welches Radio hält 2,5 kV am Antenneeingang aus?

Die reine EMV-Prüfung dürfte so um 200,- Euro kosten. Das würde ich noch investieren.

Aber, wenn mit so brutalen Methoden geprüft wird, sehe ich schwarz. Die Risikoanalyse betrifft hauptsächlich die herausziehbare Teleskopantenne. Dieses wird dann in der deutschen Bedienungsanleitung thematisiert. "Teleskopantenne dient nicht zum Herumpopeln in der Nase. Gerät von Kindern fernhalten."

Jedenfalls hatte ich noch unverschämtes Glück, mir diesen Empfänger 2023 zu kaufen, dessen Kauf jetzt erheblich erschwert ist. Es sei denn, der Hersteller kapiert es endlich und lässt sein Gerät zertifizieren. Der von mir geplante in Auftrag zu gebende Test würde also an dem bereits gekauften Gerät gleicher Bauart erfolgen.

ciao gustav

#7992203
Lesenswert?

Roland E. schrieb:

Häng' da mal noch ne Null dran. Dann hast du zumindest die Abstrahlung...

Für popelige Rundfunkempfänger? Ich denke die Messungen beginnen erst bei 30 MHz und gehen bis 10 GHz Also, der ganze mich interessierende Bereich fällt so wie so flach. LW-MW-KW. Alles "Müll-Bereiche". Da kann so viel gemüllt werden, wie Hulle. Dabei wäre doch interessant, wie hoch Superhet-Oszillator-Störstrahlung wäre, die vielleicht in den Empfangsbereich reinfällt.

Muss mich mal umhören und Genaueres von den EMV-Laboren erfragen. Kann mir nicht vorstellen, dass Tests für neue, bislang nicht getestete PCBs, auf denen µCs und evtl. Step-Up-Down-Wandler verbaut sind, gleichermaßen vermessen werden, wie bereits hundertfach im asiatischen Raum vertriebene Rundfunkgeräte, die nur mit Batterie betrieben werden. Die Geräte sind - ganz nebenbei bemerkt - von den Herstellern auf die Einhaltung der chinesischen Produktnormen abgeklopft worden. Sonst wären sie dort selbst nicht verkaufsfähig. Ist ja nicht so, dass China keinen TÜv oder Vergleichbares hätte.

Und hinterher: Test bestanden - Gerät kaputt. Dann kann ich mir den ganzen Zinnober auch sparen.

ciao gustav

#7992213
Lesenswert?

Karl B. schrieb:

Kann mir nicht vorstellen, dass Tests für neue, bislang nicht getestete PCBs, auf denen µCs und evtl. Step-Up-Down-Wandler verbaut sind, gleichermaßen vermessen werden,

Das Labor misst das, was du gemessen haben möchtest. Es gibt entsprechende Normen, die Messaufbauten und Grenzwerte vorgeben, aber du selber bestimmst, was genau gemessen werden soll.

CE ist am Ende eine Selbstauskunft, für die du als Inverkehrbringer unterschreibst. Du darfst sogar "CE" draufschreiben, ohne einen einzigen Test gemacht zu haben. 2000€ im Labor zahlst du dafür, dass du dir selber sicher sein kannst, dass Vorschriften eingehalten werden. Dir wird CE nicht von einer offiziellen Stelle nach Durchsicht der Messergebnisse "verliehen", sondern du musst dir halt einfach nur selber sicher sein, dass die Anforderungen erfüllt werden.

Karl B. schrieb:

Für popelige Rundfunkempfänger?

2000€ für einen Tag in einem akkreditierten Prüflabor sind vermutlich sogar auf der günstigen Seite. Es ist fast egal, ob du einen Kernspintomographen oder eine LED-Kerze geprüft haben möchtest. Die Normen unterscheiden sich, aber der Tag im EMV-Labor mit Absorberhalle, entsprechendem Personal und einem Messzertifikat am Ende kosten nun einmal Geld.

Karl B. schrieb:

Und hinterher: Test bestanden - Gerät kaputt. Dann kann ich mir den ganzen Zinnober auch sparen.

