ich bin gerade ganz neu hier und habe ein Problem. Wir haben ein Haus gekauft mit einer Sauna. Diese ist zwar schon alt aber hat kurz zum testen, funktioniert.
Da ich die gesamte Elektrik im Haus neu mache, habe ich die Steuerung aufgeschraubt um eine neue Zuleitung anzuschließen und allgemein zu gucken das alles fest und gut aussieht.
Leider ist das nicht der Fall. Ein Bereich sieht sehr dunkel aus. Ich vermute das dort ein Kondensator? ausgelaufen ist.
Bisher wusste ich zwar das Kondesatoren hoch gehen oder platzen aber auslaufen ist mir neu.
Nun kann der Kondesator natürlich einfach aus altersgründen oder auch aufgrund eines anderen Fehlers kaputt gegangen sein. Da wäre für mich recht relevant, wie man sowas einschätzt. Ich weiß auch nicht wie lange der kaputt ist oder wie wichtig der ist. Schließlich ist der Saunaofen beim letzten test, warm geworden. Sollte man den Kondesator einfach tauschen oder aber die gesamte Platine auf den Kopf stellen und versuchen alles zu messen.
Kurz zu meinem Background: Ich bin zwar Elektromeister aber im Versorgungsbereich und habe mir Mikroelektronik oder überhaupt Platinentechnik sehr wenig am Hut.
Ich hatte den Hersteller allgemein mal angeschrieben und habe die Schaltbilder bekommen. Denke das die auch gut weiter helfen.
Das ist ein bekanntes Problem dieses Kondensator Fabrikates RIFA. Die gehen gerne nach einigen Jahren hoch/platzen/laufen aus. An dieser Stelle scheint der KOndensator lediglich als Funkentstörelement genutzt zu sein und kann daher einfach entfernt werden, ohne Ersatz (kein Mensch hört heute noch AM Sender). Aber die Platine bitte gründlich reinigen!
einfach entfernt werden, ohne Ersatz (kein Mensch
hört heute noch AM Sender)
Auch wenn
die Sauna wahrscheinlich im Keller steht
sehr wenige noch AM hören (kein Mensch kannst Du nicht einschätzen)
ist es minimaler Mehraufwand, korrekt vorzugehen und den Kondensator einfach auszutauschen. Der Mehraufwand ist nur die Beschaffung und das Einlöten, Auslöten und Reinigen muss der TO sowieso.
Komisch ist, dass die Suppe nicht der Schwerkraft folgend nach unten Richtung Trafo gelaufen ist.
War die Platine länger ausgebaut herumgelegen?
Was ist das für ein Faden am Kondensator, Insektenreste?
Nix Schwerkraft, die Suppe wurde vom Kondensator ausgeblasen und ist dann kleben geblieben. Der Faden ist vom Montagekleber der Glimmlampen. Kondensator gibt's für kleines Geld neu, z.B.:
Das ist ein bekanntes Problem dieses Kondensator Fabrikates RIFA. Die
gehen gerne nach einigen Jahren hoch/platzen/laufen aus.
Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen? Ich dachte die Platzen nur wenn mit der Zeit Feuchtigkeit reinkommt weil die Umhüllung rissig geworden ist.
Das Auslaufen kommt meiner Meinung eher von dem gelben Aluminium-Elektrolytkondensator. Bei denen ist das Auslaufen ein nicht ungewöhnliches Fehlermuster nach vielen Jahren Betrieb.
Dem Aufdruck des anderen Kondensators links daneben nach ist der von 1974. Das Gerät wird also von Mitte/Ende der Siebziger stammen, die anderen Kondensatoren dürften also ähnlich alt sein. Nach der Zeit ist Auslaufen nicht unüblich.
Ich würde alle 3 Kondensatoren tauschen und vor allem die ausgelaufene Soße saubermachen, die ist ziemlich korrosiv.
Die Suppe ist verbranntes Dielektrikum (getränktes Papier). Sonderlich korrosiv dürfte sie nicht sein. Die Elkos müssen nicht getauscht werden, solange die Steuerung funktioniert.
Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen
Der ist nicht ausgelaufen sondern hat ordentlich geschmort.
Mit Hitze und Druck.
Dann platzt das Gehäuse und ein Gemisch aus verbranntem Kunststoff und Russ zischt stinkend heraus.
