Ich würde gerne im Haus an manchen Stellen von der Elektroinstallation alte Schraubklemmen gegen was Besseres ersetzen. Wenn man die Einzelklemmen anfasst, fliegen teils die ersten Drähte aus einer Klemme schon raus und der Rest ist dann auch nicht mehr fest. Das ist nicht vertrauenserweckend. Jetzt ist die Frage, wie bekommt man gute Kontakte hin?
Wenn man ordentliche Wago Klemmen nutzt, dann sind die ja vmtl. für frisch abisolierte Leitungen mit blankem Kupfer und geradem Leiter gemacht. Das was da aber aus den alten Schraubklemmen raus kommt ist verknickt und ist teilweise auch von der Schraubklemme platt gedrückt, sodass ich Angst hätte, dass die in der neuen eigentlich hochwertigen Klemme trotzdem keinen guten Kontakt haben. Am besten wäre es, wenn man ein Stück abzwicken könnte und ein neues Stück abisoliert, um dann wieder blanken und geraden Draht zu haben. Aber leider ist sehr oft der Draht der in einer Verteilerdose ankommt viel zu kurz dafür.
Deshalb ist die Frage: wie bekommt man einen Draht wieder in Form und sauber, dass er ordentlichen Kontakt hat? Mit ner Zange kann man ihn schon halbwegs ausrichten, aber so wirklich gerade wird er dadurch auch nicht. Mit nem Messer kann man ringsum abkratzen, dass er wieder blank aussieht, aber so perfekt rund ist er dann auch nicht. Wie macht man das am besten? Oder spielt das vielleicht garkeine so große Rolle, weil die Klemmen sich ordentlich rein beißen und nur punktuell statt über eine längere Distanz parallel kontaktieren?
Sind dafür vielleicht Klemmen aus der 221 Serie besser, als die 2273, weil erstere diesen sich schließenden Käfig haben? Kann man den Kontakt noch verbessern, indem man wenn der Draht drin ist dran etwas zieht und/oder dreht, sodass sich ein Kontakt besser rein beißt?
Wenn ich da etwas mache, dann sollte das schon wirklich gut sein und nicht durch suboptimale Übergangswiderstände unter stärkere Last dann anfangen zu schmoren.
In allen Fällen die ich betrachte, geht es um NYM Leitungen, also eindrähtig runde Leiter.
Die alten abisolierten Enden abschneiden und erneut abisolieren wäre die nahe liegende Idee. Alles andere ist Pfusch. Wenn die Adern schon zu kurz sind, dann helfen ggf. Stoßverbinder um die Adern zu verlängern.
Ganz einfach
alte Schraubklemme entfernen
Drähte mit Zange gerade biegen
Neue Wago-Klemme drauf
und gut ist
Die Wago-Klemmen haben schon genug Kraft und schieben eine Oxid-Schicht weg. Wenn Dir das nicht gut genug ist, die alten Kabelenden mit einer Abisolierzange saubermachen ( abziehen ).
HolgerR
Deshalb ist die Frage: wie bekommt man einen Draht wieder in Form und
sauber, dass er ordentlichen Kontakt hat? Mit ner Zange kann man ihn
schon halbwegs ausrichten,
"Wunderbar gerade" hab ich Drähte eigentlich nur durch Ziehen bekommen, nie durch Drücken oder Biegen. Aber das Ziehen geht dort auch schlecht, weil man dann nicht sieht, was man ggf. im von der Isolierung verdeckten Bereich kaputt macht. Und auf jeden Fall hat man dadurch eine Querschnittsreduzierung.
Ja, Federzugklemmen sind ein hervorragendes Mittel gegen Montagepfusch. Der Austausch alter Dosenklemmen ist sicher nicht verkehrt.
Aber wenn man Schraubklemmen misstraut, müsste man konsequenterweise alle geschraubten Betriebsmittel, wie Steckdosen, Schalter, Sicherungen, Eltakos, Zähler... austauschen.
Man könnte den Aufwand auf den Dauerhochstrombereich wie Wallbox, Herd, Backofen, Boiler beschränken und sonst einfach die Schrauben der Dosenklemmen anziehen.
