Bei uns an der Uni gibt es einen Aufzug, der in den letzten Jahren mehrfach mit den gleichen Symptomen ausgefallen ist. Was fehlt diesem Aufzug?
Ich beschreibe zunächst den Fehler:
Die Kabine steht ca. 10 cm tiefer als das unterste Stockwerk.
Die Türen sind offen, das Licht in der Kabine ist an.
Die Außen- und Innendisplays zeigen "Außer Betrieb"; das Stockwerk wird korrekt angezeigt.
Ich habe diesen Aufzug bereits mehrmals in genau diesem Zustand, wie beschrieben, angetroffen, im Schnitt ca. 1x pro Jahr (+ eventuelle Dunkelziffer, wenn ich längere Zeit nicht in diesem Gebäude war).
Dieser Zustand hielt jeweils für ein paar Tage an, danach funktionierte der Aufzug wieder normal. Ich kann jedoch nicht sagen, ob die Aufzugfirma (Tepper) zwischenzeitlich da war und irgendwas repariert hat.
Noch ein paar Eckdaten zum Aufzug:
Ursprüngliche Installation wahrscheinlich 1970er/frühe 1980er Jahre
Modernisiert 2008 durch Tepper
Ist ein Seilaufzug, also hydraulische Ursachen ausgeschlossen
Aufzug gehört zu einer Zweiergruppe; es ist jedoch immer derselbe Aufzug, bei dem das Problem auftritt.
Was ist hier die wahrscheinlichste Ursache für den Fehler?
Ich bin nicht mit diesem Aufzug gefahren, als der Fehler auftrat; habe ihn nur von außen gesehen.
(Falls es eine passendere Rubrik hier im Forum gibt, bitte verschieben. Ich habe hier schon Aufzug-Fragen gesehen, die waren aber oft auch unter Offtopic.)
Was ist hier die wahrscheinlichste Ursache für den Fehler?
Muss ja kein Fehler sein, sondern kann auch eine programmierte Reaktion auf diverse Fehlermeldungen sein:
Elektronik erkennt einen Fehler, der aber noch einen Notbetrieb zulässt.
Gewollt: Aufzug fährt nach unten, aber etwas zu weit, aber so, dass alle Insassen noch aussteigen können und neue Fahrgäste sofort erkennen, dass ein Fehler vorliegt..
Wie wäre es, das naheliegendste, einfach mal bei Firma Tepper anzufragen!? Oh schau an... Die sind sogar auf Insta, Facebook, YouTube etc... Da mal ne kurze PN geschickt und da hast Ruhe und kannst Nachts wieder völlig ohne Sorgen durchschlafen.
Da ein Serviceeinsatz des Herstellers sicherlich nicht gerade kostengünstig ist und sowohl der Hauseigentümer als auch der Hersteller da eigentlich überhaupt keine Lust drauf haben kannst du dir sicher sein das da schon etliche Leute versucht haben was rauszufinden aber es ist noch keinem gelungen.
Das wird auch hier im Forum nicht passieren.
Und mit solchen Maschinen ist es halt wie es in der Realität auch ist: es gibt etliche identische, aber manche laufen besser wie andere.
Dieser geht halt auf Störung, vmtl. weil irgendwelche Idioten scheiße bauen (in der Kabine rumspringen oder irgendwas in Schlitze oder Löcher stecken oder gießen) und dann klinkt irgendeine Sicherheit aus und Ruhe ist bevor sich jemand umbringt.
Ich denke schon, dass in einer Uni die Wartungsintervalle eingehalten werden. Wenn nicht, dann muss er stillgelegt werden. Der Tipp, die Firma Tepper anzumailen, wäre das naheliegendste, ist aber doof, wenn man diesen Fehler nicht provozieren kann. Es kann aber sein, dass dieser Fehler bei Tepper bekannt ist, sie aber keine Kenntnis haben, dass dieser auch an dem Aufzug der Uni vorliegt.
Daher Hausmeister informieren, er gibt es dann normalerweise weiter.
ls auch der Hersteller
da eigentlich überhaupt keine Lust drauf haben
Du kannst aber mal absolut sicher sein das der Hersteller da Lust drauf hat. Mit Serviceverträgen und Serviceeinsätzen mach diese nämlich den meisten Umsatz / Gewinn.