Die Suppe ist verbranntes Dielektrikum (getränktes Papier). Sonderlich
korrosiv dürfte sie nicht sein. Die Elkos müssen nicht getauscht werden,
solange die Steuerung funktioniert.
Naja, wenn das verbrannte Dielektrikum ausläuft muss da ja noch irgendwas flüssiges drin sein was das hinterher langsam ausschwemmt.
Der gelbe Kondensator hat auch ein paar schwarze/braune Flecken und das könnte eben auch dort ausgelaufenes Elektrolyt sein was mit seinem korrosivem Werk begonnen hat. So braun/schwarz sah das bei den Fällen die da ich bisher gesehen habe auch aus.
Ob das Gerät noch funktioniert wissen wir nicht. Dass die Sauna warm wird heisst nicht dass sie die Temperatur auch auf den vorgegebenen Wert halten kann.
Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen
Der ist nicht ausgelaufen sondern hat ordentlich geschmort.
Mit Hitze und Druck.
Dann platzt das Gehäuse und ein Gemisch aus verbranntem Kunststoff und
Russ zischt stinkend heraus.
genau, so kenne ich das auch. Und dann sieht aber normal das Gehäuse des Kondensators ganz anders aus, das zerlegt es durch den Druck.
Wenn ich das richtig verstehe, wird der Kondesator zur Entstörung für AM Funkfequenzen gebraucht (die aber fast niemand mehr benutzt). Ich glaub ich würde den dann tauschen wollen und müsste mir dann nur den passenden Erstazkondesator besorgen.
Aber dann würde ich so starten das ich die anderen beiden Kondesatoren erstmal drin lasse und die Sauna (nach der Renovierung die dem Ende entgegen geht) dann erstmal aufheize und teste.
Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol?
Das Baujahr der Sauna ist irgendwo so um 1976. Also hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Dafür ist es Technik die man noch reparieren kann. Das Kondesatoren Explodieren, kenne ich. Aber das die so auslaufen hab ich bisher noch nicht gesehen.
Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol?
Sollte klappen, aber auch Bremsenreiniger sollte es tun. Eine alte Zahnbürste hat sich bei so etwas bewährt.
Da die Elkos kaum was kosten, ist es eigentlich schon sinnvoll, die gleich auszuwechseln. Ich bin auch kein Freund der Elko-Tauschwut, aber bei dem Baujahr ist es ratsam und jetzt ein Aufwasch.
Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol?
Sollte klappen, aber auch Bremsenreiniger sollte es tun.
Oder Brennspiritus.
Eine alte
Zahnbürste hat sich bei so etwas bewährt.
Wattestäbchen.
Da die Elkos kaum was kosten, ist es eigentlich schon sinnvoll, die
gleich auszuwechseln. Ich bin auch kein Freund der Elko-Tauschwut, aber
bei dem Baujahr ist es ratsam und jetzt ein Aufwasch.
Eine alte Zahnbürste hat sich bei so etwas bewährt.
Wattestäbchen.
Zahnbürste ist recht grob, mein Kompromiß ist ein flacher Borstenpinsel. Wenn aber, wie in diesem Fall, keine sensiblen Teile in der Nähe sind, hätte ich gegen die Zahnbürste nichts einzuwenden.
Komisch. Bei allen Geräten mit geplatzten RIFA Folienkondensatoren habe ich nie so eine - rein optisch wie Altöl aussehende - "Flüssigkeit" auf der Platine austreten sehen.
Ich hätte auch eher vermutet, dass es vom gelben Elektrolytkondensator (C2) kommt und nicht vom RIFA (C3) oder von eine ganz andere Ursache/Quelle - da so viel/großflächig verteilt ist.
Geschmolzener Kunststoff/Ruß, der beim explodieren ausgestoßen wir, sieht doch nicht so aus. Außerdem sehe ich beim RIFA auch keine größere Austrittstelle. Üblicherweise platzen die seitlich auf und die "Soße" verteilte sich vorwiegend in der Region des gelben Elektrolyt-Kondensators.
Ich würde alle 3 ersetzen (C1, C2, C3). C1+C2 mit Nennspannung 35V. Bei C2 einen X2-Sicherheitskondensator mit 275V.
Bei X2 noch auf das Rastermaß schauen. Der oben verlinkte könnte passen, aber besser nochmal nachmessen, ob das Rastermaß (Abstand der beiden Kontakte) 15mm ist.
