Symmetrische Antennenleitung, wo gibts sowas noch?

#8001511
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Manfred P. schrieb:

Cartman E. schrieb:

Für den Ausseneinsatz etwas besseres als "draht.png" wählen. Der ist sicherlich nicht UV-fest, und zerfällt binnen weniger Monate.

Blödsinn, diese weiße Zeug hang früher Jahrzehnte an Hausfasseden, wo noch jeder seine eigene Antenne hatte.

Nach flexibel kam fest, nach fest kam bröselig, und danach kam dann nichts mehr. ausser /freitragende/ Drähte.

Es gibt solche Antennenkabel aber auch mit einer ovalen Hülle, in der die Leitungen in einem schaumstoffähnlichem Dieelektrikum laufen. Das hält dann einige Jahrzehnte. Hier (TM) zum Beispiel.

OP #8001517
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Schorsch M. schrieb:

Wer die Antenne nur für Empfang, oder QRP benutzen möchte, der kann auch genausogut Netzwerkkabel nehmen. Twisted Pair einmal mit 100Ohm, oder zwei Paare parallel mit 50 Ohm.

Das twisted pair in den Netzwerkkabeln hat ~120R Wellenwiderstand, afaik. Diese Stegleitung hat ca. 300R, sagen sie.

zwei Paare parallel mit 50 Ohm.

Ähm, wenn Du zwei 50 Ohm Koax parallel betreibst siehst Du keinen Wellenwiderstand von 25 Ohm. Lasse mich da aber gerne korrigieren.

Cheers Detlef

#8001668
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Wenn ich zwei Leitungen am Eingang parallel schalte und am Ausgang in Reihe, kann ich die am Eingang angelegte Spannung U verdopeln, wenn die Leitung lang genug ist bzw. auf einem Ferritkern aufgewickelt ist, das nennt man Leitungstransformator und ist häufig im Rundfunkbereich zur Transformation von 60 auf 240 Ohm verwendet worden.

#8001676
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Cartman E. schrieb:

Wenn die dem zugrundeliegende Theorie zutreffen würde, könnte man dann ja auch 3 Adernpaare für eine Impedanz von 300 Ω in Reihe schalten. ☻

Entweder hast du HF-Impedanz von Kabeln nicht verstanden oder ich deinen Schaltungsvorschlag nicht. Wie würdest du dir die Verschaltung der Adernpaare dazu vorstellen?

Detlev V. schrieb:

Wenn ich zwei Leitungen am Eingang parallel schalte und am Ausgang in Reihe, kann ich die am Eingang angelegte Spannung U verdopeln

Dazu muss die Leitungslänge zur Wellenlänge passen, damit die Phase stimmt.

: Bearbeitet durch User
#8001726
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Rainer W. schrieb:

Cartman E. schrieb:

Wenn die dem zugrundeliegende Theorie zutreffen würde, könnte man dann ja auch 3 Adernpaare für eine Impedanz von 300 Ω in Reihe schalten. ☻

Entweder hast du HF-Impedanz von Kabeln nicht verstanden oder ich deinen Schaltungsvorschlag nicht. Wie würdest du dir die Verschaltung der Adernpaare dazu vorstellen?

Wie üblich bist du zu doof, richtig zu zitieren. /Ich/ habe diese Theorie nämlich /nicht/ aufgestellt.

Richtiges Zitat: Cartman E. schrieb im Beitrag #8001516:

Schorsch M. schrieb:

Wer die Antenne nur für Empfang, oder QRP benutzen möchte, der kann auch genausogut Netzwerkkabel nehmen. Twisted Pair einmal mit 100Ohm, oder zwei Paare parallel mit 50 Ohm.

Wenn die dem zugrundeliegende Theorie zutreffen würde, könnte man dann ja auch 3 Adernpaare für eine Impedanz von 300 Ω in Reihe schalten. ☻

Du musst dich schon mit deiner Frage an Schorsch M. wenden.

