Ich habe gerade eine "Männer-Mikrowelle" (nur je ein Knopf für Leistung und Zeit :)) bekommen.
Oberwärme und Licht soll funktionieren, µW nicht.
Ich will mir mal Kondensator und Gleichrichter ansehen.
Mit welcher Flußspannung habe ich beim Gleichrichter so zu rechnen?
Oberwärme und Licht soll funktionieren, µW nicht.
Ich will mir mal Kondensator und Gleichrichter ansehen.
Mit welcher Flußspannung habe ich beim Gleichrichter so zu rechnen?
Schau Dir die HV Sicherung zwischen HV Trafo und Magnetron an.
Vorausgesetzt HV-Trafo und Magnetron sind noch heil, löst die manchmal aus wenn man etwas nicht MW geeignetes reinstellt.
Der Spannungsverdopplungskondensator ist annähernd unkaputtbar und auch defekte HV Dioden habe ich bei MW nie gesehen.
Eher ist es die HV Wicklung des Trafos, aber das dann oft mit Rauchzeichen.
An meiner war's mal ein schlecht gecrimpter Steckverbinder fuer die Heizung/Kathode. Konnte man schoen (aus der Distanz) sehen, dass die Anodenspannung da war, aber in der Hoehe konstant blieb. Ist alles OK, sinkt die Anodenspannung nach ein paar Sekunden etwas ab, wenn die Kathode auf Temperatur ist.
Das sind selbstheilende PP oder Papier Folienkondensatoren in Isolieröl.
Robuster kann man Kondensatoren fast nicht mehr bauen.
Aber nur weil ich sowas nie in Gastro MW gesehen habe, mag es bei stark frequentiertem Consumer Krams so minderwertige Modelle geben.
Versuch dein Glück.
Die Kapazität ist ja schnell gemessen.
Viel ist ja nicht dran an so einer MW.
Ach ja, ich habe Magnetrone gesehen deren Heizwicklung defekt war.
Sollte im 1-2 stelligen Ohm Bereich liegen, wenn die okay sind.
HV geht dann böse nach oben, weil das Streufeldtrafos sind die zugleich die Leistungsbegrenzung machen.
Meine ist über 20 Jahre alt und brummt ohne zu heizen. Ich gehe auch von einem kaputten Kondensator aus. Liegt jetzt seit ein paar Jahren im Keller, finde die zum Wegschmeißen zu schade, weil neue Geräte wohl bescheiden sein sollen. Ob das stimmt.
brennt dir wegen Überschlag nach und nach die
Metallisierung weg
Die Theorie wie ein Folienkondensator seine Kapazität verliert ist mir wohlbekannt.
Ich habe sowas in Motoranlaufkondensatoren gesehen, aber noch nie in einer MW.
Dafür habe ich etliche kaputte Magnetrone, Trafo HV Wicklungen und in Consumer MW def HV Sicherungen gesehen.
Nie eine def. HV Diode oder einen Kondensator mit dramatisch gesunkener Kapazität.
Glaube ich auch erst wenn ich es sehe.
Die Betriebszeit eines MW Kondensators ist verschwindend gering gegenüber einem Motor der fast 24/7 läuft.
Ich denke da wird oft reflexartig auf den Kondensator geschlossen, ohne je den Beweis durch Messung und Reparatur erbracht zu haben.
Ein sterbender MW Kondensator würde zu einem schleichenden Leistungsverlust führen, nicht zu einem abrupten Ende.
Wenn man seine Funktion versteht ist das offensichtlich.
Windungsschluss im Trafo hatte ich auch schon, Sicherung hatte ausgelöst.
Bei über 3000 Beiträgen wirst Du es vermutlich wissen, aber nur zur Vorsicht oder für spätere Leser:
Abgesehen von den normalen 230V Risiken hat der Kondensator auch nach dem Ziehen des Netzsteckers noch eine potentiell tödliche Restladung parat. Also stets sicher entladen und messen!
An meiner war's mal ein schlecht gecrimpter Steckverbinder fuer die
Heizung/Kathode.
