ich habe eine alte (1930er Jahre) Drehmaschine "geerbt". Es ist der alte selbst gebastelte Schalter dabei, aber ich möchte gerne einen modernen (Nocken-) Schalter installieren. Nur habe ich leider überhaupt keine Ahnung, was für einen Schalter ich nehmen soll, weil ich von Elektrotechnik nicht (mehr) so viel Ahnung habe. Elektrotechnik in meinem Luft- ud Raumfahrttechnik liegt nun schon dreißig Jahre zurück.
Könnt ihr mir erklären, was für ein Schalter der richtige wäre, also:
0-1, 1-0-2, L-0-R, 0-Stern-Dreieck u.s.w.
und was die Unterschiede sind? Ich weiß leider nicht, was der alte Schalter bewirkt har.
Ich weiß leider nicht, was der alte
Schalter bewirkt har.
Das wirst du vorher herausfinden müssen, indem du die Leitungen vom jetzigen Schalter bis zum Motor verfolgst. Und du dabei vielleicht auch noch den vorhandenen Schalter ausmisst und mit in die aufgezeichnete Schaltung bringst.
Dazu muss man eigentlich keine große Ahnung haben, ein Durchgangstester/Multimeter und 1,2 bis 2,0 gesunde Augen sollten ausreichen.
Gibt es eine mechanische Umschaltung zwischen Rechts- und Linkslauf?
Wenn nein, könnte ein L-0-R-Schalter denkbar sein, um zwischen Rechts- und Linkslauf umzuschalten.
Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung umzuschalten, um Netz und Motor zu schonen. Dafür gibt es aber mittlerweile automatisierte Umschaltungen.
Wenn du es richtig bequem haben möchtest, könntest du auch den Schalter durch einen Frequenzumrichter ersetzen, der sich um das alles inkl. Motorschutz kümmert.
Dutzende Bilder, aber das einzig wichtige, der Schalter von vorne mit seinen Stellungen, NATÜRLICH nicht dabei.
Kauf einen Drehstrom (3-Phasen) MASCHINENSCHALTER (Hauptschalter) mit Not Aus, die schalten von alleine ab wenn der Strom ausfällt, und Not Aus ist heute Vorschrift.
Die haben keine Not Aus und keine Stromausfallfunktion und sind daher heute als Maschinenschalter nicht mehr zulässig, höchstens als Zweitschalter für die Drehrichtung.
Die Kabel bis zum Motor verfolgen kann ich leider nicht, weil sie schon gekappt waren, also wirklich durchgeschnitten.
In dem letzten Bild sieht man den Schalter. Die kleine Welle mit den beiden Zapfen dran. Eine Beschriftung gibt es nicht. Ist ein damals selbst gebauter Schalter.
Sowohl der Motor als auch das Drehfutter haben verschiedene Riemenscheiben, über die man die Geschwindigkeiten einstellen kann. Daher denke ich mal, dass mir ein einfacher Schalter mit nur einer Geschwindigkeit reicht. Vor- und Rücklauf wäre vielleicht schon ganz gut.
Warum denn unbedingt einen modernen Schalter? Ich hab an meiner Mayford Kleindrehbank auch wieder auf den schönen originalen zurückgerüstet. Zuvor hatte ich da das Bedienteil meines Siemens Micromaster Umrichters hineingefriemelt.Sa gut aus, war aber fummelig mit den kleinen Tasten.
Du kannst ja z.B. so ein Aufputzkästli mit Hauptschalter/ Motorschutzschalter/Notaus Kombination dazusetzen. Da gibt schöne von Möller/Eaton. Ob nun als per Schloss sicherbarenDreh Hauptschalter oder mit Notaus Pilz auf dem Abschaltknopf des darin liegenden Motorschutzschalter.
Mit dem Frequenzumrichter muss man schauen, ob der Motor das von seiner Isolationsklasse und zusätzlich der dann schlechteren Kühlung auf Dauer mitmacht,mein uralter Drehbankmotor mit unbekannter Vorgeschichte mochte das nicht ;(
Ein FU reduziert nicht nur die Drehzahl, sondern auch die Leistung. 1/10 der Drehzahl macht auch 1/10 der Leistung (mehr bei fremdgekühlt, weniger bei eigengekühlt).
Es wird also nichts, das Getriebe durch FU zu ersetzen, man kann höchstens per FU aus Wechselstrom Drehstrom machen (nutzlich und gei 200W kein Problem), den Motorschutz erreichen und zwischen den Getriebestufen (z.B. 1:2) von 50 bis 100% regeln, muss aber das Getriebe weiternutzen.
