ich habe letztens meinen Master in Elektro- und Informationstechnik abgeschlossen mit Schwerpunkt Automatisierung.
Dort habe ich mein Profil etwas im Bereich Risiko- und Zuverlässigkeitsanalyse und Robotik geschärft.
Nun bin ich aktuell auf der Jobsuche und habe 2 potenzielle Stellen die sich stark unterscheiden.
Die eine Stelle wäre Design & Engineering für Sicherheitsleittechnik für Kernkraftwerke bei einem der großen Unternehmen in diesem Bereich.
Sie ist spezifisch für einen Master ausgeschrieben.
Tätigkeit wäre hier:
Erstellung von I&C Spezifikationen
Klärung der Aufgabenstellung mit Kunden und Fachabteilungen
Planung der Leittechnik
Erstellung der Genehmigungsunterlagen
System- und Funktionsprüfungen
Eine andere Stelle wäre bei einem start up welches zu 2 Konzernen gehört, in einem ganz anderen Bereich.(OT/IT)
Tätigkeit wäre hier:
Machine-to-Cloud-Verbindung für verschiedene Produktionsanlagen
Onboarding von Maschinen und Anlagen
Entwickeln und Pflegen von Datapipelines
Rollout des Process Orchestration
Simulation der POL-Softwarepakete und Funktionstests
Second-Level-Support während der Inbetriebnahmephase der
Produktionsanlagen
An sich war meine Vorstellung bisher meistens, langfristig in die Richtung Systems Engineering zu gehen. Dort hätte ich evtl. auch die Möglichkeit in einem kleinen Consulting Unternehmen in das Systems Engineering einzusteigen.
Das beachte ich als eine gute Möglichkeit, Erfahrung im Systems Engineering zu sammeln, aber es wäre in einem sehr kleinen und neuem Unternehmen, mit 10.000 weniger Gehalt im Jahr.
Die Stelle im Bezug auf Sicherheitsleittechnik reizt mich, da dies nach strukturiertem Engineering, Systemdenken und Arbeit im sehr sicherheitskritischem Bereich klingt, IG-Metall Tarif wäre und explizit für Master ausgeschrieben ist. Auch wurde mir im Bewerbungsgespräch vermittelt, dass man bewusst jüngere Leute anstellt, um sie dann auch in Richtung Projektleitung oder ähnliches zu fördern. (Der Altersdurchschnitt im Unternehmen ist gerade recht hoch)
Auch sehe ich bei dieser Stelle Möglichkeiten, in andere Branchen zu wechseln, falls es notwendig sein sollte, und evtl. in Richtung Safety Engineering oder auch in Richtung Systems Engineering gehen könnte irgendwann.
Bei der letzten Stelle (OT/IT) bin ich mir sehr unsicher.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich dort mein gesamtes Potenzial aus meinem E-Technik Studium nutzen kann, da es zum Großteil eher nach IT klingt.
Es klingt eher zum großen Teil nach einer Integrationsrolle, und evtl. etwas weniger nach Entwicklung und Konzeption.
Ehrlich gesagt bin ich mir auch einfach unsicher, wie diese Rolle einzuschätzen ist, wie der Arbeitsmarkt hierfür aussieht und wie da langfristige Entwicklungsmöglichkeiten sind. Bei Systems Engineering und Safety Engineering kann ich es mir besser vorstellen.
Hätte hier jemand Gedanken zu einer oder mehrerer dieser Rollen? Am wichtigsten wäre es für mich gerade bei der OT/IT Rolle um abschätzen zu können, ob diese für mich und meine Vorstellungen passt oder eher nicht.
Die eine Stelle wäre Design & Engineering für Sicherheitsleittechnik für
Kernkraftwerke bei einem der großen Unternehmen in diesem Bereich.
Leibstadt in der Schweiz?
In Deutschland werden ja Kernkraftwerke zurückgebaut. Also für Deutschland ist das ein reichlich unsicheres Berufsfeld, gibt ja kaum noch Ausbildungsstätten. Da holt man sich lieber die Experten aus Frankreich oder USA, da gibt es noch Atomindustrie im größeren Massstab.
