auf meinem Tisch steht ein Revox B126 der ein Philips CDM4 Laufwerk nutzt.
Der wurde von den Vorbesitzern als Defekt übernommen, da der Player keinen einzigen Kratzer hat will ich ihn wiederbeleben.
Nachdem diverse Elkos taub waren habe ich alle davon getauscht, (auch auf dem Laufwerk und ja auch den axialen 33uF der oft Probleme macht) die Steuerung tut wieder was sie soll. Versorgungsspannungen am Laufwerk stimmen.
Grundsätzlich ließt er manche CDs ein, bei den meisten braucht er dafür ewig oder bricht irgendwann ab, das Laufwerk ist also nicht gesund.
Man hört das typische quietschen beim einlesen, das sollten der Focus sein, der Player tut sich damit sichtlich schwer. Auch das Augendiagramm ist nicht scharf sondern stark verjittert, die Amplitude scheint aber ok zu sein weshalb ich denke der Laser selbst hat noch gute Emission. (oder?)
Mir fehlt die Erfahrung mit solchen Geräten, ich vermute mal man müsste den Fokus Offset neu einstellen, wüsste aber nicht warum da etwas verstellt sein sollte? Habt ihr mir Tipps welche Signale ich mir ansehen sollt um den Fehler einzugrenzen? Ohne Erfahrung an den Potis drehen ist sicherlich keine gute Idee. :-)
So ein Laser altert und es kommt mit der Zeit weniger Pegel vom Pickup. Entscheidend ist, ob du die richtigen Messpunkte findest. RF hast du ja schon, stell aber die Zeitbasis mal auf langsamer, damit du den Spurwechsel besser siehst.
Focus Error und Tracking Error mit den passenden Messpunkten einzustellen, sollte klappen, braucht aber ein wenig Erfahrung. Dabei auf grösseren RF Pegel zielen. Wer noch nie am CD Player gemssen hat, könnte Schwierigkeiten haben. Generell sollte man sowohl Focus Error als auch Tracking Error auf kleine Pegel bringen.
Alte CD Player haben dazu zwei Trimmer (Gain und Offset) für Focus und zwei für Tracking.
ich vermute mal man müsste
den Fokus Offset neu einstellen, wüsste aber nicht warum da etwas
verstellt sein sollte?
Die Einstellung verstellt sich bei den meisten Geräten über die 35 Jahre, die dieses Exemplar rund alt ist. Auch in diesem Bereich altern Bauteile.
Wenn der Fokus quietscht, ist das schon mal ein sehr gutes Zeichen.
Nächste Baustelle wäre dann das Tracking. Sind insgesamt die Teile des Laufwerkes gut beweglich beim Schwenkarm? Folienleiter OK?
Da ich als zeitwertgerechte Reparatur bei den allermeisten CD-Playern nach Gefühl und Gehör an den Potis herumgedreht habe, kann ich diese Vorgehenweise nur empfehlen, wenn man das für sich selbst macht und nicht für Kunden. Ansonsten wird es im Service-manual eine Abgleichanleitung geben, die kleine Zusatzschaltungen erfordert, um Signale in die Regelungen einzustreuen. Bis auf den Onkyo DX6550 habe ich alle Player wieder zum einwandfreienn Spielen gebracht, auch manche durch leichte Erhöhung des Laserstroms. Einige hatten das echt nötig. Besagter 6550 spielt durchaus, findet aber vor allem bei den ersten Titeln den Anfang lange nicht.
Die Mittenfrequenz der PLL kann man noch mit relativ wenig Aufwand auf den Normwert einstellen. Bei mir hat das eine DSO einen Frequezzähler integriert. Damit geht das ganz einfach.
Also nur nachmachen, wenn zeitwertgerecht im Vordergrund steht. Ansonsten nach den Anweisungen im SM.
Das ist ja ein Player der zweiten (oder dritten?) Generation, im ganzen Gerät gibt es genau 2 Trimmer, Focus-Offset und Laserstrom. (letzteren lasse ich in Ruhe)
Die Einstellung verstellt sich bei den meisten Geräten über die 35
Jahre, die dieses Exemplar rund alt ist. Auch in diesem Bereich altern
Bauteile. Wenn der Fokus quietscht, ist das schon mal ein sehr gutes Zeichen.
Ich habe mal angehangen wie Revox möchte das man den Focus-Offset abgleicht, bis auf die Philips Test CD Nr.3 kein Problem. Aber ich vermute mal da tut es eine gute gekaufte CD auch?
