Die Lautsprecher haben 4 Ohm Nennimpedanz, die damit ausgestatteten Grundig-Fernseher wurden mit 10Watt Sinus/15Watt Musikleistung pro Kanal beworben. Deine Boxen sind als höherwertige Bestückung des ansonsten billigeren und offenen Ovallautsprechers gedacht, daher ahmen sie dessen Montagefront exakt nach.
"Resonanzgehäuse" sind das nicht, genau das Gegenteil davon, das geschlossene Gehäuse ist mit akustischer Dämmwolle gefüllt. Die Sicke ist nicht geschäumt, sondern aus sehr weichem Gummi, das Prinzip nennt sich pneumatische Aufhängung, statt der halbharten Randeinspannung der einfacheren Ovallautsprecher ohne jedes Gehäuse.
Die Boxen wurden seitlich hochkant eingebaut, die Abschrägung des Gehäuses ist mit der Nähe zum Bildröhrenkolben bedingt, Platzprobleme. Frontseitig wurde je Kanal nur jeweils der Hochtöner eingebaut (dynamisch, etwa 3cm Papierkonus), der Hochpaßkondensator ist auf der Lötleiste der Box zu sehen, Tonfrequenzelko 4,7uF Fa. Roederstein. Die Box wird also full-range betrieben, der zugehörige Hochtöner über Vorschaltkondensator.
Der Lautsprecher lässt sich problemlos zerlegen und wieder zusammenbauen, 4 Schrauben, der Magnet ist mit einem gewaltigen Abschirmtopf versehen, wegen der direkten Nähe zur Bildröhre. Auf diesem Topf findet sich in der Regel ein Grundigaufkleber mit 19...-Schlüsselnummer des Chassis, Impedanzangabe 4 Ohm und einer Angabe von um die 50Hz, es ist die akustische untere Grenzfrequenz der kompletten Box.
Produziert wurden diese Lautsprecher von 1981 bis 1984, die Urtype als Mono-Frontlautsprecher ab 1979 im damaligen Spitzengerät.
Die Chassis waren mit der 19..xxx Bestell-Nr. einzeln erhältlich.