Der Bundestag hat ja heute Maßnahmen wegen hoher Spritpreise (reguliertes Modell) beschlossen. Nun wäre es aus mathematischer (natürlich auch aus wirtschaftlicher) Sicht sinnvoll, die Auswirkungen zu betrachten. Anbei ein kleines Modell mit zwei Szenarien.
Szenario 1 (dynamisch)
Tagesschwankungen mit Maxima zu den zwei Stoßzeiten sowie Schließzeiten zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr.
Szenario 2 (reguliert)
Eine Preiserhöhung um 12:00 Uhr, linearer Abfall nach der Preiserhöhung und Plateaupreise während der Stoßzeiten.
Bei diesem Vergleich steigt mit der heute beschlossenen Maßnahme der Spritpreis im Mittel an und kurz vor 12:00 Uhr versammeln sich alle an der Tankstelle.
Zugegeben, ein sehr sehr einfaches Modell welche jedoch gerne diskutiert, angepaßt und erweitert werden darf.
Bei diesem Vergleich steigt mit der heute beschlossenen Maßnahme der
Spritpreis im Mittel an und kurz vor 12:00 Uhr versammeln sich alle an
der Tankstelle.
Ich halte die heute beschlossene Maßnahme auch für nicht durchdacht. Das wird nach hinten los gehen.
Allerdings: was soll die Politik hier auch großartig anders machen? Ein Preisoberdeckel ist ja Sozialismus und mit den wirklich effektiven Ansätzen (sich von Öl, Gas und kriegsgeilen Autokraten unabhängig zu machen) gewinnst du momentan keinen Blumentopf.
Allerdings: was soll die Politik hier auch großartig anders machen?
Sie sollen es machen wie in Australien, der Preis muss bis Mitternacht für den ganzen nächsten Tag festgelegt werden und darf im Laufe des Tages nicht verändert werden.
Der Denkansatz mit dem 12:00-Höchst-Preis ist ja eigenartig.
Muss man jetzt bis 5 vor 12 mit dem Tanken warten, weil da der Preis wohl am niedrigsten ist und um 5 nach 12 eher nur ansteigen wird?
Oder hängt ab 11:00 an der Tanke ein Schild "Wegen techn. Ursachen geschlossen"?
Der Preispoker der Mineralölgesellschafte bleibt, es ändern sich nur die Regeln und eine neue Behörde zur Überwachung kommt dazu.
Ich finde den Denkansatz mit dem Spritpreissimulator dahingehend interessant, dass man daraus eventuell eine Spritpreis-App basteln kann, so wie es auch eine Wetter-App gibt! Dass man quasi am Montag schon weiß, an welchem Wochentag der Spritpreis besonders günstig ist.
für den ganzen nächsten Tag festgelegt werden und darf im Laufe des
Tages nicht verändert werden.
Das würd ich sogar noch erweitern: Der Preis wird für den ganzen Tank festgelegt und bleibt bis die 30000 Liter aus der Erde weg sind.
So wie es jeder Heizöltanker auch machen muss.
Klappt das nicht, darf reduziert werden.
Ist doch woanders auch so: der Einkauf plus Marge bestimmt den Verkaufspreis, bis das Lager leer ist. Geht's nicht weg wird reduziert.
Mich würde ja das Modell interessieren, das den heutigen Verlauf an dieser Tankstelle beschreibt. Das ist eine freie Tankstelle auf dem Dorf mit selten mehr als einem Auto gleichzeitig.
Ist doch woanders auch so: der Einkauf plus Marge bestimmt den
Verkaufspreis, bis das Lager leer ist.
Unsinn. Ob ein Gemälde oder eine Spritze, die von Krebs heilt: Da macht der Nutzen für den Käufer, mit Relation von Nachfrage und Angebot den Preis. Wie wäre es denn mit selbst entwickelter Software? Einkaufpreis Null und jetzt? Und wenn ich eine Ware in der Hand habe, die extrem begehrt ist, ich aber mal total billig bekommen habe, soll ich sie echt so billig wieder verkaufen? Ne, da komme ich nicht mit.