Wichtiger erscheint mir eine Inspektion mittels Thermokamera. Damit findet man auch schmorende Stecker.
Aber wenn man Schraubklemmen misstraut, müsste man konsequenterweise
alle geschraubten Betriebsmittel, wie Steckdosen, Schalter, Sicherungen,
Eltakos, Zähler... austauschen.
Da hat man üblicherweise einen Draht pro Klemme, maximal zwei gleicher Stärke nebeneinander in dafür geeingenten Klemmflächen.
In alten Verteilerdosen findet man gerne 3, 4 oder noch mehr Drähte ine einer Schraub-Rundklemme.
Man darf soger Litze ohne Aderendhülse damit klemmen.
Ja, das habe ich gesehen. Aber die Litze sollte ja vmtl. auch blank sein. Und die ist auf flexibler als ein eindrähtiger Leiter und lässt sich leichter zusammen pressen.
Aber wenn man Schraubklemmen misstraut, müsste man konsequenterweise
alle geschraubten Betriebsmittel, wie Steckdosen, Schalter, Sicherungen,
Eltakos, Zähler... austauschen.
Meine größte Angst kommt von Einzelschraubklemmen, in denen ein Bündel mit mehreren Drähten ist. An richtigen Betriebsmitteln hat man normal einen Draht oder wenn es zwei sind einen links und einen rechts von der Schraube und beide werden ordentlich angepresst. Bei diesen Bündeln an Einzeldrähten ist es aber oft so, dass nur einer davon weg kippen muss und damit die Schraube auf alle anderen keinen Druck mehr ausübt, ohne dass man das direkt sehen würde.
Man könnte den Aufwand auf den Dauerhochstrombereich wie Wallbox, Herd,
Backofen, Boiler beschränken und sonst einfach die Schrauben der
Dosenklemmen anziehen.
Wichtiger erscheint mir eine Inspektion mittels Thermokamera. Damit
findet man auch schmorende Stecker.
Und genau das habe ich vor, wenn die Wallbox hängt. Dann werde ich den maximalen Ladestrom einstellen, das Auto mit leerem Akku anstecken und mindestens eine Stunde lang mal an allen Klemmstellen mit der Wärmebildkamera drauf schauen.
Da hat man üblicherweise einen Draht pro Klemme, maximal zwei gleicher
Stärke nebeneinander in dafür geeingenten Klemmflächen.
In alten Verteilerdosen findet man gerne 3, 4 oder noch mehr Drähte ine
einer Schraub-Rundklemme.
in der neuen eigentlich hochwertigen
Klemme trotzdem keinen guten Kontakt haben
Das hübsche an federbelasteten Klemmen ist ja gerade das der Draht bereits beim reinstecken 'abgekratzt' wird und der Federkontakt einen konstanten Anpressdruck hält, fast egal wie der Draht aussieht oder ob er in der Klemme nachgibt.
Die Oxydschicht wird sicher durchdrungen.
Ich habe bei mir im Haus genau das gemacht was dir vorschwebt.
Bieg die Drähte halbwegs gerade, dann passt das so.
Die Klemmen der 221 Serie sind beim Reinschieben der Drähte komplett geöffnet, da wird nichts gekratzt. Und auch wenn ich mir die Abdrücke der 2273 Klemmen auf den Leitern ansehe, ist das nur eine kleine Kratzspur entlang der Leitung. Relevant ist aber die Stelle, an denen dann der Leiter an der Federkante und auf der gegenüberliegenden Platte Kontakt hat.
Das hübsche an federbelasteten Klemmen ist ja gerade das der Draht
bereits beim reinstecken 'abgekratzt' wird und der Federkontakt einen
konstanten Anpressdruck hält, fast egal wie der Draht aussieht oder ob
er in der Klemme nachgibt.
Solche pauschalen Falschinformationen sind mehr als gefährlich.
Was für Klemmen meinst du genau?
Die o.g. Wago 221 bspw. kratzt genau gar nicht auf dem Leiter rum. Der Leiter wird kraftfrei eingelegt und dann die Klemme geschlossen.
Probier's aus - Leiteroberfläche mit Permanentmarker einfärben und lernen.