Ersetzt man den 200W Motor und Getriebe durch einen mit FU, sollte man auf einen 1.4kW Motor umstellen, und der passt selten rein.
hier noch ein paar weitere Bilder.
Vergesst den derzeitigen Anschluss. Ein Bekannter hat ihn jetzt einfach an den normalen Wechselstrom angeschlossen. Aber da hat der Motor kaum Kraft. Verständlich.
Aber Drehstrom ist vorhanden. Da kann ich ihn anschließen. So wie ich das sehe, ist der momentan auf Dreieicksschaltung mit den drei Laschen in der Vertikalen.
Es wird also nichts, das Getriebe durch FU zu ersetzen, man kann
Davon hast bisher auch nur du geredet. Man kann aber beides nutzen und so die Drehzahl feiner einstellen. Eigentlich wuerde sogar niemand auf das Getriebe verzichten wollen weil ja noch die Leit/Zugspindel dran haengt.
Oh..und dann wollen wir mal nicht vergessen das im Privatbereich meistens nur Alu, Kunstoff, Messung verarbeitet wird. Sowas macht also schon Sinn.
Ich hatte gelesen, dass Links- und Rechtslauf sinnvoll wäre, bspw. zu
Gewindeschneiden. Ergibt für mich auch einen gewissen Sinn.
Daher die Frage, ob ein L-0-R Schalter nicht ausreicht in der
Dreiecksschaltung.
Der kleine Motor sollte nicht mehr Anlaufstrom ziehen als ein Staubsauger. Damit reicht der Polwendeschalter (L-0-R) aus. Einen Notaus, den Du mit der Hüfte bedienen kannst wenn die Finger im Werkzeug hängen, solltest Du trotzdem vorsehen.
Ja, es ist minimalistisch. Aber ich habe noch Kistenweise Werkzeug zum Drehen, Bohren, Holz-Drechseln u.s.w.
Bei vielen Dingen, muss ich wohl mal die KI bemühen, um zu verstehen was das alles so ist. ;-)
Bitte verzeiht mir meine Unwissenheit bzw. Ignoranz.
Na Prima, dann kaufe ich so einen L-0-R-Schalter und einen Not-Aus-Schalter. Das ist ganz klar notwendig.
Bei dem Riemen habe ich jetzt zwei offene Riemen bestellt, einen zum Verschweißen der Enden und einen mit einer Klemmplatte, da ich nicht weiß wie ich einen neuen Endlosriemen installieren soll, ohne alles am Lagerbock auseinander zu nehmen.
Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn alles da ist und läuft.
Ich hatte ja gar nichts umgeklemmt, also die "goldenen" Laschen. Wieso soll ich auf Y umklemmen? Soll ich den Motor nicht in Dreieck betreiben für die volle Leistung?
Ich will dir nicht die Freude an Deiner ersten Drehmaschine trüben. Ich hatte auch mal sowas, nur kleiner. Da war ich aber auch kleiner. :-))
Keine Leitspindel,
keine Zugspindel,
keine Schaltwelle,
keine Skalen am Längs- und Planschlitten
keine Skala am Reitstock
-> Eher ein Deko-Stück oder zum Anfertigen von Abstandsröllchen.
Abfällig als "Rundmache" bezeichnet.
Drehrichtungsumkehr ist nur dann sinnvoll, wenn du darauf Gewinde mit Gewindebohrer oder Schneideisen machen willst. Eine andere Möglichkeit bietet die Maschine nicht.
Mach einen Ein/Ausschalter dran, einen zweiten zur Drehrichtungsumkehr (den wirst du kaum benutzen) und ein Notaus.
Ich hatte ja gar nichts umgeklemmt, also die "goldenen" Laschen.
Wieso
soll ich auf Y umklemmen? Soll ich den Motor nicht in Dreieck betreiben
für die volle Leistung?
Im Dreieck nur am 230V Drehstromnetz! Du wirst aber 400V Drehstrom haben.
Ja, ich habe 400V Drehstrom. Der auch für einen Induktionsherd bzw. für einen Durchlauferhitzer verwendet wird. Und da dann Sternschaltung? Vergebe ich nicht Spannung und Strom?
Ja, ich habe 400V Drehstrom. Der auch für einen Induktionsherd bzw. für
einen Durchlauferhitzer verwendet wird.