Mit bestandenem Test weißt du, dass du geltende Grenzwerte einhalten kannst. Und aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass du eher 5 Geräte für die erste Runde im EMV-Labor einplanen solltest. Die erste Runde geht eigentlich immer schief. Also Schaltung anpassen, zweiter Tag im Labor mit 5 Geräten. Mit Glück geht alles gut, ansonsten sind aber noch einmal Nachmessungen notwendig.

3 Labortage - 6000€, wenn es günstig ist. Aber dafür eben ein offizielles Zertifikat, dass deine Geräte gemäß geltender Normen geprüft wurden und die Grenzwerte einhalten.

Die Strafen, wenn jemand herausfindet, dass du die Werte nicht einhalten kannst und du nicht als Gegenbeweis die Messungen aus dem Protokoll vorweisen kannst, sind deutlich höher.

: Bearbeitet durch User
#7992249
Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:

CE ist am Ende eine Selbstauskunft, für die du als Inverkehrbringer unterschreibst. Du darfst sogar "CE" draufschreiben, ohne einen einzigen Test gemacht zu haben.

Erstmal vielen Dank für die Erläuterungen. Die Nachprüfbarkeit der Messergebnisse und "Zur-Verfügung-Stellung" ist aber spätestens seit "GPSR-Informationspflicht" erforderlich. "...Zusätzlich müssen Hersteller die Ergebnisse der Risikoanalyse dokumentieren und diese Dokumente für mindestens zehn Jahre aufbewahren. Dies stellt sicher, dass die Sicherheitsmaßnahmen nachvollziehbar und überprüfbar sind..."

Ein Messprotokoll für EMV in Händen wäre schon einmal nicht schlecht, denke ich. Ich würde ja nur einen Scan von 15 Minuten beauftragen.

https://www.youtube.com/watch?v=yetKDZY1tbk

ciao gustav

#7992310
Lesenswert?

Karl B. schrieb:

Ich zeig Dir's.

Willst du uns hier veräppeln oder was, dein Thema mit den Kosten der EMV-Prüfung hat hier bei dem Thema keinen Bezug, also mach dazu einen extra Thread auf! Und wenn schon beim Kauf der gesamte Betrag ersichtlich war, was willst du dann noch damit, dann wusstest du ja schon was es kostet! Bei deiner Taktik und Logik hier brauchst du auf kein Mitgefühl zu hoffen, du kennst dich ja wohl dabei aus und bringst hier nur Bsp. um dein Drama darzulegen, was mit seinem nichts zu tun hat.

#7992322
Lesenswert?

Karl B. schrieb:

Nevs schrieb:

Thema Fantasiegebühren bei FedEx

Ich zeig Dir's. Zufälligerweise dasselbe Angebot, was auch noch im Zoll hängen geblieben ist.

Willst Du die Leute auf den Arm nehmen. Erst kaperst Du den Thread, dann kommst Du mit Fedex IP. Natürlich ist das sauteuer. Dafür sind die Sachen aber auch ruckzuck beim Empfänger. Sowas nimmt man wenn's eilt.

OP (Firma: HS) #7992334
Lesenswert?

Karl B. schrieb:

Ich zeig Dir's.

An dem Punkt hast du ja noch die Wahl den Versender zu ändern.

Nun stell dir vor, da stände 30€ Versand, du greifst zu und die restlichen 300€ kommen dann 4 Wochen später als Rechnung weil du bei FedEx einen Haken gesetzt hast das du das Paket gerne hättest und es nicht zerstört werden soll.

Außerdem geht es in meinem Fall um Bauteile, kein vollständiges Gerät. Da muss man erstmal nur auf RoHS achten und nicht noch die ganzen anderen Regulierungen. Über deren Sinnhaftigkeit wurde im Forum schon genug gestritten.

Und damit bitte zurück zum Thema, bei der Verbraucherzentrale steht: "Wucher" zeichnet sich durch den doppelten Preis im Vergleich zur Konkurrenz aus (sehe ich hier definitiv erfüllt, siehe Zoll und Abgaben: Kosten) und Ausnutzung einer Notlage (Drohung der Retoure/Zerstörung der Sendung). Wahrscheinlich mache ich es mir damit aber zu einfach :D

#7992354
Lesenswert?