Bei Panasonic hatte ich es nach 10Jahren problemlosen Betrieb das der 6.3mm Steckverbinder zwar noch richtig gecrimpt war, aber die eigentlichen Halteoesen den den Steckverbinder auf dem Gegenstecker halten hatten sich gelockert. ETwas nachbiegen und weitere 10Jahre Betrieb waren machbar.
hat der Kondensator auch nach
dem Ziehen des Netzsteckers noch eine potentiell tödliche Restladung
Die haben intern verbaute Entladewiderstände.
Einfach ein paar Minuten warten, wenn man ganz sicher sein will.
Ansonsten aber: Das sind bei Betrieb (Magnetron geheizt und Volllast) ca. 2,5KV in der Spitze. Im leerlauf werden das auch gerne 6KV.
Das Magnetron wirkt wie eine riesige Z-Diode, wenn es erst warm ist.
Der Streufeldtrafo begrenzt die Leistung. Der Kondensator wird in der einen Halbwelle geladen, in der zweiten wird seine Spannung aufaddiert und ans Magnetron gegeben.
Das macht mach u.A. weil HV Trafos schon bei halber Magnetron Spannung nicht ganz einfach zu bauen sind.
Alles daran ist absolut tödlich.
Glück wäre, nur schwerste Verbrennungen mit bleibenden Nervenschäden zu haben.
Ich rate davon ab das man da planlos drin rumstochert, aber ich rate auch davon ab beim Fensterputzen im 6ten Stock auf dem Fensterbrett zu balancieren um die letzte Ecke zu erwischen.
Manchen Menschen möchten eben beim Darwin Award auf die vorderen Plätze, da mag ich nicht im Wege stehen.
Die Hochspannung ist gefährlich, ok.
Aber was noch nicht erwähnt wurde: Was ist mit der µW-Strahlung?
Ist die sicher auf den Garraum beschränkt, oder sollte man es tunlichst vermeiden, die µW bei offenem Gehäuse einzuschalten?
Die Hochspannung ist gefährlich, ok.
Aber was noch nicht erwähnt wurde: Was ist mit der µW-Strahlung?
Ist die sicher auf den Garraum beschränkt, oder sollte man es tunlichst
vermeiden, die µW bei offenem Gehäuse einzuschalten?
Die ist sicher auf den Garraum beschränkt. Wenn der offen sein sollte (mit überbrückten Sicherheitsschaltungen): Nicht reingucken ist oberste Devise! Alles andere wird auch gern übertrieben dargestellt. BTDT
Wenn du unbedingt reinschauen möchtest unbedingt eine Schutzbrille aufsetzen! Das machen die Profis wenn sie an einer strahlenden µW Antenne arbeiten müssen.
Im Wesentlichen auf den Garraum beschränkt.
Da Metall nur HF reflektiert und der Deckel fette Lüftungsschlitze hat, ist der Deckel eh keine wirksame Abschirmung für HF
Alles andere wird auch gern übertrieben dargestellt
Wenns plötzlich unscharf und dunkel wird, hat man gerade festgestellt das die Linse im Auge keinen Blutkreislauf hat und daher schnell und massiv überhitzt.
Aber was solls, man kann sich ja auch durch Leben tasten.
Bei 600+X Watt reicht es ein paar Prozent davon zu erhaschen.
Also: Thomas darf oder sollte seine Tipps gerne ausprobieren, die, die Sehkraft eigentlich ganz hilfreich finden, sollte das lieber lassen.
Im Wesentlichen auf den Garraum beschränkt.
Da Metall nur HF reflektiert und der Deckel fette Lüftungsschlitze hat,
ist der Deckel eh keine wirksame Abschirmung für HF
Alles andere wird auch gern übertrieben dargestellt
Wenns plötzlich unscharf und dunkel wird, hat man gerade festgestellt
das die Linse im Auge keinen Blutkreislauf hat und daher schnell und
massiv überhitzt.
Aber was solls, man kann sich ja auch durch Leben tasten.
Bei 600+X Watt reicht es ein paar Prozent davon zu erhaschen.
Also: Thomas darf oder sollte seine Tipps gerne ausprobieren, die, die
Sehkraft eigentlich ganz hilfreich finden, sollte das lieber lassen.