Ach ja, die wikipedia schreibt zu dem AKW ion der Schweiz:
" ... Im Juli 2014 wurde zufällig entdeckt, dass bereits im Jahr 2008 von Fremdpersonal zur Anbringung von Feuerlöschern insgesamt sechs wanddurchdringende Bohrungen durch das Primärcontainment vorgenommen worden waren. ..."
Klingt nach "russischen Verhältnissen" - mal schnell das containment anbohren um Feuerlöcher dran zu schrauben ...
Nein, das wäre die bekannte französische Firma in diesem Bereich, welche gesamte Kraftwerke baut mit deutschem Sitz in Erlangen.
Diese hat soweit ich weiß weiterhin Projekte in verschiedenen Ländern, Neubauten und Modernisierung.
Also es geht um die Planung und Bau von Kraftwerken, nicht der Arbeit in einem spezifischem.
Wobei ich mir hier aber auch nich ganz sicher bin, ob in den nächsten Jahren die Franzosen eher versuchen, das know how weiter nach Frankreich zu verlagern.
Mich reizt halt irgendwie die Arbeit an hochkomplexen und sicherheitskritischen Systemen.
Gerade da ich im Studium viel in Richtung Risikoanalyse zu tun hatte und auch eine Abschlussarbeit über das Thema verfasst habe.
Auch würde mich reizen, dass man strukturiertes Engineering lernen würde, Arbeit nach V-Modell etc., welches ja auch in anderen Branchen gefragt sein sollte
Hätte hier jemand Gedanken zu einer oder mehrerer dieser Rollen? Am
Sei froh dass du überhaupt ein Angebot bekommen hast, bei der derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt ist doch erstaunlich überhaupt etwas zu bekommen und du machst dir Sorgen welche du annehmen sollst..
Nein, das wäre die bekannte französische Firma in diesem Bereich, welche
gesamte Kraftwerke baut mit deutschem Sitz in Erlangen.
Diese hat soweit ich weiß weiterhin Projekte in verschiedenen Ländern,
Neubauten und Modernisierung.
Also es geht um die Planung und Bau von Kraftwerken, nicht der Arbeit in
einem spezifischem.
Ich könnte mir das nicht vorstellen. Wenn die eigene Arbeit erst in einem Jahrzehnt in der Praxis eingesetzt wird.
Hm, ja, das war anfangs auch mein Gedanke, nachdem ich anfangs lauter Absagen bekommen habe.
Aber jetzt haben sich ein paar Möglichkeiten eröffnet, und ich bin mir einfach nicht sicher, was die Aussichten der beiden Stellen sind.
Gerade die OT/IT Stelle mit Cloudanbindung etc.
Ich bin mir halt nicht ganz sicher, ob ich da als Master in Elektrotechnik gut aufgehoben bin, oder eher nicht, bzw. wie da die Entwicklungsmöglichkeiten stehen.
Des Weiteren reizen mich die Kenntnisse in der Sicherheitsleittechnik, wie Funktionsspezifikation, Absprache mit Kunden und Fachabteilungen etc.
Diese wären in meinen Augen übertragbar auf andere Branchen.
Die OT/IT Stelle klingt halt sehr stark nach IT mit Fokus auf Integration, in einer Branche, die stark Wirtschaftsabhängig ist mit dem Fokus auf Produktionslinien.
Klar klingt Cloudanbindung von Maschinen recht gefragt, in einem Zeitalter wo Daten immer wichtiger werden.
Aber es klingt auch nach etwas, das für viele Profile machbar ist, nicht nur Elektrotechnik, aufgrund des starken Fokus auf IT.
Naja, wenn du Richtung Hardwareentwicklung gehen willst gibt es sicher noch viel Potenzial. Die Generation der Boomer geht jetzt nach und nach in Ruhestand und mein Eindruck ist das diese insbesondere in dem Bereich stark überrepräsentiert sind.
Hm, Hardwareentwicklung direkt nicht unbedingt. Also hauptsächlich Schaltpläne zeichnen oder so reizt mich nicht so sehr.
Aber ich würde gerne an interessanten Systemen arbeiten, ob es in Aviation, Kraftwerken, oder andere ist.
Also das gesamte Engineering von Anforderungsmanagement, Konzeption und Design, Implementierung, Validierung etc.
