Fehlersuche Lüfterplatine ebmpapst G3G160-AD54-22

OP #7997230
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Hallo!

Ich suche mit zunehmender Verzweiflung nach einem defekten Bauteil auf der Steuerungsplatine eines ebmpapst G3G160-AD54-22 (aus einer Wohnraumlüftung/KWL Paul Novus F 450).

Beim (leider obligatorischen) Tausch der Kugellager ist mir bei einem Motor aufgrund eines defekten/ausgeleierten Sprengrings eines der Kugellager auf die Unterseite der Platine gedrückt worden (vermutlich während der Wiederinbetriebnahme). Fazit: der betroffene Motor macht keinen Muckser. ("Glück" im Unglück: ich kann die andere Platine des baugleichen Motors als Referenz für Messungen verwenden...)

Ich tippe auf irgendeine Form eines "Kurzschlusses" - mechanische/sichtbare Auffälligkeiten habe ich (fast) keine finden können. Die Elkos habe ich in der Schaltung alle durchgemessen, die Kapazitäten passen überall. Bei den Dioden hatte ich die mit "4" (gelb) markierte Zener ausgetauscht, weil ich einen Durchgangsstrom von nur 0,07V in beiden Richtungen gemessen hatte. War aber nicht das Problem, sondern meine (falsche) Messung - nach Einbau einer neuen 15V Zener bleibt's bei der gleichen Spannung (ich hätte ein Beinchen zur Messung auslöten sollen...) Egal - wieder was gelernt.

Herausgefunden habe ich am Schaltregler (ST L78M05, die "5"), dass dort zwischen GND und INPUT ein Widerstand von nur 53 Ohm vorliegt (da hab ich das INPUT-Beinchen mal abgelötet, brachte aber keinen Unterschied). Den ST VIPer12A ("6") habe ich komplett ausgetauscht, auch ohne Unterschied. Irgendwo besteht also ein "Kurzschluss" zwischen GND und einer der Versorgungsleitungen.

Was wären denn noch so "übliche Verdächtige", bzw. was/wie sollte ich messen? Die Transistoren (z.B. "2", "3", aber auch etliche auf der Oberseite) habe ich auf Durchgangsspannungen gemessen, die verhielten sich soweit alle wie auf der Referenzplatine. Der Fehler lässt sich geringfügig eingrenzen, diesen niedrigen Widerstand habe ich in dem Schaltungsbereich rund um die Zenerdiode "4". Was für Bauteile sind denn oberhalb und rechts von der "4" - sind das auch Dioden? Wenn ja, lässt sich ablesen oder ausmessen, um welche genau es sich da handelt?

Ich möchte den Lüfter ungerne komplett ersetzen müssen (zum einen gibt's den nicht mehr direkt, zum anderen ist ja vermutlich nur irgendein Cent-Bauteil defekt...)

Herzlichen Dank schonmal für jegliche Tipps!

-Klaus

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(Firma: Funkenflug Industries) #7997602
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ST L78M05

Das ist kein Schaltregler, sondern ein normaler 5V Linearregler (7805). Pinbelegung beachten, die variiert zuweilen.

Aber wenn der tot ist, dann ist mit hoher Sicherheit alles auf der Platine tot, was nicht wie geplant 5V bekommen sollte und stattdessen deutlich mehr bekommen haben könnte.

zum anderen ist ja vermutlich nur irgendein Cent-Bauteil defekt...

Jaja ... "für Bastler überhaupt kein Problem" oder "ist bestimmt nur 'ne Sicherung kaputt" ...

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OP #7997626
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ST L78M05

Das ist kein Schaltregler, sondern ein normaler 5V Linearregler (7805). Pinbelegung beachten, die variiert zuweilen.

Sorry, ich hatte nur noch "Regler" im Kopf. Das Bauteil scheint aber unschuldig zu sein. Nach einer "durchlöteten Nacht" habe ich einen defekten Operationsverstärker (TLC272) identifizieren können (Widerstand zwischen VCC und abgelötetem GND-Pin 53 Ohm). In entlötetem Zustand verhält sich der Rest der Platine (soweit ich das durchtesten kann) nun wie auf der Referenz-Platine. Ich warte jetzt auf das Ersatzteil und gebe nochmal Bescheid ob's geholfen hat.

zum anderen ist ja vermutlich nur irgendein Cent-Bauteil defekt...

Jaja ... "für Bastler überhaupt kein Problem" oder "ist bestimmt nur 'ne Sicherung kaputt" ...

Bei mir in der Softwareentwicklung heißt's immer "ist ja nur eine Zeile Code". :)

Ein neuer Lüfter kostet halt tatsächlich 500 €, da ist die Reparatur nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch attraktiv.

Danke & viele Grüße!