Dein Induktionsherd verwendet ausschliesslich die Spannungen der Phasen gegen N, also 230 Volt, bei 400 V würde alles durchknallen.
Und da dann Sternschaltung?
Vergebe ich nicht Spannung und Strom?
Die einzelnen Wicklungen Deines Motors sind für 220 V ausgelegt, 230 V halten sie aber auch aus.
In Dreieckschaltung wprden sie aber 400 V bekommen, also kannst Du den Motor nur in Sternschaltung betreiben.
Relativ unnütz. Für Distanzhülsen sicherlich nutzvoll/verwendbar. Auch noch für Abstandshalter.
Sobald man gezielt einen Durchmesser drehen will, wirds spannend, da die (verschlissenen?) Schlitten keine Skalen haben.
Eher lustig ist der Knebel am Reitstock.
Aber ich weiß ja nicht, was der TO damit vorhat. Nachdem Werkzeug und Zubehör dabei ist, sind die Folgeinvestitionen wohl überschaubar (hoffentlich). Mir persönlich wäre der FU schon zu viel, ausser ich hätte was passendes rumliegen.
Die Maschine steht
dort und sollte schon aus rein nostalgischen Gründen wieder in Bewegung
kommen.
Ich bin auch dieser Meinung, aber man kann es natürlich auch anders sehen.
Es ist letztzlich die Entscheidung des Eigentümers was er damit machen will.
Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in
Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung
umzuschalten,
Der gezeigte Motor hat 0,2 KW, da ist eine Stern/Dreieckschaltung
wohl nicht von Nöten!
Ein schönes Stück Geschichte. Der Elektromotor gehört eigentlich nicht dazu, original wurde die Maschine per Fußwippe angetrieben. Wie Omas Nähmaschine.
Hier ein Bild wie das ursprünglich ausgesehen haben wird:
Ohne Skalen ist die Drehe eigentlich (bei heutigen Ansprüchen) kaum sinnvoll nutzbar, für einfachste Teile oder als Drechselbank.
Überlegungen bez. Rechts / Linkslauf sind overkill, Gewinde kannst du mangels Leitspindel eh nur mit Gewindeboherer oder Schneideisen fertigen. Dann setzt du das Gewinde auf der Maschine nur grade an und machst den Rest am Schraubstock auf der Werkbank.
Investieren würde ich nicht viel, als Schalter so einen Kombischalter wie sie typisch an Hobbykreissägen verbaut sind. z.B. den DZ08-3 aus dem Bücherhaus. Ist natürlich ein nicht artgerechter Fremdkörper, aber das ist ja schon der Motor.
Besser aufgehoben wäre die schön erhaltene Maschine in einem Museum oder einer Ausstellung.
Auch hier kann man Teile mit 1/100 mm herstellen.
Man muss halt öfter mal nachmessen, aber irgendwann hat man
den "Dreh" raus.
Hundertstel ist eher übertrieben aber geht im Prinzip. Man kann - je nach Material des Werkstückes - nicht einen beliebig dünnen Span abnehmen weil sich die Schneide dann wegdrücken wird.
Magnetstativ ans Bett, Messuhr an den Schlitten, und schon hat
es eine Anzeige.
Alternativ gibt es Messschieber zum andübeln für überschaubares Geld.
Nach den Richtlinien des Forums sei noch die Option "Schrittmotor statt Kurbel + LinuxCNC" erwähnt, Herr Whitworth würde staunen.
Wäre irgrendwie schade, andererseits fehlt ja der Tretwippenantrieb eh schon.
Noch mehr wird der ernüchterte Anwender staunen wie viel Spiel die
Trapezspindel hat.
Natürlich. Für einfache Dreharbeiten funktioniert das trotzdem. Der Dreher an einer konventionellen Maschine kommt damit ja auch klar. Bei einer (CNC-) Fräse würde ich das anders bewerten.
Umrüstung auf Kugelumlaufspindeln - ggf. im zweiten Schritt - sollte aber auch kein Thema für den ambitionierten Heimmechaniker sein.
Eine Umrüstung auf angetriebenen Bettschlitten ist illusorisch, da dessen Geometrie nur Betrieb im geklemmten Zustand erlaubt.
Auch die Gleitflächen des Betts und auch des Schlittens sind sicher nicht für häufige Bewegung unter Last geeignet.
Eine Umrüstung auf angetriebenen Bettschlitten ist illusorisch, da
dessen Geometrie nur Betrieb im geklemmten Zustand erlaubt.