Die Frage ist, hattest Du die Möglichkeit, die Artikel auch in der EU zu bestellen? Wurde die Bestellung aus Gründen des Kostenvorteils im Ausland gemacht, dann sind zusätzliche Transportkosten und anderweitige Bearbeitungsgebühren sozusagen ein mit einzukalkulierendes "Betriebsrisiko". Wie der Carrier die Kosten kalkuliert, ist oft nicht transparent. Sich darüber aufzuregen, hilft nicht weiter.

Anders sehe ich das beim Kaufversuch von Ware an, die in der EU nicht zu bekommen ist, für die insofern auch kein Markkonkurrent in der EU existiert. Womit dann auch die europäische Wirtschaft nicht geschädigt werden kann, was andersherum als Kompensation entsprechende Zölle rechtfertigen würde.

ciao gustav

#7992360
Lesenswert?

Karl B. schrieb:

Anders sehe ich das beim Kaufversuch von Ware an, die in der EU nicht zu bekommen ist, für die insofern auch kein Markkonkurrent in der EU existiert. Womit dann auch die europäische Wirtschaft nicht geschädigt werden kann, was andersherum als Kompensation entsprechende Zölle rechtfertigen würde.

Man sollte also Fedex rechtlich verpflichten grundsätzlich zu prüfen, ob Karl seine Chinabestellungen auch in der EU bekommen könnte...😁

OP (Firma: HS) #7992363
Lesenswert?

Karl B. schrieb:

hattest Du die Möglichkeit, die Artikel auch in der EU zu bestellen?

Sven H. schrieb:

Ich habe dort bestellt weil die einige Bauteile hatten die ich bei den europäischen Distributoren nicht finden konnte (STC MCU, AGMSemi).

Karl B. schrieb:

Sich darüber aufzuregen, hilft nicht weiter.

Deswegen meine Frage wie das bei anderen ausgegangen ist, Ich bin ja nicht der erste hier im Forum der bei LCSC bestellt hat.

Bisher war

Sebastian R. schrieb:

Indem du sie bezahlst und es als Lehrgeld verbuchst.

die beste Antwort. Mit der bin ich allerdings unzufrieden, weil die nicht wenig Geld kostet und ich an Betrüger erst recht kein Geld überweisen möchte.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7992397
Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:

2000€ für einen Tag in einem akkreditierten Prüflabor sind vermutlich sogar auf der günstigen Seite.

Ein Teil dürfte auf die Suche nach verdächtigen Funkmodulen in dem Gerät entfallen, die ein unabhängiges dezentrales Funknetzwerk aufbauen könnten. Dein Gerät könnte in dem Netzwerk mitmachen. Mit der Ausziehantenne wäre das auch ideal für die Kommunikation in weitreichenden niedrigen Frequenzen.

https://ch.marketscreener.com/boerse-nachrichten/exklusiv-usa-warnt-vor-versteckten-funkgeraeten-in-solarbetriebener-strasseninfrastruktur-ce7d59dcd181f327

Einfach mal nur weiter denken, ist weiter gedacht, als alle anderen denken oder glauben zu denken.

#7992407
Lesenswert?

Sven H. schrieb:

und ich an Betrüger erst recht kein Geld überweisen möchte.

Ich weiß, dass es sehr schwer ist, sich einzugestehen, dass man dumm war und selber Schuld an seiner Situation ist. Gerade, wenn es um eine Summe geht, die weh tut.

Aber denkst du nicht, dass ein Unternehmen mit 90 Mrd. $ Umsatz alles Notwendige getan hat, dass der Vertrag, den du abgeschlossen hast, rechtmäßig (genug) ist, um nicht angreifbar zu sein? Du möchtest die FedEx-Anwälte sicher nicht herausfordern.

Es ist kein vorsätzlicher Betrug, es sind einfach Gefilde, in die man als (unerfahrene) Privatperson nicht vordringen sollte.