: Bearbeitet durch User
#8001746
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Cartman E. schrieb:

Wenn die dem zugrundeliegende Theorie zutreffen würde,

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Finger still halten.

2x100Ω twisted pair parallel ergeben 50Ω

Wichtig dabei ist nur was hier richtig geschrieben wurde:

Detlev V. schrieb:

Die Leitungen müssen nur gleich lang sein.

Es gibt im Netz einige Bauanleitungen zu Mini-Whip und aperiodischen Loops welche mittels TP an den Empfänger angebunden sind. Bei solchen Aktivantennen bieten sich die weiteren Adern zur Fernspeisung an. Auch dazu gibt es einige Bauanleitungen.

#8001892
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Cartman E. schrieb:

Blödsinn, diese weiße Zeug hang früher Jahrzehnte an Hausfasseden, wo noch jeder seine eigene Antenne hatte.

Nach flexibel kam fest, nach fest kam bröselig, und danach kam dann nichts mehr. ausser freitragende Drähte.

Es gibt solche Antennenkabel aber auch mit einer ovalen Hülle, in der die Leitungen in einem schaumstoffähnlichem Dieelektrikum laufen. Das hält dann einige Jahrzehnte.

Ja, das war besser und unter dem Namen Schaumstoffkabel bekannt.

Detlef _. schrieb:

Diese Stegleitung hat ca. 300R, sagen sie.

Zu ihrer Zeit waren es 240 Ohm.

Macht man um die zwei Adern einen Schirm herum, gibt das 120 Ohm, wurde in den 60er Jahren an Verstärkern für Gemeinschaftsantennen verbaut. Ich finde es exotisch und weiß nicht, ob es außer Bosch-Eltronik noch jemand hatte.

Rolf L. schrieb:

Wie wär's mit einem Übertrager 240 Ohm symmetrisch auf 50 Ohm und weiter mit Koaxkabel? War früher in vielen TV-Antennen zu finden.

Auf 60 Ohm, nicht 75. Hat man für Anlagen mit Verstärker benutzt, bei privaten Einzelantennen war Koax unüblich.

(Firma: Eisch-Kafka electronic GmbH) #8002255
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Hallo OM, das ist eine 240Ohm Leitung. Wo es so etwas gibt????? Mmmmm ich würde in FH auf der Ham schauen. Ansonsten Trafo 240Ohm >>>> Doppellochkern selber bauen dann 60Ohm der Unterschied zu 50Ohm ist verkraftbar. Noch Fragen??? Dann melden bitte direkt Findest mich unter Eisch-electronic 73 DC8SE Ulli

#8002783
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Muss man bei Hühnerleitungen eigentlich darauf achten, dass sie auf bestimmten Oberflächen nicht direkt aufliegen, um das Signal nicht zu dämpfen?

Oder andersrum, darf so eine Hühnerleiter liegend auf der Cu-Fläche einer Platine montiert sein (und wie sieht es mit Stein, Beton, Eisen, nasser Erde usw. aus)?

#8002800
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Daniel schrieb:

der andersrum, darf so eine Hühnerleiter liegend auf der Cu-Fläche einer Platine montiert sein (und wie sieht es mit Stein, Beton, Eisen, nasser Erde usw. aus)?

Die Fernsehantennenzuleitungen anno domini MCML hatten dafür sog. Dachrinnenabstandshalter. Abstand zur Wand. Kann man auch leicht nachvollziehen. Das Feld ist ja "offen" nicht abgeschirmt. Nur durch den Abstand der Leiter zueinander und die Symmetrierung ergibt sich der geforderte Wellenwiderstand. Zitat: "...Aufgrund der Antennenkabel Unterschiede und der unterschiedlichen Wellenwiderstände ist keine Standardisierung möglich. Enormer Aufwand zur Ein- bzw. Auskopplung der Signale von dem Gerät auf die Leitung. Geringe UV-Beständigkeit. Sehr große Strahlung im Umfeld des Koaxialkabel welches gleichzeitig eine Störung der Verbindung anderer Geräte verursacht. Nimmt selber Störstrahlung aus der Umgebung auf..." /Zitat Quelle: https://www.fts-hennig.de/antennenkabel/fts-antennenkabel-ratgeber

ciao gustav

#8002823
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Daniel schrieb:

Muss man bei Hühnerleitungen eigentlich darauf achten, dass sie auf bestimmten Oberflächen nicht direkt aufliegen, um das Signal nicht zu dämpfen?