Ich muss mir nachher etwas basteln wie ich an den Trimmer unter dem Laufwerk komme, habe aber eine Idee. Mal sehen ob er dann wieder läuft.
So ein Laser altert und es kommt mit der Zeit weniger Pegel vom Pickup.
Entscheidend ist, ob du die richtigen Messpunkte findest. RF hast du ja
schon, stell aber die Zeitbasis mal auf langsamer, damit du den
Spurwechsel besser siehst.
Teste ich, danke! Ich denke es könnte sich lohnen das Augendiagramm zu beobachten wenn ich am Fokus-Offset Trimmer drehe oder?
Nächste Baustelle wäre dann das Tracking. Sind insgesamt die Teile des
Laufwerkes gut beweglich beim Schwenkarm? Folienleiter OK?
Schwenkarm ist super leichtgängig wie es sein sollte, Folienleiter hat optisch keinerlei Beschädigungen.
Kein Witz übrigens - Focus Gain habe ich grob oft erstmal nach Gehör eingestellt, und zwar auf leichtes Rauschen aus dem Pickup. Wenn man dabei gleichzeitig die RF beobachtet, bekommt man schnell ein Gefühl für die richtige Einstellung.
Die alten Philps Drives mit Schwenkarm fand ich hervorragend. So schnell hat kein anderes Laufwerk die Spur gefunden.
Also, Focus-Offset ist sehr sehr feinfühlig, ich habe den Abgleich gemacht wie oben im Ausschnitt aus der Serviceanleitung beschrieben. An einem Testpunkt sollen 400mV zu messen sein, ich habe es mit 2 unterschiedlichen (gekauften) CDs versucht, die Spannung ist bei beiden an dem Punkt praktisch gleich sodass ich mich getraut habe dort leicht nachzugleichen.
Der Trimmer stand so das am Testpunkt 550mV zu messen waren, ich habe das jetzt auf die 400mV gebracht, geändert hat sich nichts. Am HF Testpunkt sehe ich nicht wirklich das sich etwas ändert, "schöner" bekomme ich das Eye Pattern nicht hin.
Drehe ich am Trimmer auf einen zu niedrigen Wert, z.B. 200mV, liest er beim wieder hochdrehen die CD dann plötzlich ein.
Focus Offset ist aber nur einer der Parameter. Da gibts z.B. noch Tracking Offset, den man am besten einstellt, indem man den Spurwechsel beobachtet. Da darf nichts überschwingen aber auch nicht schwächeln. Der Spurwechsel erfolgt bei jeder Umdrehung der CD.
Focus Offset ist aber nur einer der Parameter. Da gibts z.B. noch
Tracking Offset, den man am besten einstellt, indem man den Spurwechsel
beobachtet. Da darf nichts überschwingen aber auch nicht schwächeln. Der
Spurwechsel erfolgt bei jeder Umdrehung der CD.
Das Problem ist das das CDM4 schon so "neu" ist das es nur 2 Abgleichmöglichkeiten bietet - Laserstom und Focus-Offset. Mehr Abgleichen lässt sich da scheinbar nicht.
Ich hab mich schon öffters an CD Laufwerken versucht, meistens waren die Gummi Lager defekt oder Kunststoffgehäuse verzogen, also ab in die Tonne.
HolgerR
Drehe ich am Trimmer auf einen zu niedrigen Wert, z.B. 200mV, liest er
beim wieder hochdrehen die CD dann plötzlich ein.
Welche Erkenntnis könnte man daraus ziehen?
Scheinbar bezieht die der im Manual angegebene Wert auf ein neues oder nahezu neues Laufwerk und dessen Abmessungen.
Wenn über die 35 Jahre da etwas mechanisch nachgegeben hatte, weil jemand vergessen hatte, die Schwerkraft währed der Zeit der Nichtnutzung abzustellen, kann es durchaus sein, daß der Wert bei 200 mV der richtige ist. Niemand hat zuvor die Mechanik auf µm vermessen, oder?
Vermutung: Focus offset soll eben nur möglichst genau in die Mitte des notwendigen Einstellbereiches fallen, damit die Linse nach oben und unten weit genug ausfahren kann, wenn es holperig zugeht auf der CD.
Du hast also die optimale Stelle gefunden und von dort aus würde ich Dilettant dann den Focus-gain weiter optimieren, aber dafür gibt es ja kein Poti in dem Gerät.
Wenn die CD eingelesen wird, weshalb dann nicht so lassen? Da sind kein neuer Spindelmotor und keine neuen Bauteile eingebaut außer den paar Elkos im Netzteil.
gibt es genau 2 Trimmer, Focus-Offset und Laserstrom.
