Bei einem meiner ersten Tastköpfe (20 MHz, 10:1) war auch nach einigen Jahren der Innenleiter mittendrin abgerissen. Mit sehr viel Fummelkram bekam ich es auch wieder hin, ihn anzulöten, aber das Kabel war dadurch deutlich kürzer. Ich fand es sehr interessant, dass es sich um einen hauchdünnen Draht handelte, der im Zickzack verlief und recht lose im Tastkopfkabel lag. Damals(tm) wusste ich noch nicht, dass es sich dabei um einen genau abgestimmten Widerstandsdraht handelte.
Welcher Tastkopfhersteller das war, erinnere ich nicht mehr; es könnte Hameg gewesen sein, mit den um 1980 üblichen Beigetönen. Das Oszilloskop (Siemens Oscillarzet D1010, in feinstem Siemens-Beige/Braun) besitze ich immer noch und schalte es auch alle 5-10 Jahre mal für eine Stunde ein, um die Elkos etwas zu formieren. Beim letzten Mal funktionierte es noch einwandfrei.
Bei den heutzutage üblichen, sehr schlanken Tastköpfen ist es mir schon passiert, dass die Spitze in einem Bohrloch hängenblieb und dadurch fast abknickte. Die alten herkömmlichen Tastköpfe sind hingegen so stabil, dass man sie locker in ein Loch hineinstecken und dort stehenlassen kann. Wenn man ihn dann umknickt, dass dürfte aber wahrscheinlich der ganze Tastkopf hinüber sein statt nur die auswechselbare Spitze.