#7992670
Lesenswert?

Wenn ich das recht verstehe, besteht die Bestellung aus mehr als nur einer Position. Und aus Artikeln, für die jeweils andere Taric (früher ComCode) gelten. Jetzt kommt das Problem hinzu, dass (jetzt noch) erst bei Überschreiten der 150 Euro Grenze Zoll fällig wird. Und damit der nach Taric gültige Satz. Und das muss jetzt für jede einzelne Position separat ausgerechnet werden. FedEx kassiert also "Bearbeitungsgebühr" pro Position. Das kann IMHO nicht mit zollrechtlichen Bestimmungen in Einklang stehen. Habe hier als Gegenbeispiel eine Zollrechnung vorliegen, die bestht aus 5 Seiten. Nur für einen Artikel. Dafür wurde nicht fünfmal Bearbeitungsgebühr erhoben. (War DHL). Also, nochmal Widerspruch bzw. Beschwerde bei FedEx einlegen, bevor bezahlt wird. Und zwar schriftlich per eingeschriebenen Brief mit Rückschein. Darauf hinweisen, dass Zoll und EUSt gezahlt werden, aber nur einmal Bearbeitungsgebühr.

Viel Erfolg!

ciao gustav

#7992691
Lesenswert?

Ralf X. schrieb:

Karl B. schrieb:

Anders sehe ich das beim Kaufversuch von Ware an, die in der EU nicht zu bekommen ist, für die insofern auch kein Markkonkurrent in der EU existiert. Womit dann auch die europäische Wirtschaft nicht geschädigt werden kann, was andersherum als Kompensation entsprechende Zölle rechtfertigen würde.

Man sollte also Fedex rechtlich verpflichten grundsätzlich zu prüfen, ob Karl seine Chinabestellungen auch in der EU bekommen könnte...

Ich hätte den Satz für Dich speziell anders formulieren sollen: Zoll soll die eigene Wirtschaft schützen. Dass jetzt Billigimporte den europäischen Markt überschwemmen, macht entsprechende Reaktionen notwendig. Über dieses Thema brauchen wir nicht zu diskutieren.

Nur, wenn es, wie in diesem Falle, Sachen hier nicht zu kaufen gibt, auch wenn sie teurer wären, dann ist das keine Marktkonkurrenz, die hohe Einfuhrzölle rechtfertigen würde.

Der TO hat ja nur bei LCSC bestellt, wie er oben nochmal bestätigte, weil die Teile hier nicht zu bekommen sind. Dafür nimmt er dann auch Zoll in Kauf. Die "Sätze" sind dann das Kriterium. Die sind dann angepasst an die jeweilige Marktsituation. Im Mittel liegen die Sätze so bei 1,9 % für diese Artikel. Also recht niedrig.

Die Importhemmnisse in dem anderen Fall sind die seit Dezember 2024 verschärften GPSR-Informationsangaben. Auch die chinesischen Hersteller sind hier in der Pflicht. Auch ein Cernet bekomme ich dafür nicht.

ciao gustav

: Bearbeitet durch User
#7992933
Lesenswert?

Karl B. schrieb:

Nur, wenn es, wie in diesem Falle, Sachen hier nicht zu kaufen gibt, auch wenn sie teurer wären, dann ist das keine Marktkonkurrenz, die hohe Einfuhrzölle rechtfertigen würde.

Ist zu kurz gedacht, denn es könnte ja jemand die Marktchance hier nutzen wollen, und das nur nicht tun, weil die böse Konkurrenz viel billiger ist. Also Zölle auf alles, von überall, außer hier.

Oder vielleicht doch nicht?

Oliver

: Bearbeitet durch User
#7992953
Lesenswert?

Oliver S. schrieb:

Oder vielleicht doch nicht?

Kommt auf die Seite an, von der aus Du argumentierst.

OK. Es wird wieder etwas off-topic. Aber vielleicht auch für andere ganz interessant: Bin einem massiven Irrtum aufgesessen. Eine von mir oben angestrebte nachträgliche Prüfung im Sinne der verspätete Erlangung einer CE-Konformität ist überhaupt nicht rechtens. Braucht also nicht zu erfolgen.

