Der Monat endet mit verschiedensten Neuerungen: im Hause Armbian gibt es ein Betriebssystemupdate, dass das Deployment von Desktopumgebungen zu erleichtern sucht. Eine Studie zur Auswirkung der Landgeometrie von SMA-Steckern erfreut die RF-Welt, während sowohl ARM als auch die RISC/V-Welt in Bewegung bleiben.
Espressif: Promotion-Webseite für ESP32-S31 online.
Dass die Auslieferung von neuen Chips im Hause Espressif eine ruckelige Fahrt darstellt, haben wir in der Vergangenheit immer wieder gesehen. Sei dem wie es sei, gibt es in Bezug auf den ESP32-S31 nun Neuigkeiten. Spezifischerweise gilt, dass das in der Abbildung gezeigte Entwicklerportal ab sofort frei zugänglich ist.

Bildquelle: https://esp32-s31.espressif.com/en
Da sich ein Verweis auf dieses Portal auch in den letzten Entwickler-Rundmail findet, ist davon auszugehen, dass der Chip „bald“ Traktion aufnehmen dürfte.
Armbian v26.5.1 verfügbar
Das Armbian-Entwicklerteam scheint die versprochene, schnellere Release-Kadenz - zumindest bisher - problemlos durchhalten zu können. In einer vor wenigen Minuten an die Community verschickten E-Mail findet sich eine Zusammenstellung von Änderungen in der neuesten Variante. Am Wichtigsten sind für verschiedene Boards durchgeführte Aktualisierungen der diversen Komponenten:
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Die eigentlich bereits letzten Monat angekündigte und unter der URL https://blog.armbian.com/we-rewrote-how-armbian-installs-desktops-heres-what-changed/ en Detail beschriebene Verbesserung des Deployments von Desktops ist nun ebenfalls Teil des neuen Releases. In der aktuellen “Release-Note“ präsentiert sich die Beschreibung dann folgendermaßen:
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Zu guter letzt gibt es Erweiterungen im Bereich aktueller Boards. Hervorzuheben ist, dass der Arduino Uno Q nun ebenfalls Armbian-Unterstützung aufweist:
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Unfall stoppt Produktion bei SiCrystal GmbH
Im Hause SiCrystal - es handelt sich dabei um eine zu ROHM gehörende Unternehmung, die sich auf es SiC-Waferfertigung spezialisiert hat - gab es vor rund zwei Wochen einen schweren Unfall (siehe https://www.rohm.com/news-detail?news-title=2026-05-18_news&defaultGroupId=false). Der in SIC-FET-Sachen immer gut informierte Ralf Higgelke berichtet nun - wie in der Abbildung gezeigt - darüber, dass die Fertigung immer noch nicht wieder angelaufen ist.

Bildquelle: https://www.linkedin.com/feed/update/activity:7466521809601970176/
PicoScope 5000E – erstes 16 Bit-Oszilloskop verfügbar.
Der PC-Oszilloskop-Spezialist Picoscope beeindruckte in der Vergangenheit mit einigen durchaus innovativen Produkten. Nun steht mit der 5000E-Serie eine Gruppe von Oszilloskopen ante Portas, die - wie in der Grafik gezeigt – mit 16 Bit arbeiten.

Wie in der Vergangenheit gibt es neben „reinen“ 16 Bit-Geräten auch FlexRes-Modelle - diese bringen ein Sonderregime mit, dass die Auflösung reduziert, im Austausch dafür aber höhere Abtast-Geschwindigkeiten ermöglicht. Die folgenden Bilder geben einen Überblick einiger Bepreisungen.


Bildquelle, beide: https://www.picotech.com/oscilloscope/picoscope-5000e-series-16-bit-usb-oscilloscope?model=5464E&tab=specifications
A-PHY -Complianceprogramm zwecks besserer “Vereinheitlichung” des Automotive SerDes-Standards
Verschiedene Feldbus-Standardisierungs-Gremien veranstalten seit Jahr und Tag als Plugfest bezeichnete Events, bei denen die diversen Implementierer ihre Produkte aus Spaß und Freude miteinander verbinden können - Sinn ist die Sicherstellung bzw. Maximierung der Interoperabilität. In einer vor wenigen Stunden an die Entwicklerschaft verschickten Meldung kündigt die MiPi Alliance an, fortan für das im Automotive-Bereich verbreitete SerDes-Protokoll ähnliche Dienstleistungen erbringen zu wollen:
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Zur Erinnerung: A-PHY ist ein für das Automobil vorgesehener Standard, der die Anbindung von Bildsensoren erleichtert bzw. ermöglicht:
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NuMaker-GestureAI-M55M1 Module - Gestenerkennung als „schlüsselfertiges Modul“.
Im Hause Nuvoton hat man „Gefallen“ am Anbieten von End to End-Lösungen im Bereich der künstlichen Intelligenz gefunden. Spezifischerweise steht ein als NuMaker-GestureAI-M55M1 Module bezeichnetes Modul ante Portas.