Die Feder sorgt für Anpressdruck aber nicht für eine größere, saubere Kontaktfläche.
Tut es nicht ein gescheiter Schraubendreher?
Da ist doch keiner der an den Leitungen zerrt.
Zur Not besser Geld für einen Drehmomentschlüssel ausgeben, dann sind die Lüsterklemmen auch richtig fest.
Pfusch wird dadurch nicht besser.
Mehrere Drähte in einer Schraubklemme sind Pfusch.
Phahh! Selten solch einen Blödsinn gelesen!
Schraubklemmen sind dafür vorgesehen, Leitungen miteinander zu verbinden!
Das hat mit Pfusch nichts zu tun!
Das Problem bei Schraubklemmen sind die ständig variierenden Kräfte durch den Temperatureinfluss ursächlich bedingt durch die Übergangswiderstände. Und diese wiederum variieren über den Anpressdruck. Dadurch lösen sich die Klemmen über die Zeit. Das ist bei Federklemmen anders.
Meine größte Angst kommt von Einzelschraubklemmen, in denen ein Bündel
mit mehreren Drähten ist.
Ja, das ist der schlimmste Fall. Wenn genügend Platz ist, kann man Mehrfach-Wagos verwenden. Wenn nicht, wird es im doppelten Sinne eng.
Um den Platz zu vergrößern, muss man tiefer in die Wand rein. Eine tiefere Dose ("Elektronikdose") einzusetzen wird schwierig, aber man kann in die Rückwand der vorhandenen Dose einen großen Ausschnitt machen und dann dahinter etwas Wandmaterial abtragen. So gewinnt man einen zusätzlichen Hohlraum.
Ja, ist Pfusch und eine aufwendige Bastelei ... habe ich das wirklich empfohlen?
Was die Angst vor losen Verbindungen betrifft: Ja, ich habe schon Dosen gesehen, in denen es sichtbar gebratzelt hat, ohne dass das bei einem Verbraucher merkbar war.
Gegen diese Angst helfen vielleicht Brandschutzschalter im Verteilerkasten. https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung
Es gibt auch welche, die zusätzlich einen LS- und einen FI-Schalter enthalten, das macht das Nachrüsten einfacher. Diese Dinger sind allerdings ziemlich teuer.
Meinst du zufällig Adernendhülsen? Die sind für mehrere Drähte derselben Ader (also Litze) gedacht. Solche Adern sind hier im Thread nicht gemeint, hier sind mehrere Massivdrähte unterschiedlicher Adern gemeint.
Die wagos lassen sich auch mit geschlossenen Hebeln bestücken, sofern ein massiver Leiter verwendet wird.
Dann kratzen wie jede andere federzugklemme auch… Amateure… und Theoretiker…
Schraubklemmen sind dafür vorgesehen, Leitungen miteinander zu
verbinden!
Nebenbei bemerkt m.W. nur im Privatbereich. In Betrieben nur wenn sie "berühungsfrei montiert werden können", sonst darf man wohl nur berührungsfreie Klemmen nutzen. Wenn man alles streng nimmt. ;)
Wenn man die
Einzelklemmen anfasst, fliegen teils die ersten Drähte aus einer Klemme
schon raus und der Rest ist dann auch nicht mehr fest.
Logisch das der Rest nicht mehr fest ist, wenn da ein Draht raus flutscht. Vielleicht hätte man die Schrauben zu einem früheren Zeitpunkt mal nachziehen müssen. Ich habe früher auch oft diese Dosenklemmen zum Schrauben verbaut, aber lose ist da noch nichts. Man darf die Schrauben halt nicht zu lasch anziehen.
Wenn die Leiter zu kurz sind, um sie nachzusetzen, dann wirst Du wohl bei den Schraubklemmen bleiben müssen. Den Leiter reinigen (vorsichtig mit dem Messer etwas abkratzen oder einen Glashaarpinsel benutzen), Schraubklemme wieder aufsetzen und festziehen.
