In einem VHS Videorekorder von Medion (MD 8985), hergestellt von Orion,
sind viele Kontakte schwarz oxidiert und haben (Schalter für Lösch-schutz) keinen Durchgang mehr. Teslanol hat erstmal nichts gebracht, erst der Glasfaserpinsel.
Das Gerät stammt von ca 1997.
Sind das versilberte Kontakte ? Oder was verursacht die schwarze Schicht ?
In einem VHS Videorekorder von Medion (MD 8985), hergestellt von
Orion,
sind viele Kontakte schwarz oxidiert und haben (Schalter für
Lösch-schutz) keinen Durchgang mehr. Teslanol hat erstmal nichts
gebracht, erst der Glasfaserpinsel.
Das Gerät stammt von ca 1997.
Sind das versilberte Kontakte ? Oder was verursacht die schwarze Schicht
?
Danke
Oxidiertes Silber (meist Silbersulfid, ) behält im Gegensatz zu vielen anderen Metalloxiden eine gute elektrische Leitfähigkeit.
Obwohl die Leitfähigkeit im Vergleich zu reinem Silber geringfügig sinkt, bleibt die Funktionalität für elektrische Kontakte oft erhalten.
Das ist der Grund (Glasfaser Pinsel), dass Du die Kontakte unwiederbringlich zerstört hast!
Leider hatten die Kontakte vorher keinen Durchgang. Den Schalter für den Schreibschutz hatte ich gemessen, und da ging nix. Bin eben nicht sicher ob in dem billigen VCR irgendwas mit Silber drin ist...
Der VCR ist eh ziemlich kaputt, weil die Mechanik der Kassetten-Lade auch gebrochen ist. Ich versuche noch weiter, ob ich das hinbekomme, aber gut sieht es nicht aus.
Ok, ich lese daß es ein häufiges Problem mit dem Mode-Switch bei Orion Laufwerken geben soll. Den hab ich auch zerlegt und ebenfalls von schwarzem Belag befreit. Mal sehen ob das was hilft.
Teslanol Kontaktreiniger hat nichts gebracht. Glasfasterstift mach es wieder schön glänzend, aber vermutlich auch rauh und damit für Oxidation noch schneller angreifbar. Vermutlich ein bischen Fett kann nicht schaden.
Aber ich bin kein Experte.
Oder der am längsten bekannte Halbleiter? Deutsche und englische Wikipedia sind sich da nicht einig aber es gibt mehrere Artikel zur Verfombarkeit des Halbleitermaterials α-Ag2S, z.B.:
https://www.cpfs.mpg.de/2891737/20180409
"Schon Michael Faraday hatte im Jahr 1833 gefunden, dass der elektrische Widerstand von Silbersulfid mit steigender Temperatur abnimmt, während Metalle ein umgekehrtes Verhalten in Abhängigkeit von der Temperatur zeigen. Er beobachtete dann eine ähnliche Temperaturabhängigkeit wie bei Silbersulfid auch in einer Reihe von anderen Substanzen, wobei deren elektrische Leitfähigkeit stets deutlich geringer als bei den gewöhnlichen Metallen war. Etwa 40 Jahre später interessierte sich der Deutsche Ferdinand Braun für die Elektrizitätsleitung in Bleiglanzkristallen und anderen Metallsulfiden."
Ich habe gute Erfahrungen mit elektrolytischer Hauchvergoldung gemacht, per Schwämmchen mit angelegter DC auf das Werkstück aufgetragen. Mühsam aber wirksam. So habe ich reihenweise die völlig ruinierten Kontakte in Batteriefächern von teuren Geräten gerettet. Die glänzen bis heute und sind (in Grenzen) gegen chemische Angriffe immun.
Der Videorekorder funktioniert wieder.
War hauptsächlich der Mode Schalter auf der Unterseite.
Ich denke eine Zeit hält das so.
Danke für die interessanten Kommentare.
Sehr gut wie immer.
Teslanol auf ein Streifen dünne Pappe sprühen (satt und reichlich).
Dann den Streifen mehrmals durch die Kontakte ziehen.
Hat bei mir auch solch übel korrodierte Kontakte wieder geheilt.
Und ist nicht so brutal wie der Glasfaserstift.
Oxidiertes Silber (meist Silbersulfid, ) behält im Gegensatz zu vielen
anderen Metalloxiden eine gute elektrische Leitfähigkeit.
so hatte ich es auch mal gelernt, aber aber unser alles wissende H.Hinz widersprach mir hier heftig obwohl ich sicher weiß das er nicht immer richtig liegt, nur mag ich nicht mehr drum streiten, kann sein das schwarze Silberkontakte leiten, kann auch nicht sein.
Ja, das wird einem gerne beigebracht. Wenn man dann aber mal zwei derartige Kontakte aneinanderhält, merkt man, daß zwischen Realität und Lehre doch einiges an Platz ist. Es gibt Gründe, warum man mittlerweile davon abgekommen ist, Kontakte zu versilbern.
Also die im Videorekorder, den ich repariert habe, waren alle richtig tief schwarz und hatten null Kontakt.
Es waren mehrere verschiedene Schalterarten.
Ich hab jetzt nur mit dem Durchgangstester geprüft.
Mit dem Isolationsmesser wäre es warscheinlich dann irgendwann durchgebrochen.
Das Thema ist nicht uninteressant. Ich habe auf die Schnelle keine Werte für die Leitfähigkeit von Silbersulfid gefunden.
Nur dass Silbersulfid ein Halbleiter ist, der allerdings erst oberhalb von ca 450K nennenswert leitet.
Interessant ist es, weil es im Gegensatz zu anderen Halbleitern stark verformbar ist ohne zu brechen.
Falls dazu jemand gute Quellen hat wäre es nett wenn er die kurz posten hönnte.
Als Schaltermaterial ist es aber eher ein (schlechter) Isolator.
Silber hat in Silbersulfid die Oxidationsstufe +I.
Mathematikerantwort, mag ja richtig sein erklärt aber erstmal nichts also für diese Diskusion nutzlos oder mag hier noch jemand ein Chemiestudium abschliessen?
Silber hat in Silbersulfid die Oxidationsstufe +I.
Mathematikerantwort, mag ja richtig sein erklärt aber erstmal nichts
also für diese Diskusion nutzlos oder mag hier noch jemand ein
Chemiestudium abschliessen?
Mathematikerantwort, mag ja richtig sein erklärt aber erstmal nichts
also für diese Diskusion nutzlos oder mag hier noch jemand ein
Chemiestudium abschliessen?
Über den Tellerrand schauen hat noch nie geschadet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Silber(I)-oxid
Zitat: "An der Luft reagiert Silber(I)-oxid mit Kohlenstoffdioxid zu Silbercarbonat."
Noch mal zur Erklärung: Oxidation ist nicht nur eine Verbindung mit Sauerstoff. In der Chemie wurde der Begriff erweitert und bezeichnet eine Reaktion, bei der ein Stoff ein oder mehrere Elektron(en) abgibt. Der Gegenpart ist das Oxidationsmittel und wird selbst reduziert.
Siehe https://www.chemie.de/lexikon/Oxidation.html