Mit Serviceverträgen und Serviceeinsätzen mach diese nämlich den
meisten Umsatz / Gewinn.
Mit dem "Ölwechsel" hast du Recht.
Immer wieder zu einem einzigen Gerät gerufen zu werden weil immer wieder der gleiche Fehler auftritt und den keiner wegbekommt wirft ein schlechtes Licht auf den Besitzer, den Zuständigen, , den Monteur und den Hersteller, weil "die sind zu doof das zu finden".
Oder "der Hausmeister ist zu doof einen zu finden der das wegmacht".
Oder "der Eigentümer ist zu knauserig, der spart an der Sicherheit".
Daher Hausmeister informieren, er gibt es dann normalerweise weiter.
Ich denke der weiß Bescheid. Der Thread ist ein Neugierde-Thread, weil sich mal einer der überhaupt nix damit zu tun hat, keine Ahnung hat und auch nichts machen kann sich einfach mal gefragt hat was da passiert.
In allen mir bekannten Installationen mit Aufzügen melden die Störungen automatisch, entweder an einen Hausmeister/verwalter oder gleich an den Hersteller/Servicetechniker.
Da weiß einer das die Sicherung raus ist.
Und ich gehe fast davon aus, das da jemand einfach "Error Reset" und "Selftest" macht und es tut wieder ein paar Monate.
Die Kabine steht ca. 10 cm tiefer als das unterste Stockwerk.
Im Zweifelsfall wieder einer der Endschalter. Wenn die kein plausibles Signal geben, geht der Fahrstuhl ins Failsafe. Irgendwo abstellen und Türen auf.
Hier war doch mal ein Aufzugstechniker aktiv -- lebt der noch?
Was ist hier die wahrscheinlichste Ursache für den Fehler?
Das kann alles mögliche sein, von einem verschlissenen Teil welches die Kabine in Position hält über irgend welche Sensoren.
Wir sind hier aber eher Elektrotechnik Ingenieure, es gibt hier aber glaube ich einen der sich mit Aufzügen auskennt.
=> Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
Wenn du das Problem lösen willst, dann gilt immer: Fotos machen, Innenleben zeigen, alle Problemstellen analysieren und anfassen.
Das wirst du offenbar eh nicht machen, also lass die Firma da ran und das ausprobieren. Es ist vielleicht ein kritisches mechanisches Teil welches sich ab und zu verschiebt, aber beim hoch fahren wieder raus gezogen wird. Nur ein Fachmann kann genau sagen was es sein könnte.
Der Stockwerk Schalter wird immer wieder locker werden. Schrauben werden immer wieder nur festgezogen, keiner fühlt sich genötigt die einstmals vergessenen Zahn/Federscheiben zu ergänzen...
...
Sorry, hatte grade meine Kristallkugel poliert. 8-}
"Gesetzlich vorgeschriebene Wartungsintervalle für Aufzüge
In Deutschland sind regelmäßige Überprüfungen von Aufzügen gesetzlich vorgeschrieben. Diese als „wiederkehrende Prüfungen” bezeichneten Inspektionen sind gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) vorgeschrieben und müssen verpflichtend alle zwei Jahre von einer „zugelassenen Überwachungsstelle” (ZÜS), wie z.B. dem TÜV SÜD, durchgeführt werden (Gesetzliche Vorschriften für Aufzüge). Alle Aufzugsanlagen unterliegen gemäß der BetrSichV dieser Prüfpflicht, unabhängig davon, ob sie für Personenbeförderung ausgelegt sind, überwachungsbedürftig sind oder nur von Mitarbeitern genutzt werden (Warum eine Wiederkehrende Prüfung für Aufzüge Pflicht ist). "
Wenn der Verantwortlich für den Aufzug nicht umgehend mit einer erfolgreichen Reparatur reagiert, würde ich knallhart eskalieren und mir dazu z.B. Rat vom TÜV einholen.
Wenn der Verantwortlich für den Aufzug nicht umgehend mit einer
erfolgreichen Reparatur reagiert, würde ich knallhart eskalieren und mir
dazu z.B. Rat vom TÜV einholen.