Michael, Dieter, Oliver,
ihr seid natürlich Spezialisten. Andererseits solltet ihr unsere (Ur-) Großväter nicht für doof halten. Feinmechanik und Werkzeugmaschinenbau waren Anfang des letzten Jahrhunderts bereits weit fortgeschritten, so richtig viel Grundlegendes ist seit dem nicht mehr passiert. (Was Mechanik betrifft)
Ich sehe hundsgemeine, nachstellbare, Schwalbenschwanzführungen wie sie sich auch heute noch an nahezu jeder erwachsenen Dreh- oder Fräsmaschine finden.
Im Gegensatz zu Michael weiß ich nicht ob Trapezspindeln verbaut sind, vermute aber stark schon. Warum auch nicht?
Ja, der Support wird auf dem Bett geklemmt, in Z-Richtung verfahren wird hier mit dem Obersupport. Was die Bearbeitung etwas einschränkt.
Dieter W. schrieb:
Michael, Dieter, Oliver,
ihr seid natürlich Spezialisten. Andererseits solltet ihr unsere (Ur-)
Großväter nicht für doof halten.
Tut auch niemand. Die Maschine dort oben ist und war niemals eine „Werkzeugmaschine“. Die hat mit ernsthaften Drehmaschinen nichts zu tun, weder mit welchen von 1800 noch von 1900. Die war niemals „gut“ oder „Stand der Technik“.
Das ist von der Grösse und dem Aufbau her eine typische Feinmechaniker-Drehbank, auch der ehemalige Fussantrieb und die Motorleistung von 200 Watt sprechen dafür. Drehstrom ist dafür natürlich Overkill.
Was mich am Motor stört ist die Drehzahl von knapp 1000 U min, die Keilriemenscheiben lassen eine maximale Drehzahl von 1500 U min an der Spindel vermuten. Um auf höhere Schnittgeschwindigkeiten für kleine Durchmesser (Feinmechaniker!) zu kommen wäre ein Motor mit höherer Drehzahl interessant, notfalls kann man dann mit den vorhandenen Scheiben runterregeln.
Da würde ich aber keinen Drehstromer mit FU verwenden, sondern einen sog. "Nähmaschinenmotor", z.B. https://www.ebay.de/itm/366299341985, die 550 Watt sind zwar etwas viel, aber die Motoren lassen sich gut regeln und man hat auch bei niedrigen Drehzahlen noch Durchzug. In der Zerspanungsbude finden sich zahlreche positive Berichte darüber z.B. https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=43&t=61494
alleine der 38mm Durchlass ist so wertvoll dass ich meine RC6123B-500
dafür verkaufen würde,
Auch das ist wieder ein typischer Sabbelkopp. Musst wohl deinen Schüppensteil auf der Drehbank anspitzen können?
Je gößer der Durchlass an so einer kleinen Maschine, um so weniger Material bleibt am Spindellager und dem Lagersitz im Spindelstock übrig, sodass die Maschine weniger Steifigkeit vorweist. Ausserdem ist der Drehfutterdurchlass eh kleiner sodass der große Spindelduchlass kaum Sinn macht.
Da fehlen einfach komplett die Grundlagen der Maschine. Und die dann Stück für Stück nachzurüsten ist wirtschaftlich einfach kompletter Unsinn. Die Drehmaschine ist wie sie ist, und das hat der TO wohl selbst verstanden. Ich will ihm die Maschine nicht madig machen, ich hätte auch nichts davon.
Aber möglicherweise bist du ja derjenige, den ich letztens auf der Autobahn aufm Pannenstreifen dahinschleichen sah.
Ein Trabbi in toller Gulf-Lackierung (hellblau/orange) mit einem Spoiler-Nachbau eines Ferraris. Sturzhelm, feuerfesten SPARCO-Overall und aufgeblasenen Backen. Ausm Auspuff der typisch bläuliche 2-Takt-Qualm, wohl mit Rizinus-Öl-Zusatz (Castrol - Castor-Oil).
Ich sehe hundsgemeine, nachstellbare, Schwalbenschwanzführungen wie sie
sich auch heute noch an nahezu jeder erwachsenen Dreh- oder Fräsmaschine
finden.
Dann schau lieber nochmal genauer. Die haben "alle" Linearführungen.
Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in
Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung
umzuschalten,
Der gezeigte Motor hat 0,2 KW, da ist eine Stern/Dreieckschaltung
wohl nicht von Nöten!
Nach den Angaben auf dem Typenschild ist der Motor für das Stern-Dreieck-Anlassverfahren NICHT geeignet.