Ja, dann soll deine Tanke mal probieren, ob sie ihren Scheiß für 4,99 los wird.
Klappt nicht? Oh, das' aber Pech.
Oder sie ist eben die einzige Tanke im Umkreis von 400 km, dann mag das gehen.
Ja, dann soll deine Tanke mal probieren, ob sie ihren Scheiß für 4,99
los wird.
Klappt nicht? Oh, das' aber Pech.
Oder sie ist eben die einzige Tanke im Umkreis von 400 km, dann mag das
gehen.
Genau das machen die! Nur nicht so krass überzeichnet wie du sagst. Warum sonst ist der Sprit an der Autobahn so viel teurer?
Warum sonst ist der Sprit an der Autobahn so viel teurer?
Weil es genug Spacken gibt die das blechen nur um fünf Minuten schneller am Ziel zu sein.
Und die Aussendienstler wo die Firma blecht, kann den Seppeln ja egal sein. Aber wenn die Minderleister dann nicht den Umsatz bringen um den Sprit abzudrücken ist schnell Feieramd mit der Firmentankkarte.
Und das bedeutet nur, daß die Tanke zu keinem Öl-Konzern gehört. Eine Firmenzentrale gibt es aber bestimmt. Und i.d.R. findet dort die Preisbildung statt incl. Live-Übermittlung an die angeschlossenen Tankstellen.
In Österreich mit der 3x pro Woche wird das so wie beschrieben ablaufen. Wenn er am Montag den Sprit zum Tagespreis eingekauft hat, setzt er den Preis passend dazu. Bekommt er am Dienstag den Nachschub viel teurer, wird er die Säule abschalten. Denn niemand kann eigentlich verlangen, dass mit Verlust weiterverkauft wird. Wenn er am Donnerstag den Preis hochsetzen kann, geht die Zapfsäule wieder.
Ob ein Gemälde oder eine Spritze, die von Krebs heilt: Da macht
der Nutzen für den Käufer, mit Relation von Nachfrage und Angebot den
Preis.
Bissel komplizierter liegt die Sache schon. Der Krebskranke akzeptiert jeden Preis, weil es um sein Leben geht. Bei andere Waren wird er abhängig vom Preis agieren.
Die gibts nicht mehr oft.
In Hockenheim gibts noch eine Eigentümer geführte Tankstelle, die handeln auch mit Heizöl. Dort ist der Sprit meist am günstigsten und die haben diesen Schwachsinn mit alle 20min. den Preis ändern zumindest früher nicht mitgemacht.
Mal gegoogelt: Müsste die Opema Mineralöle GmbH sein.
Das würd ich sogar noch erweitern: Der Preis wird für den ganzen Tank
festgelegt und bleibt bis die 30000 Liter aus der Erde weg sind.
So wie es jeder Heizöltanker auch machen muss.
Wer muss da genau was machen?
Du kannst davon ausgehen, dass aktuell dutzende Öltanker auf den Weltmeeren unterwegs sind, deren Ladung noch gar nicht verkauft ist. Und auch bei denen, die mit schon verkauftem Öl unterwegs sind, wird’s für jeden Kunden andere Preise geben.
Und ebenso fährt dein Heizölliefersnt morgens mit vollem Tankwagen los, liefert an mehrere Kunden aus, von denen jeder einen anderen Preis zahlt.
Die neue Regel funktioniert :-( Neuer Höchstand ab 12:03 Uhr
Und die Spritpreisapps glauben alle, dass sich die Tankstellen nicht ans neue Gesetz halten, sondern im Laufe des Tages noch weitere Änderungen, auch nach oben, vornehmen werden.
Der, der Heizöl tankt. Also "du". Du kaufst auch wenn es günstig ist und hoffst das die Menge dann bis über den Winter reicht, zur Not eben mit etwas kühleren Räumen.