Mit so einem Gemisch würde ich auch nicht an Elektronik
drangehen.
Ich sehe da ein wenig Elektromechanik, aber keinerlei sensible Elektronik. Wenn die Kondensatoren entfernt sind, ist das Reinigen mit Bremsenreiniger problemlos.
Da habe ich schon viele Produkte ausprobiert, aber die billigsten sind meist die besten, weil die keine exotischen Beimischungen haben.
Wer sich fürchtet, kann aber auch bei Isoprop oder Brennspiritus bleiben.
Bei allen Geräten mit geplatzten RIFA Folienkondensatoren habe
ich nie so eine - rein optisch wie Altöl aussehende - "Flüssigkeit" auf
der Platine austreten sehen.
Wenn Epoxidharz heiss wird, kann da alles mögliche passieren. Mit Kawumm platzen tun die Dinger hauptsächlich dann, wenn die Erwärmung schlagartig erfolgt. Bei langsamem vor sich hin Schmurgeln gibt es auch diese gelblich bis fast schwarzen Zersetzungsprodukte.
Das ölig glänzende Zeugs kann auch nach dem Abkühlen wieder fest geworden sein.
Kontaktchemie "Kontakt WL" machte bei mir einen guten Eindruck. Sogar die empfindlichen Pertinaxplatten (Phenolharz) zerdröselten dann nicht. Nur nicht zu lange einwirken lassen.
wird der Kondesator zur Entstörung für AM
Funkfequenzen gebraucht (die aber fast niemand mehr benutzt).
Da liegst Du aber gründlich daneben. Schon mal etwas von Telemetriesendern
DCF49 oder DCF39 auf Langwelle gehört?
Werden die gestört, kommt die BNetzA.
https://www.efr.de/
Da liegst Du aber gründlich daneben. Schon mal etwas von
Telemetriesendern
DCF49 oder DCF39 auf Langwelle gehört?
Werden die gestört, kommt die BNetzA.
An sich gebe ich Dir ja recht, aber diese Steuerung besteht nur aus Schützen im Leistungsteil und wird daher höchstens ein Knack beim Einschalten und ein Knack beim Ausschalten senden.
Ein Schaltnetzteil ist auch nicht drin.
Wie kriege ich denn die Verunreinigung am besten entfernt? Isopropanol?
Für mich sieht es nicht nach ausgelaufenen Kondensatoren aus sondern nach verbranntem Flussmittel. Dann geht Alkohol (Spiritus, Isopropanol) und Zahnbürste.
Das Baujahr der Sauna ist irgendwo so um 1976. Also hat schon einige
Jahre auf dem Buckel. Dafür ist es Technik die man noch reparieren kann.
Richtig, man kann die Technik reparieren, oder auch am Stück austauschen. Ich würde wohl auch alle Kondensatoren (sowohl die Elkos als auch den Rifa) präventiv auswechseln. Aber wenn einer der Knebelschalter oder Thermostaten kaputt geht, würde ich das wohl ersetzen.
höchstens ein Knack beim
Einschalten und ein Knack beim Ausschalten senden.
Und der Induktionsstoß kann sogar VDR-Widerstände anderer Geräte in demselben Stromkreis zum Ansprechen bringen.
Jedenfalls bei meiner Settop-Box war das so.
Dort hat sogar die vorgeschaltete Schmelzsicherung ausgelöst.
Mixer-Motor hatte starken Ausschaltstromstoß.
Hätte ich in der Settopbox keine entsprechende Schutzmaßnahme extern noch vorgesehen gehabt, wäre das Teil jetzt hinüber.
Besser wäre es gewesen, der Mixer-Motor hätte entsprechende Störschutzkondensatoren eingebaut gehabt. Die hatte er auch werksmäßig. Aber jemand hatte die entfernt. Wohl genau so jemand wie Du, der meinte, diese Kondensatoren wären zur Funktion des Gerätes nicht unbedingt nötig.
Übrigens:
Hersteller achten von sich aus schon auf möglichst kostensparende Bauweise.
Bekanntlich setzt sich der Vollkostenpreis zusammen aus Materialinhalt und Fertigungskosten. Da an den Löhnen, aus denen sich die Fertigungskosten hauptsächlich zusammensetzen, kaum etwas gerüttelt werden kann, wird eben am Materialinhalt gespart, wo es möglich ist.
