Adressierbare RGB LEDs 3.3V gesucht

#6048843
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Joachim B. schrieb:
> Georg schrieb:
>> man müsste einen Wandler 3,3 -> 5 V verwenden.
>
> muss man?
> https://cdn-shop.adafruit.com/datasheets/WS2812B.pdf
> Power supply voltage VDD +3.5 ~ +5.3

Man muss Datenblätter richtig lesen können und wissen, das die Angaben 
unter "Absolute Maximum Ratings" keinesfalls die empfohlenen und 
charakterisierten Betriebsparameter darstellen. Die ganzen 
Betriebsparameter des Bauteils sind erst ab 4.5V spezifiziert. Daher 
sollte man für einen sicheren Betrieb mit der Versorgungsspannung nicht 
unter diese 4.5V gehen. Wer so eine Kette mit 3V ansteuern will, wird 
garantiert Platz und Geld für einen 74LVC1T45 im SOT23-6 oder SOT 363 
auch noch übrig haben.

Wobei dieses Datenblatt eh mit Vorsicht zu genießen ist: 
Bauteileeigenschaften für VCC=4.5-5.5V zu spezifizieren und gleichzeitig 
als Absolute Maximum Rating 5.3V anzugeben passt einfach nicht zusammen.

fchk
#6048892
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Frank K. schrieb:
> Wobei dieses Datenblatt eh mit Vorsicht zu genießen ist

ist das nicht bei allem Geschriebenen so?
Erst mal glaube ich den Datenblättern, wobei man auch mal reinfallen 
kann!

Immer den Datenblättern zu misstrauen kann nicht die Regel werden!

gleichwohl schrieb ich ja:

Joachim B. schrieb:
> da ist bei 3,5V aber keine Luft mehr nach unten, im Stripe mit reichlich
> Spannungsabfall wirds eng.

wer also wirklich nur 3,3V als Quelle hat muss step up zu 5V nehmen und 
einen Pegelwandler für die Signalankopplung.
Soll ein Akku alles versorgen wäre ein 12V oder 7,2V mit stepdown zu 5V 
zu empfehlen, entweder zusätzlich zu 3,3V oder wenn dort Regler 
vorhanden sind an 5V einspeisen.
#6049139
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Also zumindest auf dem Adafruit Trinket M0 wird die dort verbaute 
APA102-2020 mit 3,3V betrieben und das funktioniert ohne Probleme.
Und ja die leuchtet auch blau.
Inwiefern das ausreicht wäre festzustellen für die Anwendung.

Aber natürlich ist das Problem nicht beschrieben für das die LED mit 
3,3V zu betreiben die Lösung sein soll.
Wenn man nur 3,3V Logik-Pegel hat, könnte man ja auch ein Gatter 
dazwischen schalten und die LED mit 5V betreiben.
Oder man könnte die Spannung auch auf 3,5V anheben.
Gast #6050209
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Rudolph R. schrieb:
> Also zumindest auf dem Adafruit Trinket M0 wird die dort verbaute
> APA102-2020 mit 3,3V betrieben und das funktioniert ohne Probleme.

Dass im Makerbereich häufig gepfuscht wird ist nichts neues. Bei -40°C 
geht es mit Sicherheit nicht mehr.

Rudolph R. schrieb:
> Oder man könnte die Spannung auch auf 3,5V anheben

Damit garantiert der Hersteller das dass Bauteil nicht kaputt geht. Wer 
ein Bauteil nur innerhalb der absolute Maximum Ratings betreibt, hat 
keinerlei Garantie, dass die Spezifikationen eingehalten werden.
Gast #6050223
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Der typisch chinesische Hersteller spezifiziert die minimale Spannung, 
mit der das Bauteil irgendwie (nicht vollständig) nutzbar ist.

Bei 3,5V muss man daher damit rechnen, dass nicht mehr alle Farben 
funktionieren.

Wobei das auch europäische Hersteller (Atmel, ST) machen, zum Beispiel 
bei Mikrocontrollern mit USB Schnittstelle.
#6050771
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avr schrieb:
> Rudolph R. schrieb:
>> Also zumindest auf dem Adafruit Trinket M0 wird die dort verbaute
>> APA102-2020 mit 3,3V betrieben und das funktioniert ohne Probleme.
>
> Dass im Makerbereich häufig gepfuscht wird ist nichts neues.

Das ist Pfusch, aber vielleicht auch genau was der TO sucht.

> Bei -40°C geht es mit Sicherheit nicht mehr.