Der wird Dir dann erklären das er für den Service nicht zuständig ist.
Wenn der Verantwortlich für den Aufzug nicht umgehend mit einer
erfolgreichen Reparatur reagiert, würde ich knallhart eskalieren und mir
dazu z.B. Rat vom TÜV einholen.
Sag mir dass du keine Ahnung von diesen Dingen hast, ohne mir zu sagen dass du keine Ahnung von diesen Dingen hast.
Der wird Dir dann erklären das er für den Service nicht zuständig ist.
Klappts mit dem Leseverständnis?
Ich würde Rat vom TÜV einholen wie gegen den Betreiber vergegangen werden kann. Die gesetzliche Verpflichtung hat der Betreiber, der TÜV ist einer der Dienstleister.
Ich würde Rat vom TÜV einholen wie gegen den Betreiber vergegangen
werden kann. Die gesetzliche Verpflichtung hat der Betreiber, der TÜV
ist einer der Dienstleister.
Warum soll der TÜV gegen irgendwas vorgehen? Der TÜV verlangt, dass der Aufzug bei erkanntem Fehler einen sicheren Zustand einnimmt. Das bedeutet z.B. dass er ganz nach unten fährt und die Türen aufmacht. Wenn ich den Eingangspost richtig gelesen habe, ist exakt dies der Fall. Also sind sämtliche gesetzlichen Auflagen erfüllt.
Wenn der Verantwortlich für den Aufzug nicht umgehend mit einer
erfolgreichen Reparatur reagiert, würde ich knallhart eskalieren und mir
dazu z.B. Rat vom TÜV einholen.
Hmhm...
An unserem Aufzug ging mal der Führungsschuh kaputt. Sonderanfertigung. Wenn du den TÜV dazu bekommen hättest, das Teil sofort herzubekommen statt 2 Wochen auf die Anfertigung zu warten, wären dir einige warme Handedrücke der Verantwortlichen sicher gewesen.
Der Motor für die Türe der letztens kaputt ging, hatte eine Lieferzeit von einer Woche.
Ganz unten im Schacht sind Puffer eingebaut, die aber im Normalbetrieb nicht berührt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Steuerung ihre Kabine bei Störungen ganz bewusst unten auf diese Puffer abstellt. Da steht sie dann gesichert, unabhängig vom Seil, Hydraulik, Bremse etc., bloß etwas tiefer als das Stockwerk.
Der TÜV verlangt, dass der
Aufzug bei erkanntem Fehler einen sicheren Zustand einnimmt.
Aber auch nur genau dann wenn ich von ihm einen Stempel möchte und dafür bezahle. Keine Sekunde früher und keine Sekunde mehr danach. Er ist vor allem keine Meldestelle für unsichere Aufzüge.
Da muss ich jetzt schon ein ganz klein wenig korrigieren:
Der TÜV hat grundsätzlich auch eine beratende Funktion. Und auch wenn der TÜV keine Meldestelle für unsichere Aufzüge ist, kann einem der TÜV i.d.R. sagen, an wen man sich wenden kann. Und ich bin mir sicher, dass man diese Auskunft dort, auch kostenlos bekommt.
Und auch wenn
der TÜV keine Meldestelle für unsichere Aufzüge ist, kann einem der TÜV
i.d.R. sagen, an wen man sich wenden kann. Und ich bin mir sicher, dass
man diese Auskunft dort, auch kostenlos bekommt.
Nur weil man beim Bäcker vielleicht auch Auskunft über das Wetter bekommt ist es trotzdem falsch zu behaupten der Bäcker wäre dafür zuständig.
Und auch wenn
der TÜV keine Meldestelle für unsichere Aufzüge ist, kann einem der TÜV
i.d.R. sagen, an wen man sich wenden kann. Und ich bin mir sicher, dass
man diese Auskunft dort, auch kostenlos bekommt.
Nur weil man beim Bäcker vielleicht auch Auskunft über das Wetter
bekommt ist es trotzdem falsch zu behaupten der Bäcker wäre dafür
zuständig.