Die fertige Klemmstelle mit etwas Vaseline einfetten, so verhindert man das die Leiter allzu schnell wieder korrodieren. An Stelle von Vaseline geht auch Alukontaktfett von Wago. Das kommt in einer praktischen Spritze daher mit der man es in die Klemme drücken kann.
Wenn es denn schon Steckklemmen sein sollen, dann am besten die Wago Hebelklemmen, die kann man notfalls auch wieder gut lösen. Ich bevorzuge die Klemmen der 222-Serie. Die sind zwar etwas größer als die 221'er, aber diese sind auch für das Verklemmen von Alu zugelassen, wenn man das erwähnte Alukontaktfett benutzt. In Altbauten kann das durchaus wichtig sein. Alu und Kupfer lassen sich mit diesen ebenfalls hervorragend verbinden.
Mit den einfachen Steckklemmen habe ich bisher keine so guten Erfahrungen gemacht. Da hatte ich in stärker belasteten Stromkreisen schon Ausfälle gehabt.
Pfusch wird dadurch nicht besser.
Mehrere Drähte in einer Schraubklemme sind Pfusch.
Nö, wenn man das richtig macht ist es kein Pfusch. Schraubklemmen wurden dazu erfunden, um mehrere Drähte miteinander zu verbinden.
Steckklemmen sind kein Allheilmittel. Müssen größere Querschnitte als 4qmm (bei privat allerdings eher selten) geklemmt werden, funktionieren die die Steckklemmen nicht mehr, da diese nur bis 4qmm zugelassen sind.
Mein Gott was wird hier ein Fass aufgemacht. Ich bin kein gelernter Elektriker, aber ich habe schon so viele Lüsterklemmen, auch mit mehreren Leitern, gesehen. Bisher war mal eine einzige Klemme lose.
Natürlich nimmt man heute eher Wago, aber doch nicht um alles ohne wirklichen Grund auszutauschen.
Aber gut, wenn man Langeweile und zu viel Geld hat, dann muss man so was machen.
Leicht gesagt, wenn die Verteilerdosen im Altbau seit Jahrzehnten unter
einer abgehängten Decke sitzen.
Wo hat der TO geschrieben, das die unter einer abgehängten Decke sitzen? Geht bei Dir die Phantasie durch? Immerhin hat der TO ja jetzt in die Dosen geguckt, wäre bestimmt auch früher möglich gewesen.
Leicht gesagt, wenn die Verteilerdosen im Altbau seit Jahrzehnten unter
einer abgehängten Decke sitzen.
Wo hat der TO geschrieben, das die unter einer abgehängten Decke sitzen?
Geht bei Dir die Phantasie durch?
Oder deine Phantasie ist zu flach? Es geht doch in der Diskussion längst nicht mehr nur um das Original-Posting, sondern um das allgemeine Problem ziemlich alter Verbindungen mehrerer Massivdrähte in einer Schraubklemme.
Aber ich kann es für dich gern verständlicher formulieren: "Bei vielen Altbau-Wohnungen gibt es abgehängte Decken, bei denen ..."
Schon in meiner Lehrzeit habe ich die DOSENKLEMMEN immer mit möglichst großem Schraubendreher und unter Festhalten der Klemme mit Kombizange angezogen. Da rutscht ganz sicher nichts raus, auch nicht über Jahre (weil es nicht warm werden kann).
Aber JA: ich wurde schon damals von Kollegen belächelt die es damit lange nicht so genau nahmen. Deren Verbindungen möchte ich heute lieber nicht sehen :o(
Was man anfassen kann ohne einen Stromschlag zu bekommen. Also so montieren, dass "stromführende Teile" nicht berührt werden können. Die Dummen werden ja leider immer mehr, also sollte man auch immer mehr Sicherheit einbauen.
Mehrere Drähte in einer Schraubklemme sind Pfusch.
Ganz früher mal war das alles noch besser, als Elektriker noch echte Männer mit Durchsetzungsvermögen waren.
Wenn da eine Leitung vom Sicherungskasten kam, konnte sich der Hausherr ausschliesslich entscheiden, ob der Eli ihm daran EINE Steckdose oder EINE Deckenleuchte angeschlossen hat.
Mehr war bei max zwei Adern pro Schraubklemme einfach unmöglich.
