Zugkraft erzeugen Alternative zum "Eimer Wasser"

#8023104
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Hallo,

um einen Gegenstand für etwa 1h mit einer in dieser Zeit wechselnden Zugkraft von erwa 10N bis 150N zu beaufschlagen, suche ich eine mechanische Vorrichtung. Im einfachsten Fall wären das bis zu 2 Eimer Wasser über Umlenkrolle. Ich würde hier gerne ein wasserloses System nutzen und es muss elektrusch, also über Schalter oder Poti in groben Stufen (1..2N) regelbar sein. Eine Verringerung der Zugspannung muss auch möglich sein. Mein Gefühl sagt mir, dass es schon eine mechanische Lösung für ein ähnliches Problem bereits gibt, die ich hier übernehmen könnte oder als Vorbild nehmen könnte. In Sportstudios gibt es ja elektronisch einstellbare Fitnessgeräte z.B..

Vielleicht habt ihr eine Idee.

Grüße Marco / Hochfrequenz

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#8023116
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Marco S. schrieb:

in dieser Zeit wechselnden Zugkraft von erwa 10N bis 150N zu beaufschlagen, suche ich eine mechanische Vorrichtung. Im einfachsten Fall wären das bis zu 2 Eimer Wasser über Umlenkrolle.

Zwei Wassereimer alleine bewerkstelligen da auch nicht viel, da braucht es mehr. Insb. wenn da etwas gesteuert/geregelt werden soll. Mittels passenden Motor, der Stillstand unter Last verträgt und einer einstellbaren Stromquelle kannst Du alles trocken durchspielen.

#8023134
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Dehnung bei 15kg Wasser ungefähr 5mm..8mm. Die Ausgangslänge ist nicht exakt.

Grobe Stufen reichen. Heisst Start mit 1N , dann auf 2N und so weiter erhöhen, Ende spätestens bei 150N. Die Einhaltung der Kraft ist wichtig. Ob das zu längende Teil dann 5 oder 6mmm lang wird ist zweitrangig. Im Prinzip könnte man gedanklich immer eine Tafel Schokolade drauf legen oder runternehmen.

Grüße Marco

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#8023153
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Ein DC Getriebemotor (z.B. Pollin) dreht eine Gewindespindel mit Mutter. Die spannt ein Seil zum Gegenstand. Das Ganze ist mittels Feder elastisch am Fixpunkt befestigt. Wenn die Zugkraft nicht nur mittels Federwaage gemessen, sondern geregelt werden soll, entweder am Fixpunkt eine Wägezelle einsetzen, oder den Federweg (~Zugkraft) mittels Schiebepoti abnehmen und dem Motor automatisch nachregeln. (Prinzip wie in einem Modellbauservo)

(Firma: ;-) gibt es auch) #8023155
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Es fehlt die essentielle Angabe über den zurückzulegenden Weg deiner Anordnung. Im Grunde ist es einfach. Nimm einen Stepper, koppele diesen an eine Trapezspindel. Daran einen Kraftsensor und der Rest ist Regelungstechnik. Jede Materialzugprüfmaschine arbeite so.

(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #8023226
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Hallo zusammen,

Ralf X. schrieb:

Marcel V. schrieb:

Schrittmotoren können in kleinen Schritten vorwärts und rückwärts gesteuert werden. Eine Schnecke auf den Wellenzapfen treibt ein großes Schneckenrad mit einem kleinen Seilwindendurchmesser an.

Schrittmotoren sollen vorgegebene Schritte ausführen. Der TE möchte gerne steuerbare Drehmomente, wenn ich ihn richtig verstanden habe.

Beides richtig. Wenn man einen Schrittmotor mit Encoder und einen geeigneten Controller [1] nimmt, kann man das ganze auf Drehmoment regeln. In Verbindung mit einer passenden Seilscheibe ergibt sich daraus eine Zugkraft.

Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann

[1] http://mechapro.de/pdf/DDS1_Flyer_DE.pdf

#8023238
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Thorsten O. schrieb:

Ralf X. schrieb:

Marcel V. schrieb:

Schrittmotoren können in kleinen Schritten vorwärts und rückwärts gesteuert werden. Eine Schnecke auf den Wellenzapfen treibt ein großes Schneckenrad mit einem kleinen Seilwindendurchmesser an.

Schrittmotoren sollen vorgegebene Schritte ausführen. Der TE möchte gerne steuerbare Drehmomente, wenn ich ihn richtig verstanden habe.

Beides richtig. Wenn man einen Schrittmotor mit Encoder und einen geeigneten Controller [1] nimmt, kann man das ganze auf Drehmoment regeln. In Verbindung mit einer passenden Seilscheibe ergibt sich daraus eine Zugkraft.

