heute, Mi 25.3. ab 21 Uhr öffnet sich für 1 h ein Launchfenster für den 2. Startversuch von Isar Aerospace. Auf Grund schlechten Wetters in Norwegen wurde der Start von Mo auf diese Woche Mi verschoben.
Laut "Spiegel" soll da wohl ein Boot unterwegs gewesen sein, wo kein Boot hätte unterwegs sein dürfen. Allerdings war das schon 20 Minuten vor dem Abbruch.
Mich wundert, dass der Start so weit weg vom Äquator stattfinden soll. Schon Jules Verne ließ sein Geschoss zum Mond in Florida starten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Von_der_Erde_zum_Mond
"Als geeigneter Standort für die Kanone wird der Bundesstaat Florida ausgemacht, da dieser relativ nahe am Äquator liegt."
Damit erhält die Rakete eine Unterstützung durch die Erdrotation.
auf Grund der Verzögerung durch das "Boot" in der Sicherheitszone hat sich die Temperatur des Treibstoffs unerwartet erhöht. Da die Ursache in der Kürze der Zeit nicht behoben werden konnte, wurde der Start abgebrochen.
"As a result of the delay, the vehicle encountered an increase in engine fuel temperature, which could not be addressed within the shortened countdown and hence forced the abort of the mission."
Das spielt keine Rolle, wenn es eine polare Bahn werden soll. Ich finde
aber nicht viel über die Planung dieses Fluges.
Dazu wird am Beginn des Livestreams https://www.youtube.com/live/MsbZj8PxmUk ab 8:45 gesagt, dass es ein sonnensynchroner Orbit ist. Was bedeutet, dass der Satellit jeweils zu einer bestimmten lokalen Zeit über dem gleichen Ort ist.
Isar Aerospace hat gerade erfolgreich mit einer Spectrum-Rakete eine Last in den Orbit (ca. 500 km hoch) gebracht. Damit ist Dtld. jetzt (auch offiziell) Raumfahrtnation.
Hab mal g'schaut, wo die Geburtsorte der 'deutschen' Raumfahrtpioniere heute liegen:
Wernher von Braun, Wirsitz in Posen, heute: Polen
Hermann Oberth, Hermannsstadt, heute Rumänien
Eugen Sänger, Preßnitz, heute Tschechei
Abgesehen davon das man die "Ursache" für die rasante Entwicklung und staatliche Förderung der Raketenentwicklung im 20. Jhrhundert auf deutschen Gebiet im "Vertrag von Versailles" sehen kann, der viele anderen Forschungsgebiete wie Aufbau einer Flugzeugflotte als Luftstreitkräfte ausdrücklich verbot.
Ist aber wurscht, es freut auch die (neutralen) Schweizer:
Naja muss man zugute halten, daß es immer einfacher wird, solche Raketen zu bauen, die entsprechend hohe Flugleistungen erreichen. Da hat man als Späteinsteiger Vorteile, auch wenn Musk und Bezos schon lernen mussten, daß es eben doch nicht ganz so einfach ist. Aber selbst so ein Feuerwerk wie bei der New Glenn ruiniert die heute eben nicht mehr, früher hat das die staatlichen Akteure viel mehr gekostet.
Naja muss man zugute halten, daß es immer einfacher wird, solche Raketen
zu bauen, die entsprechend hohe Flugleistungen erreichen. Da hat man als
Späteinsteiger Vorteile,
Isar Aerospace hat nicht "einfach" ein bestehendes Konzept kopiert. Sie nutzen, anders als andere, z.B. flüssigen Sauerstoff und Propan als Raketenantrieb und die Raketenhülle ist aus Carbon ohne Zwischenlage. Die Entwicklung war sicher nicht einfach. Zusätzlich muss die Herstellung serientauglich (ca. 40 Raketen pro Jahr) sein. Die anderen Hersteller werden ihr Know-How der Konkurrenz auch nicht auf dem Silbertablett servieren.
Ein bisschen lang her. Wenn es um wilde private Raketengeschichten in Deutschland oder mit deutscher Beteiligung geht gibt es auch nach '45 einige Schoten. Zum Beispiel
Gerhard Zucker (https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Zucker) der neben vermutlichen Fake-Starts von Postraketen auch dabei unfreiwillig "half" dass in den 60ern private Raketenstarts in Deutschland verboten wurden.
Oder Berthold Seliger, der Raketen in seiner Moped-Werkstatt baute und Mitte der 60er über Nacht verschwand. Mitsamt seiner Ausstellungsrakete.