Nur beim Vorgang des ersten Inverkehrbringens muss diese CE-Kennzeichnung mit durchgeführter Konformitätsbewertung und Risikoanalyse vorhanden sein. Ist das Gerät bereits beim "Betreiber", hat der nur dafür zu sorgen, dass von dem Gerät keine Gefährdung ausgeht. Eine Beschlagnahme eines bereits in Verkehr gebrachten Gerätes nur aus dem Grund, dass die CE-Kennzeichnung fehlt, ist nicht rechtens und kann zu Schadenersatz gegenüber dem Zoll berechtigen. Den Text kann man mit all den Paragraphen hier nachlesen:

https://www.ibf-solutions.com/fachbeitraege/muss-ein-betreiber-nachtraeglich-ce-kennzeichnen

Meine Laune wird schon ein bisschen besser.

Fazit: Der Hersteller soll die CE-Kennzeichen-Suite durchlaufen. Er kann einen Konformitätsbeauftragten in der EU benennen, der das im Vorfeld des Verkaufs für ihn erledigt. Man findet bei den Angeboten oft einen Passus: "EU-Beauftragter. Adresse in Frankreich."

/OT

ciao gustav

#7993012
Lesenswert?

Gustav schrieb .. leider ist es anders..

Nur beim Vorgang des ersten Inverkehrbringens muss diese CE-Kennzeichnung mit durchgeführter Konformitätsbewertung und Risikoanalyse vorhanden sein. Ist das Gerät bereits beim "Betreiber", hat der nur dafür zu sorgen,

...

Fazit: Der Hersteller soll die CE-Kennzeichen-Suite durchlaufen. Er kann einen Konformitätsbeauftragten in der EU benennen, der das im Vorfeld des Verkaufs für ihn erledigt. Man findet bei den Angeboten oft einen Passus: "EU-Beauftragter. Adresse in Frankreich."

/OT

ciao gustav

Gustav, Du bist beim Eigenimport der Importeur und somit der Inverkehrbringer. Ganz besonders wenn kein Europäischer verantwortlicher auf dem Elektrogerät aufgedruckt ist.

Dass Du gerne nur der Betreiber wärest, ändert nichts daran.


Du haftest als Inverkehrbringer für alles, und der Zoll passt auf, dass Du als "Nicht Firma" nicht irgendwelchen potentiellen gefährlichen oder z.B. Funkstörungen verursachenden Schlonz importierst, der danach zirkuliert und, etwas überspitzt : Häuser abbrennt oder wichtige Funksysteme stört.

Ich habe da im Zollamt schon diverse Tragödien Anderer erlebt - die z.B. ihr nicht für den europäischen Markt gedachtes Smartphone nicht ausgehändigt bekamen.

--

Der andere Artikel, den Du zitierst hast, bezieht sich auf Altmaschinen, die vor dem ganzen CE Zirkus bereits beim Kunden waren, oder umgebaut und maßgeblich verändert werden. Und ob da eine nachträgliche Kennzeichnung möglich oder nötig ist. Also leider ganz was anderes.

Im gewerblichen Umfeld - z.B. Werkzeugmaschinen - wird die CE Kennzeichung und Erklärung zusätzlich gerne von den Berufsgenossenschaften als eines mehrerer quasi "Indizien" für ein sicher zu betreibendes Produkt genommen. Besonders bei uralten Geräten im Bestand sind die BG- Mitarbeiter eine Plage des Unwissens und wollen und können keine verbindlichen Aussagen auch im Bezug auf Nachrüstungen machen...

--

Die Vorgaben sind teils unschön, teils aber auch sinnvoll.

#7993226
Lesenswert?

Das Augenmerk lag auf:"Muss ich jetzt, nachdem das Gerät bereits mehrere Jahre anstandslos läuft, nachträglich eine CE-Kennzeichnung vornehmen".