Der TO will 150N Zugkraft. Bei einer Seilscheibe braucht man da schon ordentlich Drehmoment. Zusätzlich darf das Seil sich nicht mehrlagig aufwickeln, sonst stimmt eine fixe Umrechnung Zugkraft/Drehmoment nicht mehr. Die tatsächliche Zugkraft zu messen dürfte die Regelung einfacher machen und bietet mehr mechanische Konstruktionsfreiheit (Zugspindel, mehrlagige Seilscheibe, Getriebe).

#8023263
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Hier ist der Fragesteller: Es muss die Zugkraft in 1N -Schritten eingestellt werden. Die dabei entstehende Längung kann zur Regelung nicht herangezogen werden.Sie liegt typischerweise zwischen 4 und 8mm und wird z.a. vom Durchmesser, Form des Gegenstandes beeinflusst.

Die Lösung sollte möglichst automatisiert sein. Zugkraft steigern, dann wieder etwas entlasten, dann wieder steigern. Sehr simpel wäre ein Wasserkanister mit Füllstandssensor. Durch zu und abpumpen würde das Gewicht geregelt. Ich vetmute aber dass ich da wg. Unschärfe des Sensors gröbere Schritte als 1N habe. Diese Funktion muss doch auch ohne Wasser/Flüssigkeit herstellbar sein. Eine Lösung ohne 100 Versuchsreihen oder Servomotor. Halt wie man so was 1960 als automatischen Ablauf gebaut jätte. a la MC Gyver :=)

PS: Servomotor schaue ich mir an, halte das aber für sehr anspruchsvoll..

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Beitrag #8023264 wurde vom Autor gelöscht.
#8023272
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Marco S. schrieb:

Es muss die Zugkraft in 1N -Schritten eingestellt werden. Die dabei entstehende Längung kann zur Regelung nicht herangezogen werden.Sie liegt typischerweise zwischen 4 und 8mm und wird z.a. vom Durchmesser, Form des Gegenstandes beeinflusst.

Lese dir die Ideen doch mal in Ruhe durch. Du musst die Zugkraft irgendwie bestimmen. Und du musst ziehen. Das sind die zwei Teilaufgaben. Zugkraft bestimmen kannst du durch Schwerkraft (Eimer/Wasser/Umlenkung/Volumenbestimmung). oder durch Eine Kraftmessdose oder durch Messung der Längung einer Feder und Kenntnis der Federkonstante. oder durch Messung/Vorgabe des Stroms in einem Motor und Umrechnung des Drehmoments auf Zugkraft.

Das ist halt alles nicht ganz trivial.

Deine geforderte Auflösung von 1:150N macht das auch nicht einfacher. Denn das fordert schon eine ordentliche Genauigkeit. Welchen Fehler lässt du denn beim Wert von 1N zu? Wenn das eine Newton z.B. einen max. Fehler von 10% haben soll. dann muss die Bestimmung zumindest in dem Bereich einen max. Fehler von 1/1500 haben, also mx. 0,66 Promille vom Maximalwert.

#8023275
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wegen Nachfrage: Fehlertoleranz +/- 1N.

Steuerung um Servomotor auf Strecke zu verfahren schaffe ich. Motor ansteuern um über Stromfluss definierte Kraft zu erzeugen bekomme ich nicht hin.

Kraftmessdosen stelle ich mir auch nicht einfach vor und das wäre dann noch in minimale Bewegungen umzusetzen.

Daher gefällt mir das motorische verfahren eines Laufgewichts.

Marco

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(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #8023285
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Hallo Udo,

Udo S. schrieb:

Thorsten O. schrieb:

Ralf X. schrieb: Beides richtig. Wenn man einen Schrittmotor mit Encoder und einen geeigneten Controller [1] nimmt, kann man das ganze auf Drehmoment regeln. In Verbindung mit einer passenden Seilscheibe ergibt sich daraus eine Zugkraft.

Der TO will 150N Zugkraft. Bei einer Seilscheibe braucht man da schon ordentlich Drehmoment. Zusätzlich darf das Seil sich nicht mehrlagig aufwickeln, sonst stimmt eine fixe Umrechnung Zugkraft/Drehmoment nicht mehr.

Ja, und? Bei einer Seilscheibe mit r=50mm sind das 7,5Nm. Macht man die Scheibe kleiner, reduziert sich auch das Drehmoment entsprechend. Niemand hat gesagt, dass das mit einem Nema17 Motor aus der Grabbelkiste zu machen ist. Mit einem Nema34 Motor geht das durchaus.

Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann

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