Habe ich auch nicht behauptet, nur dass man dort Auskunft bekommen kann. Ich bin mir übrigens sicher: Wenn ich meinen SV vom TÜV anrufe und über einen unsicheren Aufzug informiere, denn er regelmäßig prüft, wäre er daran nicht uninteressiert, insbesondere wenn vielleicht sogar die nächste Prüfung anstehen sollte.
Kommt aber ggf. auch darauf an, wie gut man seinen Bäcker kennt und wie viel Geld man bei dem so regelmäßig einwirft... ;-)
Ich könnte mir vorstellen, dass die Steuerung ihre
Kabine bei Störungen ganz bewusst unten auf diese Puffer abstellt. Da
steht sie dann gesichert, unabhängig vom Seil, Hydraulik, Bremse etc.,
Dass bei einem klassischen Treibscheibenaufzug eine leere Kabine weniger wiegt wie das Gegengewicht, ist aber schon bekannt?
Preisfrage: was passiert, wenn man ohne Antrieb die Bremse löst?
Preisfrage: was passiert, wenn man die Bremse löst?
Hab ich mal gemacht. Der Aufzug war so mit einer Drehbank überlastet, das die Kabine ca. 5-7cm zu tief anhielt und der Hubwagen...
Ich wollte sie mit der Hand hoch drehen. Als ich aber die Bremse löste, passierte NICHTS. Was mich gelinde gesagt, mal so garnicht überraschte. ;D
Kommt drauf an, obs ein hydraulischer Antrieb oder ein Seilscheiben-Antrieb ist. Bei ersteren könnte der Halt-Taster des Stockwerks eine Macke haben, die Seile oder die Bremse könnten durchgerutscht sein. Es gibt ja immer wieder Deppen, die in solchen Aufzügen herumspringen und sich dann wundern wenn sie steckenbleiben.
Bei hydraulischen Aufzügen ist evtl. das Abwärtsfahrt-Ventil niemals völlig dicht, dann sinken sie ganz langsam ab. Das sollten sie allerdings merken und dann starten sie gelegentlich die Hydraulikpumpe, um die Kabine wieder auf Sollhöhe zu bringen. Bei manchen merkt man das wenn die Kabine nach einer längeren Standzeit beladen wird, dann starten sie ebenfalls die Hydraulikpumpe und gleichen die Kabine neu an das Stockwerk an. Allerdings weichen sie dabei keine 10 Zentimeter ab, sondern vielleicht zwei im absoluten Maximum.
Aber wenn die Hydraulikpumpe aus welchen Gründen auch immer nicht gestartet werden kann, dann sinkt der Aufzug irgendwann auf den Puffer.
Da es ein Seiler ist wird der Aufzug Probleme mit der Kopierung haben. Ein Hydrauliker ob direkt oder indirekt holt nach.
Im Regelfall sagt dir die Steuerung auch welcher Magnetschalter nicht gekommen ist. Im untersten Halt bleiben aber auch nicht Optionen. Ich arbeite als First Level Supporter bei einem der 4 Großen.
Tepper verbaut meistens Lisa Steuerungen oder ganz früher auch Rekoba.
Tatsächlich wollten die Leute im geheimen Keller einfach nur ihre Ruhe haben und haben ein paar alte Möbel im Fahrstuhlschacht gestapelt ... ein paar Zentimeter fehlen hat noch.
Wenn er im untersten Stockwerk zu tief steht, ist es eine Überfahrt. Weil von unten kann er nicht kommen.
Was ich bei einem 60er-Jahre-Aufzug mit Relaissteuerung kenne ist daß er witterungsabhängig mal zwei Zentimeter Über- und mal Unterfahrt hat. Als es vier cm waren, kam der Techniker, hat einen halben Tag rumgeflucht und beim nächsten Wetterwechsel wars doch statt einem cm in die eine wieder einer in die andere Richtung.
Ganz selten fuhr der auch mal ein Stockwerk weiter. Ich nehme an, da hat dann ein Taubenschiß am offenen Relais geklebt, das so einen Impuls verloren hat.