Das sehe ich halt hauptsächlich im Systems Engineering und nicht in der IT Integration.
Dann mach das. Und der erste Job entscheidet auch nicht über das ganze Berufsleben. Aber Hardwareentwicklung ist mehr als Schaltpläne zeichnen. So wie Softwareentwicklung mehr ist wie Code tippen.
Du wirst den genannten Branchen aber nur einen kleinen Teil des Systems sehen und noch einen kleineren Teil beeinflussen können. Das muss einem liegen.
Ja, Framatome.
Aber nein, ich hab mich nicht für Französisch entschieden in der Schule leider.
Ich habe mich halt in meinem Studium viel mit Sicherheit beschäftigt. Vorlesungen, meine Forschungsarbeit und auch ein Paper darüber verfasst.
Deshalb würden mich solch sicherheitskritischen Systeme reizen.
Ja, die sind vermutlich lieber französisch unterwegs und vermutlich kommt das ihnen sympathischer rüber.
Aber mir wurde im Bewerbungsgespräch ziemlich stark vermittelt, dass sie jüngere Mitarbeiter suchen, die dann auch mittelfristig Verantwortung übernehmen wenn ältere Kollegen in den Ruhestand gehen.
Beispielsweise in Richtung Projektleitung.
Und zur Not nehme ich an dass man dort in einer mehrjährigen Tätigkeit zumindest Kenntnisse sammeln könnte, welche in anderen Branchen Anwendung finden können, wie V-Modell, Anforderungen, Funktionsspezifikation I&C, Tests usw., falls es mittel oder langfristig nicht so gut passen würde ohne französisch Kenntnisse etc.
Grundsätzlich wäre ich auch offen, französisch zu lernen. Wie schnell das von statten geht ist halt natürlich etwas die Frage
Du wirst doch im Vorstellungsgespräch sicher auch darüber gesprochen haben welche Firmensprache sie haben. Wenn sie international tätig sind, dürfte kurz bis mittelfristig auch Englisch eine Lösung sein.
Du wirst doch im Vorstellungsgespräch sicher auch darüber
gesprochen
haben welche Firmensprache sie haben. Wenn sie international tätig sind,
dürfte kurz bis mittelfristig auch Englisch eine Lösung sein.
Also ich wurde nur gefragt, wie es um mein Englisch steht, da das wichtig sei.
Bezüglich Projekte wurden größtenteils Europäische Länder genannt, Asien und auch auf dem amerikanischen Kontinent.
Du wirst doch im Vorstellungsgespräch sicher auch darüber
gesprochen
haben welche Firmensprache sie haben. Wenn sie international tätig sind,
dürfte kurz bis mittelfristig auch Englisch eine Lösung sein.
Also ich wurde nur gefragt, wie es um mein Englisch steht, da das
wichtig sei.
Bezüglich Projekte wurden größtenteils Europäische Länder genannt, Asien
und auch auf dem amerikanischen Kontinent.
Dann sollte es doch gehen; wichtig ist, den Fuss mal in eine Tür zu bekommen..nach 1,2,3 Jahren kannst du dann immer noch wechseln. Letztlich kann dir hier keiner die Entscheidung abnehmen
Also ich wurde nur gefragt, wie es um mein Englisch steht, da das
wichtig sei.
Bezüglich Projekte wurden größtenteils Europäische Länder genannt, Asien
und auch auf dem amerikanischen Kontinent.
Klar, aber wenn du bei einem französichen Staatskonzern Karriere machen willst, dann sind beste Sprachkenntnissen in Französisch unabdingbar.
Als Trittbrett ist der Job bestimmt nicht schlecht, aber man muss sich klar sein, dass man niemals in La Defense auftreten wird.
Bezüglich Projekte wurden größtenteils Europäische Länder genannt, Asien
und auch auf dem amerikanischen Kontinent.
Dann sollte es doch gehen; wichtig ist, den Fuss mal in eine Tür zu
bekommen..nach 1,2,3 Jahren kannst du dann immer noch wechseln.
Im Prinzip richtig - wichtig ist es, einen Job anzunehmen der auch den späteren Wechsel in andere Firmen ermöglicht.