Aber ruckzuck kamen die Pfuscher, montierten eine Lampe und eine Steckdose an eine Leitung, was nur möglich wurde, indem regelwidrig drei und mehr Adern in eine Klemme schoben.
Inzwischen über 100 Jahre und ganz ohne Weltuntergang...
Was man anfassen kann ohne einen Stromschlag zu bekommen. Also so
montieren, dass "stromführende Teile" nicht berührt werden können.
Na ja, wenn man ein spannungsführendes Teil einer Klemme berühren kann, dann können sich solche Teile beweglicher Klemmen z. B. in einer Verteilerdose womöglich auch gegenseitig berühren - das wäre ohnehin nicht zulässig.
Und keine Klemme schützt davor, beim Kontaktieren das blanke Leiterende berühren zu können ...
Oder deine Phantasie ist zu flach? Es geht doch in der Diskussion längst
nicht mehr nur um das Original-Posting, sondern um das allgemeine
Problem ziemlich alter Verbindungen mehrerer Massivdrähte in einer
Schraubklemme.
Was hat das Problem mit mehreren Massivdrähten und Schraubklemmen mit einer abgehängten Decke zu tun? Richtig, gar nichts. Du mußtest halt irgendwie Deinen Senf dazu geben.
Was man anfassen kann ohne einen Stromschlag zu bekommen.
Ach so, "berührungssicher" ist gemeint.
Ist in meinen Augen aber kompletter Blödsinn: wenn ich an einer Verteilerdose arbeite sind die entsprechenden Sicherung ausgeschaltet -> keine Gefahr eines Stromschlages.
Ist alles fertig und die Sicherungen sind wieder eingeschaltet wird eben nicht in der Dose herumgeschraubt -> auch keine Gefahr eines Stromschlages.
Was hat das Problem mit mehreren Massivdrähten und Schraubklemmen mit
einer abgehängten Decke zu tun? Richtig, gar nichts.
Stand zwar groß und breit da, aber du hast es nicht verstanden. Nun ja.
Die Rede war von Nachziehen alter Lüsterklemmen-Schrauben in Verteilerdosen. Zu diesem Punkt hatte ich bemerkt, dass das Nachziehen schwierig ist, wenn sich die Verteilerdosen oberhalb einer abgehängten Decke befinden. Und falls das noch nicht zum Verständnis genügt: Abgehängte Decken findet man meist in Altbauwohnungen mit hohen Originaldecken. Da hat man in neuerer Zeit die Räume nachträglich niedriger gemacht und die oben sitzenden Verteilerdosen sind nicht mehr zugänglich.
Es gab mal eine Zeit (als ich ausgebildet wurde), da galten Federklemmen
als gefährlicher Pfusch. Damals waren sie noch nicht so gut.
Das gilt z. B. auch für das Quetschen und Crimpen.
Ich kenne auch noch die Zeit, in der Transistoren als Spielerei, die sich wegen schwerer Nachteile (gegenüber Vakuumröhren) nie in großem Maßstab durchsetzen wird, galten. Bis dann die Japan-Taschenradios zeigten, was damit so alles ging.
ABER: Es ist nicht alles gut, NUR weil es neuer ist.
Bei den Leuten, bei denen bisher nie was passiert ist, könnte es auch dran liegen, dass die Klemmstellen nie über eine längere Zeit mit dem Strom des LSS belastet wurden. Es ist halt schon ein großer Unterschied, ob jetzt ein Herd, der mit 16 A abgesichert ist mal ne Weile 10 A fließen, oder ob eine Wallbox die mit 16 A abgesichert ist, dauerhaft 16 A fließen hat. Und das auf 3 Drähten. Das ist hier das Thema, weshalb ich mich damit beschäftige. Wobei es in meinem Fall vmtl. auf 20 A raus laufen wird, da das Fahrzeug nur einphasig laden kann. Vorhanden ist ein Starkstromkabel, das mit 25 A abgesichert ist.
Wirklich schlau geworden bin ich aus der Diskussion hier aber auch noch nicht. Zumindest nicht so, dass ich eine neue Methode gehört hätte, wie man die Drähte blank und gerade bekommt, ohne ihre runder Form durch Kratzen verändert.