Unterstes Geschoß statt Erdgeschoß wundert mich, weil da will in einem Brandfall, Stromausfall-Fall oder egal wann eigentlich niemand hin. Und 10 cm Absatz will auch niemand. Ergo ist das keine geplante Stellung sondern Ausdruck eines anderen Fehlers.
Am plausibelsten klingt, daß der Aufzug nicht mehr weiß wo er ist und deshalb weiterfährt, bis er über einen weiteren Mechanismus das Schachtende mitgeteilt bekommt.
So ähnlich wie die 1541-Floppy beim Formatieren einfach 50 Spuren Richtung abwärts fuhr, damit sie am Nullanschlag war. Egal ob sie auf Spur 1 oder 40 stand, was zu einem fürchterlichern Rattern und letztlich Dejustierung führte. Die Löcher für die nötige Lichtschranke um das zu vermeiden waren noch im Gußteil drin, und ich glaube sogar die Blende auf dem Schlitten, aber rattern war halt billiger.
Vielleicht knallt der hier beschriebene Aufzug ja auch zehnmal in den Bodenpuffer, bevor endlich die Thermosicherung am Motor rausspringt. :)
Aufzugstechniker dürfen nicht an Platinen löten, das heißt das wird nur jemand der Elektronik nicht als Hobby hat und daher nicht in diesem Forum zu finden ist.
Kommt aber ggf. auch darauf an, wie gut man seinen Bäcker kennt und wie
viel Geld man bei dem so regelmäßig einwirft... ;-)
Eben, der TÜV ist ein privatwirtschaftlich arbeitendes Unternehmen. Gegen gutes Geld wird da auch schon mal ein Staudamm der Firma Vale abgesegnet, der vielleicht zu dem Zeitpunkt doch nicht so ganz in Ordnung war.
Unterstes Geschoß statt Erdgeschoß wundert mich, weil da will in einem
Brandfall, Stromausfall-Fall oder egal wann eigentlich niemand hin.
Unser Aufzug fährt im Brandfall tatsächlich auch in das Kellergeschoß. Aber mir gehts da wie dir. Eine Erklärung dafür habe ich aber auch nicht. Eigentlich würde ich gerne mal nachfragen, aber wer weiß, welche schlafenden Hunde ich dann wecke...
Immerhin gibt es von unserem KG aus einen direkten Fluchtweg in die benachbarte Tiefgarage, man ist auf diesen Weg dann sogar deutlich schneller am Sammelpunkt - zumindest was die X- & Y-Koordinaten angeht. Die Z-Koordinate ist da "ein Stockwerk zu tief".
Da man den Aufzug im Brandfall nicht benutzen darf, ist es auch völlig egal wo Du aussteigen willst. Der Aufzug fährt wohl eher wegen möglicher Absturzgefahr an den tiefsten Punkt.
Unser Aufzug fährt im Brandfall tatsächlich auch in das Kellergeschoß.
Vielleicht ist das ein offizieller Fluchtweg. Schau mal nach grünen "Notausgang"-Schildern mit einem Pfeil und einer laufenden Person vor einem weissen Rechteck. Ob ein Fluchtweg durch das Erdgeschoss oder durch die Tiefgarage ins Freie führt ist ja erstmal egal, solange die gesetzlichen Anforderungen an Gangbreite und Türen erfüllt sind.
Im privaten Bereich kommt die Feuerwehr einmal nach Fertigstellung gucken und das war's. Im Gewerblichen ist alle paar Jahre Brandschutzbegehung.
Da man den Aufzug im Brandfall nicht benutzen darf, ist es auch völlig
egal wo Du aussteigen willst. Der Aufzug fährt wohl eher wegen möglicher
Absturzgefahr an den tiefsten Punkt.
Da (bis halb-)leere Aufzüge nach oben "stürzen" wäre das wenig hilfreich.
Es gibt aber wegen einer Mischung aus Bestandsschutz und Nachrüstpflichten alles mögliche, was im Brandfall passiert oder nicht passiert.
Beim hier geschilderten Fehler kann man (falsche) Brandfallmeldung aber getrost ausschließen. Es sei denn, die 10 cm hohe Stufe wird absichtlich gebildet, damit die Leute durch den Sturz beim Aussteigen wachwerden und dann aufmerksamer sind. :)
Unser Aufzug fährt im Brandfall tatsächlich auch in das Kellergeschoß.