Ja!

Nur zur Info: Das nennt sich nicht Hühnerleitung, sondern Hühnerleiter, abgeleitet von ihrem Aussehen, sieht wegen der Abstandshalter aus wie eine Leiter, eben für Hühner ;-)

: Bearbeitet durch User
#8002971
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Armin X. schrieb:

Damals gab es auch noch Kunststoffe die nicht nach zwei, drei Jahren von selbst bröselig wurden wie heutzutage üblich...

Die wurden auch damals bröselig. Wehe du hast eine bestehende Installation bewegt, dann rieselte es nur so verhärteten Kunststoff und die Drähte lagen blank.

Da diese 240Ω-Leitungen selten fachgerecht verlegt, oft durch Fensterrahmen geführt und einfach auf die Wand genagelt wurden, kam es häufig zu sogen. Geisterbildern, das sind Doppelbilder auf Grund von Reflexionen.

Um eine Korrektur der Installation zu umgehen, haben wir Abhilfe geschaffen indem wir Alufolie (Zigarettenpapier) um das kabel gewickelt haben und durch verschieben desselben konnte man die Reflexionen mehr oder weniger ausblenden.

#8002989
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Schorsch M. schrieb:

Da diese 240Ω-Leitungen selten fachgerecht verlegt, oft durch Fensterrahmen geführt und einfach auf die Wand genagelt wurden, kam es häufig zu sogen. Geisterbildern, das sind Doppelbilder auf Grund von Reflexionen.

Geisterbilder aufgrund von Reflexionen im Antennenkabel kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dazu wären die Laufstreckenunterschiede zu kurz. Die Zeilenfrequenz beim alten Analogfernsehen lag bei knapp 16kHz, was einer Wellenlänge von ca. 19 km entspricht. Selbst bei einem Hundertstel der Zeilenbreite wären das immer noch fast 200m. So lang waren die Antennenleitungen nicht.

Geisterbilder gabe es eher, weil die Antenne bzw. die Leitung neben dem direkten Sendersignal Reflexe an Hauswänden oder dem Dorfkirchturm eingefangen hat.

Beitrag #8002998 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8003007 wurde von einem Moderator gelöscht.
#8003277
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Karl B. schrieb:

Habe selber "abgeschirmte" symmetrische Antennenableitungen gesehen. Wellenwiderstand 120 Ohm. Zwei Adern, ein gemeinsames Abschirmgeflecht.

In welchem Umfeld bzw. welcher Anwendung?

Manfred P. schrieb:

Macht man um die zwei Adern einen Schirm herum, gibt das 120 Ohm, wurde in den 60er Jahren an Verstärkern für Gemeinschaftsantennen verbaut. Ich finde es exotisch und weiß nicht, ob es außer Bosch-Eltronik noch jemand hatte.

#8003569
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Manfred P. schrieb:

In welchem Umfeld bzw. welcher Anwendung?

Stinknormale Hausantennenanlage UKW, Fernsehen ohne Umsetzer. Weiß das deswegen, weil ich bei der Fehlersuche mit Fa. Concepta mitgegangen bin. Da fand man Reste der alten 120-Ohm Verkabelung. Staunte nicht schlecht. Sieht so aus wie Koaxialkabel aber "platter". Die war aber schon abgeklemmt. Normales 75 Ohm Kabel war aktiv. BTW: Fehler: Jemand hatte den Stecker am Verstärkereingang gezogen. Soll schon mal vorkommen. Besser ist es, wenn auch die Antennenverstärker in einem abschließbaren Betriebsraum vor Fremdzugriff geschützt sind.

ciao gustav

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