Erstens habe ich das selbst des öfteren machen müssen (mit der Brille).
Zweitens erfreue ich mich bester Sehkraft.
Drittens habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen.
Viertens ist diese Wellenlänge von Natur aus gerichtet. Wer hinter dem Gerät steht hat selbst bei offener Tür nichts zu befürchten.
Aber bitte gern immer wieder Schauermärchen erzählen. Jeder wie er mag.
Gestern hatte ich Gelegenheit, einen Blick in die µW zu werfen.
Freundlicherweise klebt ein Schaltplan drin. :)
Aber zuerst:
Grill - 1min auf niedrigster Stufe - wurde warm.
µW - 5 5min auf höchster Leistung - das Glas Wasser im Garraum zeigte sich unbeeindruckt.
Also stimmt die Fehlerbeschreibung.
Das Innenleben der µW überraschte mich etwas:
Der Trafo war nur halb so groß, wie gewohnt, dafür war der Kondensator doppelt so groß...
Die HV-Sicherung (5kV/0,7A) ist ok.
Magnetron-Heizung, Primärseite und Magnetron-Heizung des Trafos hat Durchgang. Sekundärseite des Trafos hat ca. 150 Ohm.
Die HV-Diode beginnt bei ca. 8,5V zu leiten.
Nur mit dem Kondensator komme ich nicht klar:
Er hat laut Aufschrift 1µF/2100V AC, parallel 10M Ohm.
Erstens habe ich das selbst des öfteren machen müssen (mit der Brille).
Dazu mal eine Frage:
Wenn ich durch das Lochblech der Tür einer arbeitenden µW sehe, verspüre ich einen leichten brennenden Druck in den Augen. Desgleichen bei UV-Licht (Epromlöscher).
Ist das echt, oder nur Einbildung?
Wenn ich durch das Lochblech der Tür einer arbeitenden µW sehe, verspüre
ich einen leichten brennenden Druck in den Augen. Desgleichen bei
UV-Licht (Epromlöscher).
Beides könnte der dezente Hinweis darauf sein, daß spätestens jetzt der Moment gekommen ist, damit aufzuhören.
Der Spannungsverdopplungskondensator ist annähernd unkaputtbar und auch
defekte HV Dioden habe ich bei MW nie gesehen.
Eher ist es die HV Wicklung des Trafos, aber das dann oft mit
Rauchzeichen.
Bei meiner wars zuletzt (defekt letztes Jahr) der Kondensator kompletter Durchgang. Die Dioden, die HVR war mit der Gehäusemasse verbunden habse mit 12 V / 1,2 A getestet, geht noch. Die 2X062H, bei der passiert nichts, die war parallel mit dem Kondensator verbunden (an beiden Anschlüssen), ne Spannungs - Schutzdiode vielleicht? Das Schaltzeichen sagt mir nichts.. MW war schon BJ 1997, Reparatur lohnt da ehr nicht, Neukauf.. hat aber sehr lang gehalten, die neue von LG mit "Smart Inverter" wird wohl keine 20 Jahre schaffen. Das schwerste war der MW Trafo, ca. 5 KG. Der war wohl auch noch ok.
Wenn du unbedingt reinschauen möchtest unbedingt eine Schutzbrille
aufsetzen! Das machen die Profis wenn sie an einer strahlenden µW
Antenne arbeiten müssen.
Mit einem ungeerdeten Drahtgeflecht wie ein Teesieb!
Wenn du unbedingt reinschauen möchtest unbedingt eine Schutzbrille
aufsetzen! Das machen die Profis wenn sie an einer strahlenden µW
Antenne arbeiten müssen.
Mit einem ungeerdeten Drahtgeflecht wie ein Teesieb!
Ausführung BH...
Ja, so sieht die Schutzkleidung für den Bereich eben aus.
Ich hab noch meine für das Betreten von Umrichterhallen im laufenden Betrieb. Die unfasst weit mehr als die Augen.
Die haben intern verbaute Entladewiderstände.
Einfach ein paar Minuten warten, wenn man ganz sicher sein will.
Solche Ratschläge mag ich besonders. Absolut sicher, dass da
höchstwahrscheinlich kaum etwas passieren kann!
