HP64000 Compiler

OP #8051731
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Mal eine Frage an die älteren Semester und sonstige Wissende:

Es gab für das HP64000 System einen Pascal Compiler für den 8085. Ich habe hier den Quellcode eines Projektes aus den 80ern der ursprünglich dafür geschrieben wurde. Allerdings enthalten die Dateien den Hinweis das Anfang der 90er auf UNIX migriert wurde und der Code für den neuen Pascal-B Compiler angepasst wurde. Hat jemand eine Idee was das für ein Compiler gewesen sein könnte?

#8051762
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Mach einen Bogen um den Compiler, so groß wie irgend möglich. Ich hatte damals den Eindruck, dass wir die einzigen in .de waren die den hatten. Mit anderen Worten: dass ich der Einzige war... Falsche Syntax-Analyse, kaputte Code-Generierung, an dem Miststück war ALLES falsch.

Ich habe damals einen IEEE488-Treiber und die Steuerung eines Ultraschall-PhasedArrays in Berlin geschrieben und hatte die Illusion "ich fahre mal eben zum Kunden heim ins Saarland und compiliere das an einem Vormittag", aber da wurden 4 Wochen draus. Ich echauffiere mich noch heute.

Der In-circuit-emulator des HP64000 war allerdings klasse.

Wenn Du was historisches restaurieren willst, dann nimm Pascal MT+ von Microsoft. Das funktioniert, die haben das fertig eingekauft. Turbo-Pascal oder UCSD gehen wohl nicht weil die nach P-Code übersetzen; das braucht zu viel Infrastruktur.

Gruß, Gerhard

#8051769
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Geht es in der Frage um den "HP64000 Compiler" wie es im Betreff steht (dazu findet man genügend, inklusive die Software) oder um einen "Pascal-B Compiler" für ein unbekanntes Unix? Falls es um den "Pascal-B Compiler" geht wären Details zum Unix hilfreich, den gab es wohl für mehr als eine Unix Variante.

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#8052128
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Das Unix bei HP war traditionell HP-UX, sehr einfallsreich! Das lief auch auf den HP-Workstations u.a. der Snakes-Serie, z.B. HP King Cobra und war HP's eigener Unix sysV-port.

< https://www.openpa.net/systems/hp-9000_720_730_750.html >

Der Nachfolger der Snakes sollte Intel's 432 Processor werden. Design by HP (weitestgehend), Intel als Prozess-Spezialist. Das war bekanntermaßen ein Schuss in den Ofen. Durchaus elegant, aber lahm & Flaute bei den Compilern.

Ich habe noch einen HP17600 (oder 16700?) Logic Analyzer, da ist auch noch HPUX drauf. Erschreckend langsam, mit Snakes CPU.

Man kann ihn übers LAN / X11 fernbedienen wenn man viel Zeit hat. Unbegreiflich, das das mal den Anspruch hatte, schnell zu sein.

Gerhard

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(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #8052151
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Gerhard H. schrieb:

Ich habe noch einen HP17600 (oder 16700?) Logic Analyzer,

HP16700.

Man kann ihn übers LAN / X11 fernbedienen wenn man viel Zeit hat. Unbegreiflich, das das mal den Anspruch hatte, schnell zu sein.

Mit Hummingbird Exceed oder einem Linux-PC ließ sich das Teil doch ganz passabel fernbedienen. Der interne Bildschirm des HP16700 war ein bisschen klein, aber mit einem direkt angeschlossenen Zusatzbildschirm fühlte er sich an wie eine übliche UNIX-Workstation aus der damaligen Zeit. Bloß viiiel lauter.

Wer eine wirklich lahme Workstation erleben wollte, musste sich mal eine Apollo DN3000 mit normalem UNIX statt des mittelmäßig erträglichen Aegis bzw. Domain/OS antun. Da dauerte die lokale Anmeldung schon ca. 20 Minuten, d.h. vom Eingeben von Username/Password bis zum erstern xterm. Wohlgemerkt ohne NIS/YP oder NFS-Heimatverzeichnis, sondern rein lokal.

Apollo Computer wurde übrigens 1989 von HP gekauft, womit wir wieder (fast) beim Thema wären. Wikipedia schreibt, dass die "neuen" HP-UX-Workstations direkte Nachfolgeprodukte der alten Apollo-Kisten gewesen sein sollen und dass die Apollo-PRISM-CPU Pate gestanden haben soll für die PA-RISC von HP.