Zumindest nicht am normalen 400V Drehstromnetz!
Bei zwei Spannungsangaben auf dem Typenschild gibt die kleinere Spannung die maximale Strangspannung an, für die der Motor gebaut ist!
Die Aufgabe des Elektrikers ist, zu entscheiden, wie dieser Motor - mit diesen Typenschildangaben - an das vorhandene Dreiphasen-Spannungsnetz anzuklemmen ist.
Hier beträgt die maximale Strangspannung des Motors 230V, d.h. der Motor darf NUR im Stern (Y) geschaltet werden!
Ich sehe hundsgemeine, nachstellbare, Schwalbenschwanzführungen wie sie
sich auch heute noch an nahezu jeder erwachsenen Dreh- oder Fräsmaschine
finden.
Dann schau lieber nochmal genauer. Die haben "alle" Linearführungen.
Meine Weiler CNC Drehmaschine und meine Maho 700 CNC Fräse haben nachstellbare Schwalbenschwanzführungen an allen Achsen...
Laufen übrigens gewöhnlich einige Stunden in der Woche als Beitrag zum Lebensunterhalt.
Baujahr 1985?
Meine Maho MH 700 C hat nur auf Y (als Vertikale) einen Schwalbenschwanz, der Rest sind Flachführungen. Meine Haas TL-2 hat Linearführungen, meine 3 CNC-Drehen in der Arbeit haben Linearführungen.
Meine ist etwas älter, 1980.
Mit (elektrisch) geschaltetem Getriebe noch, Dampf ohne Ende :-)
hat nur auf Y (als Vertikale) einen
Schwalbenschwanz, der Rest sind Flachführungen.
Ja, bin ich etwas übers Ziel hinausgeschossen. Ist bei mir genauso.
Die Weiler 120CNC hat natürlich ebenfalls einen Schwalbenschwanz nur an der X-Achse.
Linearführungen kommen an meinen (etwas älteren) Maschinen nicht vor.
Meine Haas TL-2 hat
Linearführungen, meine 3 CNC-Drehen in der Arbeit haben Linearführungen.
Linearführungen haben Vorteile was die max. Verfahrgeschwindigkeit und den fehlenden Slip-Stick Effekt betrifft, Nachteile z.B. wegen geringerer Dämpfung und sind teurer. Ich kann mir schon vorstellen daß moderne Maschinen mit hohen Geschwindigkeiten bei Bearbeitung und Handling die Vorteile der Rollen bzw. Linearführungen nutzen, bin da tatsächlich nicht auf dem Laufenden.
Meine Maho geht da eher gemächlich dafür aber kräftig ans Werk ;-)
Nichtsdesdotrotz funktioniert die "gute alte" Schwalbenschwanzführung einwandfrei, egal ob manuell oder CNC. Alles mit seinen Vor und Nachteilen.
Um den Bogen zu kriegen: Ich habe eine CNC Aufrüstung der alten Schätzchens nur "halb ernst" ins Rennen geworfen und hätte das selber auch nicht in Betracht gezogen. Andererseits macht es mir diebischen Spaß alte Technik mit modernen Mitteln zu "pimpen". Die 100 Jahre alte Drehe mit Gcode aus dem 3D-Cad zu füttern. Soetwas ;-)
Tatsächlich wäre der Aufwand solcher Spielerei (nichts anderes wäre das) sehr überschaubar.
Wie ich dem Bild der Maschine entnehme sind Schwalbenschwanzführunngen verbaut.
Zwei Schrittmotoren (evtl mit Getriebe) mit Steuerungen, 4 Zahnriemenräder und Zahnriemen und etwas Flachstahl. Einen alten PC mit Druckerport noch.
Endschalter sind Luxus.
(Nick, ich verstehe daß deine Ansprüche höher liegen, hier geht es um Spielerei)
Allerdings gibt es vermutlich das bekannte Henne / Ei - Problem.
Bei mir in der Werkstatt wäre das ein fröhlich vor sich hin pfeifender Bastelsonntag ;--)
Nick, ich verstehe daß deine Ansprüche höher liegen, hier geht es um
Spielerei
Meine Ansprüche gelten für mich. Die Ansprüche Andere gelten für die Anderen. Und das versetehe ich und berücksichtige ich. Ich warne den Anderen, wenn Leute mit offensichtlichen Spinnereien (sie nennen es "Spielerei") daherkommen.