Eine weitere Sache, die ich auch noch nicht so ganz verstanden habe: wenn man z.B. 3x 32 A Absicherung hat, darf ich ja trotzdem wegen Schieflastverordnung maximal 20 A beim einphasigen Laden nehmen. Wenn ich jetzt aber 2 Fahrzeuge im Haushalt habe, eines mit bis zu 22 kW dreiphasig laden kann, ein weiteres einphasig mit 7,4 kW. Muss ich dann dafür verschiedene Wallboxen installieren? Was würde eine 22 kW Wallbox machen, wenn ich das einphasige Fahrzeug anstecke? Vmtl. würde das Auto dann einfach einphasig mit 32 laden, oder? Das heißt man wird illegal, einfach nur indem man das falsche Auto ansteckt?
In meinem Fall jetzt wären das halt nur 25 A. Also 17,25 kW dreiphasig und 5,75 kW einphasig. Aber eben auch schon gegen die Schieflastverordnung verstoßen, wenn ich das falsche Auto anstecke an die Wallbox, die dann so eingestellt wäre, dass sie dem Auto 25 A signalisiert.
Grundsätzlich sollte man Ladestationen, egal ob 3,7 oder 11 oder 22kW nur direkt anfahren, keine Klemmstellen dazwischen. Du hast völlig Recht mit deiner Annahme daß es etwas vollkommen anderes ist ob man gelegentlich 16A zieht oder dauernd. Gute Ladeziegel haben im Schukostecker eine Temperaturüberwachung eingebaut die bei zuviel Hitzeentwicklung in der Steckdose abschalten. Was sonst passiert, siehe Bild. Es gibt auch "verstärkte" Steckdosen die dauernd 16A "können" (z.B. Legrand GreenUp)
7,4kW auf zwei Phasen kenne ich nur den BMW i3 aus der Anfangszeit. Dafür gab es extra eine Ausnahmegenehmigung. Mittlerweile überholt. Eine moderne Wallbox läßt sich intern (DIP Schalter) oder extern (LAN) auf den maximalen Ladestrom pro Phase einstellen. Die ganz cleveren sogar je nach Nutzer (durch Card Reader gesteuert).
7,4 kW auf 2 Phasen waren bei VW lange Zeit Standard. Alle e-Golf und e-UP! der zweiten Generation waren so. Wobei die (ohne dass es beworben worden wäre) auch einphasig 7,4 kW genommen haben, wenn es ihnen die Wallbox angeboten hat und nur eine Phase da war.
In dem Fall jetzt geht es aber tatsächlich um die Variation mit einem 7,4 kW Lader nur auf einer Phase. Wenn 7,4 kW zweiphasig bereit gestellt werden, hat man ja kein Problem mit der Schieflast. Wenn sie einphasig genommen werden schon.
Müssen größere Querschnitte als
4qmm (bei privat allerdings eher selten) geklemmt werden, funktionieren
die die Steckklemmen nicht mehr, da diese nur bis 4qmm zugelassen sind.
Müssen größere Querschnitte als
4qmm (bei privat allerdings eher selten) geklemmt werden, funktionieren
die die Steckklemmen nicht mehr, da diese nur bis 4qmm zugelassen sind.
Dummschwatz. 773-173.
Gibts auch noch für größere Querschnitte, halt nicht von Wago.
Muss man da nicht unterscheiden, wofür die Crimpung gedacht ist? Bei Crimpung eines Kabelschuhs, muss diese wirklich gut sein, am besten so gut, dasss sie gasdicht ist. Aber wenn es nur um Aderendhülsen geht, geht es dann nicht nur darum, dass die Drähte zusammen bleiben, während die Klemme in die sie dann eingeklemmt werden für die Anpresskraft und Kontaktierung verantwortlich ist?
Crimpung: besser, aber oft nicht genügend komprimiert
Pressung: definierte Preßkräfte und zur Ader passende Schuhe erlauben höchste Belastungen weil gasdicht (das Leitermaterial ist mit dem Schuh zu einem "Block" komprimiert/kalt geflossen)