Hallo
besitze seit ca. 45 Jahren Silikon-Wärmeleitpaste.
Ist diese grundsätzlich für Prozessorkühler geeignet?
Ist das Alter für den Einsatzfall ein Problem?
Wenn ich etwas "Modernes" kaufen sollte - was?
Wenn, dann sollte zudem der Behälter verschliessbar sein, damit ich das Zeug später noch verwenden kann.
besitze seit ca. 45 Jahren Silikon-Wärmeleitpaste.
Ist diese grundsätzlich für Prozessorkühler geeignet?
Sofern sie noch ausreichend dünnfließend-pastös ist, und nicht ausgehärtet:
Ja.
Wenig Paste verwenden; Reiskorngröße ist ausreichend. Die Paste soll nur hauchfeine Unebenheiten zwischen dem Metalldeckel der CPU und dem CPU-Kühler ausfüllen, und dazu ist wenig mehr als ein hauchdünner Film erforderlich.
Ich würde neue kaufen, das kostet nen Apfel und nen Ei und das Risiko bei den aktuellen Prozessorpreisen ist einfach zu hoch - wir reden ja hier nicht über Unsummen an Geld.
Empfehlen kann ich vollkommene uneingeschränkt Halnziye HY-P17
Wobei meistens schon Tage nachdem ein guter Testbericht erscheint die Marktplätze mit Fakes geflutet werden.
ich würde, wenn ich aktuell Bedarf hätte, vmtl. die Arctic MX7 nehmen, und die bei einem vertrauenswürdigen Händler.
Kostet ein Viertel, und ist einen unbedeutenden Ticken schlechter.
Ist diese grundsätzlich für Prozessorkühler geeignet?
Kommt schwerstens auf den Prozessor an.
Nackte Notebook CPU hatte hier ersthafte Probleme mit einer Billig-Paste, die CPU überhitzte mit Markenpaste (Arctic 5 IIRC) nicht mehr.
GPUs könnten ähnlich reagieren - auch da ist das Si nackig.
Aber auch bei Dekstop CPU mit Deckel (IHS) kann das ernsthafte Unterschiede machen. Moderne CPUs konzentriert irre Wärmeleistung auf verdammt kleiner Fläche.
Zähe Fischer WLP (Silikonöl und anorganische Füllstoffe wie Zinkoxid, im gelben 2€ Format Döschen) habe ich erfolgreich mit zwei Tropfen Silikonöl wieder weich gerührt.
Entscheidend für gute Wirkung ist, dass die Schicht DÜNN ist. Das geht mit weicher Paste leichter.
Kann Silikonöl eigentlich verdunsten? Oder kriecht das im Laufe der Jahre nur aus der Paste weg?
Kann Silikonöl eigentlich verdunsten? Oder kriecht das im Laufe der
Jahre nur aus der Paste weg?
Ja, ist ne dumme Idee. Die Mischung trocknet aus, das Silikon entzieht sich, und die Paste wird porös, das mindert die Kühlleistung um ein vielfaches.
Ohne Scheiß, wir reden hier von 5-10€ für eine gute Wärmeleitpaste speziell für CPUs / GPUs zugeschnitten. Da spart man doch nicht und rührt sich irgendeine 40 Jahre alte Paste zusammen. Leute gibts...
Ja, ist ne dumme Idee. Die Mischung trocknet aus, das Silikon entzieht
sich, und die Paste wird porös, das mindert die Kühlleistung um ein
vielfaches.
Ohne Scheiß, wir reden hier von 5-10€ für eine gute Wärmeleitpaste
speziell für CPUs / GPUs zugeschnitten. Da spart man doch nicht und
rührt sich irgendeine 40 Jahre alte Paste zusammen. Leute gibts...
Dass auch eine "gute Wärmeleitpaste" genauso austrocknet, ist aber schon bekannt?
Denn die besteht auch nur aus einem Grundöl mit Zuschlag. Außer vielleicht der "Paste" aus dem Aluminium auflösenden eutektischen Flüssigmetall.
Silikonöle werden schon eine geraume Zeit nicht mehr genommen. Die meisten nutzen Polyethylenglycol.
Und wer sich für Flüssigmetall entscheidet, der nutzt mit absoluter Sicherheit auch keinen Aluminium Kühler und hat den DIE geköpft - das nimmt nicht der 0815 PC Bauer.
Aber klar: 90% der User hier in diesem Forum hat noch Rechentechnik aus den 90igern und ist damit voll zufrieden, den neumodischen Schnickschnack braucht ja keiner - da kann man sich auch noch Zahnpasta auf den CPU schmieren. Kein Ding.
Unbedingt eine Paste auf Schlangenölbasis verwenden!
Im Gegensatz zu HiFi-Kabeln aus vergoldetem Iridium welchs dreimal gegen Norden geschlagen wird. Gibt es allerdings bei Paste genügend Tests, welche Nachvollziehbar sind. ;-)
Und vor allem keine wissenschaftlichen Standards erfüllen.
Wenn du Igorslab den wissenschaftlichen Standard (ASTM D5470-17) absprechen willst - dann möchte ich gerne wissen welcher wissenschaftlicher Standard für dich dann gilt?! Gibt es da einen anderen Messstandard von denen man nichts weiß?
Den Test hast du dir schon mal angeschaut, richtig? Oder laberst du hier nur doof rum?
Mal ernsthaft: Wie groß sind denn die Unterschiede zwischen den speziellen Wärmeleitpasten für Gamer und dem, was Erwachsene als Standardwärmeleitpaste verwenden?
Mal ernsthaft: Wie groß sind denn die Unterschiede zwischen den
speziellen Wärmeleitpasten für Gamer und dem, was Erwachsene als
Standardwärmeleitpaste verwenden?