Lass den TO mal eigene Erfahrungen sammeln und darauf basierend seine Anforderungen. Wenn er die hat, dann kann er fragen, ob so ein Umbau an seiner Maschine sinnvoll ist. Meine Antwort wäre immer noch die gleiche.
Soll er sich dann von mir aus eine Mini-Lathe kaufen. Ich würde ihn dann warnen, dass die Führungen unterirdisch gearbeitet sind und er nicht erwarten kann, dass er eine tolle CNC-Drehe hat. Es bleibt dann immer noch seine Entscheidung.
Falls es Euch interessiert, sind hier meine Erfahrungen:
Mein Rat wäre auf VFD Drive umzustellen. Vor rund 20 Jahren stellte ich um. Der Wand montierte Frequenzumrichter erlaubt einen 10:1 Bereich der Drehzahl. Der FU wird von 120V 60Hz gespeist und kann Dreiphasen Motoren bis zu 1.5KW betreiben. Der Motor ist ein 240V Drehstrom Typ der 1200W Leistungsklasse. Siehe die Bilder des Anhangs. Das Kabel zwischen Motor und FU ist abgeschirmt um EMV zu verringern. Mittelwellen Radiobetrieb ist in unmittelbarer Nähe etwas beeinträchtigt.
Ich parametrisierte den FU wie gezeigt für Druckknopfbedienung und Notschalter Betrieb.
Zur Bedienung entfernte ich die alte Schalter Einrichtung und fabrizierte eine neue gewinkelte Frontplatte mit einem Notausschalter mit Verrieglung und Druckknopf-Bedienung für Vorwärts- oder Rückwärtsbetrieb. Die FU-Steuerung erlaubt sofortige sanfte Umschaltung der Drehrichtung. Man muß also nicht warten bis der Motor zum Stillstand kommt. (Ist toll zu beobachten) Der große weisse Knopf hinter den Bedienungselementen stellt die Drehzahl mit einem Poti ein. Dahinter ist der Hauptschalter für den FU und Netz Kontrollampe.
Bis jetzt hat die Anlage vollkommen störungsfrei funktioniert und bin sehr zufrieden. Die Motorgröße ist kein Luxus, weil der erzielbare Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen doch geringer ausfällt. Notfalls muß man die Riemenübersetzung umstellen, wenn man viel Kraft braucht. Da ich aber hauptsächlich Alu und Kunststoffe bearbeite, reicht der Einstellungsbereich für die meisten Arbeiten aus und der Poti-Einstellbereich ist für die meisten Arbeiten ausreichend.
Was die eigentliche Drehmaschine betrifft, erweiterte ich sie durch Einbau eines selbst gefertigten Drehrichtungsumschalter and der rechten Wand des Räderhauses. Ferner stellte ich die Standard Schraubenschüssel Reitstock Arretierung auf Kammm-Aktion Arretierung um. Auch der Sattel kann mit einem Hebel arretiert werden. Die übrigen Änderungen sind aus den Bildern ersichtlich.
Diese Drehbank ist für meine Ansprüche ausreichend. Allerding muß man mit Bedacht arbeiten, wenn man große Kräfte braucht. Ich hoffe es hat Euch interessiert.
Mein Rat wäre auf VFD Drive umzustellen. Vor rund 20 Jahren stellte ich
um. Der Wand montierte Frequenzumrichter erlaubt einen 10:1 Bereich der
Drehzahl. Der FU wird von 120V 60Hz gespeist und kann Dreiphasen Motoren
bis zu 1.5KW betreiben. Der Motor ist ein 240V Drehstrom Typ der 1200W
Leistungsklasse. Siehe die Bilder des Anhangs. Das Kabel zwischen Motor
und FU ist abgeschirmt um EMV zu verringern. Mittelwellen Radiobetrieb
Es geht hier um eine historische Feinmechaniker-Drehbank aus den 30er Jahren mit einem nachgerüsteten 200-Watt-Motor. Vergleich: VW Käfer der 30er Jahre und Porsche Taycan oder so
Und es geht um einen Schalter für diesen Motor. Da der evtl nicht geeignet ist, ggf. auch um einen neuen Motor in dieser Leistungsklasse.