Gerade öffentliche Gebäude haben ja oft auch eine ungewöhnliche Geometrie, verglichen mit einem Einfamilienhaus.
Da führt dann das 1. oder 2. "Untergeschoß" schon mal ebenerdig direkt ins Freie, weil dort die Laderampe mit einer breiten Auffahrt ist, oder wegen Hanglage dort "auch" Erdgeschoß ist.
An der Ruhruni Bochum z.B. ist das gesamte "Erdgeschoß" eigentlich eine hektargroße schwebende Betonplatte, die man im zweiten oder dritten Stock zwischen allen Hochhäusern aufgehängt hat.
Vielleicht ist das ein offizieller Fluchtweg. Schau mal nach grünen
"Notausgang"-Schildern mit einem Pfeil und einer laufenden Person vor
einem weissen Rechteck. Ob ein Fluchtweg durch das Erdgeschoss oder
durch die Tiefgarage ins Freie führt ist ja erstmal egal, solange die
gesetzlichen Anforderungen an Gangbreite und Türen erfüllt sind.
Was ich schon bei einer Evakuierungsübung im Rechenzentrum gesehen habe, ist daß die Leute im Treppenhaus einfach weiter nach unten gelaufen sind, weil sie die Stahltür mit dem Notausgang im Erdgeschoß verpaßt haben. Die hatte zwar ein grünes Männchen obendrüber, aber beim Treppenrennen schaut man ausschließlich auf seine Füße und die Stufen.
Heutige Aufzüge sollten alle eine Seilriss-Sicherung haben. Also wenn die Seile reißen wird eine Feder entlastet, die dann Keile in die Führungsschienen treibt oder so, wo die sich dann verklemmen.
Frühere Aufzüge hatten sowas nicht bzw. nur eine Geschwindigkeitsicherung über ein Hilfsseil, was dann durch einen mechanischen Schutz an der Umlenkrolle blockiert wurde und dadurch die Absturzsicherung auslöst. Schneidet man bei diesen Anlagen das Hilfsseil zuerst durch und dann die Tragseile, marschiert die Kabine ungebremst bis in den Keller ab.
Eine Absturzsicherung muss nicht eine Seilriss-Sicherung sein. Wie ich geschrieben habe, bei alten Anlagen lässt sich diese Absturzsicherung ganz leicht mit einem Bolzenschneider deaktivieren...
Vielleicht lade ich das Video mal bei Youtube hoch. Nach fast 30 Jahren sollte das mutwillige Abstürzenlassen von Aufzügen (insofern es ohne Insassen erfolgt) eigentlich verjährt sein.
Vielleicht ist das ein offizieller Fluchtweg. Schau mal nach grünen
"Notausgang"-Schildern mit einem Pfeil und einer laufenden Person vor
einem weissen Rechteck. Ob ein Fluchtweg durch das Erdgeschoss oder
durch die Tiefgarage ins Freie führt ist ja erstmal egal, solange die
gesetzlichen Anforderungen an Gangbreite und Türen erfüllt sind.
Dass das ein Fluchtweg ist, habe ich bereits erwähnt. Da kannst du davon ausgehen, dass es diese Schilder gibt. Und ja.. irgendwie finde ich schon ziemlich herablassen, dass du jemanden erklärst wie ein Notweg Piktogramm aussieht.
Dass da ein Fluchtweg ist, der den gesetzlichen Anforderungen genügt, heißt ja noch lange nicht, dass dies auch der optimale Fluchtweg ist. Im EG steigst du aus unseren Aufzug aus du siehst sofort dass es nach rechts oder links rausgeht - ohne Beschilderung, und ohne Treppen. Da dies quasi auch die öffentliche Eingangshalle ist, sind die meisten darüber auch reingekommen, was die Orientierung nachmals erleichtert.
Im KG müssten sich die meisten erstmal orientieren. Und beide Fluchtwege führen über Treppen. Und es gibt Personen mit Handicap, die transportierst du nicht mal eben so über eine Treppe.