Auf der gleichen Seite, die das Poti zum Focus offset zeigt, ist oben angegegben, daß man den Laserstrom mal nachmessen kann und etwa 50 mV über R3106 betragen soll unter der vorgegebenen Messbedingung.
Was dachtest du denn? Da ist keine Spirale wie bei einer Schallplatte.
Äh, und ob da eine ist. Bei CDs, DVDs etc. ist genau das der Fall.
Unterschied zur Schallplatte ist die Abspielrichtung und Rotationsgeschwindigkeit.
Schallplatten werden mit konstanter Drehzahl von außen nach innen abgespielt, CD & Co. werden mit variabler Drehzahl von innen nach außen abgespielt.
Und dabei ist es egal, ob das eine Audio- oder Daten-CD ist, es gibt nur genau eine Spur in Spiralform.
Spindellager (Axiallager, einstellbar) eingelaufen? Das Lager besteht eigentlich nur aus einer Kunststoffschraube, zumindest beim B226. Im ReVox-Forum gab es mal Einen, der dafür Ersatzlager aus Spezialkunststoff gedreht hat.
Richtig, dieses meine ich auch, das ist das Poti für den Laserstrom. Je nach Bauart kann es auch woanders lokalisiert sein, z.B. auf der Platine.
Allerdings zeigt das Foto hier kein Schwenkarmlaufwerk.
Was noch einstellbar ist, ist die mechanische Einstellung der Laserachse. Die hätte auch Auswirkungen auf den Fokus-Offset.
Hat da schon jemand dran herumgeschraubt?
Tatsächlich habe ich bei so einem Arm noch nie einen mechanischen Abgleich machen müssen und weiß auch nicht, wie sich dieses auf das Augendiagramm auswirkt. Es wäre sicherlich eine gute Idee dies mal zu überprüfen, ob der Arm korrekt sitzt. Er könnte sich auch bei einem mechanischen Schock verstellt haben. Problem: dafür benötigt man einen kleinen Spiegel, welcher genau auf die Optik passt und eine Glasscheibe im CD-Format.
Außerdem muss dafür das Laufwerk ausgebaut werden. Eine kleine ESD Einweisung wäre dafür ratsam, da der Laser sehr empfindlich auf ESD reagiert. Ein hochohmig geerdetes Handgelenkband wäre sinnvoll.
Für einige Geräte sind im Manual Patches vorgesehen. Diese sind von der SN abhängig.
Auch das Augendiagramm
ist nicht scharf sondern stark verjittert, die Amplitude scheint aber ok
zu sein weshalb ich denke der Laser selbst hat noch gute Emission.
Ich denke auch das das Ausgangsignal okay ist. Aber was hilft es schon was wir denken? Besorg die das Servicemanual und schau nach wie die Sollwerte sind.
Du koenntest auch mal probieren eine selbstgebrannte anbzuspielen. Die haben einen deutlich kleineren Pegel. Wenn der Player die ueberhaubt erstmal abspielt, dann kannst du sicher sein das es mit einer gepressten erstmal funktionieren muss.
Mir fehlt die Erfahrung mit solchen Geräten, ich vermute mal man müsste
den Fokus Offset neu einstellen, wüsste aber nicht warum da etwas
verstellt sein sollte?
Dann sei auf keinen Fall so doof an irgendwelchen Potis rumzudrehen!
Pruefe mal lieber ob die Mechanik okay ist. Also fett gealtert, verharzt? Dreh mal von Hand an den Zahnraeder fuer den Schlitten oder lasst den ueber dein Labornetzteil laufen, dabei den Strom auf dem Oszi betrachten, ob du krasse Spruenge siehst.
Oder besser, mach gleich alles sauber und fette neu. Pruefe auch mal ob der Motor welche die CD dreht keinen Lagerschaden hat. Achter darauf Fett zu verwenden welches geeignet ist. Also kein Kunststoff angreift und nicht zu zaeh ist. Und nicht alles wie bloed zukleistern!
Scheinbar bezieht die der im Manual angegebene Wert auf ein neues oder
nahezu neues Laufwerk und dessen Abmessungen.
Habe mich da falsch ausgedrückt. Der Player läuft mit verstelltem Focus Offset auch nicht sauber, drehe ich am Poti "fängt" er sich manchmal und nimmt die CD dann doch. Allerdings ist das nur temporär.
Auf der gleichen Seite, die das Poti zum Focus offset zeigt, ist oben
angegegben, daß man den Laserstrom mal nachmessen kann und etwa 50 mV
über R3106 betragen soll unter der vorgegebenen Messbedingung.