Und die Spritpreisapps glauben alle, dass sich die Tankstellen nicht ans
neue Gesetz halten
Dank MTS-K wird sich das keiner trauen. Aber der "Glaube" der Apps sind die über Jahre angefressenen Algorithmen, die müssen jetzt erst alle zurückgesetzt werden von den App-Programmierern. Kam ja doch etwas kurzfristig, die Aktion.
Mir ist heute morgen aufgefallen, das der Preis gestern abend noch hochgesetzt wurde, damit heute nochmal abgesahnt werden konnte.
Mir ist heute morgen aufgefallen, das der Preis gestern abend noch
hochgesetzt wurde, damit heute nochmal abgesahnt werden konnte.
Nicht nur heute!
Gestern, am Dienstag Abend, um 20:00 Uhr hat der Liter Diesel noch 2,27 € gekostet, jetzt kostet er 2,32 €!
Seit dem die Straße von Hormus dicht gemacht wurde und kein Tanker mehr da durchfahren darf, haben die ersten Tankstellen in Deutschland geschlossen, weil sie keinen Sprit mehr haben!
⛽
Die Spritpreise werden in den nächsten Tagen noch einmal deutlich ansteigen! Alle Leute die hier im Forum ein Elektroauto besitzen, reiben sich vor Lachen die Hände!
Ja, das ist zwar auch nicht schlecht, aber das Elektroauto könnte man, bei der momentan starken Sonneneinstrahlung, sogar kostenlos über die eigene PV-Anlage mit niedrigem Ladestrom aufladen, ohne dass man von den EVUs Strom dazukaufen muss!
Dein Deutschlandticket kostet dagegen immerhin 63 € pro Monat, das entspricht in etwa so viel Geld, wie für eine halbe Tankfüllung!
Ja, das ist zwar auch nicht schlecht, aber das Elektroauto könnte man,
bei der momentan starken Sonneneinstrahlung, sogar kostenlos über die
eigene PV-Anlage mit niedrigem Ladestrom aufladen, ohne dass man von den
EVUs Strom dazukaufen muss!
Dein Deutschlandticket kostet dagegen immerhin 63 € pro Monat, das
entspricht in etwa so viel Geld, wie für eine halbe Tankfüllung!
Legt man aber das für das E-Auto gesparte Geld - nehmen wir einfach mal zufällige 30240 Euro - für knapp 2,5% an, so kassiert man jedes Jahr 756 Euro Zinsen und fährt umsonst ;-)
(Versicherung, die Abschreibung auf den Wagen und seine Reparaturen mal außen vor gelassen).
So kann sich jeder seine Entscheidung schönrechnen.
Das Problem mit den Tankstellenpreisen sind die häufigen Änderungen. Wenn sich der Preis so oft ändert, geht Transparenz verloren, dann funktioniert der Markt nicht. Daran ändert die neue Regelung nichts.
Ich würde mir wirklich wünschen, die Politiker würden wenigstens ein bisschen "was-wäre-wenn" vorausdenken. Und zwar aus der Perspektive mehrerer Marktteilnehmer.
Die neue Regel schafft für die Tankstellenbetreiber eine risikolose Möglichkeit zur Preiserhöhung. Eine Tankstelle kann um 12:00 ihren Preis auf z.B. 3,- erhöhen.
Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten:
die Nachbartankstellen haben ähnlich hohe Preise, dann machen alle fett Kasse.
Eine andere Tankstelle hat einen "vernünftigeren", niedrigeren Preis, dann zieht man einfach nach.
Egal wie es ausgeht: man hat kein Risiko. Entweder man macht Überschussgewinne, oder das Spiel ist neutral.
Ich hätte folgende Regel aufgestellt:
Jede Tankstelle kann den Preis jederzeit ändern, muss diesen aber für mindestens 24h beibehalten.
Dann trägt die Tankstelle ein Risiko: Ist der Preis zu hoch, verliert sie einen Tag lang Umsatz an die Konkurrenz.
Weiterhin schafft man so einen Anreiz, die Preise seltener zu ändern. Auf Preisänderungen der Nachbartankstelle kann man nämlich nur dann schnell reagieren, wenn man in den letzten 24h den eigenen Preis nicht geändert hat.