Mein Rat wäre auf VFD Drive umzustellen. Vor rund 20 Jahren stellte ich
um. Der Wand montierte Frequenzumrichter erlaubt einen 10:1 Bereich der
Drehzahl. Der FU wird von 120V 60Hz gespeist und kann Dreiphasen Motoren
bis zu 1.5KW betreiben. Der Motor ist ein 240V Drehstrom Typ der 1200W
Leistungsklasse. Siehe die Bilder des Anhangs. Das Kabel zwischen Motor
und FU ist abgeschirmt um EMV zu verringern. Mittelwellen Radiobetrieb
Es geht hier um eine historische Feinmechaniker-Drehbank aus den 30er
Jahren mit einem nachgerüsteten 200-Watt-Motor. Vergleich: VW Käfer der
30er Jahre und Porsche Taycan oder so
Und es geht um einen Schalter für diesen Motor. Da der evtl nicht
geeignet ist, ggf. auch um einen neuen Motor in dieser Leistungsklasse.
Oh, Danke für den Hinweis - das übersah ich, da mir nur die ersten Schalterbilder in Erinnerung waren und man von FU schon sprach. Obwohl auch dort FU-Betrieb angenehm wäre. Ich würde es nicht mehr vermissen wollen.
Abgesehen vom historischen Kontext wäre auch dort Drucktastenbedienung wie bei mir nützlich.
Das 3 oder 4 Backenfutter könnte die Maschine fluchtartig verlassen...
Am Ende meiner Lehrzeit hatte ein Kollege auf einer grösseren
Drehbank mit Fußbremse und Rechts/Linkslauf einen 5mm Stahl in der
Arbeit bei 2500 U/min - der Amerikaner war normalerweise mit einem
Spannring gesichert...
Jemand hatte vorher darauf gearbeitet und den Sicherungsring nicht
festgezogen, beim Abbremsen mit Fußbremse und Linkslauf fiel der
Amerikaner auf das Drehbankbett und danach auf den Fußboden -
darauf beschleunigte der Amerikaner (ca. 25cm Dm) und raste ca. 20m
durch die Werkstatt, schätze mal mit 100 Km/h oder auch mehr,
und schlug dann in
eine Metallwand vom Büro des Werkstättenleiters ein...
Hat gewaltig gerumst und einen mehrere Zentimeter tiefen Abdruck
hinterlassen - gut, dass die Spannbacken eingefahren waren, sonst
hätte es schon an der Maschine gekracht...
darauf beschleunigte der Amerikaner (ca. 25cm Dm) und raste ca. 20m
durch die Werkstatt,
Kenne ich auch. :-)
Als ich auf der FOS war und bei Siemens die praktische Ausbildung genoss*) ist Jemanden das gleiche passiert. Lustig, wie alle auf die Tische sprangen.
Zum Glück gab es keinen Personenschaden. Es gab danach nochmal eine eindingliche Sicherheitseinweisung für Alle.
*)
Ich hab das wirklich genossen. Siemens hat da wirklich eine gute Arbeit geleistet und ich konnte viel lernen.
ich habe jetzt einen L-0-R-Schalter bestellt. Ob ich die Wendemöglichkeit brauche werde ich sehen.
Nach einem Gespräch mit einem Kollegen, werde ich die Machine in Dreiecksschaltung anschließen. So ist sie auch schon gemäß der "Laschen" betrieben worden, und bei einer Leistung von nur 200W sollte das auch kein Problem sein.
Was den Drehstrom betrifft, so hat jede Phase 230V, und durch die drei Phasen kommt man dann auf die 380 bzw. 400V.
Eine Frage noch: da die Montage eines geschlossenen "Endlos-" Keilriemens schwierig würde (siehe Bild von der Lagerung des Futters), habe ich sowohl einen offenen PU-Keilriemen und einen offenen Lochkeilriemen mit Verbindungsplatten bestellt. Letzterer ist einfach zu verbinden.
Könnt ihr mir sagen, was die beste Methode zum Verschweißen oder gar Verkleben des PU-Riemens ist?
Wenn du ihn wirklich in Dreieck an das normale 400 V Netz anschließen willst, dann brauchst du den Schalter nicht kaufen. Das Geld ist rausgeschmissen.
Ich habe eine Ausbildung zum Elektromaschinenbauer (Motorwickler) gemacht und unterrichte nun, nach meinem Studium der Elektrotechnik und einer fast 15jährigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, seit mehr als 10 Jahren angehende Elektroniker bzw Elektromeister.
Nach dem Typenschild ist der Motor für eine Dreieckschaltung nicht geeignet, warum auch immer die Klemmbrücken so verschaltet sind?
Eine einfache Googlesuche sollte Klarheit bringen!
der Motor und die Drehbank stammen aus den 30ern des letzten Jahrhunderts. Ist es nicht möglich, dass es damals und auch später 220V Drehstrom gab? Wie gesagt, an dem Klemmbrett habe ich nichts verändert. Er muss also so betrieben worden sein.