Musste ich gerade suchen, weder hatte ich bisher die konkrete Anwendung, 
noch lege ich das so knapp aus dass das ein echtes Problem wäre.
LEDs haben so etwa 2mV/K Abweichung, das wären so 130mV.
Jetzt habe ich mir einfach mal eine blaue LED mit richtigem Datenblatt 
gesucht und bin bei der "LB QH9G" von Osram gelandet.
Die hat eine Durchlass-Spannung von min. 2,60V, typ. 2,85V und max 3,10V 
bei 25°C.
Mit dem 3Z Binning als mittleren Wert liegen die bei 2,80V bis 2,90V.

Interessant sich das mal anzusehen aber von "geht es mit Sicherheit 
nicht mehr" würde ich da nicht reden.
Mit 3,3V Versorgung, 2,9V Durchlass-Spannung bei 25°C und 0,13V Abzug 
für -40°C bleiben noch 0,27V für die KSQ über.
Klar, mir wäre das auch zu knapp bemessen.

Das mit der APA102 zu versuchen bleibt natürlich dennoch Pfusch, laut 
"Datenblatt" dazu soll man ja auch mindestens 4,5V verwenden.

avr schrieb:
> Rudolph R. schrieb:
>> Oder man könnte die Spannung auch auf 3,5V anheben
>
> Damit garantiert der Hersteller das dass Bauteil nicht kaputt geht.

Im Kontext der APA102, nein, der Hersteller garantiert nicht mal, dass 
die damit überhaupt funktioniert.
Mein Hinweis bezog sich aber auf das komplette System mit allen 
unbekannten Komponenten, Teile die bei 3,3V ihre nominelle Spannung 
haben laufen ja typischerweise mit Spannungen bis 3,6V innerhalb ihrer 
Spezifikation.

Wenn der Pfusch mit 3,3V "läuft", funktioniert es bei 3,5V vielleicht, 
oder auch nicht, ein wenig besser. :-)

Wenn man denn nun mehr über die Anwendung wüsste...
Gast #7083304
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Flumiranu schrieb:
> Es gibt bei Conrad.de Neopixel streifen(Makerfactory) die mit
> 3,5V laufen

Ah ja - mit besonders ausführlichem Datenblatt!
Mindestspannung: 3,5V
Wellenlänge: 400nm
Abstrahlwinkel und Abmessungen des Streifens gibts auch noch.

Wohlgemerkt die 3,5V, die Conrad da behauptet, gilt für einen Streifen 
mit bis zu 2m a 144 Neopixel aka WS2812B. Das könnte interessant werden, 
wie Conrad das macht, daß alle 288 LEDs auf so einem Streifen zumindest 
innerhalb ihrer abs.max. Spezifikation betrieben werden.


Flumiranu schrieb:
> sehr selten habs auch nur da gefunden.

Kunststück! - Makerfactory dürfte eine Conrad-Eigenmarke sein.


Joachim B. schrieb:
> Mick schrieb:
>> Gibt es eine WS2812B Alternative, die mit 3.3V
>
> mir unbekannt, vor allem weil blau 3,5V benötigt.

Wie gut, daß meine WS2812B davon keine Ahnung haben. Als ich vor kurzem 
mal einen 8-Pixel Strip an 3,3V ausprobiert habe.

Ich war schon mal positiv überrascht, daß es überhaupt funktioniert hat 
und noch viel mehr, daß sie nicht nur rot und grün sondern auch blau 
geleuchtet haben.
#8034643
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Alter Thread, aber da ich (leidvolle) praktische Erfahrung habe, senf ich sie hier mal der Vollständigkeit halber dazu.

Ich habe etliche WS-2812B Varianten in Verwendung, meist in P4-50x50 (also 5x5 mm), aber jetzt habe ich für ein Projekt eine Rolle der kleineren bestellt. Und zwar die Xinglight XL-0807RGBC-2812B-S (P4-20x18). Die sollten laut Datenblatt auch mit VDD=3.5V gehen, aber von 12 Stück auf meinem PCB hat genau 1 kurz grün geblinkt. Ab 3.9V gehen alle, aber blinken manchmal herum. Ab 4.2V sind alle stabil. Die 4.5V..5.5V Empfehlung gibts also tatsächlich nicht ohne Grund.

LieGrue, strub

#8034737
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Mark S. schrieb:

Die sollten laut Datenblatt auch mit VDD=3.5V gehen, ...

Sagt wer? Absolut Maximum Ratings sind Bedingungen, unter denen garantiert nichts kaputt geht. Oder hast du dem Datenblatt irgendeine Angabe zu der bei dieser Spannung erzielten Helligkeit entnehmen können? Das Datenblatt bei Adafruit scheint übrigens etwas angestaubt. Im Datenblatt der WS2812B Ver. No.: V5 ist auch in den Absolut Maximum Ratings die Untergrenze mit 3.7V angegeben. Unterschiede können also an der Version des Chip-Designs liegen.

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