Bei uns hat eine Abteilung erstmal Telefoniert, ob das ein Feueralarm
ist.
Erinnert mich an einen verschrobenen Physiklehrer in der Schule:
Feueralarm (es war "nur" eine Übung). Eine Lehrerin/Kollegin des Physiklehrers öffnete die Tür zum Klassenraum und rief: "Herr Sch..., es brennt!"
Der Physiklehrer (an der Tafel stehend): "Ja, ich weiß! Ich bin gleich fertig."
Gerade übrigens gefunden und irgendwie finde ich das passend:
Am 28.07.1945 flog aufgrund von Nebel ein draufgängerischer junger Pilot einen B-25 Bomber in das Empire State Building.
"Betty Lou Oliver, die bei der Kollision Verbrennungen erlitt, sollte mit einem Lift in die Lobby fahren, doch die Tragseile des Aufzuges waren beschädigt worden und so fiel sie 75 Stockwerke (mehr als 300 Meter) in die Tiefe. Sie überlebte den Absturz und erhielt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für den höchsten überlebten Fall mit einem Aufzug. Durch Teile des beschädigten Aufzugs und die sich im engen Fahrstuhlschacht stark komprimierende Luft wurde der Sturz ausreichend gebremst.[3]"
"Betty Lou Oliver, die bei der Kollision Verbrennungen erlitt, sollte
mit einem Lift in die Lobby fahren, doch die Tragseile des Aufzuges
waren beschädigt worden und so fiel sie 75 Stockwerke (mehr als 300
Meter) in die Tiefe.
Dabei hatte der Herr Otis bereits einige Jahre vorher eine Sicherheitsbremse erfunden, die bei einem Seilriss vollautomatisch die Kabine in den Tragschienen blockiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisha_Graves_Otis
Das System ist auch heute noch üblich, und die Fa Otis existiert auch noch.
Dabei hatte der Herr Otis bereits einige Jahre vorher eine
Sicherheitsbremse erfunden, die bei einem Seilriss vollautomatisch die
Kabine in den Tragschienen blockiert:
Ohne, werden sie den auch nicht eingebaut haben.
Nur wenn die Tragseile durchtrennt werden, dann wirken auch einige Kräfte auf die Führungsschienen. Die wurden sicher über mehrere/viele Stockwerke, aus der Verankerung gerissen. Das dabei die Kabine raus springt... Shit happens.
Dabei hatte der Herr Otis bereits einige Jahre vorher eine
Sicherheitsbremse erfunden, die bei einem Seilriss vollautomatisch die
Kabine in den Tragschienen blockiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elisha_Graves_Otis
Das System ist auch heute noch üblich, und die Fa Otis existiert auch
noch.
Otis arbeitete mit der bei Seilriss am Aufhängepunkt wegfallenden Zugkraft.
Heutige Sicherheitsbremsen sind als Geschwindigkeitsbegrenzer konstruiert. Es gibt ein extra Steuerseil, das über eine Rolle läuft. Dreht die zu schnell, verhakt sich ein Gewicht und das blockierte Seil aktiviert die Bremse an der Kabine. Funktioniert in beide Fahrtrichtungen.
https://www.youtube.com/watch?v=rxymB49x9DA
Hm. Das Aufzug-Crashvideo ist doch erst 24 Jahre alt. Bekommt man irgendwo straf- und zivilrechtliche Sicherheit, daß man dafür nicht mehr verknackt werden kann wenn man solche Jugendsünden zeigt?
Es gibt ein extra Steuerseil, das über eine Rolle läuft.
Dreht die zu schnell, verhakt sich ein Gewicht und das blockierte Seil
aktiviert die Bremse an der Kabine. Funktioniert in beide
Fahrtrichtungen.
Für den Fall dass die Kabine artillerieartig nach oben geschossen wird?
Oder als Versuch deklarieren. Wenn du nicht zu viel rumquatscht, weiß ja niemand wer alles darüber informiert und eingebunden war und wie die Sicherheitsmaßnahmen ausgesehen haben.
Über welche "Straftat" reden wir denn? Kann doch maximal
Hausfriedensbruch § 123 o. § 124 StGB gewesen sein, ist wohl nach 3-5
Jahren verjährt.