Der alte Schalter entscheidet ja nicht über Stern- oder Dreiecksschaltung, sondern nur das Klemmbrett.
wenn ich das Typenschild (220V/380V) auf dem ersten meiner Bilder richtig verstehe, dann zöge der Motor in der Dreiecksschaltung 1,15A und in Sternschaltung 0,65A.
Warum kann der Motor nicht mit Dreieck betrieben werden? Ich stehe auf dem Schlauch.
Wenn Du von 400V Drehstrom sprichst, einst Du damit die 400V, die sich insgesamt durch die drei Phasen ergeben, oder was?
220V/230V pro Phase und Motorspule multipliziert mit Wurzel 3 ergibt die 380V/400V Gesamtspannung.
400V ergibt entsprechend 690V Gesamtspannung. Dafür ist der Motor natürlich nicht ausgelegt.
aber ich habe doch hier im Haus keinen Stark-Drehstrom mit 400V pro Phase, weder für den Induktionsherd, noch für den Durchlauferhitzer.
220V/230V pro Phase und Motorspule multipliziert mit Wurzel 3 ergibt die
380V/400V Gesamtspannung.
400V ergibt entsprechend 690V Gesamtspannung. Dafür ist der Motor
natürlich nicht ausgelegt.
aber ich habe doch hier im Haus keinen Stark-Drehstrom mit 400V pro
Phase, weder für den Induktionsherd, noch für den Durchlauferhitzer.
In Drehstromnetzen gibt man die Spannung zwischen zwei Außenleitern an!
Du hast zu Hause sicherlich 400V Drehstrom, und eben 230V zwischen einem Außenleiter und dem Neutralleiter.
es gab bestimmt einen Grund den Motor so zu verschalten!
Der ist bisher aber noch nicht genannt worden oder ich habe ihn überlesen oder nicht mehr in Erinnerung!
Mein Ausgangspunkt ist: du willst diesen Motor mit dem Typenschild an ein normales 400V Drehstromnetz ( L1 - L2 - L3 - N - PE) anklemmen. Ob fest oder über eine CEE-Steckverbindung!
Mein Hinweis/Ratschlag: dann lege die Klemmbrücke am Klemmbrett in Sternschaltung, ansonsten wird der Motor Schaden leiden oder vorgeschaltete Sicherungselemente werden auslösen.
220V/230V pro Phase und Motorspule multipliziert mit Wurzel 3 ergibt die
380V/400V Gesamtspannung.
400V ergibt entsprechend 690V Gesamtspannung. Dafür ist der Motor
natürlich nicht ausgelegt.
aber ich habe doch hier im Haus keinen Stark-Drehstrom mit 400V pro
Phase, weder für den Induktionsherd, noch für den Durchlauferhitzer.
In Drehstromnetzen gibt man die Spannung zwischen zwei Außenleitern an!
Du hast zu Hause sicherlich 400V Drehstrom, und eben 230V zwischen einem
Außenleiter und dem Neutralleiter.
Spätestens jetzt kann ich nur noch raten und empfehlen: rufe einen ausgebildeten Elektriker deines Vertrauens an und lasse ihn dass machen
Weisheiten: wie Schuster bleib bei deinen Leisten haben heute mehr denn je ihre Berechtigung. Jeder glaubt, weil er im Internet etwas gelesen hat oder andere Youtuber das empfehlen, dass das die Wahrheit ist.
Der menschliche Körper hat kein Sinnesorgan für elektrischen Strom.
Wir können ihn nicht sehen, riechen, fühlen, hören oder schmecken. Wenn wir das tun, dann ist es bereits zu spät ....
wenn ich das Typenschild (220V/380V) auf dem ersten meiner Bilder
richtig verstehe, dann zöge der Motor in der Dreiecksschaltung 1,15A und
in Sternschaltung 0,65A.
Dir kommt nicht die Idee, dass die drei Angaben jeweils zusammen gehören?
(220-Dreieck / 380-Stern)
Von der Zerspanungsbude her weiss ich, dass rainer4x4 eine Drehmaschine
hat.
Nicht nur die kleine Hobbymaschine, für die größeren Dinge habe ich noch eine Maschine mit getrennten Zug- und Leitspindel, Hauptspindel-Schaltgetriebe und einem Nortongetriebe. Hier bei der Anfertigung von Fahrzeugteilen für die Restauration.