Heißt, wenn da schon Kondensatoren eingebaut sind, haben sie auch eine Funktion. Sonst wären sie aus Kosteneinspargründen nicht bestückt. Auch, wenn das so Schlaumeier, wie Du, das nicht kapieren wollen.
Abgesehen davon ist das Weglassen eine Änderung am Gerät.
Schau Dir die jetzt geltenden drakonischen Vorschriften einmal an.
Heute wirst Du auch als "Reparateur" mit CE, GPSR, EAR, WEEE und
weiteren "Spaßverderbern" konfrontiert.
Die hatte er auch werksmäßig.
Aber jemand hatte die entfernt. Wohl genau so jemand wie Du, der meinte,
diese Kondensatoren wären zur Funktion des Gerätes nicht unbedingt
nötig.
Bei meinen Elektrogeräten geht kein Anderer dran und entfernt irgendetwas.
Könntest Du denn mal einen Bremsenreiniger mit Spüli/Seife als
Bestandteil nennen?
Hatte ich, stand irgendwas Actionmarktähnliches drauf, hab ich aber
nicht mehr.
Kann da kein Spüli erkennen.
Hat bisher auch nie geschäumt. *gg
Na ja, aber man kann erkennen, dass da irgendwelche C6 und C7 Kohlenwasserstoffen, Alkana, Ido-Alkane und Cyclene drin sind.
Für Metall ist das ok, aber bei Elektronik verwende ich lieber sortenreine Reinigungs und Lösungsmittel.
Die hatte er auch werksmäßig.
Aber jemand hatte die entfernt. Wohl genau so jemand wie Du, der meinte,
diese Kondensatoren wären zur Funktion des Gerätes nicht unbedingt
nötig.
Bei meinen Elektrogeräten geht kein Anderer dran und entfernt
irgendetwas.
Wahrscheinlich war der besagte Entstörkondensator defekt, und der "Reparateur" hatte keinen Ersatz auf Lager. Dann wurde der einfach entfernt.
Und sowas wird immer einmal gerne gemacht. Alles, was nicht unbedingt zur Funktion des Gerätes nötig ist, weggelassen. Zum Teil sogar in Profi-Geräten finden sich Platinen mit vorgesehenen aber tatsächlich nicht bestückten Entstörkondensatoren. Oder die common Mode Drossel wurde durch Drahtbrücken "ersetzt".
ciao
gustav
P.S.: Im Bild sind die Kondensatoren vorgesehen, aber waren nicht bestückt. Nebenbei ging es darum, dass Gleichrichterdioden auch 'mal warm werden können.
Na ja, aber man kann erkennen, dass da irgendwelche C6 und C7
Kohlenwasserstoffen, Alkana, Ido-Alkane und Cyclene drin sind.
Für Metall ist das ok, aber bei Elektronik verwende ich lieber
sortenreine Reinigungs und Lösungsmittel.
Alles, was nicht unbedingt
zur Funktion des Gerätes nötig ist, weggelassen. Zum Teil sogar in
Profi-Geräten finden sich Platinen mit vorgesehenen aber tatsächlich
nicht bestückten Entstörkondensatoren. Oder die common Mode Drossel
wurde durch Drahtbrücken "ersetzt".
Andersrum wird ein Schuh draus.
Die zusätzlichen Entstörbauteile werden auf der Platine vorgesehen, aber nur dann bestückt, wenn die nationalen Vorschriften des Verkaufslandes bzw. die vorgeschriebenen Tests eine Bestückung notwendig machen.
Danke Hinz, aber ich überlasse die dicken Kartoffel anderen :-)
Und ich kenne Bremsenreiniger, der tut bei dir gute Dienste wenn Metallteile schnell entfettet oder gereinigt werden muss.
Inhaltsstoffe sind im Prinzip ähnlich wie Waschbenzin.
Danke Hinz, aber ich überlasse die dicken Kartoffel anderen :-)
Und ich kenne Bremsenreiniger, der tut bei dir gute Dienste wenn
Metallteile schnell entfettet oder gereinigt werden muss.
Inhaltsstoffe sind im Prinzip ähnlich wie Waschbenzin.
Wenn du einen Bremsenreiniger gefunden hast, der Epoxidharz auflöst, dann teile das schnellstens Richard mit, der sucht sowas schon lange.