Bis vor ein paar Minuten dachte ich, dass Apollo einfach nur "irgendein Zukauf" mit einer separaten Produktpalette für HP gewesen war.

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(Firma: Golden Delicious Computers) #8052281
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C. W. schrieb:

Zu dem verwendeten UNIX gibt es keine Hinweise und sonst nur den Satz "AUF UNIX UEBERNOMMEN UND AN B-KOMPILER ANGEPASST" in einer Info Datei.

Kann man abschätzen von wann der Hinweis stammt? z.B. Erstellungsdatum der Info-Datei?

Dann könnte auch "das" Original-UNIX gemeint sein (benannte Varianten gab es erst ab ca. 1980) und die B-Language (Vorläufer von C). Allerdings wäre B von Pascal doch ziemlich eindeutig zu unterscheiden.

Andererseits wurde B (1969) schon 1972 durch C ersetzt. Und komisch wäre dann auch wenn das in Deutsch in der Info-Datei steht.

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#8052475
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Nikolaus S. schrieb:

C. W. schrieb:

Zu dem verwendeten UNIX gibt es keine Hinweise und sonst nur den Satz "AUF UNIX UEBERNOMMEN UND AN B-KOMPILER ANGEPASST" in einer Info Datei.

Kann man abschätzen von wann der Hinweis stammt? z.B. Erstellungsdatum der Info-Datei?

Dann könnte auch "das" Original-UNIX gemeint sein (benannte Varianten gab es erst ab ca. 1980) und die B-Language (Vorläufer von C). Allerdings wäre B von Pascal doch ziemlich eindeutig zu unterscheiden.

Andererseits wurde B (1969) schon 1972 durch C ersetzt. Und komisch wäre dann auch wenn das in Deutsch in der Info-Datei steht.

Nein, mit der Sprache B hat das bestimmt nix zu tun. Zu der Zeit, als ich die 64000 benutzt habe, hatten wir an der TU Berlin schon eine PDP11/40e mit Unix V6 drauf; das Band wurde vermutlich noch von R/K persönlich rauskopiert. B hat es nie richtig aus der Blase bei Bell geschafft.

Das war zweifellos die V2.0 des Pascal-Compilers. Der P-Compiler von HP war einfach unzumutbar, der hat nicht mal die Syntaxanalyse hinbekommen. Wenn die auf dem Markt bleiben wollten war ein völliges Re-Write absolut notwendig. Ich war kurz davor, mein Programm in asm neu zu schreiben.

Die Maschine, auf der der 64000 lief war ein HP16000 Minicomputer mit 19" breiten Festplatten. Ich hab' dem Service-Techniker interessiert über die Schulter gesehen wenn mal Wartung nötig war.

Persönlich war mir das Tektronix-Konkurrenzprodukt lieber, auch wenn da nur ein Z80 drinn war.

Gruß, Gerhard

OP #8052894
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Da sich zwischenzeitlich gezeigt hat das es nahezu unmöglich ist das Setup zum Compilieren/Linken mit halbwegs vertretbarem Aufwand darzustellen werde ich wohl einen anderen Weg beschreiten:

Von den 50 Quelldateien sind nur etwa 5 in Pascal. Die Idee ist nun mir aus dem vorhanden Maschinencode die Routinen die Ursprünglich in Pascal geschrieben waren zu disassemblieren und einfach als Assemblercode zu verwenden so das ich nur noch einen Assembler und Linker brauche. Da ich eine entsprechende Ausgabedatei des Linkers zu dem vorhandenen Maschinencode habe weiß ich ja wo der compilierte Code aus den Pascal-Dateien ist. Das es eine Haufen zu formatieren gibt ist mir klar.

Kennt jemand eine Assembler/Linker Kombination für den 8085? Falls es nur Assembler gibt müsste ich halt alles in einer riesigen Datei abfackeln.

#8052900
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Versuchs mal mit < https://en.wikipedia.org/wiki/Microsoft_MACRO-80 >

Alles für den Z80 müsste auch funktionieren, von der abweichenden Syntax abgesehen. Die Extra-Befehle muss man ja nicht verwenden.

Es gab auch einen ganz ordentlichen Dis-Assembler, rezilog WIMRE.

Ich glaube, ich habe noch irgendwo eine DOS5-Maschine, virtuell unter VMware. Ich habe sie mal benutzt um maßgeschneiderte Bootfloppies für meinen SNA-33- Spektrumanalyzer zu basteln.

Gruß, Gerhard

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