OP #7997632
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Ja, brushless (mit dem obligatorischen Hall-Sensor). Dieses Lüftermodell lässt sich mit einem 1-10V-Signal regeln und liefert auch ein Tachosignal an die externe Steuerung (die eigenliche KWL-Regelung) zurück.

Bei den KWL laufen zwei (möglichst identische) Lüfter gleichzeitig, für Zuluft und Abluft. Beide sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass sie quasi im Idealbereich arbeiten und kein großer Druckunterschied besteht (in der Steuerung kann man eventuelle Abweichungen korrigieren).

OP #8004271
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Kurzes Update: ich konnte einen TLC272I (Operationsverstärker) als defekt identifizieren - der Widerstand zwischen GND und VCC betrug dort nur rund 57 Ohm. Also - Bauteil bestellt und ersetzt, den ganzen Plunder wieder zusammengebaut, angeschlossen - und: nichts. Immer noch kein Zucken. Erneutes Zerlegen und Messung ergab: wieder Kurzschluss im selben Schaltkreis. Der Operationsverstärker ist wohl nur Opfer, aber nicht Täter. :(

Es kann im Grunde alles sein. Ein recht komplexes Bauteil namens "IREBM980308" scheint von "International Rectifiers" zu kommen und speziell für EBM produziert zu sein (daher der Name...) - ich habe kein einziges Datenblatt dazu finden können.

Ich geb's auf, werde in den sauren Apfel beißen und wohl ein unverschämt überteuertes Ersatzgerät kaufen müssen. ;-(

OP #8004308
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Inbetriebnahme 04/2017, erster Tausch im Februar 2021 (!). Da hatte ich aber nur die Lager in einem Lüfter durchgetauscht (ohne zu vermerken welcher das war). 12/2025 waren wieder Lager defekt, diesmal hatte ich alle durchgetauscht.

Ein Nachbar mit der baugleichen Anlage hatte im Dezember 2023 defekte Kugellager.

10 Jahre scheint also schon eine sehr gute Zeit zu sein. Vielleicht hängt das von der Drehzahl/Nutzung ab? (meine läuft etwa zur Hälfte der Zeit auf 25%, zur anderen Hälfte auf 50%, einmal täglich 10min Stoßlüften auf Maximum).

#8004389
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Klaus K. schrieb:

zum anderen ist ja vermutlich nur irgendein Cent-Bauteil defekt...

Jaja ... "für Bastler überhaupt kein Problem" oder "ist bestimmt nur 'ne Sicherung kaputt" ...

Bei mir in der Softwareentwicklung heißt's immer "ist ja nur eine Zeile Code". :)

In meinem Lehrbetrieb hatte damals ein Kunde ein Radio abgegeben, mit dem Kommentar: "Kann ja nicht viel sein, gestern ging es ja noch." (Stellte sich als Blitzschaden heraus, alle Halbleiter offen.)

Aus der SW-Entwicklung kenne ich: "mal eben kurz ..."

Gruß Jobst

#8004423
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Klaus K. schrieb:

Inbetriebnahme 04/2017, erster Tausch im Februar 2021 (!). Da hatte ich aber nur die Lager in einem Lüfter durchgetauscht (ohne zu vermerken welcher das war). 12/2025 waren wieder Lager defekt, diesmal hatte ich alle durchgetauscht.

Ein Nachbar mit der baugleichen Anlage hatte im Dezember 2023 defekte Kugellager.

10 Jahre scheint also schon eine sehr gute Zeit zu sein. Vielleicht hängt das von der Drehzahl/Nutzung ab? (meine läuft etwa zur Hälfte der Zeit auf 25%, zur anderen Hälfte auf 50%, einmal täglich 10min Stoßlüften auf Maximum).

Danke! Ich habe eine Drexel & Weiss X2 aus 2014 bei der ich aber die serienmäßigen G3G140 ziemlich schnell durch G3G160 ersetzt hatte (wir wollten mehr Durchsatz bei der Stoßlüftung). Die Anlage ist CO2 gesteuert und läuft daher meist auf Minimaldrehzahlen.

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OP #8004428
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Thomas R. schrieb:

Die Anlage ist CO2 gesteuert und läuft daher meist auf Minimaldrehzahlen.

Prima - CO2-Sensoren habe ich seit letztem Jahr auch verbaut sowie eine 1-10V-Steuerung der KWL vorbereitet, nur beides bislang noch nicht miteinander verknüpft. Dann hoffe ich mal, dass ein reduzierter Stromverbrauch die Lüfterkosten wieder reinholt. :)

Darf ich noch fragen, wo Du die anderen Lüfter besorgt hattest - über den Installateur, oder hast Du einen anderen Tipp?

Vielen Dank!

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