Sekundenpendel (0,5 Hz) , Antrieb über E-Magnet.
Der Magnet ist etwa eine Sekunde bestromt, eine Sekunde nicht.
Die Auslösung erfolgt über Lichtschranken + elektronisches Relais.
Alternativ: Magnet zieht an und fällt in eine Sperrklinke. Ein
zweiter Magnet löst die Klinke.
Unabhängig davon: Was passiert bei Netzausfall? Wäre blöd.
Welche kostengünstige Überbrückungsmöglichkeiten gibt es?
Das wäre eine Möglichkeit. Optimal wäre eine Geschichte mit
15-20 Jahren Lebensdauer.
Da das Teil für Magneten etc. Leistung brauchen wird, ist ne Batterie die 15-20 Jahre ohne mehrere Male Austauschen hält unrealistisch. Also auch Akkus die ständig nachgeladen oder gehalten werden.
Nur nen Beispiel von Blei-Säure-Akkus aus USVs für Server: die Akkus halten etwa 4 bis max. 5 Jahre und müssen dann getauscht werden.
Daher mein Vorschlag:
DCF77 oder GPS und wenn der Strom wiederkommt die Uhr damit nachstellen.
Unabhängig davon: Was passiert bei Netzausfall? Wäre blöd.
Welche kostengünstige Überbrückungsmöglichkeiten gibt es?
DC, 6, 12 oder 24 V. Ist alles noch völlig offen.
Die Auswahl der Notversorgung hängt von mehreren Faktoren ab, wesentlich von der benötigten Leistung. Du bist gefordert, Deine gewünschte Spannung zu definieren, mit "völig offen" drehst Du Dich im Kreis.
Doch eine fertige Lösung für 1000,-€ kaufen?
Kann ich mir leider nicht leisten.
So bleibt mir nur Zettel und Stift. Täglich Gangabweichung zur
Referenzuhr ermitteln, Temperatur und Luftdruck aufschreiben
und Kurven auf Millimeterpapier zeichnen. Blöd.
Die "Notversorgung" könnte ja nur selten nötig sein.
Stinknormale Batterien mit einer blinkenden Led, die Wechsel
anzeigt?
Aber wie baut man das in die Netzversorgung ein?
Die ganze Sache ist ja erst in grober Vorplanung, eine Fest-
legung auf eine Systemspannung ist noch nicht erfolgt.
12 V DC scheint für mögliche Komponenten: Netzteil, Lichtschranken,
Relais usw. sinnvoll zu sein.
Magnetspulen evtl.selbst wickeln. Die Leistung kann ich jetzt nicht
mal annähernd bestimmen.
Wenn Du die benutzte Spannung kennst, kannst Du die Batterie im einfachsten Fall mit einer Gleichrichterdiode vom Netzteil trennen, wenn die Batterie eine etwas niedrigere Spannung hat. Frage ist, wie lange die Stützbatterie Deine Uhr betreiben soll und ob die niedrigere Spannung für Deine Uhr ausreicht. In den Kalender schreibst Du wann die Batterie erneuert werden muß.
Welche kostengünstige Überbrückungsmöglichkeiten gibt es?
Wie viele Sekunden willst du denn überbrücken?
Eine Stunde? Wie lange dauert ein Stromausfall?
Vor einem Jahr ist der Trafo, 100m weg, explodiert. Das hat
6 Stunden gedauert.
Das Bild zeigt eine Uhr von mir. Elektrischer Aufzug, 6 Stunden
Gang bis zum nächsten Aufzug.
Das nützt dir natürlich gar nichts, wenn der Stromausfall kurz
vor Einschalten des Aufzuges eintritt.
Eine halbe Stunde sollte reichen. Stromausfälle sind selten und
meist kurz. Das ist ja nichts lebenswichtiges, sondern nur ärgerlich.
Ich wollte ja nur wissen, wie man Stützbatterien da integrieren
kann.
Magnetspulen evtl.selbst wickeln. Die Leistung kann ich jetzt nicht
mal annähernd bestimmen.
Dann fange genau an dieser Stelle an, wieviel Strom und welche Leistung im zeitlichen Durchschnitt. Wie erreichst Du die nowendige Magnetenergie, mit viel Strom bei wenig Spannung oder wenig Strom bei hoher Spannung?
Wenn Du die benutzte Spannung kennst, kannst Du die Batterie im
einfachsten Fall mit einer Gleichrichterdiode vom Netzteil trennen, wenn
die Batterie eine etwas niedrigere Spannung hat.
Eine mögliche Variante ist ein 12V-Blei (VRLA) mit 13,8V Ladeerhaltung, wo bei Netzausfall einfach die Erhaltung entfällt. In einem älteren Gerät habe ich das mit einem LM317 gemacht, der bei Netzausfall per Relais abgetrennt wird, Rückstrom vermeiden.
An anderer Stelle erhalte ich den Akku über einen Pb137, nicht ganz kindersicher.
Vor einem Jahr ist der Trafo, 100m weg, explodiert. Das hat
6 Stunden gedauert.
Das Bild zeigt eine Uhr von mir. Elektrischer Aufzug, 6 Stunden
Gang bis zum nächsten Aufzug.
Das nützt dir natürlich gar nichts, wenn der Stromausfall kurz
vor Einschalten des Aufzugus eintritt.
Da gibt es einen großen Unterschied zu Deiner aktuellen Frage: Im günstigsten Fall brauchst Du garkeinen Strom. Wenn während des Netzausfalls aufgezogen werden muß, kennst Du die dafür notwendigen elektrischen Werte.
Ich wollte ja nur wissen, wie man Stützbatterien da integrieren
kann.
Im einfachsten Fall (und wenn du von der Spannungslage etwas Reserve hast, also die 12 V nicht ganz so genau sein müssen) nimmst du zwei (Schottky-)Dioden. Solange die Versorgung aus dem Netz (etwas) mehr Spannung hat als die Batterie, übernimmt deren Diode.
Für nur gelegentliche seltene Ausfälle würde ich mir an deiner Stelle keinen Stress mit Akkus machen. 8 x LR6 liefern 12 V (ganz frisch ein wenig mehr), und halten, wenn sie nicht belastet werden, einige Jahre.
Es gibt auch vergleichbare elegantere Lösungen (mit geringerem Spannungsabfall als bei den Dioden) mit FETs, aber die sind dann etwas aufwändiger.
So bleibt mir nur Zettel und Stift. Täglich Gangabweichung zur
Referenzuhr ermitteln ...
Dafür brauchst du wieder aufwändigere Messtechnik. Hast du die?
Oder meinst du den Standfehler?
Es ist manuell schwierig die Ganggenauigkeit festzustellen.
Meine Referenzuhr (Quarz) macht Sekundensprünge. Die Uhr,
die ich beobachte macht ebenfalls Sekundensprünge.
Allerdings tickt die Referenzuhr recht laut. Mit Auge und
Ohr ist auch eine halbe Sekunde feststellbar.
Vergleich deines Lichtschrankensignals gegen das 1PPS-Signal eines GPS-Signals wäre mehrere Größenordnungen genauer, d.h. du könntest den Gang innerhalb weniger Sekunden bis Minuten bestimmen, je nachdem, wie gut dein Lichtschrankensignal ist, nicht innerhalb von Tagen.
Vergleich deines Lichtschrankensignals gegen das 1PPS-Signal eines
GPS-Signals wäre mehrere Größenordnungen genauer, d.h. du könntest den
Gang innerhalb weniger Sekunden bis Minuten bestimmen, je nachdem, wie
gut dein Lichtschrankensignal ist, nicht innerhalb von Tagen.
Man könnte natürlich auch die Uhr gleich auf dem GPS-Signal laufen lassen, und das Pendel einfach leer vor sich hinpendeln lassen.
Man könnte natürlich auch die Uhr gleich auf dem GPS-Signal laufen
lassen, und das Pendel einfach leer vor sich hinpendeln lassen.
Das ist dann aber keine "mechanische" Herausforderung mehr.
Klar darf eine weitgehend mechanische Uhr dafür auch nicht um Faktor 2 daneben liegen. Aber 1-5% Gangfehler sind mit Sync auf GPS relativ problemlos durch die Elektronik zu kompensieren. Je nachdem wie lange der hier Magnet im Eingriff liegt.
Ist aber soweit ich das sehe nicht Sinn der Sache.
Das Zählwerk (Zifferblatt) hat zwar keinen mechanischen Kontakt zum
Pendel, wird aber mit Lichtschranke und E-Magnet 1/Sekunde weiterbewegt.
(...)
Das Zählwerk (Zifferblatt) hat zwar keinen mechanischen Kontakt zum
Pendel, wird aber mit Lichtschranke und E-Magnet 1/Sekunde weiterbewegt.
??? Bei der normalen Pendeluhr kommt die Energie von Gewicht oder Feder über das Ankerrad zum Pendel. Das Ankerrad treibt also das Pendel an. Wo ist bei deiner Konstruktion das Ankerrad?
Man könnte natürlich auch die Uhr gleich auf dem GPS-Signal laufen
lassen, und das Pendel einfach leer vor sich hinpendeln lassen.
Warum nicht gleich das Pendel oder die ganze Uhr auf einem Bildschirm darstellen? Der OP möchte aber Präzisionsmechanik basteln ...
Wir haben tatsächlich so eine ähnliche Pseudo-Uhr. Hat die Schwiegermutter seinerzeit in Frankreich gekauft, ein Stilexemplar für Liebhaber. Irgendwann ging das Werk nicht mehr. Da hat der Schwiegervater das Werk weggeworfen und durch ein Quarzuhrwerk vom Bastlerversand ersetzt, das Pendel läuft leer mit und die Gewichte hängen unbeweglich an einer Kette.
Meine Frau, die die Uhr geerbt hat: "Jedes Mal, wenn ich die Uhr sehe, tut mir das leid. Mein Vater war hochintelligent, aber irgendwo auch ein Banause."
Die "Notversorgung" könnte ja nur selten nötig sein.
Stinknormale Batterien mit einer blinkenden Led, die Wechsel
anzeigt?
Das ist zweifellos attraktiv: je weniger Bauteile, umso zuverlässiger. Aber die LED muss anfangen zu blinken, solange die Batterien noch voll sind ;) Na gut, ganz grob halb voll sollte mit Alkali zu schaffen sein. Oder man nimmt LiFeS2-Zellen, verzichtet auf die LED und wechselt nach jedem etwas längeren Stromausfall. Das taugt allerdings nicht bei vielen kurzen Stromausfällen. Ohne Stromausfall haben die LiFeS2 nach 20 Jahren noch 85% der Nennkapazität und im Notfall kann man die durch AA von der Tankstelle ersetzen.
Bei beiden Typen müsste die Konstantstromquelle für den Magnet mit z.B. 6 bis 12 Volt funktionieren, oder 12 bis 24 Volt. Konstantstrom, weil der Widerstand der Wicklung temperaturabhängig ist und bei Stromausfall wird es kalt.
Und warum Konstantstrom?
Die Uhr wird durch den Zeitpunkt des An- und Abschaltes des Magneten gesteuert, die genaue Stärke des Feldes dürfte eher unkritisch sein.
Man könnte natürlich auch die Uhr gleich auf dem GPS-Signal laufen
lassen, und das Pendel einfach leer vor sich hinpendeln lassen.
Warum nicht gleich das Pendel oder die ganze Uhr auf einem Bildschirm
darstellen? Der OP möchte aber Präzisionsmechanik basteln ...
Nee. Er will eine Mechanik basteln, die per Elektronik auf Präzision getrimmt wird. Die ganzen Anforderungen an das Ding sind wie auch die Forderung nach einer USV mit fast unbegrenzter Kapazität völlig willkürlich. Macht ja nix, es darf jeder, wie er will.
Aktuell kosten 32kWh Akkus mit 48V weniger als 3k€. Wie viele er für die fast unbegrenzte Kapazität dann braucht, darf der TO selber entscheiden.
Die ganzen Anforderungen an das Ding sind wie auch die
Forderung nach einer USV mit fast unbegrenzter Kapazität völlig
willkürlich. Macht ja nix, es darf jeder, wie er will.
Aktuell kosten 32kWh Akkus mit 48V weniger als 3k€. Wie viele er für die
fast unbegrenzte Kapazität dann braucht, darf der TO selber entscheiden.
Mit 2 Sätzen AA-Zellen in parallel gibt's fast unbegrenzte Kapazität ;)
Das Bild zeigt eine Uhr von mir. Elektrischer Aufzug, 6 Stunden
Gang bis zum nächsten Aufzug.
Das nützt dir natürlich gar nichts, wenn der Stromausfall kurz
vor Einschalten des Aufzuges eintritt.
Und wie wäre es, wenn der Aufzug schon vor "Ende der Fahnenstange", also z.B. nach 5 Stunden eingeschaltet wird?
Dann hättest du noch eine Stunde Gangreserve.
Das Bild zeigt eine Uhr von mir. Elektrischer Aufzug, 6 Stunden
Gang bis zum nächsten Aufzug.
Das nützt dir natürlich gar nichts, wenn der Stromausfall kurz
vor Einschalten des Aufzuges eintritt.
Und wie wäre es, wenn der Aufzug schon vor "Ende der Fahnenstange", also
z.B. nach 5 Stunden eingeschaltet wird?
Dann hättest du noch eine Stunde Gangreserve.
Im Prinzip hast du recht, aber...
Im Boden der Gewichte sind kleine Magnete. Unter der Grundplatte
(2 mm Alu furniert) Reedschalter. Die schalten 3-4 mm, bevor die
Gewichte den Boden berühren. Alles völlig unsichtbar.
Stärkere Magnete haben in einer mechanischen Uhr nichts verloren.
Zur geplanten Uhr: Elektromechanische Pendeluhren wurden von 1820
bis 1950 gebaut, also eigentlich nichts neues.
Der große Vorteil für mich ist, dass ich keine Präzisionszahnräder
brauche. Die könnte ich auch gar nicht herstellen.
Anbei eine Funktionsskizze. Ohne Zählwerk/Zifferblatt.
Warum nicht ein einfacher Permanentmagnet im Pendel?
In der Ruhelage des Pendels wird ein fester Elektromagnet montiert.
Im Elektromagnet wird beim Vorbeiflug des Pendels eine Spannung induziert, die dem Regler mitteilt ob das Pendel zu früh oder zu spät daherkommt.
Der Regler kann dann das Pendel durch einen Strom im Elektromagneten mehr oder weniger stark abstoßen. Da brauchst du keinen Lichtschranken oder komplizierte Mechanik.
Das schöne an meinem Vorschlag ist dass du gar keinen mechanischen Kontakt zum Pendel brauchst. Du brauchst auch keine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Eine einfache Batterie sollte bei reibungsfreiem Aufbau für ein Jahr reichen. Die Batterie muss nur die Reibungsverluste (Luft) nachliefern.
Doch eine fertige Lösung für 1000,-€ kaufen?
Kann ich mir leider nicht leisten.
So teuer sind LiIo Akkus mit Ladegerät nicht. Wenn du sie nur bis 4V lädst, halten sie schön lange. Und wenn du sie großzügig über-dimensionierst, kann ich mir 15 Jahre durchaus vorstellen. Ohne großartige Tricks.
Ich habe hier wenig genutzte Powerbanken, (Bluetooth-)Lautsprecher und ein Handy herum liegen, die über 10 Jahre alt sind und noch gut funktionieren.
Hm...
Wenn du die nach Papua-Neuguinea verkaufen würdest oder zur Navigation im Papyroskanu benötigen wäre Aufwand sinnvoll.
Aber so? Die stehen bei dir zur Zierde rum, das ist auch völlig ok. Das können auch mehrere oder viele sein, auch in Ordnung, jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Du wirst genug Uhren haben um im seltenen Stromausfallsereignis noch ausreichend genau die Zeit zur Verfügung zu haben. Danach einfach neu stellen.
Bau was für kurze Unterbrechungen ein (Akku für 1h), ich habe noch nie mehr als 10min Stromausfall erlebt. Dauert es länger ist die Liebhaberuhr eh ein Randproblem. Und bringt im Fall des weiterlaufens keinerlei Nutzen.
Doch eine fertige Lösung für 1000,-€ kaufen?
Kann ich mir leider nicht leisten.
So teuer sind LiIo Akkus mit Ladegerät nicht. Wenn du sie nur bis 4V
lädst, halten sie schön lange. Und wenn du sie großzügig
über-dimensionierst, kann ich mir 15 Jahre durchaus vorstellen. Ohne
großartige Tricks.
Ich habe hier wenig genutzte Powerbanken, (Bluetooth-)Lautsprecher und
ein Handy herum liegen, die über 10 Jahre alt sind und noch gut
funktionieren.
Der Preis bezog sich nicht auf die Stromversorgung, sondern auf
ein Datenlogger, der den sekundengenauen Gang der Uhr (GPS),
Temperatur und Luftdruck über mind. 1 Jahr aufzeichnet.
Evtl. noch mit seismischen Schwingungsaufnehmer.
Doch eine fertige Lösung für 1000,-€ kaufen?
Kann ich mir leider nicht leisten.
So teuer sind LiIo Akkus mit Ladegerät nicht.
Den Thread vollständig zu lesen überfordert Dich? Die 1000 € beziehen sich auf die Messung der Genauigkeit einer bereits vorhandenen Uhr. Diese ist natürlich nicht Thema dieses Threads, der wurde damit mal wieder sachfremd überschwemmt, wie das auf µC-net sein muß.
Hm...
Wenn du die nach Papua-Neuguinea verkaufen würdest oder zur Navigation
im Papyroskanu benötigen wäre Aufwand sinnvoll.
Aber so? Die stehen bei dir zur Zierde rum, das ist auch völlig ok. Das
können auch mehrere oder viele sein, auch in Ordnung, jedem Tierchen
sein Pläsierchen.
Du wirst genug Uhren haben um im seltenen Stromausfallsereignis noch
ausreichend genau die Zeit zur Verfügung zu haben. Danach einfach neu
stellen.
Bau was für kurze Unterbrechungen ein (Akku für 1h), ich habe noch nie
mehr als 10min Stromausfall erlebt. Dauert es länger ist die
Liebhaberuhr eh ein Randproblem. Und bringt im Fall des weiterlaufens
keinerlei Nutzen.
Da geht es ums Prinzip.
Wenn man im Bereich der Präzisionspendeluhren rumkratzen will, geht
es um Sekundenbruchteile. So bedeutet eine Sekunde im Jahr eine Längen-
änderung am Pendel von einem Millionstel Millimeter.
Da sollte man sich doch nicht alle Messungen von einem blöden
Stromausfall versauen lassen, egal wie wahrscheinlich der wäre, oder
ob der nur 2 Sekunden dauert.
Sekundenpendel (0,5 Hz) , Antrieb über E-Magnet.
Der Magnet ist etwa eine Sekunde bestromt, eine Sekunde nicht.
Die Auslösung erfolgt über Lichtschranken + elektronisches Relais.
Alternativ: Magnet zieht an und fällt in eine Sperrklinke. Ein
zweiter Magnet löst die Klinke.
Man könnte ein mittelgroßes Relais umfunktionieren. Man bekommt nicht nur eine Spule mit vielen Hundert Windungen, sondern auch einen geschlossenen magnetischen Kreis. So eine Mechanik braucht nur für z.B. 0.05s viel Strom. Für den Rest der Sekunde könnte man den Strom reduzieren.
Ich könnte ein Relais spenden, das kurzzeitig 1.7 Watt braucht und danach nur ein Zehntel davon. Eigentlich sollte das schon zu groß sein, vielleicht fängt man mit so einem an (speziell dieses hatte ich wegen der Bilder ausgesucht, aber 1xUM ist auch wichtig, weil kräftiger als 1xEIN)
Da sollte man sich doch nicht alle Messungen von einem blöden
Stromausfall versauen lassen, egal wie wahrscheinlich der wäre, oder
ob der nur 2 Sekunden dauert.
Deswegen schrieb ich ja: puffere 1 oder 2h ab. Für längere Ausfälle kümmere dich lieber um andere Sachen.
Längen-
änderung am Pendel von einem Millionstel Millimeter.
Ab hier wirds albern, Nanometer bei ner Pendellänge...Wie stellst du das denn ein?
Das ist dann in erster Linie Thermostatproblem von wenigen Hundertstel Grad.
Hm...
Wenn du die nach Papua-Neuguinea verkaufen würdest oder zur Navigation
im Papyroskanu benötigen wäre Aufwand sinnvoll.
Aber so? Die stehen bei dir zur Zierde rum, das ist auch völlig ok.
Da sollte man sich doch nicht alle Messungen von einem blöden
Stromausfall versauen lassen, egal wie wahrscheinlich der wäre, oder
ob der nur 2 Sekunden dauert.
Deswegen schrieb ich ja: puffere 1 oder 2h ab. Für längere Ausfälle
kümmere dich lieber um andere Sachen.
Es gibt Kommentare, die niemand braucht!
Akzeptiere Bernds Vogel, Präzisionsmechanik zu bauen:
Ich würde mal behaupten, 99 % aller Unterbrechungen sind im
Bereich unter einer Sekunde (Umschaltvorgänge).
Manchmal schmiert der PC halt ab.
Das könnte man doch schon mit ausreichenden Superkondensatoren
wegpuffern?
Besonders einfach geht das mit einem normalen Schaltnetzteil. Da ist sowieso ein relativ dicker Kondensator drin, der praktisch immer auf 320 Volt aufgeladen ist. Bei Netzausfall kann der bis ca. 100 Volt entladen werden, bevor die Ausgangsspannung kleiner wird. Man kann das gut an der LED von einem Notebook-Netzteil beobachten, wenn man alles absteckt.
Das ist viel effektiver als mit einem SuperCap an 12 Volt, weil die gespeicherte Energie mit dem Quadrat der Spannung zunimmt. Und man bekommt es fast geschenkt, wenn man das Netzteil etwas großzügiger dimensioniert, z.B.
Sich mit den Präzisions-Pendeluhren des Münchner Uhrmachers Riefler zu beschäftigen, ist faszinierend. Mit der Neuentwicklung der Aufhängung, Fehlerkompensation usw. hat der es immerhin geschafft, die genauesten Pendeluhren der Welt herzustellen.
Erst die Quarzuhr von R&S war da genauer...
Im www ist relativ viel darüber zu finden.
Wer wagt den Nachbau ?
Mein erster Gedanke wäre ein NiCd-Akku (Cadmium nicht MH)
In einem kleinen Handstaubsauger überlebten die Zellen eine Dauerladung mit kleinem Strom mehr als 20 Jahre! (Dann hab ich sie erneuert. Vor ca. 10 Jahren. Bisher alles gut.)
(NiCd; =Schwermetall, giftig, nicht gänzlich verboten; z.B. f. Notbeleuchtungen immer noch erhältlich)
Er will eine Mechanik basteln, die per Elektronik auf Präzision
getrimmt wird.
Die Uhr hat ein Pendel, dessen Bewegung durch eine Lichtschranke abgetastet wird. Von einer Rückwirkung auf das Pendel ist nirgendwo die Rede, es gibt also keinen Regelkreis. Folglich bestimmen allein das Pendel und seine Aufhängung den Gang bzw. die Präzision.
Der Preis bezog sich nicht auf die Stromversorgung, sondern auf
ein Datenlogger, der den sekundengenauen Gang der Uhr (GPS),
Temperatur und Luftdruck über mind. 1 Jahr aufzeichnet.
Evtl. noch mit seismischen Schwingungsaufnehmer.
OK. Wenn du nicht so viel Geld ausgeben willst, den genauen Gang der Uhr nachzuweisen, dann tue es nicht. Ich kann der Idee ebenfalls nur wenig abgewinnen.
In einem kleinen Handstaubsauger überlebten die Zellen eine Dauerladung
mit kleinem Strom mehr als 20 Jahre!
Genau das wird für LiFePO4 auch versprochen. In guten Datenblättern findet man die Float Voltage, z.B. 3.50V. OK, praktische Erfahrungen zählen doppelt ;)
Ich finde bemerkenswert, daß der Bernd sich offenbar noch gar nicht selbst zum Thema informiert hat. Wenn er Fragen zu konkreten Lösungsansätzen hätte, könnten wir sicher gut helfen. Doch was hier passiert etweckt bei mir eher den Eindruck, daß er gebratene Tauben vom Himmel erwartet.
ich würde aber erstmal die Uhr bauen und über die Stromversorgung erst
nachdenken, wenn die Anforderungen klar sind.
Das war ja auch eine eher grundsätzliche Frage.
Aber jetzt kann ich schon mal den Platzbedarf einschätzen.
Ein Netzteil muss ohnehin sein. Ich werde ein Fach am unteren Ende
der Uhr vorsehen ( ca. 30cm breit, 15 cm tief, 5 cm hoch).
Da könnte ich alles verstecken.
Mein erster Gedanke wäre ein NiCd-Akku (Cadmium nicht MH)
In einem kleinen Handstaubsauger überlebten die Zellen eine Dauerladung
mit kleinem Strom mehr als 20 Jahre!
Finde ich nicht mehr zeitgemäß, da man raten muß, wieviel Erhaltungsladung benötigt wird. Ich habe einen kleinen Handstaubsauger von 3xNiCd auf eine LiIon umgerüstet, da ist keine Erhaltungsladung nötig.
Auf meiner Prozessorkarte hatte ich 3xNiCd als Puffer für's S-RAM. Das war damals üblich und würde ich aktuell auch nicht mehr machen.
Als Ausfallreserve mit höherem Strombedarf würde ich nach wie vor zu Blei greifen, Panasonic VRLA.
Ein Netzteil muss ohnehin sein. Ich werde ein Fach am unteren Ende
der Uhr vorsehen ( ca. 30cm breit, 15 cm tief, 5 cm hoch).
Da könnte ich alles verstecken.
5 cm hoch ist nicht viel, falls ein Bleiakku in Betracht käme.
Wie alt bist du? Oder lebst du nicht in Deutschland?
Vielleicht hast du ihn einfach nicht mitbekommen.
So grob in Neuss, und alt genug: ja.
Ansonsten macht mir ein Ausfall nicht viel aus, es könnten von mir aus gerne mehr werden. Bemerken würde ich es, stören direkt aber nicht.
Wo wohnst du denn so? Ausser Berlin ist mir nicht viel bekannt in Deutschland wo es immer wieder mal klemmt. Eigentlich bleibt da ansonsten nur der Katastrophenwinter 78/79 in Norddeutschland und 2005 das Münsterland mit den umgekippten Masten.
Plaudere mal ein wenig wo du so ständig mit Stromausfällen zu kämpfen hast. Interessiert mich wirklich.
Der Durchschnitts-Leut und die Art, wie er aus wenigen Erlebnissen auf
statistische Fakten schließt ...
Genau das tue ich eben nicht, sonst hätte ich nicht meine inselfähige Solaranlage. Ich halte das schon für möglich, und dann möchte ich nicht im kalten und dunklen sitzen und zusehen wie meine Vorräte verderben. Nein, ich bin kein prepper, aber einen Monat komme ich hin, auch mit dem Wasser.
Der normale Ausfall dauert aber üblicherweise eben nur wenige Sekunden bis Minuten.
Und die sollte man abfangen, fertig. Es geht um eine selbst zu bauende Pendeluhr, möglichst genau. Wenn man damit 1s/Monat hinbekommt wäre das doch schon sensationell genug und im Fall der Fälle wäre ein Monat verloren.
Auch Mond und Sonne beeinflussen ein Pendel, 1s/Jahr könnte man also erst nach 19 Jahren tatsächlich nachweisen....
edit: um auch was tatsächlich sachliches beizutragen: als erstes solltest du versuchen den Strombedarf deines Antriebs zu minimieren, 1s bestromt/1s aus klingt jetzt nicht sonderlich effektiv. Als Kind hatte ich mal das "endlose Pendel" gebaut, primitiv in etwa mit einer Spule, 1 Transistor und einer Monozelle (genau weiss ich es nicht mehr), das lief mehrere Monate.
Der Großteil der Stromausfälle liegt ja wirklich im Bereich
unter einer Sekunde.
Die Netzteile von PC oder anderen Geräten filtern das weg.
Diese Kurzzeitüberbrückung sollte natürlich bei so einer Uhr
auch gegeben sein.
Langfristige Unterbrechungen sind möglich, aber doch extrem selten.
Ich denke, es ist nicht sinnvoll, für eine nicht lebenswichtige
Anzeige großen Aufwand zu betreiben.
Die Netzteile von PC oder anderen Geräten filtern das weg.
Insbesondere natürlich, weil wir heute an vielen Stellen Weitbereichs-Netzteile haben, die bereits ab 100 V Eingangsspannung funktionieren und deren Ladekondensatoren entsprechend groß dimensioniert sind. Wenn man diese dann mit 230 V betreibt, hat der Ladekondensator demgegenüber die 5fache Energie gespeichert, entsprechend länger kann er den Ausfall überbrücken.
Nun kannst du natürlich einfach auch auf der Kleinspannungsseite noch weiter Ladekondensatoren anbringen, die dann noch Energie speichern. Das wird seine Grenze haben in dem Moment, wo dadurch der Einschaltstrom so groß wird, dass das Netzteil gar nicht mehr gewillt ist hochzufahren, weil es einen Kurzschluss vermutet.
Das erklärt dein Eingangsposting, hättest aber auch eher mitteilen können.
Trotzdem ist das Prinzip nicht stimmig und heutzutage nicht praktikabel.
Relais im Dauerbetrieb brauchen viel Energie, deshalb waren die Relaisschränke immer mollig warm von innen und außen.