Wechsel nach 1,2,3 Jahren könnte aber zu früh sein, gerade in dem Bereich Elektroenergietechnik bei dem Projekte resp. die Projektentwicklung, Systemintegration über 5 Jahre und so läuft.
Und hier sind es viele nationale Regelungen die zu beachten sind, beispielsweise erlaubt Spanien größere Schwankungen im Netz als der Rest von Europa. IMHO ist das Kern-KnowHow das für diesen Job erforderlich ist, weniger die Elektrotechnik/Software-Engineering sondern das Verstehen von Normen/Gesetzen und das "Durchsetzen können" derselben gegenüber den Projektpartner.
Da muss man auch den Arsch in der Hose haben und eine Abnahme verweigern, wenn bspw. der Prüfer beim Nachrechnen nicht von der Standhaftigkeit/Statik überzeugt ist. Auch wenn durch die Nicht- resp. verzögerte -Abnahme dem Partner Zusatzkosten in Millionenhöhe entstehen.
Dabei kann das Problem entstehen, das dann später Firmen einen Mitarbeiter nicht einstellen, weil er an verschärfte aka teure Zuverlässigkeitsanforderungen gewöhnt ist. Dann heisst es, "wir suchen einen mit Mut zur Lücke". Also IMHO fokussiert man sich mit dem FRAM-ATOM Job auf die "Nische" Elektronikenergietechnik und wird dann später kaum davon wegkommen. Das muss nicht schlecht sein.
Letztlich kann dir hier keiner die Entscheidung abnehmen
Auch das Zusammentragen und Bewerten der Informationen auf ihre Verlässlichkeit (Confidence) vor der Entscheidungsfindung nicht.
Der Punkt in der Tätigkeitsbeschreibung bei dem ich persönlich am meisten Nachfragen würde ist. "Erstellung der Genehmigungsunterlagen", was soll das konkret bedeuten.
Also so wie es mir vermittelt wurde geht es natürlich auch darum, gewisse Normen etc. zu verstehen und anzuwenden, was mich auch grundsätzlich reizen würde.
Aber ein gewisser Teil des Jobs ist auch:
Erstellen von Software und redundanten Schaltungen
Ausarbeiten von I&C Spezifikationen
Klärung von technischen Anforderungen
Integration und Planung der Leittechnik
Test & Verifikation
Generell wurde im Gespräch viel Wert auf das V-Modell gelegt und dass in dieser Tätigkeit nach diesem gearbeitet wird.
Das klingt für mich nach Kenntnissen im Bereich strukturiertem Engineering und Systemdenken, die auch in anderen Branchen Anwendung finden und somit meines Erachtens übertragbar sein sollten.
Ich hatte halt eher Bedenken mit der OT/IT Rolle, da das sehr stark nach Integration klingt, mit dem Fokus Maschinen mit der Cloud zu verbinden.
Das einzige Wort in Richtung Entwicklung ist hier die Entwicklung von Datapipelines.
Im Hinblick auf Industrie 4.0 und der wachsenden Wichtigkeit von Daten klingt das grundsätzlich nützlich, aber das ist halt ein ganz anderer Berufspfad, in welchem man ggf. auch mit Informatikern etc. konkurrieren würde, und ich evtl. nicht so stark auf meinen Master in Elektrotechnik bauen könnte, welcher meines Wissens etwas seltener ist.
Das verunsichert mich halt recht stark.
Bisher hatte ich es zum Großteil in der Steuerungstechnik versucht, einen Job als SPS Programmierer in mittelständischen Unternehmen zu finden, um dann in Richtung Automatisierungsingenieur in einem größeren Unternehmen gehen zu können.
Aber dort wurde laut Feedback ein anderes Profil gesucht, eher Leute mit Praxisbezug wie Techniker, duale Studenten etc.
Da bin ich von der Uni eher zu theoretisch geprägt.
Im Hinblick auf Industrie 4.0 und der wachsenden Wichtigkeit von Daten
klingt das grundsätzlich nützlich, aber das ist halt ein ganz anderer
Berufspfad, in welchem man ggf. auch mit Informatikern etc. konkurrieren
würde, und ich evtl. nicht so stark auf meinen Master in Elektrotechnik
bauen könnte, welcher meines Wissens etwas seltener ist.