Ich kann aus der Praxis der letzten 30 Jahre sagen, dass 80-90 %
aller Entladewiderstände defekt (abgeheizt) waren, vor allem
bei Kompensationskondensatoren in der Industrie...
Da kann man nach vielen Stunden oder Tagen noch eine tödliche Dosis
erhalten...
Wenn du unbedingt reinschauen möchtest unbedingt eine Schutzbrille
aufsetzen! Das machen die Profis wenn sie an einer strahlenden µW
Antenne arbeiten müssen.
Ja, so sieht die Schutzkleidung für den Bereich eben aus.
Ich hab noch meine für das Betreten von Umrichterhallen im laufenden
Betrieb. Die unfasst weit mehr als die Augen.
Hier sieht man einen Hausgeräteelektriker mit ordnungsgemäßer Schutzausrüstung: Abschirmkleidung, Mikrowellenbrille und Hochspannungssonde.
Den Schaltplan haben eigentlich alle meiner Mikrowellen im Deckel. Vermutlich weil sie > 20 Jahre alt und oft von Panasonic sind. Aber auch für die meisten anderen gibts Schaltpläne im Netz.
Typischerweise kann man mit Durchgangsmessung bei ausgeschaltetem Gerät und dann Probebetrieb am Energiemeßgerät, wenn man ängstlich ist vom Nachbarzimmer aus, schon ziemlich viel an der Mikrowelle feststellen. Plumpe Elektrotechnik.
Bei einer Miele war es mal eine kalte Lötstelle auf der Entstörplatine. Die Drossel hatte sich losgerüttelt und dann nach und nach das Lötzinn verdampft, wodurch schon gar kein Strom mehr im Gerät ankam.
Typischerweise kann man mit Durchgangsmessung bei ausgeschaltetem Gerät
und dann Probebetrieb am Energiemeßgerät, wenn man ängstlich ist vom
Nachbarzimmer aus, schon ziemlich viel an der Mikrowelle feststellen.
Plumpe Elektrotechnik.
Bei einer Miele war es mal eine kalte Lötstelle auf der Entstörplatine.
Die Drossel hatte sich losgerüttelt und dann nach und nach das Lötzinn
verdampft, wodurch schon gar kein Strom mehr im Gerät ankam.
Neuen Kondensator eingebaut - µW waved immer noch nicht.
(Beim Kondensator sollte man auf die Breite der Flachstecker achten...)
Eingangsspannung des Trafos (ohne Trafo) gemessen: Nur 12V~ pulsierend.
Der Widerstand parallel zum Kontakt auf der Baugruppe "Slow Acting Relay" ist hochohmig. Welchen Wert müßte der so haben (Zementwiderstand, geschätzt 10W-Klasse)?
Aber wieso 12V~ am Trafo ankommen, ist mir unklar: Wenn der Kontakt schließt, sollten 230V~ ankommen, ansonsten 0V~?
Spricht etwas dagegen, mal direkt 230V~ auf den Trafo zu geben, um den µW-Teil auszuprobieren?
Der Widerstand parallel zum Kontakt auf der Baugruppe "Slow Acting
Relay" ist hochohmig. Welchen Wert müßte der so haben (Zementwiderstand,
geschätzt 10W-Klasse)?
Eingangsspannung des Trafos (ohne Trafo) gemessen: Nur 12V~ pulsierend.
Der Widerstand parallel zum Kontakt auf der Baugruppe "Slow Acting
Relay" ist hochohmig. Welchen Wert müßte der so haben (Zementwiderstand,
geschätzt 10W-Klasse)?
Das was draufsteht. Nach Murphy natürlich auf der Unterseite.
Es brennen gerne durch: Der Widerstand selbst, der Thermoschalter in Reihe dazu, so vorhanden, und der Relaiskontakt, der den Widerstand überbrücken soll. Meist in umgekehrter Reihenfolge.
Wie schon gesagt, mit Durchgangsmessung kommt man sehr weit. Natürlich kann man stattdessen erstmal unbeschädigte Teile austauschen.
Aber wieso 12V~ am Trafo ankommen, ist mir unklar: Wenn der Kontakt
schließt, sollten 230V~ ankommen, ansonsten 0V~?