Ich habe jetzt die 3 Kondestoren bestellt und werden vermutlich nächstes WE dann die alten rauslöten, reinigen und dann wieder einlöten.
Ich hoffe das klappt so alles.
Ich habe im Schaltplan allerdings noch C4 (Keramik Kondesator) gefunden.
Ich habe den aber bisher nicht auf der Platine gefunden und frage mich ob ich den auch tauschen soll (wo auch immer der ist). Keramikkondesator klingt für mich nach langlebig.
Ich werde Isopropanol zur Reinigung verwenden und möglichst beim Bremsenreiniger. Ich hoffe das haut alles so hin.
Ich habe im Schaltplan allerdings noch C4 (Keramik Kondesator) gefunden.
Ich habe den aber bisher nicht auf der Platine gefunden und frage mich
ob ich den auch tauschen soll (wo auch immer der ist). Keramikkondesator
klingt für mich nach langlebig.
Keramikkondensatoren altern zwar auch, aber sehr langsam. Und dabei geht dann nur die Kapazität etwas runter, es läuft nix aus oder explodiert durch normale Alterung.
Es gibt zwar auch den Fehlerfall dass die einen Kurzschluss produzieren und dann abbrennen. Dafür muss der Kerko aber mechanisch vorgeschädigt sein oder die Platine fehlerhaft konstruiert, so dass der Kerko mechanisch belastet wird. Das ist hier bei Through-Hole-Bauteilen und 50 Jahre Betrieb ohne Problme alles nicht zu erwarten.
-> Lass den Keramikkondensator wie er ist solange Du nicht eindeutige Hinweise auf ein Problem mit dem Keramikkondensator hast
Der Rifa ist doch ein Filmkondensator. Können die wirklich auslaufen
Der ist nicht ausgelaufen sondern hat ordentlich geschmort.
Mit Hitze und Druck.
Dann platzt das Gehäuse und ein Gemisch aus verbranntem Kunststoff und
Russ zischt stinkend heraus.
Im Kosmos All-Chemist gabs früher ein nettes Experiment. Paar Holzstäbchen in ein Reagenzglas tun, Stöpsel mit Glasröhrchen drauf und Spiritusbrenner drunter. Nach einer Weile fängt das Holz an zu schwelen, und es entweicht dichter gelbgrauer Rauch aus dem Röhrchen. Den darf man dann anzünden. Dann hat man ein Feuer mit getunnelter Flamme, was anschaulich die Funktionsweise eines Feuers zeigt. Den schönsten Qualm gabs mit Bambusstreifen von einem Chinarestaurant-Kalender. Der Gestank hing noch tagelang in den Vorhängen des Kinderzimmers. :)
Am Ende bleibt im Reagenzglas genau das übrig, was man hier auf der Platine sieht. Dasselbe sieht man auch bei den Filmchen, wo sich die Leute Birkenpech herstellen für ihre Steinzeitwerkzeuge.
Man merkt an den Kommentaren hier, daß nicht viele einen Kosmos All-Chemist hatten. Die Ungnade der späten Geburt hätte aber die Möglichkeit geboten, das mit Experimentierkästen der 60er und 70er nicht erlangte Wissen durch direkte Betrachtung von verschwelten Rifas und Netzfiltern in diesem Internetdings zu substituieren.
Die goldenen Frakos (könnten hier aber auch Siemens sein) sind mir eher durch Kurzschlüsse aufgefallen denn durch Auslaufen. Nach 50 Jahren ist man daher nicht voreilig, wenn man sie prophylaktisch austauscht. :)
Interessant finde ich, daß die Platine mit AEG überschrieben ist und unten ihre Funktion als Thermostat steht. Offenbar hat die AEG damals auch Baugruppen hergestellt. Umso erstaunlicher, wenn der Saunahersteller jetzt noch Schaltpläne rausrückt (bzw. überhaupt jemals hatte.)
Im Kosmos All-Chemist gabs früher ein nettes Experiment. Paar
Holzstäbchen in ein Reagenzglas tun, Stöpsel mit Glasröhrchen drauf und
Spiritusbrenner drunter. [...]
Am Ende bleibt im Reagenzglas genau das übrig, was man hier auf der
Platine sieht.
Bei 10 Cent-Münzen ist mir sowas auch aufgefallen. Das ist genau das, was ~4100€/Unze kostet.