Den im Link zitierten Text interpretiere ich mit "Nein". Ich als Endkunde darf das noch nicht einmal. Wenn überhaupt, dann muss vor Einfuhr in die EU der Hersteller das machen. Der Akt der Einfuhr ist hier gemeint. Was danach passiert, geht auf Risiko des Verwenders. Spätestens wenn der merkt, dass das Gerät "gefährlich" ist, dann sollte er aktiv werden, oder zumindest das Gerät nicht mehr benutzen. Egal, ob jetzt CE draufsteht oder nicht.

Mir geht es jetzt darum, dem Hersteller auf den Busch zu klopfen, sich endlich dazu durchzuringen, die CE-Suite durchzuführen. Offensichtlich sieht der bislang überhaupt keinen Handlungsbedarf. Diese Geräte sind in Indien zu mehreren Tausend Stück ohne großartig bekanntgewordene Vorfälle wie explodierende Akkus (bei tropischer Hitze) oder Stromschläge etc. verkauft geworden. Welches Gefahrenpotenzial von so einen mit Akku betriebenen Mini-Radio eigentlich ausgehen sollte, ist mir so wie so schleierhaft. Hier geht es also mehr um formale Dinge. Und die sollten auch stimmen. Und es ging um einen Neukauf, um nochmal ein solches Gerät zu bekommen. Da gibt es Schwierigkeiten.

ciao gustav

#7993308
Lesenswert?

Karl B. schrieb:

Wenn überhaupt, dann muss vor Einfuhr in die EU der Hersteller das machen.

Nein, das muss der Inverkehrbringer machen. Derjenige, auf dessen Veranlassung das Zeug in die EU geschafft wird. Der Importeur darf diese Aufgabe auch an den Hersteller delegieren.

Wenn Du Sachen aus China bestellst, dann bist Du für die Konformität verantwortlich. Entweder lässt Du das beim Hersteller machen, oder Du führst den Nachweis auf Deine Kosten selbst.

Nachweis kann auch heißen, "ich bin mir sicher dass es passt, ich bescheinige das so". Wenn aber jemand Deine Bescheinigung widerlegt, wird es teuer. Daher lassen die meisten dann doch lieber messen.

Wenn Du in China bestellst, bist Du für jegliche Probleme, die von der Ware ausgehen, voll verantwortlich. Egal ob es übler Geruch, gestörter Radioempfang oder durch Stromschlag getötete Nachbarskinder sind. Der Inverkehrbringer haftet. Privatpersonen versucht der Zoll davor zu beschützen, indem er nicht konforme Geräte einkassiert und vernichtet. Wenn Du dem belegen kannst, dass Du damit Konformitätstests durchführen willst, bekommst Du die Ware ausgehändigt.

Mir geht es jetzt darum, dem Hersteller auf den Busch zu klopfen, sich endlich dazu durchzuringen, die CE-Suite durchzuführen. Offensichtlich sieht der bislang überhaupt keinen Handlungsbedarf.

Wenn er in Europa genügend Absatzmarkt sieht, dann wird er auch die nötigen Formalitäten übernehmen. Anscheinend tut er das aber nicht. Da kein Kapitalist Geld verschenkt, gehe ich davon aus, dass diesem Verzicht eine gewisse Marktrecherche vorausgegangen ist.

#7993568
Lesenswert?

Das eigentliche Thema ist nun durch? Denn mir fällt da noch was ein, AliExpress ist doch auch aus CN, kann da auch sowas passieren dass man was nachzahlen muß oder es eingezogen oder gar teurer wird? Seit Sonntag ist da was unterwegs, heute 14 Uhr durch den Zoll lt. AliExpress Mail, DHL weiß nur was von einer SendungsNr. mehr noch nicht, vor 2.5 Std. dann angeblich erst hier angekommen lt. AliEx-Mail, der Zoll sollte doch hier in D-Land erst sein, doch nicht in CN? Ich bin ja mal gespannt ob das noch die Woche was wird, u. ob da die beiden Teile auch für den SuperPreis drin sind, oder vllt. doch nur eines, von dem NW-Konverter über 2-Draht wie VDSL.

#7993590
Lesenswert?