Mal ernsthaft: Wie groß sind denn die Unterschiede zwischen den
speziellen Wärmeleitpasten für Gamer und dem, was Erwachsene als
Standardwärmeleitpaste verwenden?
Bei viel-tausendfach RGB-LED beleuchteten Kasperbuden?
Enorm! Da kann das Geraffel durchaus mal einen oder zwei Kelvin kühler laufen.
Und das kommt natürlich auf's ebenfalls tief in's System eingebaute Display. ;-)
Mal ernsthaft: Wie groß sind denn die Unterschiede zwischen den
speziellen Wärmeleitpasten für Gamer und dem, was Erwachsene als
Standardwärmeleitpaste verwenden?
Echte Miner investieren jede Menge Bitcoins in Wärmeleitpastenwunder.
Mal ernsthaft: Wie groß sind denn die Unterschiede zwischen den
speziellen Wärmeleitpasten für Gamer und dem, was Erwachsene als
Standardwärmeleitpaste verwenden?
Das hat mit Gamer nix zu tun. Da kommt es auf die CPU / GPU Last an. z.b. zwischen HY-P17 und Thermalright TF8 liegen bei einer RTX4090 und 450W satte 15,4°C. Und da ist der "Gaming" PC zu Hause nur eine Kleinigkeit - In Rechenzentren wo viele Wärme via DTC und Glykol weg transportiert werden muss - ist das eine ganz andere Hausnummer.
Ihr könnt das alles gerne ins Lächerliche ziehen, aber da seit ihr mit eurer veralteten Meinung echt mal auf dem Holzweg.
es muss nicht immer nur Paste sein - gute Erfahrungen hatten wir mit Pads von Polymatech (MANION 50α) bei CPUs ohne Heatspreader:
https://www.polymatech.co.jp/en/products/manion/
Nachteil: elektrisch leitend
Mal ernsthaft: Wie groß sind denn die Unterschiede zwischen den
speziellen Wärmeleitpasten für Gamer und dem, was Erwachsene als
Standardwärmeleitpaste verwenden?
Die uralte klassische weiße Fischer WLP (Silikonöl plus Zinkoxid) hat eine Wärmeleitfähigkeit von 0,61 W/mK, Watt/(Meter mal Kelvin). Bessere, anders gefüllte Pasten liegen so bei 5 bis 13 W/mK, das Aluminiumauflösende, elektrisch leitfähige Flüssigmetall Conductonaut bei 73W/mK. Viele von den Luxuspasten für 10€/Gramm liegen unter 10W/mK! Gut gefällt mir mit 13W/mK und 7€/7g: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/iceberg_thermal_fuzeice_plus_waermeleitpaste_7_g-342171
Und die ist sogar elektrisch nicht leitend, das ist wichtig, wenn es an unpassender Stelle was seitlich herausdrückt.
Damit man die Wirkung abschätzen kann, hier ein Rechenbeispiel, welcher zusätzliche Wärmewiderstand Rth (K/W) sich beim Einsatz einer Paste mit λ=10W/mK ergibt:
Angenommen sei eine Pastendicke D=0,1mm (1E-4m) und eine große CPU mit einer Fläche F=10cm² (1E-4m²) Rth = D/(λF) = 0,1K/W Bei einer CPU mit 100W fallen also 10K an. Schafft man es, mit großem Druck, die Schicht auf 25µm zu reduzieren, sind es nur noch 2,5K. Das geht bei niedrigviskosen, fein gemahlenen Pasten natürlich besser. Das erklärt auch, warum Messergebnisse zum Temperaturunterschied nicht immer mit λ korrespondieren. Auch nutzt die beste Paste nichts, wenn sie im Einsatz zu schnell trocken wird.
Deshalb der Hinweis auf 25µm. Ja und 10cm² ist auch viel zu groß...
Jeder darf mit seinen eigenen Werten rechnen. Das Rechenbeispiel hatte ich extra gemacht, dass jeder leicht sieht, welche eigenen Größen er wo einsetzen muss.
Und bitte her mit den links zu gemessenen Dicken/Andruckwerten und deren Reproduzierbarkeit. Ich hatte auf die schnelle nichts gefunden.
Hochinteressant ist z.B. Paste 1 gegen Paste 2:
λ ist 20fach unterschiedlich, der real gemessene Rth aber nur um Faktor 1,25!
Oberflächenstruktur und Andruckkraft waren identisch, bei Pasten auf Silikonbasis wären Fließverhalten und Benetzungsfähigkeit sicher ähnlich einstellbar. Da kann man gleich würfeln!
Das deckt sich aber mit meiner Erfahrung, dass die superteure Hochleistungspaste eigenartigerweise gar nicht so viel besser abschneidet, wie die uralte Silikon/Zinkoxidpaste, sofern man dünn aufträgt.
Schade, dass die Firma keine Messung mit einem Tropfen reinem Silikonöl gemacht haben. Vermutlich ähnlich Wasser.
Meine Frage, ob überhaupt oder wie stark Silikonöl verdunstet blieb bisher unbeantwortet.
Meine Frage, ob überhaupt oder wie stark Silikonöl verdunstet blieb
bisher unbeantwortet.
Hatte damals kein Silikonöl zur Hand.
So viel ich weiß, ist silikonhaltige WLP wegen der Verdunstung im Automotive-Bereich verpönt, (Kontaktprobleme bei Steckverbinder und Relaiskontakten !)
So viel ich weiß, ist silikonhaltige WLP wegen der Verdunstung im
Automotive-Bereich verpönt, (Kontaktprobleme bei Steckverbinder und
Relaiskontakten !)
Silikonöl macht hermetisch gekapselte Relais nötig.
Den Steckern ist das egal.