Das verunsichert mich halt recht stark.
Die "Konkurrenz" mit Absolventen andere Fachrichtungen ist auch aus meiner Sicht einen Aspekt, den man beim Karriereweg nicht ignorieren sollte. Wobei die Grenzen in nötigen Domain-Wissen zwischen Elektroniker/Informatiker IMHO recht klar sind Geht es in Richtung embedded/Sensorik dann Elektrotechnikstudium als Voraussetzung, geht es mehr in Richtung GUI, Anwendungsprogrammierung dann Informatik. Bei den Angerissenen Themen Kraftwerkstechnik sehe ich keiner/Kaum Überschneidung mit Informatik, eher mit Maschinenbau oder auch Bauingenieurwesen. Das zweite Angebot hat m.E, Überschneidung mit Informatik, aber eher Wirtschafts-Ingenieur.
Beim ersten Job sollte man auch die Möglichkeit bedenken sich einige Jahre später in Richtung Aufsichts-/Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur, Bundesaufsichtsbehörde) zu orientieren. Dann "konkuriert" man auch mit Verwaltungsspezialisten/Juristen und auch eine Promotion ist gern gesehen.
Off-topic:
... dass man niemals in La Defense auftreten wird ...
"La Défense" - wenn schon französisch, dann mit "l’accent" ;-)
Wenn du nicht gut Französisch kannst, oder das zügig lernen
kannst/willst, dann solltest du dich dort nicht längerfristig
orientieren.
Wenn man als Techniker/Informatiker mal im Urlaub in F war und an einer Kreuzung einen Pfeil nach links mit "Toutes Directions" und gleichzeitig einen Pfeil nach rechts mit "Autres Directions" vor sich hatte, dann will man vielleicht gar nicht mehr Französisch lernen. Die haben es dort nicht so mit Binärlogik. SCNR.
Ich habe nie Französisch gelernt. Im Urlaub sagt/fragt deswegen meine Frau in irgendeinem Laden irgendwas, aber sie versteht die Antwort nicht. Ich sage ihr dann, was der Franzose/die Französin gemeint hat. Man glaubt es kaum, aber es funktioniert einigermaßen. (Einmal musste ich allerdings fragen, was der Parkwächter mit seinem x-mal wiederholten woatier meint, automobihl hätte ich eher verstanden.)
Dort habe ich mein Profil etwas im Bereich Risiko- und
Zuverlässigkeitsanalyse und Robotik geschärft.
Haste den Text direkt aus Deinem Bewerbungsanschreiben kopiert?
-So bekloppt drückt man sich sonst eher nicht aus.
Nein, dann bin ich wohl gekloppt wenn ich mich manchmal so ausdrücke.
Ich habe halt meine Abschlussarbeiten in einem Team verrichtet, in welchem der Fokus auf Risiko- und Zuverlässigkeitsanalyse von robotischen Systemen lag, habe meine Forschungsarbeit explizit über das Thema geschrieben und auch eine Veröffentlichung in dem Bereich.
Das ist damit gemeint. Man kann in seinem Studium ja einfach verschiedene Schwerpunkte innerhalb eines Schwerpunkts setzen.
Man kann in seinem Studium ja einfach
verschiedene Schwerpunkte innerhalb eines Schwerpunkts setzen.
Kann man machen. Klingt aber dann noch eigenartiger, dass man's nicht
selbst schafft, andere, weitaus trivialere Entscheidungen alleine zu
treffen.
scnr,
WK
Naja, an der Universität habe ich nicht viel mit der Industrie zu tun gehabt.
Ich kann mir unter der Sicherheitsleittechnik Stelle gut vorstellen was gemeint ist und wie der Arbeitsalltag ist, aber bin mir einfach bei der OT/IT Stelle nicht sicher, wie dort die langfristigen Chancen aussehen und wie sehr ich dort von einem E-Technik Studium profitieren kann und ob ich dort mein Profil etwas zu sehr verwässere.
So trivial ist dies für mich nicht, da ich noch nie einen Einblick in die Industrie bekommen habe.
Ich würde persönlich dazu raten, zunächst zwei Jahre lang bei der Bundeswehr zu dienen, um dem Vaterland zu dienen und die Heimat zu schützen.