Kann ich probieren, ich riskiere damit aber den Laser komplett zu zerstören. Das Problem ist, die 50mV hängen nur indirekt vom Laserstrom ab, es ist ein Strom der durch die Empfängerdiode fließt. Was ich aber machen will, den Strom durch den Laser selbst messen. Das wird ja geregelt, ich sollte so abschätzen können ob der Laser selbst noch genügend Emission hat.
Spindellager (Axiallager, einstellbar) eingelaufen? Das Lager besteht
eigentlich nur aus einer Kunststoffschraube, zumindest beim B226. Im
ReVox-Forum gab es mal Einen, der dafür Ersatzlager aus
Spezialkunststoff gedreht hat.
Das gibt es bei CDM4 nicht, das ist eine "krankheit" vom CDM1.
Was noch einstellbar ist, ist die mechanische Einstellung der
Laserachse. Die hätte auch Auswirkungen auf den Fokus-Offset.
Hat da schon jemand dran herumgeschraubt?
Das kann ich mir auf jeden Fall anschauen, habe ich mir auch überlegt gehabt aber noch keine Idee woher ich die Glas CD bekomme. Früher lag eine Kunststoffscheibe bei Rohlingen bei, habe aber (natürlich) keine Aufgehoben.
Grundsätzlich habe ich keinerlei Spuren gefunden das schonmal jemand an dem Player vor mir gebastelt hat, allerdings, wer weiß wie oft er transportiert wurde ohne Transportsicherung etc. Ist also Denkbar.
Außerdem muss dafür das Laufwerk ausgebaut werden. Eine kleine ESD
Einweisung wäre dafür ratsam, da der Laser sehr empfindlich auf ESD
reagiert. Ein hochohmig geerdetes Handgelenkband wäre sinnvoll.
Keine Sorge, ich arbeite auf einer ESD Matte und habe ein ESD Armband an wenn ich an dem Player arbeiten ausführe. Zum tausch der teilweise defekten Elkos auf dem CDM4 CD-Drive Board muss man den Laser Steckverbinder ziehen, ich habe die Pins des Flex-Kabels mit einem Stück Alufolie und einer Briefklammer kurzgeschlossen um genau davor zu schützen. Aber der Hinweis ist natürlich absolut berechtig!
Du koenntest auch mal probieren eine selbstgebrannte anbzuspielen. Die
haben einen deutlich kleineren Pegel. Wenn der Player die ueberhaubt
erstmal abspielt, dann kannst du sicher sein das es mit einer gepressten
erstmal funktionieren muss.
Er nimmt ja auch gekaufte CDs nur mit sehr viel glück, CD-RW, ich sehe da fast keine Chance.
Pruefe mal lieber ob die Mechanik okay ist. Also fett gealtert,
verharzt? Dreh mal von Hand an den Zahnraeder fuer den Schlitten oder
lasst den ueber dein Labornetzteil laufen, dabei den Strom auf dem Oszi
betrachten, ob du krasse Spruenge siehst.
Oder besser, mach gleich alles sauber und fette neu. Pruefe auch mal ob
der Motor welche die CD dreht keinen Lagerschaden hat. Achter darauf
Fett zu verwenden welches geeignet ist. Also kein Kunststoff angreift
und nicht zu zaeh ist. Und nicht alles wie bloed zukleistern!
Das CDM4 ist alt, das hat nichts mit den späteren Vollplastik Laufwerken zu tun. Es gibt keine Schlitten, der Laser wird per Linearmotor bewegt, wenn ich mich richtig erinnere läuft der Laser auf einem Rubinlager. Das teil ist leichtgängig, ich kann den Laser anpusten und er dreht sich sauber, benötigt also wenig kraft ihn zu bewegen. Da ist auch meines Wissens nach nichts zu fetten. Bezüglich dem Motor der die CD Dreht, das ist schwer herauszufinden. Was ich sagen kann, die CD läuft sauber und "eiert" nicht. Ich höre keinerlei Schleif oder andere Störgeräusche. Aus meiner Sicht ist der Motor nicht Schuld.
Ich kann mir in den Nächsten 1-2 Wochen einen Laser Leistungsmesser ausleihen, ein Leader LPM-8000. In Verbindung mit dem Laserstrom der durch die Diode fließt sollte ich damit abschätzen können ob der Laser am Ende ist, ich vermute fast das ist das Problem. Falls sich das bestätigt Suche ich einen guten gebrauchten CDM4 Laser. Melde mich.