Nevs schrieb:

Das eigentliche Thema ist nun durch? Denn mir fällt da noch was ein, AliExpress ist doch auch aus CN, kann da auch sowas passieren dass man was nachzahlen muß oder es eingezogen oder gar teurer wird?

Ja. Aliexpress macht IOSS, d.h. wenn Du da über deren normalen Versandservice bestellst, sollte das DDP sein. Du bezahlst beim Checkout die MWSt/VAT, und damit ist alles abgegolten. Duties and delivery paid.

Klappt aber nicht immer. Bei DHL, FedEx, UPS erfolgt die Verzollung durch den Spediteur, also Zusatzkosten (oder Kundenaccount). Daher den normalen Versand nehmen und keinen Express! Und Waren, die nicht EU-konform sind, können trotzdem beschlagnahmt und vernichtet werden. Gefälschte Marken, Geräte oder Spielzeug ohne CE, Chemikalien für Bastler und Dampfer, usw.

#7993637
Lesenswert?

Nevs schrieb:

Roland E. schrieb:

Doch. Ist das echte CE.

Bei China-Export stehen die Buchstaben enger und der Strich vom E ist genausolang wie die beiden Halbbögen.

Weil die ja dort in CN zwei absolut grundverschiedene Bezeichnungen führen, wem willst du das Märchen bitte erzählen? Gefälscht bleibt gefälscht egal wie es ausschaut.

Wer tatsächlich Komponenten aus China importiert und sein Produkt dann CE-Konform bringen muss, weiß das. Halt nicht jeder Plebs, der mal bei Temu bestellt.

Da die Chinesen nicht annähern so doof sind, wie die allgemeine Langnase so glaubt, haben die tatsächlich ein verwechselbares aber nicht identisches Kennzeichen entwickelt. Das EU-CE ist eine geschützte Marke. Das ohne Konformität zu verwenden würde China rechtlich sehr einfach angreifbar machen. Darauf haben die aber mal gar keinen Bock. Unbenommen gibt es wohl aber auch in China Leute, die den Unterschied nicht kennen, das ist kein Privileg deutscher Deppen.

Dann solltest du dringend noch mal Deutschunterricht nehmen und dir mal den Unterschied von Mißbrauch und Fälschung erklären lassen.

#7993703
Lesenswert?

René H. schrieb:

Dass sich die meisten chinesischen Firmen nicht an EU-Recht halten, sollte doch bekannt sein.

Ali Express hat just zum 13. Januar 2026 eine neue Anweisung herausgegeben: AliExpress Product Recall Rule Release date: / Revision date: January 13, 2026 Da steht eindeutig drin: "...Sellers have the obligations to comply with the laws, regulations and regulatory requirements of any applicable countries/regions for selling your products. Verkäufer sind verpflichtet, die Gesetze, Vorschriften und regulatorischen Anforderungen aller relevanten Länder/Regionen beim Verkauf ihrer Produkte einzuhalten..." Na denn...

ciao gustav

#7993741
Lesenswert?

Karl B. schrieb:

Da steht eindeutig drin: "...Sellers have the obligations to comply with the laws, regulations and regulatory requirements of any applicable countries/regions for selling your products. Verkäufer sind verpflichtet, die Gesetze, Vorschriften und regulatorischen Anforderungen aller relevanten Länder/Regionen beim Verkauf ihrer Produkte einzuhalten..." Na denn...

Damit hast Du zumindest ein eindeutiges Recht auf Geld zurück wenn Deine Bestellung vom Zoll gefressen wird. Bisher war der Import Dein Risiko.

#7993775
Lesenswert?

Soul E. schrieb:

Damit hast Du zumindest ein eindeutiges Recht auf Geld zurück, wenn Deine Bestellung vom Zoll gefressen wird.

Hat tatsächlich im beschriebenen Fall "full refund" geleistet. Da auch viel Reklame für das Gerät gemacht wurde, und die Zahl der Kaufinteressenten doch nicht soo gering ist, könnte man den Hersteller nochmals "anstupsen" bezüglich der fehlenden Angaben. Ist ja nicht nur eine Sache, die gefehlt hat.