Künftig sollen wieder alle Männer eines Jahrgangs von der Bundeswehr erfasst und mehrere Tausend Freiwillige im Jahr zum Wehrdienst herangezogen werden. „Wir müssen verhindern, dass Moskau oder jemand anderes auf den Gedanken kommt, uns oder NATONorth Atlantic Treaty Organization-Territorium anzugreifen“, sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius im „Nachgefragt“-Gespräch mit Frau Hauptmann Janet Watson. „Unsere Streitkräfte müssen abschreckungsfähig werden wie im Kalten Krieg.“
Nein, dann bin ich wohl gekloppt wenn ich mich manchmal so ausdrücke.
Es ist einfach so, dass dein Schrift-Deutsch viele Formulierungen enthält, die – vorsichtig gesagt – nicht zu der Sprache passen, die man vor noch nicht langer Zeit von einem Akademiker erwartet hat. Ganz gleich warum, es ist jedenfalls Fakt und wird dir manche Türen verschließen.
Ich habe halt meine Abschlussarbeiten in einem Team verrichtet,
Ich würde den Kraftwerksjob nehmen und mir schnellsten französisch draufpacken, so ein Job ist fast wie ein sechser im Lotto. Das ist noch eine echte Ingieursstelle, den anderen Mist kannst du dagegen vergessen.
Ich finde beide Stellen nicht prickelt. Ich persönlich hätte eine Tendenz zu einer der beiden, aber das hat speziell was mit einer früheren Tätigkeit von mir zu tun und würde dir nicht helfen.
Mir scheint dass dein Herz an keiner der beiden hängt und so richtig habe ich deine Interessen nicht verstanden. Kann es sein dass du Elektro- und Informationstechnik nicht studiert hast weil du dafür brennst?
Daher wäre mein erster Vorschlag zwar eine der beiden zu nehmen, sich aber parallel weiter zu bewerben. Vielleicht auch in anderen Bereichen. Bereiche die dich interessieren.
Es gibt ein paar ältere Statistiken wonach 70% aller Ingenieure früher oder später fachfremd arbeiten. Das heißt, die Idee möglichst viel von deinem Studium nutzen zu wollen ist sowieso nicht besonders relevant.
Weitere Fragen, für dich selbst zu beantworten (ich muss die Antwort nicht wissen): In welchen Firmen hast du während deines Studiums reingeschnuppert? Praktika, Werkstudent, Jobs? Würden dich diese Firmen vielleicht wollen?
Eine andere Stelle wäre bei einem start up welches zu 2 Konzernen
gehört
Ich würde "das große Unternehmen" gegenüber dem "startup[,] welches zu 2 Konzernen gehört" präferieren, wenn ansonsten wenig andere Entscheidungskriterien zur Verfügung stehen.
Ich kenne die Firma in Erlangen sehr gut. Hinz hat Recht - falls Du Dir sicheres französisch aneigenen kannst (das dauert 3-5 Jahre), hast Du da eine tolle Perspektive, dann geht's auch mal in den Turm in La Défense (der wird übrigens überschätzt, die ganzen Besprechungsräume sind innen, ohne Fenster - toll sind nur die Büros der Mitarbeiter).
In den USA sind die auch relativ präsent, aber dafür müssten Dein Englisch schon auf C1 level sein. Die brauchen unbedingt Vermittler zwischen den Welten, die auch die unterschiedlichen Kulturen verstehen. Das ist relativ selten.
Die Aufgaben sind sehr interessant. Und keine KI kann das in den nächsten 30 Jahren übernehmen.
In Erlangen sind die Mitarbeiter relativ alt. Da hast Du eine gute Perspektive. Ich würde das machen. Per pm mehr Infos.
Hätte hier jemand Gedanken zu einer oder mehrerer dieser Rollen? Am
Sei froh dass du überhaupt ein Angebot bekommen hast, bei der
derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt ist doch erstaunlich
überhaupt etwas zu bekommen und du machst dir Sorgen welche du annehmen
sollst..