Was mir Sorgen macht: die gleichen, offensichtlich strategisch unbedarften, Politiker "planen" die Zukunft unserer Energieversorgung.
Die 12-Uhr Reglung ist keine Lösung, sondern Placebo!
Mallorca Diesel 1,68 €, hier in D 2,29 € zur selben Zeit!
Der Spritpreis allein ist nicht das Problem. Ca. 50% des Preises sind Steuern und der Staat freut sich über jede Erhöhung, wenn er Mineralölsteuer und MwSt. kassieren kann. Das wird sich noch potenzieren mit jedem Transport und jedem Bauern, der sein Feld pflügen muß.
Venezuela ist zwar einer der größeren Ölexporteure, die Bevölkerung merkt da aber gar nichts von. Die Förderung erfolgt in Lizenz durch amerikanische Unternehmen, die Dollars gehen an die Regierung.
Das schafft kaum Arbeitsplätze für die Einheimischen und macht nur drei oder vier Familien reich.
Die 12-Uhr Reglung ist keine Lösung, sondern Placebo!
Ja, der einzige Vorteil dieser Regelung liegt darin, dass die Autofahrer
jetzt wissen, wann der Sprit am billigsten ist, nämlich kurz vor 12 Uhr.
Eine bessere Lösung wäre bspw. die oben von Tilo R. vorgeschlagene.
Ähnliche Vorschläge kamen auch schon von mehreren Wirtschaftsexperten.
Mallorca Diesel 1,68 €, hier in D 2,29 € zur selben Zeit!
Das kann man nicht vergleichen. In Spanien wird der Kraftstoff seit
20.3. vom Staat stark subventioniert, u.a. durch massive
Steuersenkungen. Das ist aber die denkbar schlechteste Lösung des
Problems, denn sie macht die Ölkonzerne noch reicher, und es sind
letztendlich doch wieder die Bürger (selbst diejenigen, die gar kein Kfz
haben) die diese Subventionen und damit auch die zusätzlichen Gewinne
der Ölkonzerne finanzieren.
Die Spritpreise steigen nun schon seit 9 Tagen kontinuierlich an, also
nicht erst seit der neuen Regelung. Das deutet darauf hin, dass die
Ölkonzerne gerade dabei sind, die Schmerzgrenze der Kunden auszuloten.
Ist diese Vermutung richtig, kann davon ausgegangen werden, dass der
Preisanstieg erst dann endet, wenn der Absatz merklich sinkt. Im
Umkehrschluss sind steigende Preise ein Indiz dafür, dass der Absatz
stabil ist, die Kunden also bereit sind, auch die höheren Preise zu
zahlen.
Vielleicht wäre es für jeden von uns so langsam an der Zeit zu
überlegen, wo man Sprit einsparen kann, bspw. dadurch:
verstärkt öffentliche Verkehrsmittel oder (für kürzere Strecken) das
Fahrrad benutzen
unnötige Fahrten vermeiden
mehrere Fahrten (bspw. zum Einkaufen) zusammenfassen, um die
Gesamtstrecke zu verkürzen
weniger Bleifuß fahren
Mir ist bewusst, dass nicht jeder dieser Punkte für jeden eine Option
ist. Ich würde aber schätzen, dass auf diese Weise im Mittel locker
10-20% Kraftstoff eingespart werden kann.
Die Autofahrer profitieren damit gleich doppelt, nämlich durch den
geringeren Verbrauch und zusätzlich dadurch, dass der Preisanstieg
gestoppt und vielleicht sogar teilweise wieder zurückgenommen wird.
Wenn aber keiner etwas an seinem Verhalten ändert, sondern nur "Mimimi"
schreit und sich darauf verlässt, dass unsere Politiker schon alles
richten werden, wird sich der Preis auf Grund des in der Branche
bestehenden Oligopols weiterhin danach richten, was der Kunde zu zahlen
bereit ist, und da scheint derzeit leider keine Grenze in Sicht zu sein.
