Transistorschaltung als Relais Ersatz?

OP #7994397
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Hallo liebes Forum!

Folgendes Problem beschäftigt mich zur Zeit, vielleicht hat jemand von euch einen Lösungsansatz. In einem PKW mit 12 Volt Bordspannung sollen nachgerüstete, zugelassene Tagfahrleuchten eines Markenherstellers angesteuert werden. Die LEDs haben eine zusammen eine Leistung von 10 Watt. Auf dem Markt finden sich leider nur zwei fertige Steuergeräte dafür. Eins reagiert auf das Anlegen der Zündung, dass andere ohne Abgriff der Zündung durch Erkennung der Erhöhung der Bordspannung bei laufendem Motor.

Letzteres kommt für das Fahrzeug nicht in Frage, da die Lichtmaschine im Lastzustand deaktiviert wird und die Bordspannung so auf etwas über 12 Volt sinkt. Die Erkennung funktioniert dadurch nicht einwandfrei. Von dem anderen Steuergerät haben bereist drei Stück den Dienst in kurzer Zeit aufgegeben, vermutlich war die Last zu hoch, der Hersteller nennt da keine Daten.

Nun dachte ich mir, mach ich es halt Analog und nutze statt einem Steuergerät zwei Relais. Ein vierpoliges für die Aufschaltung bei Zündung welches direkt die Bordspannung schaltet und ein fünfpoliges dahinter, welches bei Aufschaltung vom Standlichtsignal auf einen Ausgang mit in Reihe geschalteten Lastwiderstand wechselt, um die gesetzlichen Vorgaben des Abdimmens vom Tagfahrlicht einzuhalten. So weit so gut. Jedoch hatte ich nicht bedacht, dass sich beim Schalten eines Relais kurzzeitig eine Spannungserhöhung bildet, mit einem "langsamen" Multimeter bis auf die doppelte Eingangsspannung gemessen. Dadurch sind mir beim ersten Versuch alle LEDs durchgeschossen.

Die Überlegung ist jetzt, eine "einfache" Schaltung mit Transistoren zu machen, welche die Relais ersetzen soll. Ist das relativ einfach möglich? Was gilt zu beachten?

Vielen Dank und Grüße, René

: Verschoben durch Moderator
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7994405
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René schrieb:

Von dem anderen Steuergerät haben bereist drei Stück den Dienst in kurzer Zeit aufgegeben, vermutlich war die Last zu hoch, der Hersteller nennt da keine Daten.

Aber es ist trotzdem geheim?

Nun dachte ich mir, mach ich es halt Analog und nutze statt einem Steuergerät zwei Relais. Ein vierpoliges für die Aufschaltung bei Zündung welches direkt die Bordspannung schaltet und ein fünfpoliges dahinter, welches bei Aufschaltung vom Standlichtsignal auf einen Ausgang mit in Reihe geschalteten Lastwiderstand wechselt, um die gesetzlichen Vorgaben des Abdimmens vom Tagfahrlicht einzuhalten.

Gibt's diesen Aufsatz auch als Schaltplan mit Typbezeichungen der verwendeten Bauteile ind Komponenten?

So weit so gut. Jedoch hatte ich nicht bedacht, dass sich beim Schalten eines Relais kurzzeitig eine Spannungserhöhung bildet, mit einem "langsamen" Multimeter bis auf die doppelte Eingangsspannung gemessen.

Wo in deiner Schaltung hast du das gemessen? Hast du das beim Ein- oder beim Ausschalten gemessen?

Dadurch sind mir beim ersten Versuch alle LEDs durchgeschossen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, dass du mit dieser Vermutung richtig liegst. Denn eine fürs KFZ ausgelegte elektrische Komponente sollte das locker wegstecken.

#7996438
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René schrieb:

Jedoch hatte ich nicht bedacht, dass sich beim Schalten eines Relais kurzzeitig eine Spannungserhöhung bildet, mit einem "langsamen" Multimeter bis auf die doppelte Eingangsspannung gemessen.

Muss ziemlich schnell sein Dein langsames Multimeter...

Es handelt sich um Spannungsspitzen beim Abschalten der Relaisspule, noch dazu anders gepolt...

Abhilfe schafft eine Freilaufdiode je Relais...

: Bearbeitet durch User
#7996511
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René schrieb:

Letzteres kommt für das Fahrzeug nicht in Frage, da die Lichtmaschine im Lastzustand deaktiviert wird und die Bordspannung so auf etwas über 12 Volt sinkt.

Was ist denn das für ein Fahrzeug?

Üblicherweise braucht man nur ein normales Kfz-Relais und einen Schalter zum Steuern des Tagfahrlichtes. Ein Generator kann eine Klemme L (deswegen: was für ein Farzeug?) haben, an die geht man mit Klemme 86 des Relais, die Klemme 85 des Relais kommt an das Standlicht Klemme 58 (L oder R). Schalter dazwischen und gut. Wenn man es mag, kann man noch eine Diode vor die Klemme 86 des Relais schalten. Für die Klemme 30 des Relais holt man sich (über eine Sicherung) irgendwo Strom und die Klemme 87 kommt an die Tagfahrleuchten.

Da o.g "Deaktivieren" des Generators vermutlich eine Load-Response Funktion des Reglers ist, bleibt die Ladekontrolle bei nicht ladendem Generator aus, also die Klemme L auf Plus. Stört also nicht.

Just my 2 Cents

Elux

#8002585
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Ich habe Tagfahrleuchten von Philips.

Eines Tages wenn ich im Auto war haben mir Leute gewinkt, Lichthupe gezeigt oder den Vogel. Ich wusste nicht warum, es schien alles in Ordnung.

Erst an der Tanke habe ich im Spiegelbild einer Scheibe entdeckt, dass die Leuchten willkürlich vor sich hinblinken.

Das Steuergerät war fest vergossen, ABER:

Die Litze war mit Pvc Röhrchen fest in der Vergussmasse nach unten geführt. Zwischen Litze und Rohr konnte ungehindert Wasser nach unten laufen. Und tatsächlich als ich das Ding aufgefraest hatte war alles voller Wasser, zu retten gab es eh nix mehr wegen der Vergussmasse. Das hab ich damals deren Enwicklungsabteilung gemeldet (sogar ein Feedback bekommen).

Seither mach mein Steuergerät das so: Ein Relais schaltet die Leuchten ein bei Zündung, ein zweites schaltet die Leuchte aus bei Abblend- oder Fernlicht.

Das ist die vorgeschriebene Beschaltung nach R87. https://www.astra.admin.ch/dam/astra/de/dokumente/fahrzeuge/merkblaetter/mb_tagfahrlichter.pdf.download.pdf/MB%20Tagfahrlichter.pdf

Das mit der Spannungserhoehung ist Bloedsinn. Zwei Relais, Konstantstromquelle und eine Sicherung. Wenn du magst darfst denen noch zwei Dioden spendieren, musst aber nicht.

: Bearbeitet durch User

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