Instandsetzung Remington PR1350 oder geplante Obsoleszenz mal Wieder

OP #8026121
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Guten Morgen zusammen,

ich komme zwar eher aus der Softwarefraktion, habe aber "einst" ein technisches Gymnasium besucht und dort zumindest die Elektronik Basics beigebogen bekommen

Ich benutze seit vielen Jahren Rasierapparate des Typs Remington PR1350 Normalerweise hielten die Dinger so ca. 4 Jahre (dann waren die Messer stumpf und der Akku hat aufgegeben - leider sind Ersatzmessersaetze teurer als eine Neubeschaffung - Dies hat dann zur Entsorgung gefuehrt)

Jetzt hatte ich binnen kurzer Zeit (gerade mal ueber die 2 Jahre) 2 Ausfaelle (Keine Ladeanzeige und auch keine Ladung des Akkus) OK, da man den Akku zur Entsorgung entnehmen soll, ist im Handbuch auch das Zerlegen des Rasierapparates beschrieben - geht weitgehend zerstoerungsfrei

OK, also zerlegt - oh, da haengt ein Bauteil frei (mit gebrochenem Anschlussbeinchen) - aha, was soll das? Die Stelle wird beim Ein-/Ausstecken der Spannungsversorgung (Netzteil) mechanisch immer etwas belastet Dies, verbunden mit der Unart, das Bauteil mit Heisskleber am Akku festzulegen fuehrt schlussendlich zum Bruch des/der Anschlussbeinchen

Die Instandsetzung erwies sich als einfach - Beinchen wieder verloeten - gut is - (Die Aufladung des Akkus funktioniert wieder - auch die Lade-LED ist wieder gruen - Ladezeit bis Volladung ist wieder normal - ca. 4-5h)

Es stellen sich jetzt ein paar Fragen: i) Was soll das? (geplante Obsoleszenz?)

ii) Was, zum Teufel, ist das fuer ein Bauteil? Die Markierung auf der Platine zeigt und sagt NTC Pardon, wenig glaubhaft - ohne Ladespannungsversorgung ist das Ding hochohmig, bei anliegender Versorgungsspannung (5V) messe ich 0,714V Also eher eine Diode, oder? Beschriftet ist das Teil nicht - es ist ein kleiner Glaskoerper mit schwarzem Strich in der Mitte(sic!) - bei einer Diode haette ich den Strich an einem Ende erwartet Vielleich kann mich ja jemand aufklaeren, damit ich nicht "Dumm sterbe"

Ansonsten, vielleicht hilft die Beschreibung denjenigen, die solche Rasierapparate verwenden

Viele Gruesse aus dem Sueden der Republik

Udo

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Gast #8026123
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Udo Edwin F. schrieb:

Die Markierung auf der Platine zeigt und sagt NTC Pardon, wenig glaubhaft - ohne Ladespannungsversorgung ist das Ding hochohmig, bei anliegender Versorgungsspannung (5V) messe ich 0,714V Also eher eine Diode, oder? Beschriftet ist das Teil nicht - es ist ein kleiner Glaskoerper mit schwarzem Strich in der Mitte(sic!) - bei einer Diode haette ich den Strich an einem Ende erwartet

NTCs in DO-35 oder DO-41 sind nichts ungewöhnliches. Und deine "Messung" ist einfach Murks.

OP #8026132
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Hallo hhinz,

hmmm, ich schaetze deine Fachkompetenz - in Sachen Bauteile, duerften nur wenige ueber einen derartigen Wissensschatz verfuegen

Sei aber bitte so gut und gestatte Anderen, nur ueber begrenzte Kompetenzen zu verfuegen - Danke

Es waere freundlicher gewesen statt einfach "Murks" auszuwerfen, zu sagen, was sinnvoll waere

Dass NTCs in diesen Bauformen auftreten, war mir, nur zum Beispiel, nicht bekannt

Udo

#8026138
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zu den Bildern (an den TO):

Was ist der Unterschied zwischen "pic2" und "pic3"? Was genau kann man dort mehr oder anders sehen, was bei der Fehlersuche helfen könnte?

fachlich:

Udo Edwin F. schrieb:

(gerade mal ueber die 2 Jahre) 2 Ausfaelle i) Was soll das? (geplante Obsoleszenz?)

das das irgendwie "geplant" ist, ist eher unwahrscheinlich. Du musst nicht jeden Begriff aufgreifen, den das Internet dir hinwirft.

Akkus haben keine unendliche Lade-Zyklen. Obwohl LiFePo deutlich höhere Zyklenanzahl als normale LiIon Zellen haben soll, kann es dennoch sein, dass:

a) der Lieferant der Zellen unangekündigt absichtlich oder unabsichtlich Schrott geliefert hat b) Die Lade-Elektronik der Zellen im Gerät selbst schlecht ist und die Zellen zerquält.

Ausserdem kann dein Motor, oder die Scherblatt-Mechanik hoffnungslos verschmutzt sein, und nicht mehr geschmeidig gleiten.

Fazit: 0. miss die Stromaufnahme des Motors, wenn der über ein Labornezteil gespeist wird, und mach dir einen Reim drauf.