Das hängt von der Messung ab. Die mit einem Multimeter nicht unbedingt sinnvolle Zahlen wiedergibt.
Spricht etwas dagegen, mal direkt 230V~ auf den Trafo zu geben, um den
µW-Teil auszuprobieren?
Ja.
(Deine offensichtliche Ahnungslosigkeit gepaart mit gesundem Selbsterhaltungstrieb sollte da sehr laut dagegensprechen, unbedingt Mikrowellenherde reparieren zu wollen.)
Das was draufsteht. Nach Murphy natürlich auf der Unterseite.
Murphy hat noch mehr drauf:
Vielleicht stand mal was auf dem Widerstand, zu erkennen ist nichts mehr :(
In Gegensatz zu zu dem anderen Widerstand. Da steht deutlich 3k3 drauf, aber der ist auch ok.
Das Relais (24V) klickt noch, aber egal wie geschaltet, der Kontakt hat keinen Durchgang. Trotzdem seltsam, daß ich am Ausgang dieser Schaltung jetzt 33V messe (anderes DMM)...
Zum Direktbetrieb des µW-Teils:
Magnettrons werden gepulst betrieben.
(Wie lange) darf man die im Dauerbetrieb betreiben?
Man kann den Trafo extern mit 230V beaufschlagen.
Sprich eine "Pionier-Leitung"
in die Welle an den Trafo und die Welle natürlich wieder zuschrauben.
Glas Wasser auf den Teller, dann Strom für den Trafo ran geben.
Wird das Wasser warm, ist der ganze HV-Zweig OK.
Der Magnetron wird bei einem kurzen 10sek-Test nicht so heiss,
dass man zwingend auch den Lüfter anschliessen muss.
Und drehen muss der Teller dabei auch nicht.
Lampe is' auch egal :-]
Erstens habe ich das selbst des öfteren machen müssen (mit der Brille).
Zweitens erfreue ich mich bester Sehkraft.
Drittens habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen.
Viertens ist diese Wellenlänge von Natur aus gerichtet. Wer hinter dem
Gerät steht hat selbst bei offener Tür nichts zu befürchten.
Aber bitte gern immer wieder Schauermärchen erzählen. Jeder wie er mag.
Selbst wenn, der TE ist ein Foren-Boomer ohne Ahnung von dem was er da macht. Da wäre eine Warnung deutlich besser als das die Gefahr herunterzuspielen.
Ich verstehs ja nicht, wie man sich bei so einem simplen Problem so anstellen kann. Es geht um Durchgang an einem Widerstand und an einem Relais.
Daß hochohmige Multimeter an Netzspannung merkwürdige Dinge anzeigen können, sollte bekannt sein.
Der "langsam schauspielernde Fernschalter" ist ohnehin defekt, Kontakte abgebrannt (natürlich könnte es auch die Verzögerungsmimik sein, mit etwa derselben Wahrscheinlichkeit wie eine geworfene Münze auf dem Rand stehenbleibt). Kann man also bedenkenlos reinschauen (Vorher Stecker ziehen, ich habe mittlerweile das Gefühl daß solche Hinweise hier nötig sind.)
Bei meiner letzten Panasonic mit genau diesem Fehlerbild habe ich das Relais zur Probe mit feinstem Schmirgel wieder hinbekommen, aber die Kontaktpillen waren zu einer Kraterlandschaft runtergebrannt gegen die die Mondrückseite langweilig aussieht. Bei mir war der Klixon auf dem Widerstand abgebrannt, die meisten Hersteller lassen den aber weg und mißbrauchen den Widerstand als Thermosicherung, wenn das Relais versagt.
So ein Zementwiderstand sollte sich forensisch mit Aufklopfen und Vermessen der vorhandenen Reste ziemlich genau bestimmen lassen. Aber der Wertebereich wurd eh schon genannt.
Alternativ geht auch Aktenstudium: Mit ziemlicher Sicherheit gibts von genau dieser Mikrowelle und besonders ihren Innereien Dutzende Bilder im Netz, und mit etwas Glück kann man da den Widerstand mit lesbarer Aufschrift sehen.
