kennt jemand einen Händler der hier 5adriges AWG8-Kabel mit Spannungsfestigkeit 500/700V anbietet?
Hintergrund:
Ich möchte einen Wechselrichter anschließen, der kann auf dem Load-Ausgang bis 40A vom Eingang bereitstellen (nicht im Notstrombetrieb). Die Stecker passen aber nur bis AWG8, die 10mm²-Leitungen passen nicht in die Öffnung. Selbst wenn ich die etwas verjünge passt der Außendurchmessser von 26mm nicht in den Stecker. Und bei 6mm² sind nur 36A im Rohr erlaubt.
Wie ist denn der Hausanschluss vor dem Wechselrichter abgesichert?
Wenn das eh nur 25A oder 35A sind, passt das Kabel doch.
Wenn das 63A sind, und der Wechselrichter kann nur 40A im Bypass-Modus, muss da sowieso noch eine Sicherung dazu, und ob du die jetzt mit 40A oder 36A oder 32A auslegst macht's doch dann auch nicht mehr fett.
Irgendwie musst du das ja hinkriegen.
Im Zweifel würde ich einen Elektriker kontaktieren, der wird dir das irgendwie machen und dann auch die Verantwortung übernehmen.
Wenn ich das richtig interpretiere, ist die Verlegung im Rohr dein Problem, dafür brauchst du 10mm², Aufputz sind die 40A durch deine 6mm² wohl unproblematisch. Die offensichtliche Lösung ist daher, entweder das Rohr wegzulassen oder den Stecker mit 6mm² zu konfektionieren und dann vor dem Rohr auf 10mm² umzuklemmen.
Bei 5x6qmm als Kabel im Rohr sinds nur 34A :(. 36A wäre für Einzeladern.
Das sagt die Norm für 30°C Umgebungstemperatur und 70°C zulässiger Leitertemperatur.
Für niedrigere Umgebungstemperatur und/oder höher spezifizierte Kabel gelten andere Ströme. Umzurechnen nach Tabellen bzw. Formeln in der Norm.
Das kann der Eli hoffentlich rechnen und unterschreiben.
Ein 90°C-Kabel wäre für die 40A in Rohr ausreichend. So die Umgebungstemperatur nicht höher als 30°C liegt, der Stecker das ggf. auch aushält und eine stärkere thermische Isolation des Kabelmantels nicht die Temperaturreserve wegfrisst.
Das wäre ein typischer Fall für eine ganz bewusste Abweichung von den VDE Regeln.
Ernst gemeint: mach eine Gefährdungsbeurteilung und dokumentiere das, mit Datum und Unterschrift. Damit hättest du im Falle des Falles gezeigt dass dir bewusst war dass mit der erhöhten Belastung die Haltbarkeit der PVC Leitung reduziert ist. Im schlimmsten Fall kommt noch ein Schild an den WR mit dem Hinweis die Leitung alle 10 Jahre auszutauschen. Und gut ist.
Das wäre ein typischer Fall für eine ganz bewusste Abweichung von den
VDE Regeln.
Ernst gemeint: mach eine Gefährdungsbeurteilung und dokumentiere das,
mit Datum und Unterschrift. Damit hättest du im Falle des Falles gezeigt
dass dir bewusst war dass mit der erhöhten Belastung die Haltbarkeit der
PVC Leitung reduziert ist. Im schlimmsten Fall kommt noch ein Schild an
den WR mit dem Hinweis die Leitung alle 10 Jahre auszutauschen. Und gut
ist.
Genau. Sollte der Elektriker eigentlich gelernt haben, macht er aber nicht gerne weils meistens effizienter ist einfach das dickere Kabel zu nehmen statt jeweils zu rechnen und er dafür auch nicht argumentieren muss. Außerdem hat er stur nach VDE-Basistabelle weniger Risiko. Und weil er es quasi nie macht hat er es auch gerne "verlernt".
Wenn man genau nachkuckt sind da in der Basistabelle evtl. auch noch Sicherheiten einkalkuliert, die man konkret gar nicht braucht.
Die Norm dient hier als Vereinfachung und ist keine harte Vorschrift.
Erst mal vielen Dank für die Hinweise.
Ich werde mal nach dem o.g. Ausschau halten und ansonsten entweder Silikonleitungen verwenden oder die Vorsicherung auf 35A reduzieren.
Das Kabel ohne Rohr zu verlegen gefällt mir nicht so richtig, und aller 10cm eine Schelle ist nur ein Notlösung.
Bei dem Anbieter gibt es auch H07RNF Extreme (oder so), das ist mit 22.3mm vllt noch im quetschbaren* Bereich.
Will sagen: deutlich unter 26mm ist überhaupt kein Problem.
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* Mal sehen, ob noch weitere AEH-Vorschläge o.ä. kommen. ;-)
Edit: wäre echt "schön", wenn die tolle Forums-SW das * einfach als Fussnote durchgehen lassen würde. Ob es als code geht?
Ja 6mm² ist grenzwertig, aber 6mm² sollten reichen wenn dein ELI sein Hirn einschaltet, ansonsten will er nur was unnützes verkaufen, was in 50 Jahren nur in ein paar Minuten vorkommen kann.
Deine Solaranlage wird in 99,9 % niemals die maximale Last liefern können.
LS passend einbauen und gut ist. Wird in deinem Leben vielleicht 1 mal auslösen, und wenn öfter nach zig Jahren ist der LS defekt.
LS passend einbauen und gut ist. Wird in deinem Leben vielleicht 1 mal
auslösen, und wenn öfter nach zig Jahren ist der LS defekt.
viele Wechselrichter kann man auch in der abgegebenen Leistung begrenzen. Wenn man nur 35A Vorsicherung hat, begrenzt man den eben auf diesen Wert. Den höchsten Spitzenertrag bekommt man im März an wolkigen Tagen. jedenfalls ist das bei meiner Anlage so. Normal sind so 3,3-3,9kW, an manchen Tagen geht es kurzzeitig auf 5,1kW hoch (immer dann, wenn die Sonne durch eine Wolkenlücke blinzelt an einem kalten Tag)
viele Wechselrichter kann man auch in der abgegebenen Leistung
begrenzen.
Es geht ja primär nicht um die Solar/Batterie-Wechselrichter-Leistung.
Es geht um den Strom, den der Wechselrichter Nachts, bei leerem Akku, im Netz-Parallel-Betrieb, vom Strom-Netz zum "Load"/"Haus"-Ausgang fließen lässt, wobei diese Verbindung/Schütz intern nur auf 40A ausgelegt ist.
Deine Solaranlage wird in 99,9 % niemals die maximale Last liefern
können.
Das kommt wohl drauf an, wie das Wetter ist und was für Panele vor dem Wechselrichter sitzen. Vielleicht kann der Wechselrichter seinen Strom auch aus einem Akku holen. Dann entscheidet die Steuerung und nicht die 99,9%. 99,9% eines Jahres sind immer noch fast 9h, ausreichend um ein im Rohr geführtes Kabel aufzuheizen.
Das ist meine Unfähigkeit die richtige Leitung zu finden. Bei der normalen Suche finde ich solche Leitungen nicht. Es gab ja schon Hinweise auf 5x10mm² mit passenden Durchmesser.