Zum Schluss aber noch eine gute Nachricht:
In Hongkong kostet der Diesel umgerechnet 3,73 €/l. Dagegen sind die
Preise bei uns fast schon Peanuts :)
In den Urlaub fahren kann man schon, nur nicht mehr mit dem Auto! Wenn das Deutschlandticket laut Tagesschau um bis zu 30% gesenkt werden soll, dann wird die Bahn noch attraktiver.
Von mir aus kann der Liter 5 Eur kosten, hält mich nicht vom autofahren ab. Zur Not fahr ich mit Heizöl. Das ist umweltfreundlicher als fliegen.
Auf der Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) wurde das Wahlprogramm von
Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl 1998 beschlossen. Für ein
großes Medienecho sorgte der sogenannte "Fünf-Mark-Beschluss". Mit
diesem Beschluss forderten die Grünen, der Preis für einen Liter Benzin
müsse schrittweise auf 5 DM angehoben werden. Aufgrund dieser
Entscheidungen wurde die Regierungsfähigkeit der Partei in Zweifel
gezogen.
Hier zwei Gedankenmodelle, die mich schon eine Weile beschäftigen:
Auf einer Insel herrscht ein Mangel an Tomaten. Die Leute revoltieren und die Inselregierung beschließt, einen Zuschuss zum Tomatenkauf. Frage: Gibt es dann mehr Tomaten?
Eine Firma hat ein Tankstellennetz und kann den Preis festlegen. Es gibt einen Ölmangel und die Regierung beschließt, die Steuern auf die Mineralölprodukte zu senken. Frage: Warum sollten die Tankstellenbesitzer jetzt den Kunden den Gewinn durch die Streuersenkung schenken und nicht selbst kassieren?
Auf der Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) wurde das Wahlprogramm von
Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl 1998 beschlossen. Für ein
großes Medienecho sorgte der sogenannte "Fünf-Mark-Beschluss". Mit
diesem Beschluss forderten die Grünen, der Preis für einen Liter Benzin
müsse schrittweise auf 5 DM angehoben werden. Aufgrund dieser
Entscheidungen wurde die Regierungsfähigkeit der Partei in Zweifel
gezogen.
Jugendsünden. 1981 forderte man noch die Legalisierung von Homosexualität und Pädophilie (Abschaffung §174, 175, 176 StGB). "Reformpädagogik" ist auch ein ganz böses Stichwort. Zu der Zeit wurde die Partei vom Verfassungsschutz beobachtet. Eine Bullshit-Phase, durch die anscheinend alle neue Parteien irgendwie durchmüssen.
Vielleicht wäre es für jeden von uns so langsam an der Zeit zu
überlegen, wo man Sprit einsparen kann, (...)
Tun wir das nicht schon lange? 1999 stieg der Dieselpreis über DM 1,20. Bei diesen Wucherpreisen überlegte man sich zweimal, ob man das Auto nutzte oder doch lieber das Fahrrad.
Der ÖPNV war leider keine Alternative, denn zu der Zeit bemühte sich der VRR (unser Verkehrsverbund im Ruhrgebiet) massiv, sein Verkehrsnetz auszudünnen (2x pro Stunde statt alle 10 min) und durch Preiserhöhungen einen deutlichen Abstand zu den Kosten für das Autofahren zu wahren
Einfach rechtzeitig von all den boesen, habgierigen Mineraloelkonzernen ein paar Aktien ins eigene Depot legen und schon gibts automatisch Spritkostenzuschuss in Form von Dividenden.
Obwohl: Die letzte Quartalsdividende von BP vom 27.3. ist irgendwie deutlich kleiner ausgefallen, als die vorhergehenden.
Naja, die "Uebergewinne" durch die "Abzocke" werden schon noch kommen...
Wieder ein Thema, bei dem Politik und Medien nichts verstehen.
Die 12-Uhr-Regel hat als einzigen erwartbaren und eingetretenen Effekt den, daß die Transparenzvorschriften nun wieder eingehalten werden und das vorherige Umgehungsmodell der Ölmafia mit halb- bis viertelstündlichen wilden Preissprüngen verboten wurde.