Auch verlassene bzw derzeit ungenutzte Gebäude gehören jemandem. Schon der normale lost places-Fotograf muss mit einer Anzeige wegen Einbruchs rechnen. Wer dann noch Metallteile mitnimmt oder Sachen demoliert, begeht Diebstahl oder Sachbeschädigung.
Ob das jemanden interessiert wenn die Bude ohnehin abgerissen werden soll steht auf einem anderen Blatt.
Auch verlassene bzw derzeit ungenutzte Gebäude gehören jemandem. Schon
der normale lost places-Fotograf muss mit einer Anzeige wegen Einbruchs
rechnen. Wer dann noch Metallteile mitnimmt oder Sachen demoliert,
begeht Diebstahl oder Sachbeschädigung.
Ob das jemanden interessiert wenn die Bude ohnehin abgerissen werden
soll steht auf einem anderen Blatt.
Nach meiner heutigen Rechtsauffassung wars damals wohl Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Wobei ich halt nicht einschätzen kann, wie man den Schaden evtl. zivilrechtlich beziffern würde wenn später sowieso der Abrissbagger einmal quer durch die Hütte fährt. Dabei wäre der Aufzug wahrscheinlich auch nicht wesentlich kontrollierter auf den Boden gekommen und Metall usw. haben wir keines geklaut, so daß der Schrottwert vorher wie nachher vorhanden war.
Um es anonym zu posten ist es wohl zu spät wenn ich es hinterher hier im Thread verlinke. Auch wenn man das Video auf die "interessanten Sekunden" zusammenkürzt, so daß keine Personen erkennbar sind. Es fehlt nur noch die Zuordnung welcher Aufzug es denn genau war und das würde ich dann doch gerne für mich behalten...
Vertraut mir einfach, so eine alte Aufzugskabine schmiert ab bis in die Hölle wenn man zuerst das Bremsseil (über der sich bei zu schneller Drehung blockierenden Seilscheibe) durchschneidet und danach erst die Tragseile. Übrigens hat ein Tragseil ausgereicht, um die leere Kabine zu halten. Da ist nichts gerissen oder so, obwohl die Hütte bereits 10..12 Jahre dem Verfall preisgegeben war.
Für den Fall dass die Kabine artillerieartig
nach oben geschossen wird?
Nicht Artillerie-artig, aber soweit ich weiß passiert es bei Aufzügen sogar wesentlich häufiger, daß die gegen die Decke fahren anstatt auf dem Boden aufzusetzen. Ursache dafür ist das Gegengewicht, das so viel wiegt wie eine halb beladene Kabine. Sprich wenn die Bremse versagt, beginnt die leere oder nur minimal beladene Kabine selbständig nach oben zu fahren, bis sie an der Decke des Aufzugsschachts einrastet oder das Gegengewicht unten angekommen ist.
Manchmal will der Zonenschalter nicht mehr und dann verzählt sich eine einfache Steuerung im Stockwerk. Es sei denn, es ist eine Absolutwertkopierung eingebaut. Die 10cm sehen stark nach unterem Endschalter aus. Normalerweise behebt sich so ein Fehler aber nicht von selbst, wenn da niemand per Rückholung oder Inspektionsfahrt den Fahrkorb wieder nach oben fährt. Außer, der Endschalter wurde bereits überbrückt und der Fehler ist "trotzdem" noch da ;-).
Hab da auch schon vieles gesehen...
Wurde denn das Modell der Steuerung schon genannt?
Durch Teile des beschädigten Aufzugs und die sich im engen
Fahrstuhlschacht stark komprimierende Luft wurde der Sturz ausreichend
gebremst.
Das war übrigens eine Sicherungmethode, falls die Bremsen versagen sollten, die zu aufwendig und restriktiv war. Bis auf wenige Beispiele war diese schnell wieder in der Versenkung verschwunden. Nachteile wären zum Beispiel teure enge Wartungsunfreundliche erreichbare Einzelschächte und stabile schwere Türen in den unteren Stockwerken. Im Jahre 1999 hatte noch eine Werfthalle in Hamburg so einen Aufzug.