Bildquelle: Nuvoton
Raison d’Etre des neuen Systems ist ausschließlich die Erfassung von Gesten, beispielsweise zur Realisierung neuartiger Mensch-Maschine-Schnittstellen:
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Alibaba: AOSP-Android 16 läuft auf RISC/V.
Dass Google mit „Methoden“ zur Ausführung von Android auf RISC/V-SOCs experimentiert, ist per se nicht neu. Im Hause Alibaba - der chinesische Amazon-Konkurrent hat ebenfalls eine riesige in-House-IT-Sparte - gelang nun die Ausführung von AOSP 16 auf den hauseigenen SOCs. Spezifischerweise wird unter der URL https://www.linkedin.com/pulse/week-risc-v-may-29-2026-risc-v-international-sx5fe/ folgendes vermeldet:
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ARM: Erweiterungen des Entwickler-Support-Programms.
Im Hause ARM ist man sich des permanenten Wachstums der RISC/V-Architektur durchaus bewusst, und - logischerweise - wenig darüber erfreut. Als neueste Gegenmaßnahme avisiert man eine Erweiterung der diversen Entwickler-Unterstützungsprogramme. Spezifischerweise findet sich unter der URL https://developer.arm.com/community/arm-community-blogs/b/announcements/posts/the-new-full-arm-developer-experience-community-kits-tools-and-challenges-in-one-place die Liste der folgenden neuen Dienstleistungen:
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AMD Versal™ Prime Series Gen 2 – Portfolioerweiterung ante Portas
Der FPGA-Markt unterliegt ebenfalls dem „Million Monkey Effekt“. Kaum hat man im Hause Altera neue EA-fokussierte Modelle angekündigt, reagiert AMD mit einer Erweiterung des Versal-Portfolios. Fokus liegt hier allerdings auf dem zur-Verfügung-stellen von mehr Rechenleistung:
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Spezifische Informationen zu den neuen SKUs finden sich dann in der Abbildung.

Bildquelle: https://www.amd.com/en/blogs/2026/announcing-new-amd-versal-prime-series-gen-2-devices.html?utm_source
Zweistufige Drohnen erweitern die Reichweite
Dass das „Starten und erstmalige Beschleunigen“ eines Luftfahrzeugs immens viel Energie in Anspruch nimmt, dürfte bekannt sein. Verschiedenste Drohnen-Bastler “experimentieren“ aus diesem Grund seit einiger Zeit mit zweistufigen Start-Systemen. Hintergedanke ist, dass im ersten Schritt ein chemischer Antrieb die Drohne auf Arbeitshöhe bringt, und die eigentlichen Antriebe erst danach die Arbeit übernehmen. Im Laufe der letzten Woche sind zwei unterschiedliche diesbezügliche Projekte gestartet - die beiden Instagram-Fotos ermöglichen über die jeweilige Bildquelle „tiefere“ Interaktion mit den Anführern der jeweiligen Experimente.
Bildquelle: https://www.instagram.com/reel/DYkBsH8iy02/?igsh=bHJpMDQzcWlkN3dy
Bildquelle: https://www.instagram.com/reel/DY0FcSVMbiY/?igsh=aXVua2M3cHR1dnBh
Lesestoff: Von der Auswirkung der SMA-Steckergeometrie im RF-Bereich.
Dass Through-Hole-Steckverbinder „robuster“ sind als ihre SMD-Kollegen dürfte allgemein bekannt sein. Beim Design von RF-Systemen gilt allerdings, dass der überstehende Stubbel auf der Unterseite der Platine zu ungewünschten Reflexionen führen kann. Im Paper Unveiling the Sub-10 GHz Performance of SMA Connectors: A Comparative Analysis findet sich ein durchaus lesenswerter Vergleich, der verschiedene Connector-Geometrien unter Nutzung eines VNAs und eines TDRs miteinander verglich. Das Paper steht unter einer Open Access-Lizenz, und ist unter der Bildquelle abrufbar.
Bildquelle: https://www.mdpi.com/2079-9292/13/14/2686
(Dank an Matthew A Brenner von https://www.spotmybus.com/ für den Hinweis)
Lesestoff, zur Zweiten - von „Glitches“ im Rahmen der GPIO-Initialisierung.
Dass die freie Konfigurierbarkeit von GPIO-Muxen PCB-Design und Co. erleichtert, wollen wir als bekannt annehmen. In der Praxis kann man sich dabei beim Start-up allerdings durchaus interessantes Verhalten einhandeln - ein von Geehy veröffentlichter Artikel beschreibt nun eine durchaus interessante Situation:
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Lesestoff, zur Dritten - RemTec über Keramiksubstrate im Platinenbereich
Wer einmal die Tektronix-TDS-Serie von Oszilloskopen restauriert hat, kennt die auf Keramik-Material aufgebauten Hybridboards mit Sicherheit. Unter der URL https://iconnect007.uberflip.com/i/1544707-smt007-may2026/27?utm_campaign=45273480-2026+Articles+-+Brian&utm_medium=email&_hsenc=p2ANqtz--PC3M18XG5ooN-GOYBfds99RxP4H831_w8iUuj9QBucUxjny6ZiVoJ11fuNm_yf30Cn0A1YSCzJkGOanynnQw7iO8m1g&_hsmi=420882854&utm_content=420882854&utm_source=hs_email findet sich nun ein durchaus interessanter Artikel des PCB-Spezialisten RemTec, der auf die Besonderheiten von keramischen Platinen einzugehen sucht.