Die ganzen dümmlichen Schulmädchen in den Redaktionen und Parteien wollen daraus nun noch mehr ableiten als Schamanen aus ihren Knochenwürfen. Ich glaube der Spiegel war es, der 10 Stunden nach Einführung der Regel eine "Analyse" der neuen Benzinpreisverläufe abgeben wollte.
So, und nachdem diese seit Jahren längst überfällige Markttransparenzregel, siehe Österreich, die sie schon ewig hatten, endlich eingeführt wurde, können wir uns nun dem wichtigen Problem der durch ein Kartell manipulierten Benzinpreise und der Untätigkeit des Kartellamts widmen.
Also Tankfüllung + 20 Liter Kanister = maximal 240 Liter sind erlaubt.
Kanister würde ich mir aber sowieso nicht antun.
Nein. Bei den Tschechen darfst du nur 5l im Kanister mitführen.
Und bei den Spaniern braucht man zwei Warndreiecke, bei den Polen dafür einen Feuerlöscher. Schließlich herrscht Harmonisierung in der EU.
Kanister würde ich mir auch nicht antun. Ich habe immer einen leeren 5-l dabei, weil bei meiner Qualitätskarosse aus Bayern kommt bei 50 km Reichweite ein Gong und bei 49 bleibt er stehen. Die paarmal wo ich den Kanister daher benutzen mußte, waren ein elendes Gemüffel. Einem 10- oder gar 20-l Kunststoffkanister würde ich darüber hinaus mechanisch nicht besonders trauen.
Die Spritpreise steigen nun schon seit 9 Tagen kontinuierlich an, also
nicht erst seit der neuen Regelung. Das deutet darauf hin, dass die
Ölkonzerne gerade dabei sind, die Schmerzgrenze der Kunden auszuloten.
Das wäre auch eine mögliche Erklärung, warum Diesel teurer ist als Benzin: Da Diesel zu einem größeren Anteil gewerblich genutzt wird, dürfte die Preiselastizität niedriger sein. D.h. der Effekt, dass höhere Preise den Absatz verringern, ist beim Diesel niedriger, weswegen man den stärker teurer machen kann.
Ein anderes mögliches Erklärungsmodell für die hohen Preise könnte die vertikale Integration der Mineralölgesellschaften sein: Die wissen, dass die Knappheit noch schlimmer wird, möglicherweise auch Raffinerien zu wenig Rohöl bekommen. Vielleicht sind sie Lieferverpflichtungen eingegangen, die leichter zu erfüllen sind, wenn man jetzt schon versucht, den Verbrauch zu reduzieren. Und mit den Übergewinnen jetzt rüstet man sich für die Krise, wenn man weniger zu verkaufen hat.
Kleine Radtour heute Mittag war wieder besonders ergiebig, was im Hinblick auf Theorien so im Ländle kursiert.
Eine war, es gäbe Absprachen im Hintergrund zur EAutoförderung. Wenn die Preise schnell passend hoch gingen, dann würden im Aktivismus einige Regelungen erlassen, die nicht besonders wirkungsvoll wären.
Die andere wäre, dass die Idee für die Sperrung des Seeweges aus der Ökobewegung käme, damit endlich Erdöl knapp wird, die schon immer gute Kontakte auch zur Hamas hätte, und gebeten hätten diese Idee möglichst schnell weiterzugeben.
Genial, aber bitte diese Ansätze nicht als die Wahrheit der Wahrheiten übernehmen.
Ja, der einzige Vorteil dieser Regelung liegt darin, dass die Autofahrer
jetzt wissen, wann der Sprit am billigsten ist, nämlich kurz vor 12 Uhr.
Nicht zwangsweise. Der Preis darf natürlich auch um 12:00 gesenkt werden.
Wenn das Kasperltheater lange genug dauert, wird das auch irgendwann passieren.
verstärkt öffentliche Verkehrsmittel oder (für kürzere Strecken) das
Fahrrad benutzen
Ich hab heute meine Schwester in München besucht. Startpunkt war Schwabhausen b. Dachau. Normalerweise ist das ohne Umsteigen zu machen. Heute (mal wieder, man muss schon nachschauen ob überhaupt was fährt).