Ich meine, das ganze HV-Teil incl. Trafo wird jeweils für einige
Sekunden Ein- und ausgeschaltet. Vermutlich vom Leistungsschalter.
Falls Du schon mal einen Mikrowellenherd beobachtet hast, dann
würdest Du wissen, dass der Leistungsschalter auf Vollbetrieb und
auch einigen Zwischenstufen gestellt werden kann...
Mit einer definierten Wassermenge als Last und dessen Temperaturmessung nachher - vorher in definierter Zeitspanne kann man die Leistung des Ofens sogar rechnerisch bestimmen.
Diese calorische Leistungsmessung in groß funktioniert sogar bei einem Megawatt-Radar.
Ohne Rechnen kann man auch mit einem funktionierenden Ofen vergleichen (unter gleichen Bedingungen). Die Öfen haben einen Wirkungsgrad von um 70 %, sind also ziemlich effektiv.
Erinnerungen an alte Physikstunden in der Schule...
Mit einer definierten Wassermenge als Last und dessen Temperaturmessung
nachher - vorher in definierter Zeitspanne kann man die Leistung des
Ofens sogar rechnerisch bestimmen.
Ein primitives Rechenblatt für die Tabellenkalkulation habe ich schon einige Male gezeigt.
Weil hier mal anscheinend Unwissende ihren Senf abgeben, habe ich mal Gooooogle, bzw die KI befragt.
Frage : Mikrowelle ohne äußere Abdeckung betreiben.
Antwort der KI:
Nein, eine Mikrowelle ohne äußere Abdeckung (Gehäuse) zu betreiben, ist lebensgefährlich. Der Betrieb ohne Gehäuse führt zu direkter Strahlenbelastung und einem hohen Stromschlagrisiko, da Schutzmechanismen umgangen werden.
Hier sind die kritischen Gründe, warum dies niemals getan werden sollte:
1
Strahlungsgefahr: Das äußere Gehäuse dient als Teil des Faradayschen Käfigs, der die Mikrowellenstrahlung im Inneren hält. Ohne dieses Gehäuse können elektromagnetische Wellen austreten, die Gewebe erwärmen und zu Verbrennungen oder Verletzungen führen können.
2
Stromschlaggefahr: Im Inneren der Mikrowelle befinden sich Bauteile (wie der Hochspannungstransformator und Kondensatoren), die auch nach dem Ausschalten lebensgefährliche Spannungen führen können.
Was mich hier entsetzt, ist die Ahnungslosigkeit auch auf Gebieten jenseits von Hochspannung und gepulster Mikrowellendigitalstrahlung.
Nicht nur die Unfaehigkeit, Leistung eines Widerstandes abzuschaetzen, sondern auch noch das Unvermoegen, zu merken, dass in dieser Anwendung garnicht die (Dauer)Leistung des Widerstands eine Rolle spielt, sondern (fast) nur die Impulsbelastungsfaehigkeit...
Was mich hier entsetzt, ist die Ahnungslosigkeit auch auf Gebieten
jenseits von Hochspannung und gepulster Mikrowellendigitalstrahlung.
Nicht nur die Unfaehigkeit, Leistung eines Widerstandes abzuschaetzen,
sondern auch noch das Unvermoegen, zu merken, dass in dieser Anwendung
garnicht die (Dauer)Leistung des Widerstands eine Rolle spielt, sondern
(fast) nur die Impulsbelastungsfaehigkeit...
Wie schon nebenan bei der Gefriertruhe und bei einem halben Dutzend anderer "Reparaturen" hier: Der Patient weiß noch vor der Untersuchung des defekten Geräts, an welchem einzelnen Bauteil das liegt und will dieses ums Verrecken weiter untersuchen oder austauschen, anstatt nach dem Fehler zu suchen.
Die Fallzahlen hier sind mittlerweile groß genug für eine Studie.
Schon gemacht, kein Problem.
In der Eintrittsöffnung für das Magnetron
ist eine ziemlich gute HF-Dichtung verbaut.
Dieser Ring aus Messing-Geflecht da.
so'ne Welle ist typischerweise eine Kiste in einer Kiste