  1. Gefahrgutlabel "3481" auf Päckchen
  2. deutsche Bedienungsanleitung und:
  3. CE-Kennzeichnung Der Zoll akzeptiert in seiner der BNetzA Abteilung Marktüberwachung übergebenen Sache die Nachreichung von Bedienungsanleitung. Die CE-Kennzeichnung muss aber vom Hersteller gemacht werden, da führt kein Weg dran vorbei. Würde das nachträglich gemacht, wäre die Lagerfrist überschritten und verteuerte die Sache nochmals. Daher zeitnahe Rücksendung. Weitere Folgen hatte das für den Kunden nicht.

Soweit Stand der Dinge. Vielleicht ist bis Neubestellung die CE-Kennzeichnung durchgeführt worden. Man weiß ja nie.

ciao gustav

OP (Firma: HS) #7998142
Lesenswert?

Heute kam diese Mail als Antwort auf meine Beschwerde das 5 weniger als 6 sind:

1
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
2

3
vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich der Rechnung Nr. XXX und der Sendung Nr. XXX.
4

5
Nach Prüfung der oben genannten Rechnung können wir Ihnen bestätigen, dass eine Gutschrift in Höhe von 180 EUR erstellt wurde.
6

7
Ihre Gutschrift wird Ihnen innerhalb von 3–5 Werktagen zugestellt.
8

9
Vielen Dank für Ihre Mithilfe in dieser Angelegenheit. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
10

11
Regards,
12

13
XXXX X
14

15
FedEx Express Deutschland GmbH
16
For invoice and payment related inquiries, please go to Customer Support
17
Stop paper invoices now and sign up for FedEx Billing Online

Anscheinend habe ich noch mal Glück gehabt.

Ich denke damit kann der Thread geschlossen werden.

#7998149
Lesenswert?

Sven H. schrieb:

Anscheinend habe ich noch mal Glück gehabt.

Sven H. schrieb:

Heute kam diese Mail als Antwort auf meine Beschwerde das 5 weniger als 6 sind:

Wie lange hat das nun gedauert auf diese Reaktion? Und dann mal abwarten was dann für ne RE kommt, bezahlt muß die ja auch noch werden?

Sven H. schrieb:

Ich denke damit kann der Thread geschlossen werden.

Ich hätte da noch was wenn es jemanden interessiert, das tangiert so ziemlich alles hier was Onlinebestellungen RE Bezahlung EMail-Herkunft und die Sicherheit der Lieferung betrifft. Aber Betrugsportale und deren Identifikation ist hier noch kein Thema?

#7998383
Lesenswert?

Der Witz bei FedEx-Lieferungen ist doch, dass zuerst ausgeliefert wird, dann erst kommt eine Rechnung per Post. Bei DHL läuft das zum Teil so, dass, bevor die Ware überhaupt in Deutschland angekommen ist, der Verzollungsprozess beginnt. Man bekommt auf die vorher anzugebende Mobiltelefonnummer eine SMS mit Rück-E-Mail, in der man vor die Wahl gestellt wird, ob man am Online-Verfahren teilnehmen möchte. Wenn nein, dann zieht der bevollmächtige Postbote die anfallenden Gebühren ein. Wenn ja, dann an angegebene E-Mailadresse die Zustimmung erteilen. "...Vielen Dank für Ihren Auftrag. Nachfolgend haben wir Ihren Auftrag zu Ihrer Übersicht aufgelistet: Sie haben die DHL Express Germany GmbH erfolgreich mit der Abfertigung Ihrer Sendung über das DHL4YOU-Portal beauftragt und zur zollrechtlichen Abwicklung (einschließlich ggf. Rückabwicklung) Ihrer Sendung in direkter Stellvertretung bevollmächtigt..." "...Die Zahlung ist eingegangen und für versandbezogene Gebühren erfasst..." Dann erst wird Zustellprozess gestartet. Geld ist weg und Ware noch nicht da. Bei FedEx genau andersherum.

Was ist besser?

ciao gustav

: Bearbeitet durch User

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren