Löthilfe als dritte Hand

#8019274
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Jeder der lötet hat wohl dieses 2armige Ding, an dem man mit einem halben Dutzend Schrauben die Position der Lötobjekte mehr oder weniger umständlich justieren muss. Die hier vorgestellte Löthilfe ist zwar nicht meine Idee, aber ich kann sie nur empfehlen. Die eigentlichen Arme sind Halter (meist noch mit Magnetfuss) für Messuhren, preiswert bei den einschlägigen Chinaversendern zu haben. Als Grundplatte habe ich eine gerade vorhandene Messingplatte (200mm x 140mm x 10mm) verwendet. Kann natürlich auch eine ordinäre Eisenplatte sein. Die Platte sollte nicht zu leicht sein und am Unterboden mit kleinen selbstklebenden Silikonfüßchen gegen verrutschen ausgerüstet sein. In die Krokodilklemmen habe ich Schrauben mit Senkkopf eingeklebt, damit der Senkkopf in die Klemme der Arme festgespannt werden kann. Eventuell muss der Senkkopf etwas befeilt werden, damit er straff in die Klemme eingesetzt werden kann.

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#8022140
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Max schrieb:

Die Linse ist praktisch.

Aber alle wichtigen Goodies fehlen da.

Hartmut K. schrieb:

mit einem halben Dutzend Schrauben die Position der Lötobjekte mehr oder weniger umständlich justieren

Hartmut K. schrieb:

Die Platte sollte nicht zu leicht sein

Hartmut K. schrieb:

am Unterboden mit kleinen selbstklebenden Silikonfüßchen gegen verrutschen

Hartmut K. schrieb:

damit der Senkkopf in die Klemme der Arme festgespannt werden kann.

Jörg R. schrieb:

Das Ding ist auch mit Grundplatte nervig.

ackn.

Da ist Hartmuts Lösung imho um Welten brauchbarer.

my2ct (re)

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Gast #8022274
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Jörg R. schrieb:

Nerven tun aber vor allen Dingen die starren Ärmchen

Nöpp. Brille auf. Unten sind die originalen Glasklammern des Mikroskops. Die Krokos für die Platinen sind viel weiter oben und werden mit zwei Doppelkugelgelenke und Flügelschrauben genauestens arretiert, nix Ringo Starr!

@ Meckerziegen - weiter so, meckert, traut Euch und zeigt Fotos.

Kritikannahme und Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg der Profis: Wäscheklammern rutschen bei Hartpapier oder Epoxy und die Krokos sind gegen viel bessere mit Silikongrip austausch- und verbesserbarbar.

Hier dient ein ähnlich umgebautes Mikroskopstativ am Tisch bestens und zwei ausgemusterte Mikrofonständer fürs größere Bühnenzeugs.

#8022280
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Max schrieb:

Jörg R. schrieb:

Nerven tun aber vor allen Dingen die starren Ärmchen

Nöpp. Brille auf. Unten sind die originalen Glasklammern des Mikroskops. Die Krokos für die Platinen sind viel weiter oben und werden mit zwei Doppelkugelgelenke und Flügelschrauben genauestens arretiert, nix Ringo Starr!

Ich hatte bisher schon verschiedene von diesen Teilen, vor allem die mit den kleinen Schwanenhälsen. Murks.

Seit einiger Zeit benutze ich so etwas als Platinenhalter:

https://www.amazon.de/Fixpoint-Platinenhalter-Best%C3%BCcken-Leiterplatten-Platine/dp/B000LB4PWM/ref=sr_1_1_sspa?

Das es gute Selbstbaulösungen gibt ist unumstritten. Bisher hatte ich nur gekauftes Zeugs.

PS: Wir sind hier nicht im Kindergarten.

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#8022311
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Jörg R. schrieb:

Das System habe ich auch, allerdings nicht als Löthilfe. Das benutze ich schon zum messen.

Wie schlägt sich das Original?

Ich hab echt schon sehr angenehm starke Neodym Magnete bei meiner DIY Lösung, ist trotzdem "rutschig".

Das platzieren der Nadeln ist auch immer so ne Sache, starrer Draht als arm für die Spitzen, schön und gut, das Federn die Pogopins ja ab, aber wehe man versucht viele nebeneinander zu platzieren, Geduldsspiel. Häufig drückt man die nebenliegende weg weil man doch an den Arm der bereits platzierten Nadeln kommt.

Vielleicht habe ich auch einfach die falsche Drahtstärke benutzt. 1,5mm² ist wohl zu wabbelig.

#8022319
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Kilo S. schrieb:

Jörg R. schrieb:

Das System habe ich auch, allerdings nicht als Löthilfe. Das benutze ich schon zum messen.

Wie schlägt sich das Original?

Ich hab echt schon sehr angenehm starke Neodym Magnete bei meiner DIY Lösung, ist trotzdem "rutschig".

Das platzieren der Nadeln ist auch immer so ne Sache, starrer Draht als arm für die Spitzen, schön und gut, das Federn die Pogopins ja ab, aber wehe man versucht viele nebeneinander zu platzieren, Geduldsspiel. Häufig drückt man die nebenliegende weg weil man doch an den Arm der bereits platzierten Nadeln kommt.

Das System ist schon recht filigran. Bisher habe ich nur Messungen an DIL-ICs gemacht, mit Multimetern. Da ließen sich die Nadeln gut platzieren. Messungen mit dem Oszi und an SMD steht noch an. Die Magnet zur Aufnahme der Platine halten gut. Insgesamt bin ich bisher zufrieden mit dem System, halte es aber für überteuert.

Abzuwarten bleibt wie gut die Kontaktgabe ist wenn die Nadeln älter werden.

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#8022324
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Jörg R. schrieb:

halte es aber für überteuert.

Das teuerste an meinem Nachbau waren die Füße mit brauchbaren Magneten. (4 Stück bei Norma für 5,99€)

Die Idee ist geil, der Preis nicht.

Jörg R. schrieb:

Abzuwarten bleibt wie gut die Kontaktgabe ist wenn die Nadeln älter werden.

Oder Brechen. Aber so ein Pack mit 100 Stück kostet nicht die Welt.

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Gast #8022329
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Jörg R. schrieb:

Ein neuer Forenclown🤡

Popov war OK. Hier tuts beim Lötständer eine rutschfeste Klemme:

https://www.heise.de/ratgeber/Stabilisierende-Loethilfe-4682168.html

Übrigens gibt heise "make" heraus, eine DIY-Zeitung.

psst! die Ideen dieser heise-Anleitung ist nur für Oberbastler ;)

Und ja nicht die besten Ideen aller Vorschläge hier mischen!

Wem die Hände noch nicht zittern, dem werden sie.

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#8022332
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Max schrieb:

psst!

Ich suche eher eine löthilfe die am besten was vernünftiges an Halterungen/Armen hat um filigrane Testnadeln zu halten, vorzugsweise auch möglichst leicht bei QFN und 0,5mm Pitch frei positionierbar ist ohne Rutschen.

Wo bleibt der Link zu deiner "Profilösung"?

Das Teil sieht eher aus wie ne Mischung aus Spielzeug Kran und Saftpresse.

Da kann ich auch meinen Proxon Bohrständer nehmen und die Platine ordentlich am Koordinatentisch festmachen, Lötkolben Krieg ich da auch in die Halterung. Selbe Funktion, genauere Positionierung, Stabiler.

Max schrieb:

Übrigens gibt heise "make" heraus, eine DIY-Zeitung.

Irgendwelchen "Makern" kannste die Halterung vielleicht als innovatives Teil verkaufen, den meisten hier, inklusive mir, dürfte da nur ein müdes lächeln abzuringen sein.

Außer der offensichtlichen kippgefahr, seh ich da nix interessantes.

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Gast #8022334
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Kilo S. schrieb:

Selbe Funktion, genauere Positionierung, Stabiler.

Das Spielzeug im Eingangslink ist auch schneller umgeworfen als ein Mikroskopfuß. Der heise-Link lieferte eine weitere Idee. Was hast gegen Verbesserungen als eine Kombination aller Welten?

Warum der Milchwollsau nicht die besten Eier klauen? Sack ist brutto!

#8022341
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Bisher ist noch jeder angebliche Erfinder einer eierlegende Wollmilchsau kläglich auf die Fresse gefallen. Die https://www.mikrocontroller.net/attachment/692375/3te_hand.jpg und ihre Ableger sind seit wievielen Jahrzehnten auf dem Markt? Fast jeder hat sie, oft mehrfach, regt sich gerne darüber auf, aber bekommt nichts besseres hin, soweit nicht für einen speziellen Einsatzzweck geplant.

Beitrag #8022391 wurde vom Autor gelöscht.
#8022431
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Jörg R. schrieb:

an denen die oftmals minderwertigen Krokoklemmen angebracht sind.

Das ist für mich das schwerwiegendste Problem an den Dingern. Egal was da noch so dran ist von Lupe bis schwerer Grundplatte. Die Krokoklemmen sind immer der gleiche dünnlblech Schrott.

Ich habe zwar (mangels Leidensdruck) noch nicht danach gesucht, aber gibt es nicht evtl. Krokoklemmen, die sehr hochwertig sind? Manchmal muss man sowas ja ausserhalb der eigenen Fachrichtung suchen.

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Beitrag #8022435 wurde vom Autor gelöscht.
#8022439
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Hartmut K. schrieb:

Die hier vorgestellte Löthilfe ...

Sieh an! Der feine Professor Krösus kann sich eine Messingplatte leisten!

Nein, im Ernst: Das gefällt mir. Vor allem die wilde Klemmung der Krokoklemmen im Schwalbenschwanz für Fühlhebelmeßgeräte.

Das hat mich dazu inspiriert, endlich mal den Klotz mit Löchern™ zu basteln, den ich mir schon lange vorgenommen habe.

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#8022440
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Hans W. schrieb:

Ich finde bemerkenswert, dass deine Kamera mit so großer Distanz zur Platine funktioniert.

Und es wäre ein noch größerer Abstand möglich gewesen. Da ich aber (gleichzeitig) eine Lupe montiert habe und meine Projekte eher nur Platinen in der Größe von max. DIN A4 sind, reicht dieser Rahmen aus 40x20x2mm Stahlprofil. Und, ich habe zwei unterschiedliche Objektive. Anbei mal ein Beispiel (Monitor-Recapping)...

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#8022496
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Bei allen Löthilfen welche die Platine fixieren ist es auch sehr wichtig, dass man sich dazu auch eine einstellbare Handballenauflage bastelt welche das zittern minimiert und somit auch kleinste Sachen gut zu löten macht. Gerade wenn es eng ist, ist eine ruhige Lötspitze wichtig. mfG

#8022828
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Jörg R. schrieb:

Insgesamt bin ich bisher zufrieden mit dem System, halte es aber für überteuert.

Ich habe es auch. Das ist schlicht genial. OK, teuer, aber nicht ueberteuert, wenn man sich den Nutzen ansieht.

Abzuwarten bleibt wie gut die Kontaktgabe ist wenn die Nadeln älter werden.

Habe es schon 2 Jahre und mir gleich Ersatz Pogopins gekauft (gibst fuer Pennys bei Ali), aber noch nie gebraucht.

#8028460
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Coole Idee, danke. Mir war nicht bewußt daß diese Meßuhrarme mit einer zentralen Schraube festgestellt werden können. Hilft wirklich ungemein.

Habe die Arme so modifiziert daß aus der Kugel nur eine kurze M5 Gewindestange heraussteht. Da paßt dann sowohl eine Krokoklemme wie auch der vorherige Klemmmechanismus für die Uhr drauf. Oder was auch immer.

Und als Befestigung einfach ein paar M8 Rampa Muffen in die Arbeitsplatte gebohrt.

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#8029299
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Hartmut K. schrieb:

Die eigentlichen Arme sind Halter (meist noch mit Magnetfuss) für Messuhren ...

Finde ich oberwitzig, dass Du diese Idee gerade jetzt postest. Seit einigen Wochen (Monaten?) gehe ich mit der Idee schwanger diese fürchterlichen "Helping Hands" neu zu erfinden.

Erst vorige Woche kam ich drauf, hydraulische Messuhrständer nachzubauen (= einen Lehrling nachbauen zu lassen).

Dass ich einfach welche bei Temu bestelle, wäre mir nicht in den Sinn gekommen, obwohl ich sogar so einen im Keller liegen haben müsste ...

Danke für den Tritt zur rechten Zeit :)

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