  1. Löte die Zellen aus, miss deren Innenwiderstand und Ladekapazität. Vermutlich taugen die nur noch, um eine LED Grableuchte zu betreiben.

  2. Besorge dir neue hochstromfähige Zellen, löte diese ein, und nutze deinen Raiserer wieder wie gewohnt.

: Bearbeitet durch User
#8026140
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Udo Edwin F. schrieb:

was hast du zu bemaengeln?

Einerseits: Aus irgendeinem Grund sind die Bilder im Hochformat, aber auf jedem davon liegt das Objekt QUER, d.h. nutzt so wenig Bildfläche wie möglich.

Andererseits: Nichts von dem, was Du ausführlich in Prosa beschreibst, ist auf diesen Bildern zu erkennen. Das eine, auf dem man den kompletten Rasierer zeigt, zeigt vor allem 95 % anderer Dinge, und die beiden anderen Bilder zeigen jetzt auch nicht allzu viel, was über die Beschriftung des Akus hinausgeht.

Man könnte vermuten, daß der weiße Klecks in der Bildmitte den NTC zeigen soll, aber Details sind nicht erkennbar, weil dazu das Bild rund um diesen NTC etwa 98% anderen, irrelevanten Kram enthält.

OP #8026194
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Hallo Harald,

ich bitte um Vergebung und gelobe Besserung Ich bin, leider, kein geuebter Fotograf

OK, PIC2 und PIC3 zeigen die gebrochenen Anschlussbeinchen (pardon, aber bei mir ist es erkennbar) Vermutlich muss ich tatsaechlich mit Vergroesserung deutlich naeher ran

Warum die Bild im Hochformat dargestellt werden - hmmm, gerade ausprobiert (wenn ich Querformat will, muss ich auch mit dem Smarty quer fotografieren) Na ja, ich bin ja noch lernfaehig

Auf alle Faelle, Danke fuer die Hinweise - ich werde mich daran halten

Udo

OP #8026202
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Hallo wegstabenverbuchler,

nichts fuer ungut

Hmmm, es gibt etwas das heisst Standzeit - Die sehe ich bei derartigen Geraetschaften, einfach durch die mechanische Abnutzung bei ca. 4-5 Jahren Das deckt sich auch mit der Realitaet Ein Ersatz der Scherkoepfe ist wirtschaftlich unsinnig (Messersatz - ca. 36EUR, Neugeraet ca. 40 EUR)

Das andere ist eine mechanisch unglueckliche Konstruktion, die den bedrahteten Widerstand mechanisch belastet (Danke hhinz - ich gehe jetzt von einem Widerstand aus) Das fuehrt, wie wir hier beispielhaft sehen, zu zusaetzlicher mechanischer Belastung des Bauteils (die Brueche liegen immer in den 90Grad Winkeln)

Pardon, aber das sehe ich als besagte "geplante Obsoleszenz" an, denn das zusaetzliche Festlegen des Widerstandes mittels Heisskleber verhindert das sich das Bauteil mit der anderen Mimik bewegen kann und somit zusaetzliche Kraefte auf die Bauteilanschluesse wirken; Und von alleine hat sich der Widerstand nicht an den Akku geklebt

Die Zelle und die Ladeelektronik hat bislang auch immer bis zum Ende der Standzeit gehalten

Der Schluss war, dass ein mechanisches Problem ein Elektronisches ausloest - das bei den allermeisten Nutzern zur Entsorgung des Geraetes fuehrt Wenn das Ding nicht mehr funktioniert, werden wohl die wenigsten es zerlegen, sondern direkt entsorgen und Ersatz beschaffen (damit sind wir wieder am Anfang)

Viele Gruesse

Udo

#8026221
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Udo Edwin F. schrieb:

Pardon, aber das sehe ich als besagte "geplante Obsoleszenz" an,

ich stosse mich etwas an den Begriff "geplant".

Sicherlich sind Kostenentscheidungen die treibende Kraft: lieber einen Tups Kleber dran kleckern, anstelle eine teurere mechanische Klammer zu konstruieren. Dass dann die preiswertere Lösung auch gerne mal weniger lang überlebt, ist eine natürliche Folge.

Die Kundschaft möchte halt nicht 2 EUR mehr bezahlen, wenn es das Vergleichsmodell vom Mitbewerber für 2 EUR weniger gibt.

Naja, ist halt schon irgendie "geplant": Nämlich möglich kostengünstig zu produzieren, und nicht möglichst langlebig.

: Bearbeitet durch User
#8026244
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Wegstaben V. schrieb:

Besorge dir neue hochstromfähige Zellen, löte diese ein, und nutze deinen Raiserer wieder wie gewohnt.

Das ist, fachlich gesehen, auch Quatsch! Im Bild ist ganz Klar eine mit LIFEPO4 beschriftete Zelle zu sehen. Noch nicht mal im weit verbreiteten 18650-Format. Diese Zellen sollten deutlich länger als nur zwei odrr vier Jahre durchhalten. Ich gehe auch mal davon aus, dass der Rasierer "eigentlich" nicht täglich geladen werden müsste, aber wegen der praktischen Aufbewahrung in der Ladeschale totgekocht bzw -geladen wird.

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