Warum ist der Markt eigentlich plötzlich so schlecht? War doch vor wenigen Jahren alles normal? Die Boomer gehen in Rente und es gibt keine Jobs? Wie kann das denn sein
Warum ist der Markt eigentlich plötzlich so schlecht?
Nicht plötzlich. Schon lange.
War doch vor wenigen Jahren alles normal?
Du meinst als Lobbyverbände einen Ingenieurmangel herbei fantasiert haben wo keiner war? Als Statistiken über offene Ingenieurstellen mit Faktoren wie 3 oder 5 multipliziert wurden?
Die Boomer
Ich weiß, Altersdiskriminierung ist gesellschaftlich akzeptiert. Trotzdem, kannst du dir dieses Schimpfwort bitte abgewöhnen? Wir sind nicht diejenigen die daran schuld sind dass die Generation Ahnungslos keine Jobs bekommt.
Warum ist der Markt eigentlich plötzlich so schlecht?
Nicht plötzlich. Schon lange.
War doch vor wenigen Jahren alles normal?
Du meinst als Lobbyverbände einen Ingenieurmangel herbei fantasiert
haben wo keiner war? Als Statistiken über offene Ingenieurstellen mit
Faktoren wie 3 oder 5 multipliziert wurden?
im Internet findet man genügend Stellen als Elektronikfrickler. Man muss halt deutschlandweit suchen und raus aus den Automobilhochburgen.
Man muss halt deutschlandweit suchen und raus aus den Automobilhochburgen.
Solarpanelträger werden immer gesucht. Die Turnsaison auf den Dächern beginnt demnächst. Ab Montag wieder mildes Wetter und kein Regen, da gehts wieder rund aufm Dach.
Ja, Framatome.
Aber nein, ich hab mich nicht für Französisch entschieden in der Schule
leider.
Ich habe mich halt in meinem Studium viel mit Sicherheit beschäftigt.
Vorlesungen, meine Forschungsarbeit und auch ein Paper darüber verfasst.
Deshalb würden mich solch sicherheitskritischen Systeme reizen.
Man kann sich durchaus innerhalb 6-12 Monate ein Basiswissen in Französisch aufbauen. Ich war ein paar Jahre in der Schweiz berufstätig und habe es mit Anfang dreißig geschafft relativ zügig die Prüfungen A1 und A2 zu bestehen, durch viel Fleiß und auch etwas Unterricht. Ob das reicht, um in Frankreich zu arbeiten kann ich nicht sagen, aber wenn man motiviert ist, ist auf jeden Fall möglich eine Fremdsprache auf Anfängerniveau systematisch nebenbei zu erlernen.
Ob das
reicht, um in Frankreich zu arbeiten kann ich nicht sagen
Die Frage ist auch ob man in einem muslimischen Land wie Frankreich
überhaupt arbeiten WILL.
Da ist was dran. Naja besser als in Deutschland arbeitslos zu sein. Früher sind die Menschen nach Deutschland zum Arbeiten gekommen, jetzt gehen die Deutschen ins Ausland.
Die Frage ist auch ob man in einem muslimischen Land wie Frankreich
überhaupt arbeiten WILL.
Man muß nicht unbedingt in Saint-Denis wohnen, es gibt auch normal bürgerliche Orte. Frankreich hat einige Einwohner, die aus den ehemalig externen Provinzen abstammen, aber die 'Ur-Franzosen' gingen mit denen weitaus feindlicher um als man es in Deutschland tut.
Das waren Momentaufnahmen, ich war beruflich immer nur für wenige Tage in Frankreich.
Frankreich hat einige Einwohner, die aus den ehemalig
externen Provinzen abstammen, aber die 'Ur-Franzosen' gingen mit denen
weitaus feindlicher um als man es in Deutschland tut.
Ja, schöner Film (2007), leider sind die Kinder aus dem Kinderalter.
Aber da Paris ja auch für seine "Miezen" und andere Katzenwesen bekannt ist, schlage ich vor, das man beim Ergreifen von Gegenmassnahmen an die Französischen Beziehungen zu Indochina erinnert und vielleicht todesmutige "Kambodschanische-Karate-Kampf-Kater" züchtet.
Nach dem Ende der Plage, kann man ja die Katzenpatroillen wieder zu Schmusekätzchen um-trainieren ;-)