Umsteigen in Dachau (in die gleiche Linie, ca. 15 Min. warten). Weiter zum Hauptbahnhof München, ab da ist die Stammstrecke gesperrt. Umsteigen in die U-Bahn.
Hat 1 1/2 Stunden gedauert. Das schaff ich fast mit dem Fahrrad.
Dass der ÖPNV aufm Land nicht funktioniert, ist bekannt. Inzwischen funktioniert er nicht mal mehr in der Stadt.
Was in München passiert mit der Stammstreckenerweiterung und dem Hbf-Umbau ist nur noch die Steigerung von S21.
Mich
wundert, dass bisher noch keine Hackerangriffe auf Tankstellen bekannt
wurden.
Die Mineralölkonzerne werden aber ihre Transporter bald auf Müllermilch o.ä. umspritzen.
Angriffe direkt auf die Hardware erscheinen z.Z. einträglicher.
Wie kommst Du darauf?
Es sind die Amis, die grosse Teile ihrer Dieselproduktion nicht selber
verwerten und daher exportieren.
U.a. nach Deutschland.
Diesel wird wohl meist nahe der Förderstellen raffiniert. Deutschland hat einen Überschuss bei Benzin und muss Diesel zukaufen.
Da also ein ordentlicher Teil Diesel im Kriegsgebiet raffiniert wird, fällt da einiges weg.
Ich habe am Wochenende irgendwo gelesen oder gehört, dass asiatische Länder mehrere Tanker mit Diesel auf dem Weg von USA nach Europa gekauft (also den Diesel) und nach Asien umgeleitet haben.
Entsprechend fehlt der Stoff hier.
Milchmädchen rechnet mit dickem Daumen: aus 1 Barrel Rohöl wird 70 Liter
Diesel/Heizöl (leicht)
Januar 2026:
1 Barrel Rohöl kostet 50 Euro.
pro Liter Diesel 0,71
Da war der Daumen wohl zu dick.
Wenn aus 159 Liter 70 Liter Diesel rauskommen, sind die restlichen 89 Liter kein Abfall, sondern werden als andere Produkte verkauft (vom Bitumen über Öl bis zum Kunststoff). Mal vom Cracking abgesehen. Der Produktmix ist halt im Wesentlichen so, wie er benötigt/verkauft werden kann.
Also bitte nochmal mit 50/159 = 0.31 rsp. 100/159 = 0.63 rechnen.
Es ist mir wirklich peinlich, dass ich das Benzin und die übrigen Nebenprodukte vergessen habe, dabei habe ich in BWL- und OR- Vorlesungen einiges zur Kuppelproduktion gehört.
Das Umprogrammieren des Excel-Sheets ist mir leider nicht möglich, vielleicht mag ja jemand anderes den komplexen Algorithmus analysieren und die erforderlichen Rechnungen ausführen.
Das Umprogrammieren des Excel-Sheets ist mir leider nicht möglich,
BWL ohne Excel und Powerpoint? Nanu?
vielleicht mag ja jemand anderes den komplexen Algorithmus analysieren
und die erforderlichen Rechnungen ausführen.
Hast es ja schon mal geschafft.
Wenn dir der Fehler versehentlich unterlaufen ist, dann könnte man die Korrektur doch von dir verlangen. Andernfalls seh ich Absicht dahinter.
Außerdem ist es Verschwendung wichtiger Rohstoffe.
Bisher hat nichts den Verbrauch reduziert, wie die Daten der verschiedenen Statistiken zeigten. Die einen sparten, dafür verbrauchten das andere noch mit.
Nur seit wenigen Wochen ging erstmals der Verbrauch von Erdöl deutlich zurück. Rund 20% weniger wurde verbraucht. Wenn es dafür einen Umweltnobelpreis gäbe, dann würden diesen diese Jahr zwei Präsidenten bekommen.